Förderprogramm stärkt Vielfalt bei Kunst und Kultur in NRW (jetzt bewerben)

Mit dem Förderprogramm „Publikum.Personal.Programm – Kultur divers und inklusiv“ unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen zehn Kulturorte dabei, ein ansprechendes Programm für ein möglichst breites Publikum anzubieten – unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und sexueller Identität oder Orientierung, Alter und körperlicher Einschränkung. Auch in der dritten Förderrunde stellt das Land insgesamt 1 Mio. Euro für zehn Einrichtungen über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zur Verfügung. Ein Programmbüro begleitet die geförderten Einrichtungen während des gesamten Förderzeitraums und fördert den Austausch sowie die gemeinsame Weiterentwicklung. Voraussetzung für die Förderung ist die Einrichtung einer Stelle für eine*n Mitarbeiter*in, die diesen Prozess federführend leitet. Interessierte Kultureinrichtungen und Kommunen können sich sowohl einzeln als auch im Rahmen lokaler oder regionaler Bündnisse bewerben. Start der Förderung ist im Jahr 2027. Bewerbungsschluss: 11. September 2026

30.06.2026

Strukturförderung unterstützt 21 Projekte

Genial: In der aktuellen Förderrunde der Strukturförderung der Initiative Musik erhielten 21 tolle Projekte eine Förderzusage, vor allem solche, die sich für Diversity & Chancengleichheit und den Auf- und Ausbau von Strukturen und Netzwerken einsetzen. Zu den geförderten Vorhaben zählen das FLINTA* MUSIC LAB, eine Workshopreihe für die regionale Musikszene in Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet, FLINTA-DJ- und Producing Workshops in der Region Bayreuth, MatchMaking RLP, die Moms Got Talent Academy u.v.m. Auch das Pilotprojekt Live Music Fund Germany, das mit einem freiwilligen Solidaritätsfonds kleinere Venues unterstützen will, und das neue Pop Netzwerk Darmstadt zum Ausbau einer nachhaltigen Struktur für die lokale Popkulturszene gehören zu den Geförderten. Wir gratulieren!

18.06.2026

FROM SCRATCH / PRIDE WARM UP: Paneltalk & FLINTA* DJ Night 10.06.2026

Zum Abschluss der FROM SCRATCH Workshop Reihe und als Auftakt zum PRIDE MONTH im Juni laden das MOMEM in Kooperation mit dem AmkA Frankfurt am Main am Sa, 10.06.2026 von 18:00 – 22:00 Uhr zu einem gemeinsamen Recap, Austausch und natürlich zum Feiern ein. Beim Paneltalk „Safer Spaces“ sprechen DJ MELL G., Julia Meier (clubcherry) und Caroline Majerczak (Tokonoma), moderiert von Dr. Harpreet Cholia (Leitung Stabstelle Antidiskriminierung der Stadt Frankfurt) darüber, warum sichere Räume in der elektronischen Musikszene so wichtig sind und wie sie entstehen können. Anschließend könnt ihr bei der FLINTA* DJ Night mit DJ MELL G und n9oc abdancen. Der Paneltalk und die Party sind offen für alle. Eintritt: 5€ (Tickets)

26.05.2026

Call for papers: „Performative Arts: Human and Non-Human Co-Creation…“

Ein interdisziplinärer Call for Papers und Special Issue der Zeitschrift Art Style Magazine nimmt das Thema: „Performative Arts: Human and Non-Human Co-Creation, Cultural Diversity, Artificial Intelligence, and Future Visions“ in den Blick und lädt zur Einreichung von ausführlichen Essays und wissenschaftlichen Artikeln ein. Einreichfrist: 30.11.2026
11.05.2026

Fördergeld für Projekte von Vereinen und Initiativen zum Frankfurter „Pride Month“

