Deutsche Jazzunion begrüßt neue Honoraruntergrenzen und fordert höhere Fördertöpfe

Der Deutsche Musikrat hat die gemeinsame Empfehlung zur Honoraruntergrenze für Konzerte erstmals angepasst. In der AG Faire Vergütung – der auch Camille Buscot und Johanna Schneider von der Deutschen Jazzunion angehören – kommen Vertreter*innen der Musizierenden, der Veranstalter*innenseite sowie der Musikwirtschaft zusammen, um regelmäßig die Bedarfe für eine auskömmlichen Vergütung zu ermitteln. Die aktualisierte Empfehlung sieht künftig 350 Euro Tagessatz für Konzerte und Proben, die mindestens zu 50 % mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert sind, vor.

Die Deutsche Jazzunion begrüßt die Anpassung zwar als einen wichtigen Schritt und schließt sich dieser an, weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass die Empfehlung weiterhin deutlich unter dem eigentlich erforderlichen Niveau liegt. Berechnungen hätten ergeben, dass eine angemessene Vergütung aktuell bei rund 770 Euro pro Tagessatz liegen müsste, um nachhaltig prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen in Jazz und Improvisierter Musik zu vermeiden. Die Deutsche Jazzunion fordert daher die Politik auf, öffentlich geförderte Projekte so auszustatten, dass faire Honorare tatsächlich gezahlt werden könnten. Es reiche nicht aus, kulturpolitisch eine Honoraruntergrenze einzuführen, ohne gleichzeitig die entsprechenden finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

19.03.2026

Julie Pascales Debüt mit Crowdfunding unterstützen (bis 24.03.)

Julie Pascale singt Oper, Pop und schreibt Songs – heißt es auf ihrer Insta-Seite. Gerade arbeitet sie an ihrem Debüt-Album „Worauf es ankommt“. Die Bandaufnahmen mit Drums, Bass, Piano, Gitarre und Cello sind schon im Kasten – und richtig schön geworden. Einiges fehlt aber noch, deshalb hat die Berliner Musikerin kürzlich eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. 6.000 € sollen so zusammenkommen: für die faire Bezahlung der Band, Aufnahme, Mixing, Mastering & Produzent sowie Merch. Nur noch bis 24.03.2026 könnt ihr die Künstlerin hier unterstützen und dafür tolle „Geschenke“ abstauben. 

16.03.2026

Seilerei Frankfurt startet Open Stage Reihe 11.4.

Am 10.-12.04. April öffnet die Seilerei Frankfurt endlich wieder ihre Tore für das Frühlingsfest 2026 – mit neuen Ideen, frischen Projekten und ganz viel Lust darauf, Menschen durch Kunst und Kultur zusammenzubringen! In diesem Rahmen möchte die Seilerei auch ihre Open Stage Reihe weiterführen: Am Samstag, 11.04. steht die Bühne von 17:00 bis 19:45 Uhr offen für kulturelle Beiträge aller Art (10 Min.):
Singer-Songwriter, Tanz, Theater, Poetry, Impro, Performance – alles ist willkommen. Für einen guten Flow werden alle Künstler*innen, die auftreten wollen, gebeten, bereits um 16:15 Uhr vor Ort zu sein, damit eine Setlist erstellt werden kann. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mikrofone und Klinkeneingänge für Instrumente stehen zur Verfügung; bringt bitte eure Instrumente mit. 
16.03.2026

Die Seilerei in Frankfurt lebt weiter!

Es gibt gute Nachrichten: Die Seilerei lebt weiter! Ein Wunder – fünf Minuten nach zwölf: Die Insolvenz muss nicht beantragt werden. Dank der Unterstützung eines engagierten Bürgers aus Frankfurt am Main kann das Netzwerk Seilerei vorerst erhalten bleiben. Derzeit wird daran gearbeitet, die Seilerei Schritt für Schritt wieder in Betrieb zu nehmen, eine teilweise Wiedereröffnung ist für April 2026 geplant. Aktuell finden dazu Umbauten am Haus statt. Für den Garden Clean Up Sonntag am 22. März von 10:00-15:00 Uhr un den Saatgut Markt am 11. April werden noch Helfer*innen gesucht. Kontakt: Nathalie (Mail)

16.03.2026

Programmleitung (m/w/d) bei MOTTE gesucht (Hamburg)

