Kersty und Sandra Grether erlauben sich Subjektivität: Die beiden sind im deutschsprachigen Popbetrieb regelrechte Legenden – als Teenager gründeten die Zwillinge ein eigenes Fanzine („Straight“), schrieben wenig später für Spex, Intro und andere Magazine. Kersty Grether verfasste überdies mehrere Romane, Sandra gründete mit Parole Trixi die erste und vermutlich einzige Riot Grrrl-Band Deutschlands, gemeinsam gaben die Grethers einen Band über Madonna heraus und gelten als Begründerinnen des Pop-Feminismus.

Dementsprechend ist „Rebel Queens“ Musikerinnen gewidmet, die sich unangepasst, revolutionär oder wegweisend verhalten haben. Kersty und Sandra versammeln rebellisch-königliche Künstlerinnen aus allen denkbaren Sparten von Rock, Punk, Mainstreampop und HipHop, die Kategorisierung verläuft chronologisch und beginnt bereits in den 1940er Jahren mit der Frage, wer eigentlich den Rock’n’Roll erfunden hat: Sister Rosetta Tharpe natürlich! Mit glühender Begeisterung und ihrem hieb- und stichfestem Popkulturwissen schreiben die Grethers im Wechsel – im Anhang ist aufgeschlüsselt, welcher Text von wem stammt – lebendige Essays und Porträts, in denen sie sich oftmals auf sich selbst bzw. von ihnen geführte Interviews beziehen, beispielsweise im Artikel über The Breeders. Ein nachvollziehbares und legitimes Vorgehen, vor allem wenn man schon mit so vielen Musikerinnen gesprochen hat wie Kersty und Sandra. Ihr Fantum merkt man vielen Texten an, z.B. in der Lobrede auf Courtney Love bei gleichzeitiger Kritik an P.J. Harvey, die in den mittleren Neunziger Jahren vielen als „die Gute“ galt, während Love geschmäht und beleidigt wurde wie dereinst Yoko Ono (die auch im Buch vorkommt).

Die Herangehensweise der Grethers wird nicht allen gefallen – und genau das ist das Tolle an „Rebel Queens“: Man kann sich förmlich ausmalen, wie die Subjektivität der Autorinnen, ihr Selbst-Verstricktsein in Popphänomene, die Bedeutung von Musik fürs eigene Leben, der Kampf um Deutungshoheit und der Mut, vermeintlich unantastbare Held*innen vom Thron zu stoßen leidenschaftliche Debatten anregen wird. Vielleicht auch manchen Streit, auf jeden Fall aber die intensive Beschäftigung mit den Künstler*innen, und gewiss auch manche Neu-Einordnung – weit mehr, als andere Bücher über Pop bewirken.

395 Seiten – 25 farbige Abbildungen, 24 schwarz-weiß Abbildungen, ISBN: 978-3-15-011506-0

Das Buch ist im Reclam-Verlag erschienen und kostet 28,-€ (E-Book 4,99€).

Jenny Gerdts ist Produzentin, Songwriterin und Musikerin mit einem klaren Fokus auf modernen, genreübergreifenden Sound. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Pop, Indie und elektronischer Musik – geprägt von präzisem Handwerk, detailverliebten Arrangements und einer klaren künstlerischen Vision. Themen wie Feminismus und Gleichberechtigung spielen in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle. Jenny versteht Musikproduktion als Raum für Empowerment, Diversität und authentischen Ausdruck.

Nach ihrem Studium an der ArtEZ Hochschule der Künste (MediaMusic, B.A.) und der Hochschule für Musik und Tanz Köln (M.A. Production) arbeitet sie als Produzentin und Songwriterin für verschiedene Artists – von Major-Produktionen bis hin zu Independent-Projekten. Darüber hinaus ist sie Dozentin für Musikproduktion an der HfMT Köln. 2022 wurde sie mit dem Female Producer Prize* ausgezeichnet – eine Anerkennung für ihre herausragende Arbeit und ihren Beitrag zur Sichtbarkeit von Produzentinnen in der Musikbranche. Jenny ist bei Sony Music Publishing und Tinseltown Music Production gesigned. Ihre Hauptinstrumente sind E-Gitarre und E-Bass – oft prägend für ihren Sound, der analoge Wärme mit digitaler Präzision verbindet und dabei immer eines im Mittelpunkt hat: Emotion und Energie.

 

Du bist Mutter eines Kindes und als Musikerin und Producerin tätig. Lässt sich dein Beruf gut mit Kindern vereinbaren?

Geht. Eigentlich eher nicht. Musiker*innen und vor allem Sänger*innen sind meist nicht sehr begeistert über frühe Studio-/Recordingzeiten. Fast alle in meinem Umfeld (außer sie haben selbst Kinder) sind eher ab mittags/nachmittags kreativ. Das Positive ist, dass ich durch meine Selbstständigkeit sehr flexibel bin, wenn es um Kinderbetreuung geht. Allerdings geht das meist auf Kosten meiner Arbeitszeit.

