31.12.2019 Silvestival Nürnberg

Izabella Effenberg (Foto:Mariusz Kuraskiewicz)
Nürnberg begeht die Jahreswende mit Musik von Händel bis HipHop, Kabarett, Theater und innovativem Zirkus. Alle zwei Jahre verdichtet das Silvestival zehn bis fünfzehn fußläufig miteinander verbundene Spielorte in der Altstadt zu einem außergewöhnlichen Festival. Es verbindet ganz spielerisch Unterhaltung mit Anspruch. Kammermusik und Weltmusik, Kabarett und Musiktheater, Zirkus-Geist und zündender Jazz haken sich gelöst unter. Es herrscht grenzenloses oder zumindest schubladenfreies Seh- und Hör-Vergnügen. Der Winterhimmel gehört genauso zum Ambiente wie die elegante Konzertkulisse oder der überraschende Spielort. Über 10 Veranstaltungsorte laden zwischen 20:30 und 2 Uhr zur originellen Horizonterweiterung ein. Zur besseren Orientierung zeigt unser Ampelsystem in der Silvesternacht an, wo Plätze vorhanden sind. Mit Hannah & Falco, dem Izabella Effenberg Septett, Béatrice Kahl & Thilo Wolf und Guests, Kim Barth & Elisen Quartett, Evgenia Rubinova u.a. Infos
04.01.2020 Winterjazz Festival Köln
Ausgabe 9 dieser prall mit Jazz gefüllten Kultnacht bietet erneut einen Ausschnitt aus der großen, äußerst vitalen und facettenreichen Kölner Musikszene; sie soll euch einladen und anfixen auf mehr und damit auf das kommende Konzertjahr. „Jazz“ ist höchst divers, und genau das will dieses Festival, wollen die Clubs/Spielorte und natürlich die Musiker*innen in Köln immer wieder hör- und sichtbar machen, und das wollen wir auch 2020 feiern und es ordentlich musikalisch krachen lassen! Auch dieses Mal gibt es 5 Bühnen im und um den Stadtgarten – Konzertsaal, JAKI, Restaurant, Zimmermann’s und Umleitung -, auf denen rund 55 Musiker*innen ihre neuen oder bestehenden Projekte leuchten lassen. Freut euch auf A.tronic, Blanca Núñez/Norman Peplow, Heidi Bayer’s VIRTUAL LEAK, Laia Genc & Korhan Erel: SERENE, Zurhausen-Schörken u.v.m. Infos
10.-19.01.2020 dazz – Jazz Winter Darmstadt
Aus einem bunten Versuchsballon vor drei Jahren ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition geworden, denn die vierte Auflage des dazz – Jazz Winter Darmstadt 2020 kann man getrost als solche bezeichnen. Drei etablierte Institutionen der Kulturarbeit (Jazzinstitut Darmstadt, Kulturzentrum Bessunger Knabenschule und Centralstation) bringen vom 10.-19.01. die Jazz-Akteur*innen der Stadt zusammen und zeigen, wie groß deren Vielfalt in Darmstadt ist. Sage und schreibe 26 Veranstaltungen an 13 Spielorten umfasst das stolze Programm, mit dem das Festival das Darmstädter Kulturjahr eröffnet. Erneut erwartet die Besucher*innen die geballte Improvisationskraft des Jazz im Dialog mit den unterschiedlichsten Kunstformen wie Bildende Kunst, Tanz oder Film. Im Programm finden sich die Gitarristin Mary Halvorson, die Flötistin Isabelle Bodenseh, die Kontrabassistin Maike Hilbig mit Vorwärts/Rückwärts, Esquinas del Sol, das Rainald Brederling Quintett, INIT, LUAH (Foto: Clinda Schaffler) u.a. Eine Ausstellung, Musiktheater für Kinder, ein Swingtanz-Schnupperkurs und ein Dokumentarfilm über ein der 1993 verstorbenen Musiklegende Frank Zappa gewidmetes Festival in Mecklenburg runden die zehntägige Veranstaltung auch in Richtung anderer Kunstgenres ab. Am 17. Januar findet der JazzTalk 136: Tom Rainey Trio feat. Ingrid Laubrock & Mary Halvorson im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut Darmstadt statt. Infos
10.-11.01.2020 Impuls Festival Passau
Das Impuls-Festival ist Passaus erstes Popkultur- und Clubkonzertfestival. In mehreren Locations werden jedes Jahr rund 25 Konzerte aus allen Spielarten der Popmusik – vom Folk zum HipHop, vom Indie bis zum Hardcore angeboten. Es gibt ein Ticket, das für alle teilnehmenden Locations und Konzerte gültig ist. Angeschlossen ist eine Kulturwoche mit zahlreichen Workshops für jung und alt. Mit Yasmo, Mola, Fischer & Rabe (Foto: Ludwig Olah), Loriia, Umme Block, Elena Rud, Erection u.a. Infos