In Frankfurt wird es 2026 zum vierten Mal einen „Pride Month“ geben, der im Christopher Street Day (CSD) seinen Höhepunkt findet. Unter dem Motto „Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut“ legt die Stadt ein Sonderförderprogramm in Höhe von insgesamt 50.000 Euro auf. Ziel ist es, Projekte und Initiativen zu unterstützen, die die Sicherheit, Sichtbarkeit und Empowerment von LSBTIQA*-Personen in Frankfurt stärken und dabei insbesondere auf community-basierte Ansätze setzen. Gefördert werden daher insbesondere Formate, die Empowerment, kollektive Fürsorge und solidarische Netzwerke fördern sowie den Austausch von Wissen und Erfahrungen ermöglichen. Unterstützt werden zum Beispiel Lesungen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Konzerte, Stadtteilfeste, Empowerment-Trainings und Queere Barabende. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Einzelprojektförderung beträgt bis zu 5.000 Euro. Bewerbungsschluss: 07.05.2026

01.05.2026

c/o pop 2026 – Panels & Networking in Köln (15.-19.4.26)

Vom 15. bis 19. April 2026 wird die c/o pop wieder zum zentralen Treffpunkt der Musikbranche in Köln. Als Schnittstelle zwischen Festival, Convention und Szene bringt sie Artists, Branchenakteur*innen und Newcomer*innen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Trends zu diskutieren. Auch Music Women* Germany ist erneut mit eigenen Formaten vor Ort vertreten und setzt gezielt Impulse für mehr Diversität, Sichtbarkeit und strukturellen Wandel in der Branche.

Beim “FLINTA* & Friends” Networking Event am 16. April (14:15-15:15 Uhr) im Biergarten Herbrand’s erwartet die Teilnehmenden neben einem Raum für persönliche Gespräche eine inspirierende Keynote, die aktuelle Perspektiven aus der Kreativwirtschaft aufgreift und Impulse für Austausch und Vernetzung setzt. Eingeladen sind Partner*innen, Alumni, Freund*innen und Allies von MEWEM, fæmm, Female Voice (BDKV), GEMA frauennetzwerk, Keychange, music is her passion, musicNRWwomen* und MusicWomen*Germany – und alle, die Lust auf Austausch, Solidarität und neue Verbindungen haben. Für die Teilnahme benötigt ihr ein c/o pop Convention Ticket. Bitte meldet euch vorab hier an, damit das Team besser planen kann. 

Danach diskutieren Lina Burghausen, Julia Gröschel und Die P beim Panel „Breaking the Barrier“ um 15:15–16:15 Uhr im Herbrand’s (Stage 7) über Machtstrukturen, Sichtbarkeit und Perspektiven im deutschen Rap und in der Musikindustrie. Im Fokus stehen Fragen wie: Wer bekommt Zugang zur Bühne – und warum? Welche Rolle spielen neue Plattformen und Narrative? Verändert sich die Branche wirklich in Richtung mehr Diversität? Am 17. April ergründet das Panel „DE&I unter Druck“, was der Rechtsruck für die Musikbranche bedeutet. Was heißt das für Förderstrukturen, Strategien und kulturelle Praxis? Muss DE&I verteidigt, neu begründet oder strategisch weiterentwickelt werden?

09.04.2026

Keychange Leaders Open Call 2026: Visionär*innen gesucht

Am 30. September 2025 startet der Keychange Leaders Open Call 2026. Bis zum 12. November 2025 können sich visionäre Künstler*innen, Manager*innen, Unternehmer*innen und Kreative aus ganz Europa und Kanada für das Talent Leadership Programme bewerben. Das Keychange Talent Leadership Programme (TLP) ist ein sechsmonatiges Training für Frauen und geschlechtsdiverse Personen, die bereit sind, Veränderungen in der Musikindustrie voranzutreiben. Das Programm unterstützt Teilnehmende dabei, ihre Fähigkeiten, Netzwerke und ihr Mindset weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel, soziale Veränderungen voranzubringen, Diversität, Fairness und Inklusion in der Musikbranche zu stärken und nachhaltige Strukturen aufzubauen.

