Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Amateurmusik: jetzt teilnehmen
Amateurmusik ist nicht nur kulturell unverzichtbar, sondern auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Die vom Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) in Auftrag gegebene Studie „Wirtschaftliche Bedeutung von Amateurmusik in Deutschland“ untersucht, welche Ausgaben Musiker*innen, Vereine sowie Verbände tätigen – von Instrumenten und Unterricht über Ensembleaktivitäten bis hin zu allen Ausgaben bei Veranstaltungen. Sie beleuchtet erstmals, welche wirtschaftlichen Effekte von den bundesweit 16,3 Millionen Amateurmusizierenden ausgehen. Damit liefert der BMCO eine fundierte Grundlage für kulturpolitische Entscheidungen und stärkt die öffentliche Wahrnehmung der Amateurmusik. Der Verband ruft sowohl Privatpersonen als auch Ensemble- und Verbandsvertreter*innen zur Teilnahme auf. Alle Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet, die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Die Durchführung der Studie wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Förderprogramm „Landmusikort des Jahres“ geht in die nächste Runde
Das Förderprogramm „Landmusikort des Jahres“ ruft ländliche Kommunen bis 12.000 Einwohner*innen auf, sich um die Auszeichnung „Landmusikort“ und eine Förderung zwischen 2.000 und 18.000 Euro zu bewerben. Der Preis wird vom Deutschen Musikrat und dem Bundesmusikverband Chor & Orchester gemeinsam ausgeschrieben und vergeben. Das Förderprogramm würdigt innovative Musikprojekte und stärkt das kulturelle Leben in ländlichen Regionen. Ausgezeichnet werden besondere musikalische Aktivitäten mit Vorbildcharakter. Damit sollen Musikinitiativen sichtbar werden und neue Netzwerke im ländlichen Raum entstehen. Die Bewerbung muss durch den/die* Bürgermeister*in (oder Ortsvertreter*in) der jeweiligen Kommune unterstützt werden und bis spätestens 31. März 2026 über das digitale Antragsportal eingereicht werden.
Landesmusikrat NRW fördert Amateurmusikprojekte
Der Landesmusikrat NRW informiert über seine Förderung von Amateurmusikprojekten 2026. Zum einen können Erwachsenenprojekte, zum anderen Kinder- und Jugendprojekte gefördert werden, die schwerpunktmäßig von März-Dezember 2026 durchgeführt werden. Der/Die Antragsteller*in muss den Wohn-/Geschäftssitz in NRW haben und das geplante Projekt muss in NRW stattfinden. Außerdem müssen die am Projekt Beteiligten mehrheitlich in NRW leben. Mehr als 50 % der am Projekt Beteiligten müssen Amateurmusiker*innen sein. Das Projekt darf vor der Antragstellung noch nicht begonnen worden sein. Es können maximal zwei Anträge pro Person/Gruppe/Institution gestellt werden. Kostenrahmen: Es können mindestens 750,- € und maximal 10.000,- € beantragt werden (die Höchstgrenze gilt pro Antrag!), mindestens 10 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben müssen von den Antragstellenden als Eigenanteil geleistet werden. Antragsschluss: 31.10.2025
Wer ist antragsberechtigt? Verbandsfreie Vereine, Ensembles und Bands; Vereine, Ensembles, Bands und Musikverbände in kirchlicher Trägerschaft; Einzelpersonen sowie Institutionen, die Projekte mit Amateurmusiker*innen durchführen.
Music4all Förderprogramm fördert Amateurmusik in Hamburg
Die nächste Runde der Antragsstellung von Music4all hat am 01. Oktober 2025 begonnen. Das Programm ermöglicht eine direkte, schnelle und unbürokratische Förderung von bis zu 1.500 Euro pro Jahr für eingetragene Vereine und gemeinnützige Unternehmen der Hamburger Amateurmusikszene. Interessierte Ensembles und Chöre haben bis 31. Dezember 2025 die Möglichkeit, ihre Förderanträge einzureichen und sich somit die Chance auf eine Förderung im Rahmen von Music4all zu sichern. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt nach dem Windhund-Prinzip – je früher ein vollständiger Förderantrag eingereicht wird, desto größer sind die Chancen auf eine Förderung!
Tage der Chor- und Orchestermusik 2026: jetzt bewerben
Die jährlich im März stattfindenden „Tage der Chor- und Orchestermusik“ (TCOM) werden 2026 Kaiserslautern zur heimlichen Bundeshauptstadt der Amateurmusik machen. Für das Wochenende 13.-15.03.2026 können sich interessierte Ensembles noch bis 21.09.2025 bewerben. Stilistische Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht und sehr willkommen.