11.01.2020 Acoustic Festival Düsseldorf
Die Düsseldorfer Konzertreihe Acoustic Festival wendet sich an Freunde der leisen Töne und verzichtet daher bewusst auf elektrische Gitarren. Im Geiste der handgemachten Musik fördert das Acoustic Festival den Grenzgang zwischen Country und Folk, Pop und Rock für besondere Hörerlebnisse und unterstützt den Austausch zwischen internationalen Bands und Singer-Songwriter*innen – von der etablierten Genregröße bis zum vielversprechenden Nachwuchstalent. Das Festival findet seit 2018 sowohl im Winter als auch im Sommer im Weltkunstzimmer statt. Neben der außergewöhnlichen Kulisse garantieren herausragende Vertreter*innen der Genres Folk zwischen Rock und Pop für einen atmosphärisch dichten Abend. Mit Grainne Hunt, Cynthia Nickschas und Band, Romie, Precious Few u.a. Infos
16.-18.01.2020 JOE Festival Essen
Vor 24 Jahren fanden sich Jazzmusiker*innen und Jazzmusikfreund*innen verschiedenster Richtungen zusammen und gründeten den Verein Jazz Offensive Essen (JOE), um Jazz und improvisierte Musik tief in der Kulturlandschaft Essens zu verankern. Neben zahlreichen Jamsessions und Workshops sowie der Konzertreihe „Free Essen“ im Goethebunker ist das JOE Festival im Januar der unbestrittene Höhepunkt im Konzertleben der Ruhrgebietsmetropole Essen. Es präsentiert in diesem Jahr die Formation Brenda mit Marie Daniels und Maika Küster (Foto rechts) sowie das Tom Rainey Trio, in dem Ingrid Laubrock (Saxofon / Komposition) und Mary Halvorson (Gitarre / Komposition) mit dem Namensgeber am Schlagzeug gemeinsame Sache machen. Im Trio Azkadenya aus Norwegen trifft die Sängerin Sidsel Endresen auf das junge Streicherduo Vilde&Inga, Margrete Aas (Bass) und Vilde Sandve Alnæs (Violine). Azkadenya spielt frei improvisierte Musik mit akustischen Instrumenten – etwas verstärkt, um einen raueren und intensiveren Ausdruck zu erreichen. Infos
16.01.-01.02.2020 Pop Freaks Stuttgart
Raus aus dem Einheitsbrei: Das Festival im Kulturzentrum Merlin stellt jeweils acht junge Bands vor, die für neue, innovative Trends und Konzepte in der deutschen Popmusik stehen. So lebendig und entwicklungsfähig ist der deutsche Pop. Ob rotzig, punkig, liedhaft oder witzig: temperamentvoll, unverbraucht und mitreißend sind sie alle. Mit Dives, Children und anderen. Ein Highlight des Festivals ist ein Talk im Rahmen von Girl Put Your Records On. Die Musikerinnen von Dives, Mine und Sophie Mathes von Pennywine Entertainment diskutieren über den Status Quo der Frauen in der Musikbranche. Sie berichten von ihrem Werdegang, über Chancen und Widerstände, und sprechen über die nach wie vor aktuelle Frage: Wie kriegen wir mehr Diversität in die Line-Up’s der großen Festivals? Infos
19.01.2020 Winter World Karlsruhe
Dieses eintägige Festival lässt die kalten winterlichen Temperaturen vergessen. In drei Räumen erwartet dich ein Line-up mit einer Mischung aus deutschen Lieblingen und internationalen DJs sowie eindrucksvolle Lichteffekte. Mit Fatima Hajji, Juliet Sikora, Klaudia Gawlas, Nora en Pure, Ostblockschlampen u.a. Infos
26.-29.01.2020 32. Internationale Kulturbörse Freiburg