07.10.2025

Diversität im Fokus: Neue Studie der fwd: lädt Veranstalter*innen zur Beteiligung ein

Diversität ist Fakt, Inklusion der proaktive Umgang damit. Doch wie weit ist die Veranstaltungswirtschaft wirklich, wenn es um dessen strukturelle Verankerung in Unternehmen geht? Eine neue Studie des fwd: und des R.I.F.E.L. – Instituts geht erstmalig dieser Frage nach. Denn für eine zukunftsfähige Unternehmensstrategie und langfristige Mitarbeiterbindung sind Diversität und Inklusion weit mehr als gesellschaftspolitische Schlagworte: sie sind entscheidend. Besonders in Zeiten von Fachkräftemangel birgt eine inklusive Unternehmenskultur große Potenziale. Zudem trägt die Branche eine gesellschaftliche Verantwortung: Live-Kommunikation beeinflusst den öffentlichen Diskurs und schafft nachhaltigen Impact. “Inklusion und Diversität sind in der Veranstaltungsbranche besonders wichtig, da Messen und Events für Teilnehmende aus verschiedensten Kulturen und allen gesellschaftlichen Bereichen einzigartige Erlebnisse und Begegnungen schaffen sollen. Dies muss sich auch in der Unternehmenskultur, -organisation sowie dem Führungsstil widerspiegeln“, Prof. Dr. Cornelia Zanger. Von Februar bis Mai 2025 sind Geschäftsführer*innen der Branche eingeladen, ihre Perspektiven zu teilen. Dabei soll beleuchtet werden, inwiefern Diversität und Inklusion bereits strategisch in Unternehmen implementiert ist und an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht. Hier geht es zur Teilnahme. Die Ergebnisse der ersten Erhebung werden im Mai 2025 auf der IMEX präsentiert. Anschließend folgt eine zweite Studienphase, welche die Sichtweise der Mitarbeitenden ergänzt. Auf Basis dieser Erkenntnisse entstehen konkrete Handlungsempfehlungen, die einen branchenweiten Dialog anstoßen sollen. Interessierte ohne Personalverantwortung können sich bereits hier für den zweiten Teil der Studie anmelden, welche sich an Mitarbeitende richten wird.

25.03.2025

Stadt Frankfurt fördert Kulturprojekte zu Rassismus & Diskriminierung

Im Auftrag der Stadtregierung lobt das Kulturamt zum vierten Mal in Folge spartenübergreifend künstlerische Projekte aus, die sich mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen. Die Förderung soll unter anderem dazu beitragen, gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur für alle Menschen zu schaffen und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen zu stärken. Die Projekte sollen die Diversitätsentwicklung des Frankfurter Kulturbetriebs spartenübergreifend fördern. Auch bereits bestehende Projekte und Formate können durch die hier bereitgestellten Mittel zur Auf- bzw. Durchführung gebracht werden. Als besonders förderungswürdig gelten partizipative künstlerische Projekte von und mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie kulturelle Angebote in allen Frankfurter Stadtteilen, die zum Ziel haben, Menschen zu erreichen, die von klassischen Kulturformaten sonst nicht angesprochen werden. Dabei werden Einsendungen von Personen oder Gruppen mit eigenen Rassismuserfahrungen ausdrücklich begrüßt. Die geförderten Projekte können ab September 2025 bis Februar 2026 beginnen. Für Kulturveranstaltungen und -projekte verschiedener Formate stehen insgesamt 70.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung gibt es erst ab September, aber die Anträge müssen bis spätestens 15. Juni 2025 eingereicht werden.

