Kulturpreis für Berliner Clubszene: TAG DER CLUBKULTUR

Der TAG DER CLUBKULTUR wurde auf Initiative der Clubcommission, der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie dem Musicboard ins Leben gerufen und wird auch in diesem Jahr 2022 die Vielfalt der Berliner Clubkultur und das besondere Engagement der Berliner Szene würdigen. Ein damit verbundener Preis wird insgesamt 40 Clubs und Kollektive der Stadt mit je 10.000 Euro auszeichnen. Dieser bietet den Bewerber*innen Gelegenheit, ihren Beitrag zur Berliner Clubkultur zu reflektieren und die Clubkultur von morgen mitzugestalten. Auf den Preis können sich alle Berliner Clubs und Kollektive bewerben. Alle Kriterien und Details zur Bewerbung finden sich in der Ausschreibung und den Teilnahmebedingungen. Eure Bewerbung könnt ihr vom 01.-15. August 2022 über das Online-Formular einreichen.

Erstmals findet der TAG DER CLUBKULTUR nicht nur am 3. Oktober, sondern eine ganze Woche lang statt. Bis zum 9. Oktober präsentieren die ausgezeichneten Clubs und Kollektive in rund 40 Veranstaltungen die Bandbreite und Vielfalt ihrer Clubkultur. Um progressive Räume der Clubkultur von morgen noch möglich zu machen, wollen die Macher*innen einen Blick zurück zu den Ursprüngen werfen. Deshalb steht der TAG DER CLUBKULTUR in diesem Jahr unter dem Motto GROWING ROOTS – SHAPING SPACES und fokussiert damit die Ursprünge der Clubkultur und die Bedeutung von (Frei-)Räumen.

27.07.2022

PopCamp Festival Berlin

Abschlusskonzert von Elena Rud (Foto:  Sandra Ludewig)

Von Freitag bis Samstag, 10./11.06.2022, wird erstmals das PopCamp Festival im Columbia Theater Berlin stattfinden. Die PopCamp-Projekte aus den Jahrgängen 2020/21 werden sich live on stage vor Publikum präsentieren. Am Samstagnachmittag gipfelt das Festival in einem Ehemaligentreffen samt Juror*innen, Dozent*innen und Freund*innen des Bandförderprojektes des Deutschen Musikrates. 
Mit dabei sind unter anderem: Anoki, Elena Rud, L I N, Wenn einer lügt dann wirKaro Lynn, Wezn.

03.06.2022

Konzertreihe „fem concerts“ in Berlin

Seit September 2020 hat Berlin eine neue Konzertreihe: femconcerts. Eine Bühne nur für Frauen und nicht-binäre Personen. fem concerts bringt immer 2 oder 3 Musikacts am Abend auf die Bühne, jeder Act kann ein Set von ca. 30-45 Min. spielen. Die Konzerte finden in einer eher kleinen Location statt (Kapazität ca. 100 Gäste). Sie präsentieren eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen und Bekanntheit, Newcomerinnen* teilen sich die Bühne mit bekannteren Musikerinnen*. Die Konzertreihe wird von einer Person allein ehrenamtlich betrieben, die für sich selbst keinen Gewinn daraus zieht. „fem concerts“ ist gemeinnützig. Alles, was an Budget da ist, fließt neben den allgemeinen Kosten ausschließlich in die festen Gagen der Künstlerinnen*. Es gibt keine Sponsoren und keine Kulturförderung. Fehlbeträge werden mit privatem Geld ausgeglichen. Damit soll fem concerts ein Gegenentwurf zu Hut- oder Getränkemarken-Konzerten in Berliner Bars sein. Die Musikerinnen* erhalten feste und faire Gagen und müssen somit nicht bangen, ob was und wieviel im Hut ist. Dazu gibt es selbstfinanziertes, veganes Catering für die Musikerinnen*. Der nächste Konzertabend ist am 23.06. und bringt Koka und Kira Hummen im Art Stalker auf die Bühne. Musikerinnen* können sich per Mail bewerben.

03.05.2022

MW*G initiiert Tagung “Gender Equality Now!” am 27.04.2022 in Berlin

Music Women* Germany setzt sich für alle Musikfrauen* und sich als weiblich identifizierende und nicht-binäre Personen sowie ihre Netzwerke in der Musikbranche in Deutschland ein. Bei der ersten politischen Tagung der MW*G am 27. April von 12.00 – 19.00 Uhr im Berliner silent green Kulturquartier diskutiert der Dachverband der Musikfrauen* in Deutschland mit der Bundeskulturpolitik deshalb über konkrete Lösungsansätze, um durch alle Genres und Sparten, unabhängig von Alter, Herkunft und Körperlichkeit oder Stufe der persönlichen Professionalisierung eine Musikkultur und -wirtschaft zu schaffen, die vielfältig, divers, digital und vernetzt gestaltet ist. Prominente Musikschaffende, Branchenexpert*innen und Politiker*innen entwickeln gemeinsam Strategien zu den Themen Gender (Pay) Gap, Intersektionalität in der Bundeskulturpolitik, Verbesserung von Arbeitsbedingungen für Eltern und weibliche* Positionierungen im Metaverse. Die Tagung ist kostenfrei und wird umgesetzt von dem regionalen Berliner Ländernetzwerk musicBwomen*. 

