MELODIVA Open Stage 27.03.2026

FLINTA* Acts im Jugendclub U68

Unsere FLINTA* Open Stage fand am 27.03.2026 erstmals im Jugendclub U68 im Gutleutviertel statt. Auf der Bühne stand ein Line-up aus sechs Acts, die im besten Sinne nicht unterschiedlicher hätten sein können. Egal, welches Genre man bevorzugt, an diesem Abend war für jede Person sicherlich etwas dabei.

Den Anfang machte Singer-Songwriterin MS Miarr, die drei ihrer eigenen Songs aus dem Jazz- und Soulbereich präsentierte und sich dabei selbst auf der E-Gitarre begleitete. Mit ihrer warmen, sanften Stimme schuf sie eine träumerische Atmosphäre und bot damit den perfekten Einstieg in den Abend. 

 

Danach durften wir uns auf den Auftritt des Duos DILONA freuen, das nicht nur zum ersten Mal in dieser Konstellation auftrat, sondern auch ein ganz besonderes Klangerlebnis bot. Mona und Dilan spielen Eigeninterpretationen von iranischen und kurdischen Pop- und FolksongsIn ihrem Set performten sie zwei dieser Stücke. Dabei spielte Mona Santour, während Dilan mit ihrer kraftvollen Stimme für Gänsehautmomente sorgte. 

 

Als Nächstes folgte die Künstlerin Aileen, auch bekannt als Dis:comfortzone, die bereits letztes Jahr auf der Melodita Open Stage aufgetreten ist. Passenderweise eröffnete sie ihr Set mit einem Song über die Liebe zum Singen, begleitet auf der Ukulele. Anschließend wechselte sie ans E-Piano und bot mit ihren beiden weiteren Songs nicht nur gesellschaftskritische Denkanstöße, sondern auch gefühlvollen Gesang. Ihren Auftritt rundete sie mit einem ebenfalls eigenen, berührenden Spoken-Word-Beitrag ab. 

 

Ein Genrewandel ließ nicht lange auf sich warten, als C.C. RAW, die ihre Musik selbst als poetisch-melancholischen Deutschrap bezeichnet, mit den Worten “Willkommen im Hip-Hop!“ die Bühne betrat – oder sollte man besser sagen: die Bühne eroberte? Denn neben eingängigen Beats und starken Texten steckte sie die Zuschauenden mit ihrer selbstbewussten Art und beeindruckenden Bühnenpräsenz an. 

 

Nach einer kurzen Umbaupause folgte der zweite Teil des Abends, eröffnet von Lisa alias Iris Nebula. Zwar ist sie normalerweise im Duo unterwegs, doch auch solo schaffte sie es, das Publikum für sich zu gewinnen. Mit zwei Songs aus einer Mischung der Genres Indie, Post-Rock und Post-Punk brachte Lisa unterschiedliche Atmosphären auf die Bühne. Von fröhlich und tanzbar bis hin zu etwas ruhiger und nachdenklicher. Dabei vermittelte sie eine schöne Botschaft: Manchmal sind es gerade die Dinge, die wir an uns selbst nicht mögen, die andere besonders an uns schätzen.

 

Last but not least drehte die FLINTA-Punkband Wish you had a DOG die Regler lautstärke- und energiemäßig noch einmal voll auf. Die vierköpfige Formation, bestehend aus Lena (Drums, Vocals), Juli (Gitarre), Kadda (Gitarre, Vocals) und Susanna (Bass, Vocals), präsentierte eigene Songs, bei denen man kaum stillstehen konnte. Mit ihrem kraftvollen Zusammenspiel riss die Band das Publikum mit und transportierte dabei wunderbar den typischen Punk-Charme. 

 

Es war ein toller Abend, der von Belqis charmant moderiert wurde! Wir freuen uns schon auf die nächste Open Stage – am 21.11.2026 im habel elf!

Vielen Dank an das Frauenreferat Frankfurt und das Kulturamt Frankfurt für die freundliche Unterstützung!

Fotos: Ulrike Osei-Owusu

Autorin: Clara Hofmann

02.04.2026