 

Warst Du mit Deinem Kind bereits on tour? Wie ist es euch da ergangen?

Nein. Ich nehme mein Kind (2 Jahre alt) nicht mit auf Tour und auch nicht mit zu Recording-Sessions. Ich habe letztes Jahr fast 6 Monate nicht gearbeitet. Das war eine wirklich tolle und priviligierte Zeit. Nur: viele Artists haben sich natürlich währenddessen andere Produzent*innen gesucht, und mein Einkommen ist, als ich wieder anfing zu arbeiten, für mehrere Monate stark eingebrochen.

 

Was ist Dein Eindruck, haben sich Veranstaltende, Deine Kund*innen und Projektpartner*innen, die Musikbranche insgesamt bereits auf Kulturschaffende mit Kindern eingestellt?

Nein. Einige wenige sind bemüht. Allerdings genieße ich einen sehr guten Ruf und es gibt viele Menschen, die unter allen Umständen mit mir arbeiten möchten. Diese nehmen auch frühe Zeiten gern in Kauf und durch den Rahmen von beispielsweise Tagesmutter-Zeiten ist meine Arbeit effektiver geworden. Zudem suche ich mir meine Projekte genauer aus, um die Zeit, die mir noch zur Verfügung steht, sinnvoll und erfüllend zu nutzen.

 

In der Regel arbeiten Schwangere in den letzten Wochen vor der Geburt nicht mehr und gehen in den Mutterschutz und danach in Elternzeit. Wie war das bei Dir?

Meine Frau hat das Kind geboren. Ich habe 2 Wochen vor der Geburt und ca. 2 Monate nach der Geburt keine Jobs angenommen und vorgearbeitet. Meine damaligen Hochschulkurse waren sowieso online. Das konnte man dann gut kombinieren, da meine Frau ein Jahr Elternzeit nahm. Kleinere Jobs, die ich zuhause machen konnte, habe ich angenommen. Das waren z.B. kleinere Mixing-Jobs. Durch mein Home-Studio war ich so rund um die Uhr zuhause und wir konnten uns sehr gut mit dem Baby abwechseln.

 

Konntest Du Deine Projekte so planen, dass Du beruhigt eine Auszeit nehmen konntest? Und wie hast Du das finanziell hinbekommen?

Ja. Ich habe 2 Monate Elternzeit genommen. Wie oben bereits erwähnt habe ich ebenfalls direkt nach der Geburt ein paar Monate nicht gearbeitet. Vor den „Auszeit-Monaten“ habe ich allerdings immer sehr viel gearbeitet, sodass ich ein wenig Puffer bzgl. Geld gehabt hab.

 

Ist der Beruf als selbstständige Musikerin/Producerin manchmal auch ein Vorteil, wenn Frau eine Familie gründen will?

Natürlich bin ich meist flexibler in meinen Arbeitszeiten. Meine Frau ist Suchttherapeutin und hat auch noch eine Leitungsstelle. Da kann man nicht mal eben alles ein paar Stunden nach hinten schieben. Generell finde ich die ganze Musikbranche dennoch recht undankbar in Bezug auf Familiengründung.

 

Stichwort Kinderbetreuung: viele Kitas haben zu, wenn Kulturschaffende arbeiten, nämlich abends und am Wochenende. Wie hast Du das geregelt?

Meine Frau ist genau zu diesen Zeiten zuhause. Natürlich muss man schauen, dass man auch noch eine Partnerschaft führt und nicht nur Kind- und Hund-Übergabe stattfindet. Aber ich kann meistens schon gut am Vormittag arbeiten und schaue bei Konzerten, die ich zusage, ob diese mich wirklich weiter bringen oder erfüllen.

 

Wo sind die kritischen Knackpunkte, wo es schwierig wird? Was braucht es, um den Spagat gut hinzukriegen? Was müsste sich verändern?

Da ich meist zuhause im Studio arbeite, ist es manchmal schwierig direkt anzufangen. Vor allem wenn Nächte hart waren oder man erstmal das Spielchaos des Morgens beseitigen möchte. Zudem macht mir immer dieses Zeitlimit zu schaffen. Da ist ständig Druck, dass es direkt gut klingen und funktionieren muss, weil man hat ja nur diese paar Stunden, bis das Kind dann wieder da ist. Am besten war auch noch der Hund in der Zeit groß raus, damit es danach alles entspannter laufen kann. Aber Produktionen müssen fertig werden, sonst kommt kein Geld rein.

