Landesregierung NRW fördert junge Kunstformen im Ruhrgebiet ab 2022

Virtual Reality, zeitgenössische Akrobatik, Breakdance oder Techno-Sounds – mit dem bis 2030 angelegten Dekadenprojekt „Metropole der Künste Ruhr“ fördert die Landesregierung unter dem Dach der Ruhr-Konferenz umfassend junge künstlerische Ausdrucksformen im Ruhrgebiet und setzt so frische Impulse im dichten Kulturangebot der Metropole Ruhr. Ziel ist die Etablierung eines Ökosystems neuer, internationaler Künste, das künftig das kulturelle Profil der Region auf besondere Weise prägen und die nationale wie internationale Sichtbarkeit stärken soll. Im Zentrum des Vorhabens steht das neue Förderfeld „Neue Künste Ruhr“, dass sich in vier Programmlinien unterteilt. Diese sind:

1.     die digitalen Künste, die auf meist interaktive Weise sowohl neue ästhetische Erlebnisse ermöglichen, als auch die Effekte der Digitalisierung auf alle Lebensbereiche in den Fokus nehmen,

2.     die Urban Arts, die verschiedene Strömungen der Subkultur wie Hip Hop, Street Art, Breakdance und Poetry Slam mit zeitgenössischem Tanz, Bildender Kunst und Musik verbinden,

3.     der zeitgenössische Zirkus, der Elemente der Artistik mit zeitgenössischem Tanz, moderner und klassischer Musik, Theater und Medienkunst verknüpft, sowie

4.     die Clubszene der elektronischen Musik, die Lichtkunst, Sound-Art und zeitgenössischen Tanz kombiniert und auf besondere Weise für urbane Kulturorte einer Metropole steht.

Mit der Förderung der Neuen Künste sollen zukunftsweisende Kunstformen fest im Ruhrgebiet verankert und Künstler*innen an die Region gebunden werden. Dabei sollen Projektvorhaben, Stipendien für Künstler*innen – sowohl in Verbindung mit Kulturinstitutionen als auch mit Wirtschaftsunternehmen – sowie Veranstaltungsformate gefördert werden, die Aufrufe starten voraussichtlich im Sommer 2021. Flankiert werden soll das Förderfeld von strukturellen Ankerprojekten, darunter neue Ausbildungs- und Produktionszentren etwa im Bereich Artistik oder Urban Arts sowie große Veranstaltungen, wie das digitale Kunstfestival „The New Now“, das erstmals im Sommer dieses Jahres auf Zeche Zollverein stattfinden wird. Langfristig sollen außerdem neue Aus- und Fortbildungsangebote für den Bereich der Neuen Künste entstehen, um Künstler*innen in diesem Feld weiter zu professionalisieren. So sollen etwa gemeinsam mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Akademien in der Region weitere Studiengänge für die Neuen Künste entwickelt werden.

22.04.2021

Music, Makers & Machines – Onlineausstellung

Googles Arts & Culture-Plattform hat die Online-Ausstellung Music, Makers & Machines zur Geschichte der elektronischen Musik eröffnet. Diese kann kostenlos abgerufen werden. Die Ausstellung versucht das Phänomen der elektronischen Musik in sämtlichen technischen wie ästhetischen, sozialen wie politischen Aspekten zu erfassen. Mehr als 50 internationale Institutionen, Labels, Museen, Festivals und Künstler*innen haben an dem Projekt mitgearbeitet. Music, Makers & Machines beinhaltet über 350 einzelne Onlineausstellungen, die aus mehr als 15.000 Fotos, Videos, Multimedia-Strecken, 360°-Touren und 3D-Objekten, beispielsweise Synthesizern, bestehen. Mit diesen virtuellen Instrumenten lassen sich online Klänge erzeugen. Die Ausstellung gewährt nicht nur Einblicke in das legendäre Studio für elektronische Musik des WDR, sondern auch in die elektronische Szenen in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt und in die Anfänge großer Künstler*innen, die die elektronische Musiklandschaft bis heute prägen.

18.03.2021

Onlineprojekt „Beats_Per_Minute“ sucht Nachwuchs-Electromusiker*innen

8 Teams – 8 Tracks – 1 Platte + umfassendes Workshop-Programm: Bei dem kostenlosen deutsch-polnischen Austauschprojekt Beats_Per_Minute können sich Deutsche und Pol*innen zwischen 18 und 26 Jahren mit Leidenschaft für elektronische Musik bewerben. Die 16 ausgewählten Teilnehmer*innen produzieren in Zweiergruppen gemeinsam einen eigenen Track, erhalten dabei Coachings von Profis (u.a. vom Ableton Certified Trainingscenter aus Warschau) und veröffentlichen am Ende ein Platte. Mit dem Projekt wird jungen Musiker*innen aus beiden Ländern die Möglichkeit gegeben, sich über ihr gemeinsames Interesse an elektronischer Musik näher kennenzulernen und in internationaler Besetzung daran zu arbeiten. Für die Teilnahme am Projekt entstehen keine Kosten. Projekt-Zeitraum: 13.-27.6.2020. Meldet euch hier an bis zum 10. Mai 2020. Eine Infobroschüre findest du hier.

07.05.2020

Giga-Hertz-Preis für Éliane Radigue

Der Giga-Hertz-Preis des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) und des SWR Experimentalstudios geht in diesem Jahr an die französische Komponistin Éliane Radigue. Die Siebenundachtzigjährige wird am 23. November für ihr Lebenswerk als „Visionärin der elektronischen Musik“ ausgezeichnet. Schon früh habe sich Radigue in New York mit ihrer Arbeit an einem analogen Synthesizer emanzipiert, begründete die Jury ihre Entscheidung. Der Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik wird seit 2007 vergeben und ist mit zehntausend Euro dotiert.