18.03.2025

Fachgesellschaft Geschlechterstudien veröffentlicht Statement zu Wissenschaftsfreiheit

Anlässlich Alice Weidels Rede auf dem Parteitag der AfD, wo sie angekündigt hat, die Gender Studies unter ihrer Führung „rauszuschmeißen“ und Hochschulen als „queer-woke Kaderschmieden“ bezeichnet hat, haben sich einige Institutionen und Hochschulen zusammengetan, um ein Statement zu veröffentlichen. Der Text mit dem Titel „Angriffen auf die Freiheit von Forschung und Lehre entschlossen entgegentreten“ verweist auf den Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes (GG), der Wissenschaftsfreiheit als Menschenrecht weltweit verbürgt und vor politischen Eingriffen schützt. Wissenschaftsfreiheit bilde einen unverzichtbaren Bestandteil demokratischer Staaten und ihrer politischen Ordnung. Jeder Eingriff in akademische Strukturen und die Freiheit der Forschung beschädige nicht nur die wissenschaftlichen Institutionen und deren internationales Ansehen, er füge auch der Demokratie als Ganzes erheblichen Schaden zu. „Die Freiheit der Wissenschaft ist untrennbar mit der Freiheit der Gesellschaft verbunden, denn ohne sie gibt es weder Innovation noch Fortschritt – beides jedoch basiert auf Forschung. (…) Wissenschaftsfeindlichkeit und Intellektuellenfeindlichkeit sind zentrale Merkmale autoritärer Politik, die das gesellschaftliche Vertrauen in die Wissenschaft untergraben. Wir verurteilen jegliche Drohungen gegen Forschende, sei es im Bereich der Gender Studies oder in anderen Disziplinen. Wir bekräftigen unsere Überzeugung, dass die Autonomie von Wissenschaft und Hochschulen für das demokratische System von entscheidender Bedeutung ist. Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit sind Angriffe auf die Demokratie selbst“, heißt es in dem von der Fachgesellschaft Geschlechterstudien veröffentlichten Statement. 
12.02.2025

Get Better Records featured queere und Trans Artists

Get Better Records ist ein amerikanisches Independent-Plattenlabel mit Sitz in Los Angeles, das 2009 von queeren und Trans Artists gegründet wurde. Es hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem marginalisierte Künstler*innen zu fördern, ihre Geschichten zu verbreiten und Musik und Gemeinschaft als Formen des Widerstands zu leben. Es featured Niis, Pride Month Barbie, Pictoria Vark, The Ophelias, ZORA, Michael Loves Michael, COWBOY BOY, Frida Kill, VIAL u.v.w. Hörproben gibt es auf ihrer Bandcampseite.

12.02.2025

Broschüre „(K)ein Kunststück“ zu Rassismus & Antisemitismus

Gesellschaftlich marginalisierte Gruppen sind auch in Kulturbetrieben unterrepräsentiert. Das zeigt sich sowohl beim Blick ins Publikum als auch bei der eigenen Belegschaft und Programmausgestaltung. Viele Kulturbetriebe möchten diesen Zustand jedoch aktiv verändern, Diversität fördern und den Ansatz des Powersharing vorantreiben. Der erste Schritt ist hierbei die Entwicklung einer diskriminierungskritischen Haltung, um im Anschluss Arbeitsprozesse und Strategien zu überprüfen bzw. weiterzuentwickeln. Für alle Kulturbetriebe und Kulturarbeitenden, die Diversität fördern und Diskriminierung abbauen möchten, hat die Bildungsstätte Anne Frank in ihrer digitalen Broschüre „(K)ein Kunststück – Rassismus- und antisemitismuskritisch Handeln im Kulturbetrieb“ Reflexionen und Erkenntnisse sowie praktische Handlungsempfehlungen für diesen Weg zusammengetragen. Sie entstand im Rahmen des Programms „(K)ein Kunststück – Diversität im Kulturbetrieb fördern“, bei dem die Bildungsstätte Anne Frank ausgewählte Kulturinstitutionen über 1,5 Jahre hinweg bei ihrem diversitätsbewussten Veränderungsprozess begleitet hat. Die Broschüre ist kostenlos online erhältlich, die Herausgeber*innen freuen sich aber über eine Spende.

10.02.2025