Ich arbeite beispielsweise auch viel lieber in den Abend hinein oder nachts. Eine flexiblere Kinderbetreuung wäre für mich total sinnvoll. Wenn ich beispielsweise einen entspannten Morgen mit unserer Tochter verbringen und sie dann gegen späten Mittag zur Betreuung bringen könnte, wäre das für meinen kreativen Flow sehr viel dienlicher. Bevor wir unsere Tochter bekommen haben, habe ich viel mehr Newcomer-Projekte für günstigere Preise produziert. Das kann ich mir jetzt mit dem Zeitkontingent nicht mehr erlauben. Zudem ist es schwierig, nicht mehr ständig erreichbar zu sein. Sich selbst da abzugrenzen hat aber natürlich auch den positiven Aspekt Familie/„Freizeit“ und Arbeit mehr zu trennen.

 

Was musstest Du an Deiner Lebens- und Arbeitsweise ändern, um alles unter einen Hut zu bekommen?

Die Arbeitszeiten. Früh aufstehen, vormittags bis frühen Nachmittag arbeiten. Danach Handy-freie Familienzeit. Bandinterne Aufgaben wie Social Media Posts kann ich fast nicht mehr übernehmen, da mir dann zu viel Zeit für Produktionen fehlt.

 

Gibt es Tipps & Tricks, die Du weitergeben möchtest?

Bevor das Kind da ist priorisieren und immer wieder Projekte ausmisten. Nicht zu viel zusagen und vor allem Dinge tun, die einen erfüllen.

 

Wie sind Deine Pläne für die nahe Zukunft?

Überleben. 🙂 Zudem meinen Workflow noch mehr zu optimieren, sodass ich einfach super schnell arbeiten kann. Ich möchte den Fokus vor allem wieder auf Recording und Produktionen richten, sodass ich Arbeitszeiten habe, die mit Kita und Familienleben kompatibel sind. Ich habe nämlich richtig Bock, eine super gute Produzentin und ein super gutes Elternteil zu sein!

 

Vielen Dank, liebe Jenny, für dieses Gespräch!

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Titelfoto: Studio Ignatov, Foto 1: Melanie Bollhorst, Foto 2: Jürgen Lindemann, Foto 3: Thomas Berschet, Foto 4: Picture People

Mariella ist seit über 10 Jahren freiberufliche Musikerin, Songwriterin und Mutter von zwei Kindern. Vor der Pandemie und der Geburt ihres ersten Kindes war sie als Live-Musikerin, Violinpädagogin, Studiomusikerin und Arrangeurin tätig, seit 2020 hat sie ihr Berufsfeld stark eingegrenzt und den größten Teil der Care-Arbeit übernommen. In ihrer wenigen freien Zeit legt sie den Fokus auf ihr Soloprojekt ELLA FALL. Abends wenn die Kinder schlafen, wird sie aktiv, schreibt und produziert ihre Songs oder übt schlichtweg Violine. Außerdem ist sie weiterhin im Hintergrund der Klangkantine Studios in Darmstadt tätig, die sie mit ihrem Mann zusammen führt.

Aktuell ist Mariella noch in Elternzeit, plant aber bereits ihren Wiedereinstieg auf die Live-Bühne – eine Herausforderung, nicht zuletzt wegen fehlender Betreuung im nahen Umfeld. Ihr Antrieb: die Sichtbarkeit von Musikerinnen und Müttern, der Austausch mit anderen Music Moms und der Wunsch, nicht länger allein zwischen Kunst und Care-Arbeit zu stehen.

 

Du bist Mutter zweier Kinder und weiter als Musikerin tätig. Warst Du mit Deinen Kindern bereits on tour? Wie ist es Euch ergangen?

Ich bin mittlerweile Mama von zwei Kindern. Bei meinem ersten Kind kamen mehrere Faktoren zusammen, warum mein Wiedereinstieg holpriger war als geplant war. Zum einen die Pandemie, zum anderen eine Geburt, an der ich sehr lange zu knabbern hatte und die Betreuungssituation. Aber mir war es auf jeden Fall wichtig, das erste Jahr für mein Kind da zu sein. Sobald es dann Abend war und das Kind geschlafen hat, habe ich mich in mein Musikzimmer zurückgezogen und Songs geschrieben, gesungen und Geige geübt. Immerhin konnte ich regional den einen oder anderen Gig nach eineinhalb Jahren spielen, wenn es die Betreuungssituation zuließ. Gigs, an denen ich mehrere Tage am Stück unterwegs gewesen wäre, hatte ich vorerst für mich ausgeschlossen.

 

Haben sich Veranstaltende bereits darauf eingestellt, dass manche Musiker*innen mit Kindern anreisen?