Die MOTTE in Hamburg‑Ottensen ist seit 1976 ein lebendiges Zentrum für stadtteilbezogene Kultur‑ und Sozialarbeit. Sie verbindet kulturelle Bildung, Medienkompetenz, soziale Teilhabe und künstlerische Projektarbeit und gestaltet den Wandel des Stadtteils aktiv mit. Das vielfältige Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und umfasst Veranstaltungen, Kurse, Werkstätten, Jugendarbeit, Berufsorientierung sowie kreative und soziale Projekte. Darüber hinaus ist die MOTTE in zahlreichen Netzwerken und Kooperationen engagiert, wirkt als Mitgesellschafterin in verschiedenen Organisationen und tritt auch als Vermieterin von Räumen auf. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt (spätestens zum 01.07.2026) wird jetzt eine Programmleitung in Vollzeit gesucht. Die Stelle ist unbefristet, Entgeltgruppe TV-L 11, 39 Wochenstunden. Bewerbungsschluss: 31.03.2026

16.03.2026

Kulturagentische Verstärkung (m/w/d) gesucht (Hamburg)

Die Kulturagent*innen Hamburg sind die Spezialkräfte für Kunst und Kultur in Schule: Seit 2011 begleiten sie Hamburger Schulen dabei, neue Formate für ihre künstlerische Praxis zu erfinden und ein eigenständiges kulturelles Profil zu entwickeln. Derzeit ist folgende Stelle ausgeschrieben: Als Programmorganisation (m/w/d) in Teilzeit bist du die zentrale Stelle für die operative Umsetzung und innere Struktur des Programms.
  • Du betreust die administrative Umsetzung unserer Kunstprojekte und behältst auch bei mehreren parallelen Projekten den Überblick.
  • Du koordinierst Abläufe, Fristen und Abstimmungen im Team und sorgst dafür, dass Informationen und Prozesse ineinandergreifen.
  • Du unterstützt die finanzielle Steuerung des Programms.
  • Du organisierst zentrale Termine, Treffen und Veranstaltungen des Programms mit.
  • Du unterstützt in der Öffentlichkeitsarbeit des Programms.

Bewerbungsschluss: 31.03.2026

16.03.2026

PULS Startrampe Wildcard geht in die nächste Runde

Ihr wollt der nächster PULS Startrampe Act werden? Oder kennt jemanden, der das auf jeden Fall verdient hätte? Die zweite PULS Startrampe Wildcard macht’s möglich! Zu gewinnen gibt es eine professionelle Audio- und Videoproduktion im Studio, einen Live-Auftritt bei PULS Startrampe Live und viel Aufmerksamkeit auf Social Media sowie eine Ausstrahlung der Produktionen im BR Fernsehen. Mehr zur Bewerbung auf Insta. Bewerbungsschluss: 22. März 2026

16.03.2026

PRO MUSIK teilt Stellungnahme zum „Politischen Fahrplan“ von Spotify

Der Verband freier Musikschaffender PRO MUSIK hat sich zum sog. „politischen Fahrplan“ von Spotify zu Wort gemeldet und zu zentralen Punkten Stellung genommen. Zum einen moniert er, dass Spotify nicht wie behauptet etwa zwei Drittel jedes Euros an Rechteinhaber*innen ausschütte, sondern nur 53 Prozent. Zum anderen erwecke die Plattform den Eindruck, die strukturellen Schwächen des Streaming-Systems lägen primär außerhalb der Plattform. Dabei bestimme sie selbst zentrale Parameter des Systems wie z.B. das Verteilungsmodell (pro rata), Monetarisierungsschwellen, algorithmische Sichtbarkeit, die vertraglichen Machtverhältnisse gegenüber Labels sowie die kuratorische Gewichtung von Inhalten und Credits. Viele Musiker*innen bekämen gar keine Erlöse, obwohl Spotify rechtlich verpflichtet sei, eine “angemessene Vergütung” zu zahlen. Weitere Kommentare beziehen sich auf Transparenz bei den Lizenzzahlungen und Algorithmen, fehlende KI-Kennzeichnung und die Forderungen von Spotify, der Staat solle seine Kulturförderung ausbauen und Rahmenbedingungen schaffen, die noch größeres Wachstum fördern.