Die Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events mit Künstler-Live-Auftritten und einem umfangreichen Ausstellerbereich ist seit 2001 ist die IKF auf der Messe Freiburg zu Hause. Die Grundidee ist einfach: Veranstalter, Produzenten und Event-Fachleute können an wenigen Tagen in konzentrierter Form zahlreiche unterschiedliche Produktionen und Künstler live erleben. Parallel dazu haben die Künstler persönlich oder die sie vertretenden Agenturen die Möglichkeit, sich unabhängig von einem Live-Auftritt über einen Stand in der Messehalle zu präsentieren. Jährlich wechselnde Jurys wählen die auftretenden Künstler aus eingereichten Bewerbungen aus. Mit dabei sind diesmal: Aline Frazão (Foto: Fradique), Annette Postel, Bärbel Stolz, Berta Epple, Cécile Verny, Claire Parsons, Bye Maxene, Elina Duni, Erin K, Eva Quartet, Fee., Handmade Moments, Jelena Poprzan, Katrin Geelvink, Lucy van Kuhl, Old Salt, SuZanne, The Outside Track, Zweatlana u.v.a. Infos
24.1.–2.2.2020 CMT Festival Berlin
Dieses Jahr unter dem Motto „LIMINAL“. CTM ist ein Festival für zeitgenössische elektronische, digitale und experimatelle Musik von internationalem Ruf. Es kombiniert 10 Konzertabende mit verschiedenen Kunstinstallationen, Workshops, Talks, Filmabenden, Networking Events und anderem. Das Festival versteht sich als Plattform für herausragende Produktionen im Bereich experimenteller Musik, audiovisueller Perfonmance sowie für Reflektionen über die zeitgenössische Musik- und Clubkultur. Es verbindet dabei verschiedene Orte der lebendigen Berliner Szene, wie das HAU Hebbel am Ufer, Berghain, Astra, YAAM, Heimathafen Neukölln, SchwuZ and Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und vielem Anderen. Seit seinen Anfängen 1999 ist das Festival mit der transmediale verschwistert. Gemeinsam bieten die beiden Festivals eine der größten und umfassensten Treffpunkte der Welt für digitale Kultur. Das CMT hat sich den Prinzipien der Diversität und Inklusion verschrieben und bietet eines der vielfältigsten Line-Ups der Festivalszene. Es schöpft dabei sowohl aus der reichen Berliner Musiker*innen und DJ*-Szene als auch aus seiner internationalen Vernetzung. Dieses Jahr kooperiert das Festival unter anderem mit dem ugandischen Laben Nyega Nyega. Mit A.fruit, Astrid Gnosis, Cera Khin, Hibotep, KG, Lokier, Lyra Pramuk, MINCO, Nene H, Sicaria Sound, Sherelle, Slim Soledad, Valesuchi, Virgen María, VTSS, Afrodeutsche, Bbymutha, Zamilska, Akua, Catu Diosis, Jasmine Guffond & Ilan Katin, Animals of Distinction, Ivicore, Lafawndah, MUXXXE, Tomasa del Real, Moesha 13, Khanja, MC Yallah, Isa GT, Tamila, $ombi, Jessica Ekomane, Ashley Fure, Rakta, Dis Fig, Emma Warren, Aida Baghernejad, Dorine Mokha, Hildur Guðnadóttir, Johanna Bruckner u.v.a. Das endgültige Line-Up wird im Januar bekanntgegeben. Infos
26.01.-08.03.2020 Africa Alive Frankfurt
Bei dem von Afroton organisierten Eröffnungskonzert des diesjährigen „Africa Alive Festivals“ stellt sich in diesem Jahr mit Gasandji eine echte Ausnahmekünstlerin vor. Die junge, glamouröse Sängerin aus dem Kongo lässt in ihrer Musik die Tradition ihrer Heimat mit Soul, Pop, Reggae und Jazz verschmelzen. Als moderne Afro-Chanteuse fühlt sie sich in der englischen Sprache genauso wohl wie in der französischen oder in ihrer Heimatsprache Lingala. Infos
31.01.-08.02.2020 One Of A Million Musikfestival Baden (CH)

Automatic
Mittlerweise weit herum bekannt und unter Fans und Freund*innen nur noch OOAM genannt, zieht es alljährliche Musikliebhaber*innen aus der Schweiz und den angrenzenden Ländern an. Obwohl das OOAM über die Jahre immer weiter wuchs, hat es eines behalten und das ist sein familärer Charakter. Hier lässt sich Musik im intimen Rahmen erleben. Und trotzdem hat sich das OOAM hat sich zu einem Clubfestival mit internationalem Flair entwickelt. Noch nie ist eine Band zwei Mal am OOAM aufgetreten und das ist Konzept. So ist es von Jahr zu Jahr möglich neue Acts zu entdecken und das Festival bietet in jedem Jahr neuen Formationen eine Plattform. An neun Tagen wird die Stadt zur Bühne und lädt die Besucher*innen zur musikalischen Entdeckungsreise durch Baden. 