Quelle: F.A.Z.

05.11.2019

Masterstudent*innen des Studiengangs „Music for Applied Media“ präsentieren Filmmusik

Der berufsbegleitende, internationale Masterstudiengang „Music for Applied Media“ richtet sich an Film- und Medienkomponist*innen, die eine Karriere im internationalen Musikbusiness anstreben. Am 09.09. kann die Arbeit einiger dieser Masterstudent*innen bewundert werden, denn sie zeichnen für die Filmmusik des berührenden Films „merk|würdig“ verantwortlich. Das Ars Electronica Animation Festival zeigt den Film über Demenz bei freiem Eintritt am 09. dreimal: im Anschluss an eine Podiumsdiskussion (10-12 Uhr), um 13 Uhr und um 15 Uhr. Das Festival hat in diesem Jahr den Themenschwerpunkt „Future of Cinema“.

Übrigens: Der Studiengang wird am 8. September 2018 um circa 14 Uhr in Linz im Rahmen des „Music Education Day“ am Ars Electronica Festival vorgestellt.

06.09.2018

Stadt Frankfurt bekommt ein neues Museum: Museum Of Modern Electronic Music

Frankfurt bekommt ein neues Museum. Am Dienstag, 23. Januar, haben Oberbürgermeister Peter Feldmann, Kulturdezernentin Ina Hartwig und Personaldezernent Stefan Majer die Pläne für das Museum Of Modern Electronic Music, kurz MOMEM, vorgestellt. Das Museum soll die ehemaligen Räume des Kindermuseums an der Hauptwache beziehen. Die Schlüsselübergabe erfolgt im Frühling nach dem Auszug des Cafés für Obdachlose, welches in den kalten Monaten dort untergebracht ist. Die Idee geht zurück auf eine Initiative von Alex Azary, Andreas „Talla 2XLC“ Tomalla und Stefan Weil, die auf der Suche nach Räumen an die Stadt herangetreten waren. 2015 hatten Initiatoren und Vertreter der Stadt einen Letter of Intent unterschrieben. Das MOMEM startet an der Hauptwache als Pop-Up-Museum. Es wird dort daher für zwei bis vier Jahre untergebracht sein, mindestens aber, bis für den Bereich Hauptwache eine finale Lösung feststeht. Die Stadt Frankfurt wird die Räume für diese Zwischennutzung mietfrei bereitstellen. Die Initiatoren werden ihr neuartiges Museums- und Ausstellungskonzept eigenständig bzw. mit Unterstützung privater Förderer realisieren. Das neue Museum will elektronische Musik nicht nur dokumentieren, sondern auch akustisch und haptisch erlebbar machen. Es präsentiert KünstlerInnen und ProduzentInnen, Technik, Clubkultur, Label-Gründungen, Veranstaltungskonzepte, Digitalisierung. Auf dem Programm stehen Lesungen, Vorträge, Veranstaltungen und Gastspiele von im Museum vorgestellten KünstlerInnen. An der angeschlossenen Akademie bieten DJ(ane)s und ProduzentInnen Workshops sowie Seminare an und bieten einen Einblick in den Studioalltag.

06.02.2018

Giga-Hertz-Preis 2016 ausgeschrieben

Seit dem Jahr 2007 verleiht das ZKM | Institut für Musik und Akustik zusammen mit dem Experimentalstudio des SWR Freiburg alljährlich den Giga-Hertz-Preis für elektronische und akusmatische Musik. 2016 ist der Giga-Hertz-Preis insgesamt mit 20.000 € Preisgeld dotiert. Die beiden mit 5.000 € dotierten, international ausgerichteten Giga-Hertz-Produktionspreise dienen der Initiierung und Förderung neuer Projekte und richten sich an KomponistInnen elektronischer und akusmatischer Musik. In diesem Jahr soll dem Themenkomplex Sensorik in der Auswahl für die Werkstipendien eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Vor diesem Hintergrund sollen KünstlerInnen motiviert werden, sich insbesondere mit musikalischen Werken zu bewerben, die mit dieser interaktiven Technologie realisiert worden sind. Daneben können aber auch weiterhin Werke eingereicht werden, die mit digitaler oder elektronischer Technologie realisiert worden sind. Die Ausschreibung läuft noch bis 25. Mai 2016.

(Quelle: www.miz.org)

09.03.2016

Veranstaltungsreihe MINT präsentiert Frauen in der elektronischen Musik in Berlin

Die Veranstaltungsreihe Mint wurde im April 2013 von Zoe Rasch und Ena Lind ins Leben gerufen. Mint ist eine Clubveranstaltung, die Frauen in der elektronischen Musik präsentiert. Sie findet alle 2 Monate im Bi Nuu (Berlin-Kreuzberg) und unregelmässig an anderen Orten statt. Darüber hinaus unterstützt Mint mit gezielten Maßnahmen weibliche DJs auch außerhalb des Clubs. Durch die Förderung des Musicboards Berlin lädt Mint zu Netzwerk-Dinner, produziert Video-Portraits – die sogenannten „Mint Faces“ – von weiblichen DJs und Persönlichkeiten der House- und Technoszene und organisiert Workshops rund um das Produzieren von Musik und das Auflegen im Club. Die “DJ List” auf ihrer Website kann Bookern und Veranstaltern eine Orientierung geben und bei der Suche nach weiblichen DJs helfen. Die nächste Mint Club Night findet am Samstag, 21.06.2014 um 23:59 Uhr mit Ashibah, Eva Be, Ena Lind und Rroxymore im Bi Nuu statt.

Weitere Infos: http://mintberlin.de

11.06.2014