Bei den „Brotjobgigs“ bin ich des Öfteren auf sehr traditionelle Strukturen gestoßen. Zum Beispiel habe ich, bevor ich Mutter wurde, mehrmals für die TU Darmstadt bei Preisverleihungen das Programm mit Musik untermalt. Bei meinem letzten Auftrag wollte ich mein Baby mit Begleitperson mitbringen, denn wir waren noch nie getrennt und ich wollte es nicht plötzlich fünf Stunden bei jemanden „parken“. Ich hatte mir schon einen guten Plan ausgedacht, wie es hätte klappen können, als mir gesagt wurde, dass ich mich entscheiden müsse: Ich könnte den Gig spielen, wenn ich alleine komme, ansonsten müssten sie mir absagen. Ich habe mich für mein Kind entschieden und den Gig abgesagt. Bei den kleineren Clubgigs oder Festivals mit meinem Künstlerprojekt ELLA FALL war es kein Problem, dass das Kind Backstage mitkonnte. Und dadurch, dass ich ohnehin erstmal nur regional auftrat und nach dem Gig wieder heimfahren konnte, erübrigten sich Mehrkosten wie Übernachtungen für mehrere Personen durch den Veranstalter.

 

Würdest Du es wieder machen oder lieber eine längere Auszeit in Kauf nehmen?

Dass ich mir bewusst die Zeit gegeben habe, als Mutter anzukommen, meinen Platz zu finden und mein Kind in Ruhe kennenzulernen, war sehr wichtig für meine mentale Gesundheit. Da ich die erste Geburt schlecht weggesteckt habe, brauchte ich schlichtweg die Zeit zur Regeneration – die physischen als auch die mentalen Narben mussten erstmal heilen. Ich betrachte es als Luxus, dass ich mir das rausgenommen habe. Bei meinem zweiten Kind habe ich mir auch ein Jahr Elternzeit genommen, nur dass mein erstes Konzert schon früher sein wird, worauf ich mich sehr freue.

 

In der Regel arbeiten Schwangere in den letzten Wochen vor der Geburt nicht mehr und gehen in den Mutterschutz. Viele Musikerinnen* können sich das gar nicht leisten oder fühlen sich so fit, dass sie weiter auf der Bühne stehen. Wie war das bei Dir?

Bei meinem ersten Kind waren noch Gigs bis weit in den Mutterschutz geplant, aber durch Corona war ich Monate vorher schon alle meine Jobs und Gigs los. Ich habe dann von meinen Rücklagen gelebt, bis ich offiziell in den Mutterschutz ging. Beim zweiten Kind waren aus gesundheitlichen Gründen keine Konzerte kurz vorher mehr geplant. Da mein Mann und ich ein Tonstudio führen, war dort noch genug bis vor der Geburt zu erledigen, sodass ich bei beiden Kindern bis zwei Wochen vor ET gearbeitet habe.

 

Konntest Du Deine Projekte so planen, dass Du beruhigt eine Auszeit nehmen konntest? Und wie hast Du das finanziell hinbekommen, Du bekommst ja wahrscheinlich kein Gehalt?

Bei meinem ersten Kind ist mir das nicht gut gelungen und so wollte ich es beim zweiten besser machen. Zum Beispiel habe ich bei meinem Soloprojekt „Ella Fall“ viel vorgearbeitet und meine Parts für die Aufnahmen abgeschlossen, sodass ich während der Elternzeit Musik zum Veröffentlichen habe. Aber wie schon beschrieben, ist es ein laufender Prozess und abends ist meine Zeit zum Produzieren und Musizieren.

Während der Elternzeit haben wir Elterngeld erhalten. Danach haben mein Mann und ich uns hingesetzt und abgewogen, wie es für uns finanziell leichter ist. Wegen Corona war ich sowieso erstmal arbeitslos; als die Regelungen sich lockerten, kamen auch wieder Anfragen rein, aber erstmal bei weitem nicht mehr so viele wie vor Corona. Ich hätte uns damit nicht ernähren können. Da wir mit dem Unternehmen neben Musik noch weitere Dienstleistungen abdecken (während der Pandemie waren Hörbücher, Hörspiele und Podcasts sehr gefragt), konnten wir als kleine Familie gut davon leben. Ich hatte on top noch die Gigs, die mit unserem Betreuungsmodell zu vereinbaren waren und auf die ich Lust hatte.

 

Ist der Beruf als selbstständige Musikerin manchmal auch ein Vorteil, wenn frau eine Familie gründen will?

Im Grunde vielleicht schon, weil man viel Gestaltungsfreiheit hat. Setzt voraus, dass die Schwangerschaften und Geburten auch reibungslos ablaufen. Bei mir war nichts planbar, ich habe die Kinder genommen, die ich wortwörtlich „kriegen“ konnte. Ich hatte viele Schwangerschaften, die frühzeitig zu Ende gingen. Das war sowohl eine psychische als auch eine körperliche Belastung. Das ist aber eher die Ausnahme, von daher denke ich, dass man generell als Selbstständige durchaus Vorteile in der Planung hat.