Neue Studie zum Amateurmusizieren zeigt klaren Aufwärtstrend
21 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 6 Jahre musizieren in ihrer Freizeit – das sind rund 16,3 Millionen Menschen und etwa 2 Millionen mehr als noch vor vier Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die auf einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach beruht. Besonders aktiv sind demnach Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 15 Jahren (fast 50 %) und Erwachsene bis 30 Jahre (26 %). Bei den Erwachsenen ab 30 Jahren ist der Zuwachs seit 2020 besonders deutlich – aktuell musiziert in dieser Altersgruppe jede*r Sechste, 2020 war es noch jede*r Achte. Viele Menschen scheinen also nach oder auch während der Pandemie das Musizieren für sich entdeckt zu haben. Weitere zentrale Ergebnisse:
• Früher Einstieg fördert intensives Musizieren (das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei 12 Jahren)
• Musikinstrumente sind beliebter als Singen (81 % vs. 41%) und werden vor allem von Jungs/Männern und Personen aus höheren sozialen Schichten gespielt
• 31 % singen im Chor, je 13/14 % spielen in Bands/Orchestern/Ensembles, die meisten spielen aber zuhause (67 %)
• Musikunterricht ist besonders bei Kindern (72 %) und Frauen verbreitet
• Verschiedene Zugangsorte: 38 % Schule, 31% Chöre, Orchester und Musikvereine, 31 % Familie/privates Umfeld, 24% öffentliche und 8% private Musikschulen, 23% Privatmusiklehrkräfte, 19% Kirchen (19 %)
• Starke soziale Unterschiede beim Musizieren: mehr Amateurmusiker*innen bei höherem Einkommen
• Hohe Kosten vor allem in Familien (jährlich im Schnitt 536 Euro)
„Eine vielfältige und lebendige Amateurmusikszene ist ein wesentlicher Bestandteil kultureller Teilhabe – sie stiftet Gemeinschaft, fördert Kreativität und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“, sagt Stephan Schulmeistrat, Leiter des miz. „Unsere Studie zeigt auch, welchen persönlichen Wert das Musizieren für viele Menschen hat: Wohlbefinden, soziale Nähe und kreative Entfaltung sind zentrale Motive. Umso wichtiger ist es, den Zugang zu musikalischem Engagement offen, niedrigschwellig und vielfältig zu gestalten. Mit dieser Studie wollen wir die Bedeutung der Amateurmusik sichtbar machen und Impulse für ihre nachhaltige Förderung geben.“
Landmusikort 2025
Die Auszeichnung zum „Landmusikort des Jahres“ wird im Jahr 2025 erstmalig über den BMCO ausgeschrieben. Sie regt Kommunen und Gemeinden zu neuen Konzepten an, fördert innovative Projekte und befähigt lokale Leuchttürme mit ausstrahlendem Vorbildcharakter zur Sichtbarmachung und Vernetzung von Musikgeschehen. Der Preis wird an Bewerber*innen mit einem besonders lebendigen, innovativen, blühenden Kulturleben und insbesondere das der Amateurmusik und des ehrenamtlichen Engagements verliehen. Kommunen aus dem ländlichen Bereich sind gemeinsam mit ihren kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Ensembles eingeladen, sich um die Auszeichnung als Alleinstellungsmerkmal zu bewerben. Einsendeschluss: 15. April 2025
Förderprogramm Music4all 2025 bis 31.01.2025
Der Landesmusikrat Hamburg (LMR) und die Behörde für Kultur und Medien (BKM) wollen Hamburger Chöre und Ensembles niedrigschwellig unterstützen. Finanziert durch die BKM vergibt der Landesmusikrat Hamburg deshalb insgesamt 50.000 € im Jahr 2024. Ensembles und Chöre der Hamburger Amateurmusik können pro Jahr eine Förderung von maximal 1.500 € erhalten. Gefördert werden Maßnahmen mit musikalischem Output, wie Konzerte und musikalische Veranstaltungen, Festivals, Nachwuchs- und Musikvermittlungsprojekte und musikalische Weiterbildungsmaßnahmen von Ensembles der Fachverbände. Ob du antragsberechtigt bist erfährst du hier. Annahmeschluss: 31.01.2025, 23:59 Uhr. Die Auswahl erfolgt nach dem Windhund-Prinzip (First Come First Served). Dabei gilt das Datum des Eingangs des vollständigen Förderantrages.