22.04.2022

Berlin schreibt Spartenoffene Förderung für ein- und zweijährige Festivals und Reihen aus

Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt Mittel zur Förderung von künstlerischen Projekten aus den einzelnen Sparten sowie für inter- und transdisziplinäre Vorhaben, die in Berlin realisiert und publikumswirksam sichtbar werden. Jede Sparte darf sich bewerben. Mit den Mitteln sollen überwiegend Akteur*innen der Freien Szene gefördert werden. Gefördert werden Projekte und Programme, die im gegenwärtigen Fördertableau der Berliner Kulturverwaltung nicht oder nur ungenügend berücksichtigt werden können. Die Vorhaben müssen in Berlin entwickelt und gezeigt werden, sowie mehrheitlich Berliner Künstler*innen beteiligen. Antragsberechtigt sind Reihen, Serien (Abfolge von min. 3 verschiedenen Veranstaltungen), Festivals und besondere Programmschwerpunkte (z.B. besondere Jubiläen). Frühester Projektbeginn ist voraussichtlich Oktober 2022. Die Bewerbungsfrist endet am 01. Juni 2022 um 18:00 Uhr.

13.04.2022

LAZ reloaded präsentiert: 50 Jahre Lesbenbewegung in Berlin 28.05.2022

LAZ reloaded e.V. präsentiert einen Jubiläumsabend zur Feier von 50 Jahren Lesbenbewegung am 28.05.2022 in Berlin. Das LAZ – Lesbische Aktionszentrum West-Berlin war aus der Frauengruppe hervorgegangen, die sich 1972 innerhalb der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW) gegründet hatte. 2018 wurde von ehemaligen LAZ-Frauen und jungen radikalen Lesben gemeinsam das LAZ reloaded gegründet: Durch Schaffung der Erinnerungskultur wird auf die revolutionäre Lesbenbewegung aufmerksam gemacht und lesbischer Feminismus gestärkt. In einem Festvortrag erinnert Halina Bendkowski an die erste Demonstration (29.4.1972) für die Rechte von Lesben und Schwulen in Deutschland und die Gründung der ersten Lesbengruppe in Münster 1972 – ein Ereignis von historischem Ausmaß. Was hat sich verändert – was ist geblieben – was kann noch kommen? Danach folgen Ausschnitte aus einem historischem Film über die Lesbenbewegung der 70er, in Anwesenheit von damals Mitwirkenden. Die Musik der FrauenLesben-Bands der späten 70er und 80er Jahre – Flying Lesbians, Lysistrara, AUSSERHALB, Knapp Daneben, Unterrock, Seven Kick The Can, Lärm&Lust Bigband – lebt an diesem Abend ebenfalls wieder auf! Zu hören digital und vorgestellt von Musikerinnen aus der damaligen Zeit. Die afroamerikanisch-deutsche Künstlerin Ika Hügel-Marshall erzählt von den Anfängen der afro-deutschen Frauenbewegung in den 80ern, angeregt durch ihre Freundschaft mit Audre Lorde und der Entstehung ADEFRAs (Afro-Deutsche Frauen). Die Diversity Trainerin gab die ersten Selbstverteidigungskurse für schwarze und jüdische Frauen. Dann kommen Zuckerklub mit Indie-Pop-Rock und DJ Alister aus den USA mit Sexy Eclectic Mix of Soul, RnB & Women Rock.

Zeit: 28.05.2022, 17 Uhr, Ort: FORUM FACTORY, Besselstr. 13-14, 10969 Berlin – barrierefrei, U-Bhf. Kochstr., Eintritt: 18,-€/13,-€, Abendkasse + Vorverkauf: Begine, nur für Frauen – Women Only

12.04.2022

Gitarrenladen & Werkstatt in Berlin sucht Verstärkung

Michi Hartmann sucht Verstärkung für ihren Krassegitarren Gitarrenbau & Stromgitarrenwerkstatt in Berlin: „Wer hat Lust, in einem Gitarrenladen in Berlin zu arbeiten? Zwei – drei Tage die Woche fünf Stunden, musikerinnenfreundliche Arbeitszeiten. Du musst bitte: flexibel und lernwillig sein, wenigstens schon ein Minimum über Gitarren wissen, mein Chaos im Griff haben, Deutsch und Englisch sprechen, nett zur Kundschaft sein. Alles Weitere bitte per PN.“

05.04.2022

Berliner Chortreff – jetzt anmelden

Der Berliner Chortreff ist nicht nur ein Festival für Sänger*innen, sondern für alle Berliner*innen und Gäste, die Freude am Singen haben. Alle, die das Festival besuchen, sind herzlich eingeladen, an offenen Proben und vielfältigen, stimmungsvollen Workshops teilzunehmen. Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung ist ab sofort über die Website online möglich.