 

Stichwort Kinderbetreuung: viele Kitas haben zu, wenn Musikerinnen* arbeiten, nämlich abends und am Wochenende. Wie hast Du das geregelt?

Aktuell bin ich noch in Elternzeit, was bedeutet, dass ich nur arbeiten kann, wenn die Kinder schlafen. Wenn ich Violine übe, Songs oder Arrangements schreibe usw., dann mache ich das abends/nachts im Musikzimmer – das Babyphone neben mir. Bei Gigs am Wochenende oder Abend war entweder mein Mann mit Kind dabei oder sie blieben zu Hause. Da mein Mann aber selbst viel arbeitet und spät abends heimkommt, sprang die Oma auch mal ein, was eine große Hilfe ist. Und wenn es nicht anders ging und ich niemanden zur Betreuung gefunden habe, habe ich Gigs auch abgesagt. Auch gebe ich nachmittags keinen Violinunterricht mehr, da ich dann mit den Kindern bin. Aufnahmen als Studiomusikerin versuche ich vormittags unterzukriegen, wenn das große Kind im Kindergarten ist. Das Kleine kommt mit einer zweiten Person mit ins Studio. Das muss dann auch gut geplant werden.

 

Wo sind die kritischen Knackpunkte, wo es schwierig wird? Was braucht es, um den Spagat gut hinzukriegen? Was müsste sich verändern?

Kritisch wird es, wenn jemand krank wird. Egal ob‘s die Kinder, mein Mann oder die Oma ist. Da gibt’s dann keinen Plan B. Neuerdings habe ich noch eine weitere Person gefunden, die gelegentlich zum Babysitten kommt. Das entspannt mich zu wissen, dass ggf. noch jemanden fragen kann, der einspringt, wenn‘s eng wird. Das muss ich dann aber finanziell gut abwägen. Die Versorgung für unser großes Kind an einer öffentlichen Betreuungseinrichtung ist zwar gegeben, aber wegen Personalmangels in der Kita nicht so lange und flexibel wie eigentlich angedacht und vereinbart. Zudem fühlt sich unser Kind dort nicht immer wohl aufgrund der Überlastung– was mich dazu veranlasst, ihn ab und zu früher abzuholen oder zuhause zu lassen. Generell sollte der Beruf der Erzieher*innen mehr gewürdigt werden, sodass auch der Anreiz besteht, den Beruf auszuüben. Ich sehe, was die Erzieher*innen leisten müssen. Das steht in keinem Verhältnis zu der Bezahlung.

 


„Es ist schön zu sehen, dass der Trend zu Konzerten am Nachmittag oder familienfreundliche Festivals zunimmt. Das dürfte für die Backstage Moms gerne mehr werden“.


 

Was musstest Du an Deiner Lebens- und Arbeitsweise ändern, um alles unter einen Hut zu bekommen?

Ich musste mich erstmal sehr daran gewöhnen, dass sich mein Leben komplett ändert. Früher habe ich am Tag 10-12 Stunden gearbeitet. Jetzt ist nur noch der Abend zum Arbeiten da. Zum einen musste ich Prioritäten setzen. Alles konnte ich nicht mehr machen und habe z.B. aufgehört zu unterrichten. Auch habe ich Jobs nicht mehr angenommen, die weniger gut vergütet waren. Das hat auch was damit zu tun, dass man sich bewusst wird, dass man nur begrenzt Energie hat. Und die Energie, die man besitzt, sollte man auch nur effizient verwenden. Als Selbstständige muss man sich ohnehin strukturieren und mit Kindern nochmal mehr. Vieles plane ich nun weiter im Voraus, oder plane auch mehr Zeit ein. Ich habe mich mehr oder weniger daran gewöhnt, dass ich vorübergehend nicht mehr so spontan sein kann.

 

Wie sind Deine Pläne für die nahe Zukunft?

Auf lange Sicht möchte ich gerne wieder live spielen und arbeite darauf hin. Allerdings nicht mehr in dem Ausmaß, wie ich es in der Zeit vor meinen Kindern gemacht habe, sondern so, dass es mir und meinen Kindern gut damit geht. Bis dahin lege ich mein Augenmerk auf die offenen Produktionen und Kollaborationen, die ich dieses Jahr noch abschließen und zeitnah veröffentlichen möchte. Zudem habe ich begonnen, mir mit einem Kollegen ein kleines Akustikset meiner Songs zusammenzustellen und zu proben. Das ist ziemlich viel, wie ich finde, nach einem 12-Stunden Tag voller Care-Arbeit. Am 25.7. erfolgt der Release von „Bloom“, eine Kollaboration mit meinem Kollegen fÄst, worauf ich mich sehr freue.

 

Gibt es Tipps & Tricks, die Du weitergeben möchtest?

