RockCity Hamburg startet Umfrage zu Trends, Digitalität, Diversity und Mental Health
Welche Megatrends werden sich in welcher Weise in zehn oder in zwanzig Jahren auf Musikschaffende auswirken? Wie sehen Veranstaltungen, Angebote und die Kommunikation von RockCity zum jetzigen Zeitpunkt aus und wie sollten sie aussehen, um zukunftssicher, bunter und leichter zu sein? Diese Fragen stellt sich der Verein RockCity Hamburg e.V. und startet dazu eine Umfrage, in der auch Themen wie Digitalität, Diversity und Mental Health angesprochen werden. Alle Akteur*innen der Hamburger Musikszene sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen und RockCity ein Feedback zu geben.
Initiative Musik sucht Transformationsmanager*in
Im Rahmen einer internen Prozessbegleitung wurde ein Veränderungsprozess in Bezug auf Diversity, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit innerhalb der Initiative Musik angestoßen. Um diesen Prozess weiterzuführen und alle notwendigen Umstellungen vorzunehmen, wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teil- oder Vollzeit oder als externe Dienstleistung, befristet bis voraussichtlich 30. Juni 2024 ein*e Transformationsmanager*in (m/w/d) für die internen Aufgaben Diversity, Barrierefreiheit sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit gesucht. Diese Stabsstelle ist direkt an die Geschäftsführung angegliedert. Bewerbungsschluss: 31.08.2022
Music Women* Germany Tagung schließt mit Forderungskatalog
Die erste politische Tagung der Music Women* Germany fand am 27. April mit 180 angemeldeten Teilnehmenden im Berliner silent green Kulturquartier statt. Der Dachverband der Musikfrauen* in Deutschland hatte zu der Veranstaltung mit Workshops eingeladen, um über konkrete Lösungsansätze zu beraten, wie eine Musikkultur und -wirtschaft geschaffen werden kann, die vielfältig, divers, digital und vernetzt gestaltet ist. Herausgekommen ist ein 20-Punkte-Programm mit konkreten Forderungen an Branche und Politik. Im Fokus stehen vor allem eine gerechte Teilhabe bei Musikprojekten und in Bereichen, die staatlich gefördert werden. Das fängt bei intersektionalen Quotenregelungen und verbindlichen Diversitätskriterien in Gremien, Findungskommissionen, Beiräten, Vorständen, Aufsichtsräten, u.a. an, und schließt Diversitäts-Checklisten und ein Rotationsprinzip bei der Besetzung von Führungspositionen staatl. geförderter Einrichtungen (Generationswechsel) ein. Fortbildungen in diversitäts- und gendersensiblem Sprechen und Handeln, Kommunikation, Sichtbarmachung (vor allem im Tech-Bereich), Nachhaltigkeit und ganz konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die z.B. die Vereinbarkeit von Karriere und Familie verbessern, sind weitere Themen des Forderungskatalogs, den ihr hier in voller Länge findet.LAZ reloaded präsentiert: 50 Jahre Lesbenbewegung in Berlin 28.05.2022
LAZ reloaded e.V. präsentiert einen Jubiläumsabend zur Feier von 50 Jahren Lesbenbewegung am 28.05.2022 in Berlin. Das LAZ – Lesbische Aktionszentrum West-Berlin war aus der Frauengruppe hervorgegangen, die sich 1972 innerhalb der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW) gegründet hatte. 2018 wurde von ehemaligen LAZ-Frauen und jungen radikalen Lesben gemeinsam das LAZ reloaded gegründet: Durch Schaffung der Erinnerungskultur wird auf die revolutionäre Lesbenbewegung aufmerksam gemacht und lesbischer Feminismus gestärkt. In einem Festvortrag erinnert Halina Bendkowski an die erste Demonstration (29.4.1972) für die Rechte von Lesben und Schwulen in Deutschland und die Gründung der ersten Lesbengruppe in Münster 1972 – ein Ereignis von historischem Ausmaß. Was hat sich verändert – was ist geblieben – was kann noch kommen? Danach folgen Ausschnitte aus einem historischem Film über die Lesbenbewegung der 70er, in Anwesenheit von damals Mitwirkenden. Die Musik der FrauenLesben-Bands der späten 70er und 80er Jahre – Flying Lesbians, Lysistrara, AUSSERHALB, Knapp Daneben, Unterrock, Seven Kick The Can, Lärm&Lust Bigband – lebt an diesem Abend ebenfalls wieder auf! Zu hören digital und vorgestellt von Musikerinnen aus der damaligen Zeit. Die afroamerikanisch-deutsche Künstlerin Ika Hügel-Marshall erzählt von den Anfängen der afro-deutschen Frauenbewegung in den 80ern, angeregt durch ihre Freundschaft mit Audre Lorde und der Entstehung ADEFRAs (Afro-Deutsche Frauen). Die Diversity Trainerin gab die ersten Selbstverteidigungskurse für schwarze und jüdische Frauen. Dann kommen Zuckerklub mit Indie-Pop-Rock und DJ Alister aus den USA mit Sexy Eclectic Mix of Soul, RnB & Women Rock.