Zum Zuhören wird es an zwei Tagen 56 Chorkonzerte auf vier Bühnen geben. Am Samstag, dem 25. Juni 2022 um 14 Uhr entsteht ein Festivalchor: Singen ohne Noten, dafür aus voller Kehle. Lili Sommerfeld lässt durch intuitive Harmoniefindung, ein paar Handzeichen und viel Call & Response in Windeseile einen vielstimmigen Chorklang entstehen. Am Sonntag, dem 26. Juni 2022 um 18:30 Uhr sind alle Menschen eingeladen, die Erfahrung zu machen, in einem Popchor zu singen. Weitere Workshops wie Bodypercussion, Warm-Ups, Bühnenpräsenz, Improvisationen und Alexandertechnik sind offen für alle. Der Berliner Chortreff findet am 25. und 26. Juni 2022 in der Landesmusikakademie Berlin statt.

01.04.2022

„Perspektive Kultur“ in Berlin

Das Programm Perspektive Kultur ist eine Anschubhilfe, die in Berlin voraussichtlich für einen Förderzeitraum ab Sommer 2022 beantragt werden kann. Sie wird die Soforthilfe ablösen: Während bisherige Hilfen aufs Überleben abzielten, ist das Programm Perspektive Kultur nicht als Liquiditätssicherung gedacht, sondern soll Kultureinrichtungen und –akteur*innen einen Neustart ermöglichen. Es wurde zusammen mit den Akteur*innen der Kulturbranche erarbeitet und hat zum Ziel, den Kultur-Betrieb zu reaktivieren und das Publikum zurückzugewinnen. Die konkrete Ausgestaltung des Programms erfolgt in den kommenden Wochen. Für die beiden Haushaltsjahre 2022/2023 sind hierfür 40 Mio. Euro vorgesehen.

31.03.2022

Label der Paloma Bar in Berlin featured indigene Künstlerin LeCiel

Gar nicht so leicht zu finden ist die kleine Bar Paloma mit Wohnzimmerflair in Berlin. Zu normalen Zeiten (ohne C…) findet frau im Nachtclub am „Kotti“ ab Mitternacht kaum einen Platz. In den vierzehn Jahren seit der Eröffnung in Kreuzberg hat sich der Club einen Ruf als besonderer Ort für innovative Programme erarbeitet. Dabei versuchen die Macher*innen, von Diskriminierung betroffene Menschen in ihre Arbeit einzubinden und zu unterstützen und mit ihrem Programm, Bildungsveranstaltungen und Soliparties Räume für mehr Diversität zu schaffen. Dass der Club auch ein kleines Label betreibt, wissen wohl nicht so viele. Seit 2020 hat Paloma zwei Vinyl EPs, zwei Compilations und eine EP mit Tracks von insgesamt 50 Künstler*innen veröffentlicht. Die neuste „The Art of Practice“ (VÖ: 29.12.2021) featured die indigene US-amerikanische Künstlerin LeCiel, die seit kurzem in Berlin lebt. Sie verarbeitet in ihrer Musik frühe Einflüsse von Gospel, R’n’B, Soul, Southern & West Coast HipHop, die sie mit experimentellen elektronischen Beats verknüpft. Hören und kaufen könnt ihr sie hier; mehr VÖs gibt es im Palomabar-Shop auf Bandcamp.

13.01.2022

Berliner Spartenoffene Förderung für Festivals und Reihen

Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt Mittel zur Förderung von Festivals, Reihen und ähnlichen Vorhaben aus den einzelnen Sparten sowie für inter- und transdisziplinäre Vorhaben, die in Berlin realisiert und präsentiert werden. Ziel der vierjährigen Förderung ist es, Festivals und Reihen, die seit mehreren Jahren im Berliner Kulturkalender etabliert sind, sich in der Vergangenheit durch künstlerische Qualität, ein besonderes Profil und thematische Schwerpunktsetzung etabliert haben, langfristige Planungssicherheit zu verschaffen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine zweimalige öffentliche Förderung des Festivals oder der Reihe z.B. durch Land, Bund, EU innerhalb der letzten fünf Jahre. Es können nur Projekte gefördert werden, die noch nicht begonnen haben. Mit einer Förderentscheidung ist im Frühjahr 2023 zu rechnen. Die Projekte können frühestens ab 1. Januar 2024 beginnen. Die Bewerbungsfrist für die vierjährige Förderung von Festivals und Reihen 2024 – 2027 endet am 28. Februar 2022 um 18:00 Uhr.

12.01.2022

Most Wanted: Music 2021 Artist Talks

Im Rahmen der Musikwirtschaftskonferenz Most Wanted: Music Convention sprach unter dem Titel „Kreativität statt Krise“ die Hamburger Musikjournalistin Birgit Reuther mit mit Jarii van Gohl vom Noise-Rock-Duo DŸSE, deren neues Album „Widergeburt“ kürzlich erschienen ist und Sängerin und Songwriterin Sofia Portanet, die im Juli 2020 und damit während der Pandemie ihr Debütalbum „Freier Geist“ herausbrachte. Thema waren die vielen Herausforderungen der Pandemie, aber auch deren Chancen. Dieser und viele weitere spannende Panels sind in voller Länge auf Youtube verfügbar.

08.12.2021