Ich hatte am Anfang meiner Mutterschaft sehr Bedenken, dass ich nun als Künstlerin nicht mehr „da“ bin (eine Art Identitätskrise) und nicht mehr so wahrgenommen werde, dass ich „draußen“ bin. Und ja, das bin ich auch, und ich habe lange gebraucht um mir einzugestehen, dass dies auch etwas Schönes ist: Schließlich habe ich zwei gesunde absolute Wunschkinder nach vielen Höhen und Tiefen und bin sehr glücklich darüber – und in dem ganzen Diskurs über Vereinbarkeit von Frauen mit Mutterschaft und Berufstätigkeit geht oft unter, dass eine Mutter zu sein (neben der krassen Arbeitslast) auch eine zauberhafte Zeit sein kann.

 


„Elternschaft und Care-Arbeit sind absolut wichtig, ich finde ihr gehört mehr gesellschaftlich Wertschätzung entgegengebracht und auch unsere volle Aufmerksamkeit, da wir im wahrsten Sinne die Zukunft gestalten“.


 

Wir als Familie und insbesondere ich habe mich bewusst dazu entschlossen, dieser Aufgabe mit Zeit und voller Aufmerksamkeit nachgehen zu wollen. Da unser Unternehmen uns gut ernähren konnte und man als freiberufliche Künstlerin finanziell deutlich unsicherer aufgestellt ist (und oft schlecht verdient) ist hauptsächlich der Grund, warum ich mich entschlossen habe, den Großteil der Care-Arbeit zu leisten. Alles andere hätte dazu geführt, dass wir beide weniger Zeit als Familie verbringen können.

Was ich damit sagen möchte: Ich habe mir anfangs selbst viel Stress gemacht, dass ich alles gleichzeitig machen muss: Die Mutter zu sein, die ich sein möchte und gleichzeitig meinen Weg als eigenständige Künstlerin zu gehen. Natürlich war da auch ein Teil (und ist manchmal immer noch) in mir traurig und voller Sehnsucht. Mittlerweile kann ich aber sagen: Es ist ein Luxus, zeitweise „Backstage-Musikerin“ zu sein und nicht selbst im Rampenlicht stehen zu müssen, sondern die Zeit mit meinen Kindern verbringen zu dürfen. Ich bin dankbar, dass es im Hintergrund mit ELLA FALL weiter geht, ich den Luxus habe, ein professionelles Tonstudio zu haben, um meine Lieder aufnehmen zu können. Ich bin nämlich sehr gerne Studiomusikerin und treffe mich dort regelmäßig mit meinen Musikerkollegen. Das gibt mir das nötige Durchhaltevermögen. Es klingt abgedroschen, aber es ist wahr: Diese Zeit, wenn die Kinder so klein sind, kommt nicht wieder, sie ist schnell vorbei. Doch wieder mehr Zeit auf Bühnen verbringen zu dürfen, kommt sicherlich wieder – und man ist nicht „gescheitert“, wenn man ein paar Jahre andere Prioritäten gesetzt hat! Und irgendwann werde ich all die gesammelten Werken aus dieser Zeit live spielen.

 

Vielen Dank, liebe Mariella, für das Gespräch!

 

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Fotos: Hey Frau Anika

„Ein weibliches Genie – ein Unding. (Fehlen von Mut und Persönlichkeit)“ Johann Nepomuk Brischar, Kirchenhistoriker

„Ein männlicher Künstler wird mit 28 zum Genie erklärt und bleibt das dann für Allezeit. Das gibt es bei Frauen nicht.“ Filmemacherin Miranda July (SZ 2017)

Der Begriff des Genies begann ab dem 18. Jahrhundert die ästhetischen Debatten zu dominieren. Er stand einerseits für den aus sich selbst heraus schaffenden Künstler, der die Natur nicht nur nachahmt, sondern vollendet, andererseits für dessen übermenschliche oder göttlich inspirierte Begabung. Diese wurde jedoch nur Männern zugesprochen: Frauen, so die damalige Wissenschaft, könnten lediglich empfangen und nachahmen. Künstlerische Leistungen von Frauen* wurden darum nicht als Zeichen ihres Genies betrachtet, sondern als Spielerei oder frühreife Fingerfertigkeit interpretiert. So gab es durchaus weibliche* Wunderkinder – Maria Anna Mozart und Fanny Mendelssohn sind berühmte Beispiele – diese hatten jedoch als Erwachsene ihre Rolle als Ehefrau und Mutter auszufüllen und wurden nicht in der gleichen Weise gefördert wie ihre Brüder*. Fanny Mendelssohn-Hensel hatte das Glück, dass ihr Ehemann ihre Kompositionstätigkeit schätzte und förderte. Dennoch steht sie auch heute noch im Schatten ihres wesentlich berühmteren Bruders und muss regelmäßig wiederentdeckt werden.