Zeit: 28.05.2022, 17 Uhr, Ort: FORUM FACTORY, Besselstr. 13-14, 10969 Berlin – barrierefrei, U-Bhf. Kochstr., Eintritt: 18,-€/13,-€, Abendkasse + Vorverkauf: Begine, nur für Frauen – Women Only
Helvetiarockt: Gender is a Galaxy
Unter dem Banner „Gender is a Galaxy“ macht Helvetiarockt in der Schweiz die Vielfalt der Geschlechter sichtbar. Die erste Aktion fand im Rahmen des m4music 2022 auf den Toiletten des Schiffbaus und des Exils statt. Ziel ist die Sensibilisierung des Publikums zum Thema Geschlechtervielfalt. Die öffentliche Toilette als Raum, der täglich aufgesucht wird, eignet sich exemplarisch, denn: Nicht alle Menschen können sich die Toilette frei aussuchen, nicht alle fühlen sich auf der Toilette sicher, nicht alle finden die Infrastruktur vor, die sie brauchen.
Gender is a Galaxy ist Teil der 2019 lancierten Diversity Roadmap, die Tipps und Anregungen für die Musikbranche gibt, wie Veranstaltungen, Programmangebote, die Kommunikation sowie Strukturen diskriminierungsfreier und diverser gestalten werden können. Die Diversity Roadmap existiert in digitaler sowie gedruckter Form. Sie wurde auf englisch, italienisch und französisch übersetzt.
Music Women* Germany präsentiert die CLUB OF HEROINES* Reihe
Der Club of Heroines* (Club der Heldinnen*) ist eine Networking-Reihe des bundesweiten Netzwerkes Music Women* Germany. Sie findet im April im gesamten Bundesgebiet in insgesamt vier verschiedenen Ländernetzwerken statt und bietet einen Ort für Austausch, aktives Netzwerken sowie für Weiterbildung, Präsentation und Qualifikation.
10.04.2022 musicBYwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Regensburg
Beginn: 15:30 Uhr, Location: Degginger (anmelden)
13.04.2022 musicbwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Bremen
Einlass 17:30 Uhr, Beginn 18 Uhr, Location: Klub Dialog, Am Deich 86, 28199 Bremen (anmelden)
24.04.2022 musicNRWwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Köln
16 – 20 Uhr / PATTENHALLE | als Teil der c/o Ehrenfeld (anmelden)
30.04.2022 musicSwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Dresden (anmelden)
Digitale Vortragsreihe: „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“
Die Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien kündigt für dieses Frühjahr eine digitale Vortragsreihe an, die sich mit Antidiskriminierungsbestrebungen in der Musikwelt auseinandersetzt. Kritische Stimmen und Forschung zu sexualisierter Gewalt und Rassismus sind in den letzten Jahren zahlreicher und lauter geworden – nicht zuletzt seit ‚MeToo und Black Lives Matter auch in der Musikindustrie. Die QUART – Quality of Arts Vortragsreihe möchte zu dieser Diskussion beitragen.
Am 29.03.2022 spricht Rosemary L. Hill über „Sexual Violence and Gender Equality in Grassroots Music Venues“; am 26.04. geht es mit Anna Bull um „Higher Music Education after #MeToo“; am 24.05. trägt Antonio C.Cuyler vor zu „Blacktivism, Anti-racism, and Creative Justice in Opera“. Den Abschluss der Reihe bildet am 14.06. ein round table mit den Initiativen female:pressure, Diversity Roadmap und dem Harfenduo. Anmeldung per Mail an Mona Torinek: ta.ca.wdm@kenirot.