Fazit: PRO MUSIK sieht im politischen Fahrplan ein Dokument der Verantwortungsverschiebung und nicht der Reformbereitschaft. Aus Sicht freier Musikschaffender hätte ein wirklich konstruktiver politischer Fahrplan folgende Punkte enthalten:

– die Einführung eines nutzerzentrierten Vergütungsmodells
– Faire Spielregeln: Kennzeichnung von KI generierter Musik
– Die Nennung aller Mitwirkenden an einem Werk in den Credits
– Ausschüttungen ab dem ersten Stream
– Transparenz über Gewinn- und Verteilungsstrukturen
– die Prüfung einer Beteiligung der Plattformen an nachhaltiger Musikförderung

16.03.2026

Mentoring-Programm für Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten

Die dritte Runde des bundesweiten Mentoring-Programms im Rahmen von re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten startet Ende September 2026 und läuft bis einschließlich April 2027. Das Mentoring der Rudolf Augstein Stiftung richtet sich an ambitionierte Künstler*innen aus allen Kunstsparten (alle Frauen sowie trans, inter und nichtbinäre Menschen). Als Mentees arbeitet ihr im Tandem mit einem*einer Mentor*in sieben Monate lang an den nächsten Karriereschritten. Die Mentor*innen zeichnen sich durch Erfahrung im Feld, Exzellenz und Expertise aus. Ziel des Programms ist es, den teilnehmenden Künstler*innen zu einem Entwicklungssprung in ihrer Karriere zu verhelfen. Bewerbungsschluss: 19.04.2026

16.03.2026

Internationaler Koproduktionsfonds

Das Goethe Institut fördert kollaborative Arbeitsprozesse und innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch mit dem „Internationalen Koproduktionsfonds“. Damit unterstützt es die Entstehung neuer Netzwerke und Arbeitsformen in globalen Zusammenhängen, und fördert damit neue Wege der interkulturellen Zusammenarbeit. Bewerben können sich professionell arbeitende Künstler*innen sowie Ensembles und Initiativen im Ausland und in Deutschland aus dem Bereich Darstellende Künste (Musik, Theater, Tanz, Performance), die nachweislich nicht über ausreichende Mittel verfügen, um eine internationale Koproduktion zu verwirklichen. Antragstellende können sowohl Einzelkünstler*innen als auch Institutionen, Vereine, o.ä. sein. Das Arbeitsergebnis soll im Ausland in einem professionellen Umfeld präsentiert werden, wenn möglich auch in Deutschland. Auch interdisziplinäre, hybride Vorhaben oder Projekte mit sinnvollem Einsatz digitaler Medien sind möglich. Sämtliche Projektkosten, wie z.B. Künstler*innenhonorare, Reise- und Produktionskosten können berücksichtigt werden (Fördersumme 15.000-30.000 €). Bewerbungsfrist: 1.4.2026 (für Projekte vom 1.7.2026-1.10.2027)

16.03.2026

Open Call: Uff die Gass (Frankfurt)

Für die Wochenenden im Juni & Juli 2026 werden noch Acts für das Uff die Gass Festival 2026 gesucht. Ob Rap, Metal, Alternative oder genreübergreifende Sounds – entscheidend ist eure Performance! Schickt eure Bewerbung bis zum 01.04 per Mail mit dem Betreff: *hierbandnamehinzufügen*UDG 2026.

16.03.2026

Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ – 25. & 26. März 2026 in Berlin

Musik ist in nahezu allen Lebensbereichen präsent – als gemeinsames Erlebnis, Ausdrucksform und verbindende Kraft. Über ein Fünftel der Menschen in Deutschland musiziert aktiv und zeigt damit, dass Musik ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist und zusammen mit allen beiteiligten Institutionen und der Musikwirtschaft ein eigenes Ökosystem bildet. Grundlage dafür bildet die Musikalische Bildung. Sie vermittelt weit mehr als künstlerische Fähigkeiten: Musikalische Bildung stärkt Demokratiebewusstsein, Diversität, transkulturelles Verständnis und soziale Bindungen. Sie fördert Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeit, Kreativität und Teilhabe – auch im digitalen Raum. Mit einem Kongress vom 25.-26.03.2026 setzt sich der Deutsche Musikrat dafür ein, das Bewusstsein für die Musikalische Bildung im Ökosystem Musik zu stärken und dessen Potenziale für Zusammenhalt, Inklusion, Integration, Demokratie, Transformation und persönliche Entfaltung zu würdigen. Interessante Panels beschäftigen sich mit Musikalischer Bildung in Wirtschaftsunternehmen, Inklusion an Musikhochschulen, Public Health, Transkulturellen und diversitätsorientierten Entwicklungen und mehr. Am Samstag gibt es zahlreiche inspirierende Mini-Workshops/Präsentationen. 

 
12.03.2026