Die zweite Rolle, die Frauen im künstlerischen Schaffensprozess zugesprochen wurde, war die der Muse, ursprünglich ebenfalls antike Gottheiten. Auf die Neuzeit umgedeutet waren sie Quelle der Inspiration, die ihnen jedoch selbst nicht zur Verfügung stand. Frauen*, die Teil der Kunst- und Kulturszene sein wollten, konnten sich diese Rolle zwar durchaus zu Nutze machen und etwa durch Liaison mit berühmten männlichen Künstlern Zugang zum engeren Kreis der „Genies“ ihrer Zeit erhalten. Allerdings setzten sie damit ihre gesellschaftliche Reputation aufs Spiel. Ein berühmtes Beispiel ist Alma Mahler-Werfel, die als Komponistin weiterhin nicht im Bewusstsein der meisten Musikkenner*innen ist, wohl aber als Muse und Femme Fatale.

Paula Modersohn-Becker: Selbstbildnis am Hochzeitstag (1906)

Die Rollenbilder, die man Frauen* zugestand, hatten also ganz praktische Folgen für ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Dass es in der Geschichte so wenige Frauen* gibt, die die gleiche künstlerische Qualität erlangen wie ihre männlichen Kollegen, ist also einerseits kein Zufall, dient aber andererseits bis heute als Argument dafür, Frauen* den Geniestatus zu verweigern. Linda Nochlin zeichnet diesen Zusammenhang in einem Artikel von 1971 am Beispiel bildender Künstlerinnen* im 19. Jahrhundert nach. Ein vollwertiger Künstler musste in dieser Zeit mit Aktstudien in Anatomie ausgebildet werden. Aus Gründen der Schicklichkeit war Frauen* der Zugang dazu jedoch verwehrt. Sie mussten sich mit anatomischen Studien an einer Kuh begnügen. Die weiblichen* Aktmodelle selbst – die hier wieder die Rolle des künstlerischen Objekts, also der Muse einnahmen – waren dagegen von der guten Gesellschaft (und erst Recht dem Status als eigenständig kreative Künstlerinnen*) ausgeschlossen. Die ersten Malerinnen*, die Aktbilder malten wie Paula Modersohn-Becker 1906, oder sich gar vom Aktmodell zur Malerin weiterbildeten wie ihre Zeitgenossin Suzanne Valadon, lösten heftige Skandale aus.

Auch die Kritik an dieser Geschlechterverteilung ist aber nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert gab es immer wieder Frauen* – zum Beispiel Madame de Staël – die sich selbst als „weibliches Genie“ bezeichneten. Damit revolutionierten sie allerdings nicht den Begriff des Genies selbst, sondern beanspruchten für sich selbst männliche Eigenschaften. Die Koppelung von Genie und Männlichkeit blieb über diesen Umweg also bestehen.

Und heute? Philosophisch wurde der Geniebegriff spätestens in der Postmoderne gemeinsam mit dem Autor für tot erklärt. Die Wissenschaft ist in Punkto Gender viel weiter. Und in der Musikindustrie finden sich heute viele weibliche* Stars. Können wir die Geschichte eines diskriminierenden Begriffs also abhaken?

Lena-Larissa Senge (Foto: Kurt Rade)

Studien und Erfahrungsberichte sagen etwas anderes. Eine Studie aus den USA von 2015 ergab, dass Männer als kreativer eingeschätzt werden als Frauen*, auch wenn sie die selben Ergebnisse präsentieren. Dabei hielten die Studienteilnehmer*innen die Frauen nicht unbedingt für weniger kompetent, sondern sahen den Unterschied in der Tatkraft („agency“), die sie den Männern eher zuschrieben. Gleichzeitig sahen sie die Männer als preiswürdiger an. Sie machten also unbewusst immer noch einen Unterschied zwischen nachahmendem („weiblichen„) Talent und schöpferischem („männlichen„) Genie. Passend zu diesen Ergebnissen arbeitet die Sängerin und Musikwissenschaftlerin Lena-Larissa Senge 2019 heraus, dass genau in den Fächern, in denen traditionell angeborenes Können und Begabung als Voraussetzung für Erfolg gelten – also die MINT-Fächer, Philosophie und alle künstlerischen Fächer – der Gender-Gap besonders groß ist. So liegt bei Dirigent*innen der Gender-Pay-Gap bei 44%, fast doppelt so viel wie im deutschen Gesamtdurchschnitt. Und auch wenn im Bereich Musik inzwischen sehr viele Frauen* tätig sind, stellte die Orchesterstudie des Deutschen Musikrats 2016 fest: zwar ist der Frauenanteil in den deutschen Orchestern inzwischen hoch; je prestigeträchtiger die Stellen jedoch sind, desto höher ist die Männerquote. Weiterhin scheint es also so zu sein, dass wir musikalisches Genie eher Männern zuschreiben – auch wenn wir das heute nicht mehr mit biologistischen Theorien zu rechtfertigen suchen.