Label der Paloma Bar in Berlin featured indigene Künstlerin LeCiel
Gar nicht so leicht zu finden ist die kleine Bar Paloma mit Wohnzimmerflair in Berlin. Zu normalen Zeiten (ohne C…) findet frau im Nachtclub am „Kotti“ ab Mitternacht kaum einen Platz. In den vierzehn Jahren seit der Eröffnung in Kreuzberg hat sich der Club einen Ruf als besonderer Ort für innovative Programme erarbeitet. Dabei versuchen die Macher*innen, von Diskriminierung betroffene Menschen in ihre Arbeit einzubinden und zu unterstützen und mit ihrem Programm, Bildungsveranstaltungen und Soliparties Räume für mehr Diversität zu schaffen. Dass der Club auch ein kleines Label betreibt, wissen wohl nicht so viele. Seit 2020 hat Paloma zwei Vinyl EPs, zwei Compilations und eine EP mit Tracks von insgesamt 50 Künstler*innen veröffentlicht. Die
neuste „The Art of Practice“ (VÖ: 29.12.2021) featured die indigene US-amerikanische Künstlerin LeCiel, die seit kurzem in Berlin lebt. Sie verarbeitet in ihrer Musik frühe Einflüsse von Gospel, R’n’B, Soul, Southern & West Coast HipHop, die sie mit experimentellen elektronischen Beats verknüpft. Hören und kaufen könnt ihr sie hier; mehr VÖs gibt es im Palomabar-Shop auf Bandcamp.
Digitale Konferenz Zukunft Pop: „Popkulturelle Utopien“ 04.12.21
Auf der digitalen Konferenz Zukunft Pop widmen sich am Samstag, 04. Dezember 2021 Speaker*innen aus der Musikszene dem Thema „Popkulturelle Utopien“. Die Keynote „Sexismus in der Musikindustrie“ spricht Laura Lato (Musikerin), es folgt ein Panel zu “Power relations within popular music – no future without equality” mit Lato, Pamela Owusu–Brenyah (AFRO x POP, Music Women Germany) und Deborah Kelleher (Direktorin Royal Irish Academy of Music). Owusu–Brenyah zeigt danach Perspektiven von Frauen in der Musikszene in Afrika auf. Ein weiteres Panel dreht sich um „Music in Namibia“, dabei diskutieren die namibische Sängerin Lioness, Angelika Schröder (Leitung College of the Arts Namibia), Jens Cording (Music in Africa) und Udo Dahmen (Künstlerischer Direktor Popakademie Baden–Württemberg). Die namibische Kuratorin Aino Moongo gibt in ihrer Keynote einen Überblick über historische und gegenwärtige Entwicklungen zum Thema. Im Panel „Utopia or Reality: AI and Music” diskutieren Jovanka von Wilsdorf (Musikerin, AI Song Contest DIANA), u.a. über die aktuelle Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (Artifical Intelligence) in der Musik. Von Wilsdorf gibt in ihrem Beitrag Einblicke in den Themenbereich der Gleichberechtigung im Zusammenhang mit KI. Ein Gespräch zwischen Betina Quest (Musikerin) und Owusu–Brenyah beleuchtet die Situation von Musiker*innen in Ghana. Betina Quest und Engin beenden die Konferenz mit einem Konzert. Die Konferenz wird ab 12 Uhr hier live gestreamt.
Ideeninitiative „Kulturelle Vielfalt mit Musik“
Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt mit ihrer bundesweiten, jährlichen Ideeninitiative „Kulturelle Vielfalt mit Musik“ die Entwicklung und Umsetzung neuer Projektideen. Hierfür stehen Fördermittel in Höhe von mehr als 100.000 Euro zur Verfügung. Bis 15. Oktober 2021 können kreative Projektideen eingereicht werden, die das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft fördern.
Vielfalt am Main 10.07.2021
Am 10. Juli findet der vom Frankfurter Jugendring organisierte Demonstrationszug „Vielfalt am Main“ in Frankfurt statt. Das Motto der Veranstaltung, die viele noch unter dem früheren Namen „Parade der Kulturen“ kennen, lautet „Anders – Gemeinsam – Solidarisch“. Los geht’s um 12 Uhr mit einem Demonstrationszug für Vielfalt und Akzeptanz durch die Innenstadt. Da pandemiebedingt noch nicht alle Einzelheiten geklärt sind, werden Startpunkt und Route noch bekanntgegeben. Der Zug endet mit einer Kundgebung am Römerberg, bei der unter anderem die Frankfurter Integrationsdezernentin Sylvia Weber spricht. Ab 19 Uhr folgt ein Online-Bühnenprogramm auf YouTube mit Diskussionen zum Motto der Veranstaltung sowie mit Tanz-, Musik- und Performance-Beiträgen von Frankfurter Künstler*innen. Die Veranstaltenden rufen Interessierte dazu auf, mit eigenen Beiträgen beim Demonstrationszug mitzuwirken oder sich ehrenamtlich an der Organisation zu beteiligen.
#artistathome: Scapsis mit neuem Video „Sag mir“
Mit dem Video „Sag mir“ gibt die Rapperin Scapsis ein klares Statement ab: für Mut, Liebe, Toleranz und Vielfalt und gegen das Segnungsverbot homosexueller Paare, das die römische Glaubenskongregation Ende März ausgesprochen hat.