Amateo Award 2024: Kulturprojekte mit Vorbildcharakter gesucht
Das europäische Netzwerk für Kulturteilhabe Amateo, dem kubia angehört, hat den Amateo Award 2024 ausgeschrieben. Egal ob Tanz, Musik, Theater, Street Art oder ein anderer Kulturbereich: Alle partizipatorischen Kunstprojekte von Amateurgruppen aus ganz Europa sind zur Teilnahme eingeladen. Der Amateo Award 2024 bietetet Projekten und Gruppen die Chance, sich einem internationalen Publikum vorzustellen und Kontakte zu anderen Teilnehmenden, politischen Entscheidungsträger*innen und Geldgeber*innen aus ganz Europa zu knüpfen. Die Preisträger*innen gewinnen eine Reise zur Amateo-Konferenz im November 2024 in Prag. Der Amateo Award feiert die Kreativität der Menschen und zeigt die vielfältigen Ausdrucksformen der partizipativen Künste in ganz Europa. Das Ziel ist, die Potenziale und Wirkungen der partizipativen Künste und des kulturellen Engagements für ein demokratisches, vielfältiges und integratives Europa hervorzuheben. Bewerbungsfrist: 01. Juli 2024
Förderprogramm „Music4all“ fördert Hamburger Amateurmusik
Der Landesmusikrat Hamburg (LMR) und die Behörde für Kultur und Medien (BKM) wollen Hamburger Chöre und Ensembles niedrigschwellig unterstützen. Finanziert durch die BKM vergibt der Landesmusikrat Hamburg deshalb insgesamt 50.000 € im Jahr 2024. Ensembles und Chöre der Hamburger Amateurmusik können sich ab 08.04. um 17 Uhr bewerben und pro Jahr eine Förderung von maximal 1.500 € erhalten. Die Fördermittel werden nach dem Windhund-/First-Come-First-Serve-Prinzip vergeben, es heißt also schnell sein. Fördersprechstunden finden digital am Dienstag, 26. März um 17 Uhr und am Mittwoch, 3. April um 10 Uhr statt. Anmeldung per Mail.
Amateurmusikfonds zur Projektförderung gestartet
Ab sofort können sich Musikensembles, Chöre, Orchester, Bands und Organisationen aus dem Amateurmusikbereich um eine Förderung von Projekten aus dem neu geschaffenen Amateurmusikfonds bewerben. Der von der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) geförderte Fonds des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) soll Musikensembles unterstützen, sich neuen künstlerischen Projekten und Ausdrucksformen zu widmen und wieder mehr Amateurmusik auf die Bühne bringen. Auf Beschluss des Deutschen Bundestages stehen dafür in diesem Jahr zunächst einmalig 5 Mio. Euro bereit. Gefördert werden herausgehobene und bemerkenswerte Einzelprojekte mit lokaler, regionaler oder bundesweiter Wirksamkeit, die die Leistungsfähigkeit der Amateurmusikszene weitreichender sichtbar machen. Dadurch sollen besondere künstlerische Impulse entstehen sowie neue Methoden und Ideen für die amateurmusikalische Arbeit vermittelt werden, die zukunftsweisend für die gesamte Amateurmusikszene sind. Projekte können sich z.B. der musikalischen Nachwuchsgewinnung oder neuartigen Vermittlungsformen widmen oder sich künstlerisch und strukturell mit Themen wie Demographie, Diversität oder Inklusion auseinandersetzen. Besonders ermutigt werden auch die Vernetzung und Erprobung neuer Konzepte für das künstlerische Arbeiten (z.B. Probensituation, Aufführung etc.), auch mit neuen Kooperationspartner*innen aus anderen Bereichen. Für die Projektförderung antragsberechtigt sind gemeinnützige aktive Amateurmusikensembles und deren Träger, Kirchengemeinden oder Bands sowie andere Organisationen der Amateurmusik. Projektlaufzeit: 1.1.-15.10.2024. Antragsfrist: 10. Oktober 2023
Kampagne „Die 3 PLUS“ zu positiven Aspekten des Singens und Musizierens
Seit der Pandemie kämpft gemeinsames Musizieren mit dem Vorurteil, gesundheitsgefährdend zu sein. Musizieren in Gruppen war im Amateurmusikbereich sogar lange Zeit ganz untersagt. Die jüngst auf Initiative des Kompetenznetzwerks NEUSTART AMATEURMUSIK gestartete Kampagne „Die 3 PLUS“ will die positiven Aspekte des Musizierens zurück ins Bewusstsein rufen. Grundlage dafür ist die bereits am 18. Juli veröffentlichte Publikation „Positive Aspekte des Musizierens“ von Wissenschaftler*innen und Expert*innen des Kompetenznetzwerks. Die Arbeit zeigt: Gemeinsames Musizieren und Musikhören hat vielfältige positive Auswirkungen auf das gesundheitliche und soziale Wohlergehen einer Gesellschaft. Mit der Kampagne werden die Inhalte in einer konzertierten Aktion bis zum 30. Oktober online und in den sozialen Medien beworben. Verbände und Vereine sind aufgefordert, die Kampagne tatkräftig zu unterstützen und in ihren Strukturen zu teilen. Dazu werden über eine digitale Plattform Texte, Impulse und Grafiken bereitgestellt, die positiv für das Image des Amateurmusizierens werben, für den eigenen Verein angepasst und zur Mitgliedergewinnung genutzt werden können.
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