Und immer noch setzen wir uns, wenn wir uns für Frauen*förderung in der Musik einsetzen, dem Verdacht aus, wir täten dies auf Kosten der Qualität. Dann begegnen uns Aussagen wie „Es gibt einfach keine „großen“ Komponistinnen oder „Wenn ich die Wahl habe, eine Frau oder einen Mann einzustellen, kommt es mir doch auf die Musikalität an und nicht auf das Geschlecht!“

Fanny Hensel wartet nicht auf die nächste Wiederentdeckung

Wenn wir nicht das alte Bild vom männlichen Genie in unseren Köpfen hätten, würde uns dagegen sofort auffallen: Musik ist eine extrem voraussetzungsreiche und lernintensive Kunstform. Es gibt keinen „großen“ Musiker, der nicht viele Jahre damit zugebracht hätte, sein Instrument zu üben, von den anderen „Großen“ oder ihren Werken zu lernen und der sich um viele andere Belange seines Lebens alleine kümmern muss.

Und es würde uns auffallen, dass die Frage „Warum gibt es keine großen Musikerinnen*?“ eigentlich so formuliert werden muss: „Warum gibt es keine Musikerinnen*, für die sich Musikwissenschaftler*innen, Kritiker*innen, Publikum und die Nachwelt so stark interessieren, dass sie als unabdingbar für die Beschäftigung mit der Musik insgesamt gelten?“ Genau das bedeutet es nämlich, in den musikalischen Kanon aufgenommen zu werden. Dieser Kanon prägt unser Verständnis davon, was „große“ Musik ist, und er prägt uns auch emotional: Musik, mit der wir intensive Erinnerungen verbinden, berührt uns stärker. Und diese emotionale Berührung ist wiederum ein Kriterium dafür, was wir als große Musik bezeichnen. Alle Abweichungen von diesem Kanon müssen gerechtfertigt werden. Und wenn man sich für eine bestimmte Programmwahl rechtfertigen muss, ist das wieder der beste Beweis, dass es sich nicht um große Musik handeln kann.

Billie Eilish wartet nicht auf den Geniestatus

Es ist eine interessante Frage, wie Kunst eigentlich funktionieren kann, jenseits von solchen Kategorien. Wie können wir die Kunst von Vorstellungen wie (göttlicher) Inspiration oder übermenschlichem Genie befreien, aber trotzdem den besonderen Wert erhalten, den sie für uns hat? Wie funktioniert Kunst, wenn sie weder zur reinen vermarktbaren Dienstleistung werden, noch auf Personenkult fußen soll, der grundsätzlich bestimmte Menschengruppen ausschließt?

Wir wollen weiterhin besonders gute Musik hören. Wir wollen uns inspirieren lassen. Wir wollen es Musiker*innen ermöglichen, ihr Leben ihrer Kunst zu widmen, damit auch in Zukunft gute Musik geschrieben, produziert und aufgeführt wird. Und wir wollen das tun, ohne an überkommenen Klischees festzuhalten. Damit das zumindest im Ansatz möglich wird, sollten wir uns der alten Denkmuster bewusst sein, die unsere Vorstellung von „großer“ Kunst prägen, und sie kritisch hinterfragen. Wir sollten Kunst als eine Entfaltungsmöglichkeit begreifen, die zwar lernintensiv ist, aber grundsätzlich allen Menschen offensteht; die wir sehr wertschätzen und die wesentlich zu unserer Lebensqualität beiträgt. Wir sollten uns bewusst sein, dass es kein Zufall ist, wenn uns als erstes weiße, männliche Komponisten und Dirigenten einfallen, wenn man uns nach unseren musikalischen Helden fragt. Und wir sollten uns darauf einlassen, neue Held*innen in unsere Köpfe, und damit auch in unsere Konzertsäle und Clubs aufzunehmen.

(Beitragsbild: Atelierstudien an der Pennsylvania Academy um 1855, Malerinnen* üben Anatomiestudien an einer Kuh.)

Dieser Text erschien zuerst in der Chorzeit vom Dezember 2021. Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.

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Anmerkung zum Gendern: Wenn es um Geschlechtszuschreibungen und traditionelle Rollenvorstellungen geht, wurden in den zitierten Diskussionen Gender Minorities nicht eingeschlossen und mitgedacht. Darum habe ich in diesem Kontext das Gendersternchen weggelassen und die Begriffe kursiv gesetzt. Auswirkungen hatten und haben diese Vorstellungen jedoch auf alle Geschlechter. Wenn es um Personengruppen geht, nutze ich darum unser gewohntes Sternchen. Direkte Zitate wurden in der Schreibweise übernommen, wie ich sie vorgefunden habe.