2020 finden die Konzerte in 25 verschiedenen Spielorten statt und zum ersten Mal nicht nur in Baden, sondern auch in Wettingen (Kino Orient, Löwenscheune, Klosterkirche). Mit Amazing Angry, Anna Erhard, Automatic, Ayo–Wa, Belia Winnewisser, Broen, Camilla Sparksss, Chiri Moya, Common Holly, Culk, Cégiu, Delia Meshlir, Dives, Dj. Flugvél Og Geimskip, Ella Soto, Evenyn & Kristina Brunner, Fiona Cavegn, Haiyti, Hania Rani, Los Sara Fontan, Luce, Magic Island, Masha Zoetrop, Melissa Kassab, Mira Mann, Musique Chienne, Nahawa Doumbia, None of Them, Pony del Sol, Rosa Anschütz, Shannon Lay, Shari Vari, Sun Cousto, Vanessa Wagner u.v.a. Infos
(Beitragsbild: OOAM 2019)


Zum 30jährigen Jubiläum feiert das Jazzfest gleich zweimal, einmal im Oktober und vom 05.-07.12.2019 im Münchner Gasteig. Die Dezember-Ausgabe beginnt mit dem Quintett der kanadischen Sängerin und Malerin Nina Michelle, die ihre aktuelle CD „Love Confessions“ vorstellt, und der Bayrisch Jazz Group um die Sängerin Irmi Haager mit ihrem Programm „da summa is uma“. Am Folgetag feiert das Freie Musikzentrum mit der Band Seven Steps sein 40jähriges Bestehen und die Titus Waldenfels Band featured die Sängerin Julia Jung. Am Samstag sind Elwood & Ressle (Foto) mit einer Performance von Ruth Geiersberger zu sehen. Die Pestalozzi Bigband beschließt den Abend mit ihrem Programm „ah-um“.
Unter dem Thema „Exploring Blankness“ widmet sich das Nordwind Festival 2019 im Kampnagel der Frage, welche Konsequenzen und Potenziale die Vierte Feministische Welle für die Geschichte und Praxis eines Feminismus in Europa hat, und versucht eine kritische Re-Lektüre der Bewegung der letzten Jahrzehnte. Die „Vierte Welle“ des Feminismus zeichnet sich dadurch aus, dass neben körperlichem und strukturellem Missbrauch auch die Folgen kapitalistischer und kolonialer Machtstrukturen angeprangert werden. Zentral ist die Erkenntnis, dass beispielsweise die Kategorie „Frau“ nicht ausreicht, um die Vielschichtigkeit von Unterdrückung zu erfassen und kritisch zu hinterfragen – wenn es sich etwa um eine Frau of Color handelt, eine tra
Hengameh sorgt nicht als einzige für den Soundtrack zur Attitude: Sex-Positiv, feministisch, queer, nichtweiß – also Positionen, die in der Hamburger Clubkultur nicht besonders stark vertreten sind. Gehostet wird der Abend vom Hamburger Label One Mother (Foto links oben: Maximilian Mundt), das neue diasporische Narrative mit viel Platz für Solidarität, Kunst und Anger Management produziert. Preach und Natascha P. lassen den queer-feministischen HipHop in Hamburg aufleben. Am 11.12. wird die Norwegerin Jenny Hval (Foto rechts: Lasse Marhaug) erwartet, die ihr neues Album „The Practice of Love“ gemeinsam mit der Choreografin Orfee Schuijtals Multimediastück mit Video-Projektionen, Choreografien und Musik für sieben Performer*innen auf die Bühne bringt.
„Kultig – himmlisch – leise“ kündigen die Schwelmer Kirchen ihr 10. Advential an. Ganz im Sinne des Festival-Mottos wird Christina Lux (Foto:
Vor sechs Jahren hatten die Macher*innen die verrückte Idee, mit ein paar musikbegeisterten Winterfreund*innen ein Open-Air in einem der geilsten Skigebiete der Welt zu feiern. Mit Bands wie den Broilers, Wanda, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller, The Hives, Wolfmother, Kraftklub, Seiler & Speer, Christina Stürmer, Alligatoah und vielen anderen, haben sie es dort bereits so richtig krachen lassen. Folglich ist das diesjährige BERGFESTival in Saalbach Hinterglemm bereits das siebte, featured aber leider nur wenige Frauen, darunter Annkathie Koi, die junge Österreicherin Mavi Phoenix (Foto) und Kaputto & Concorde.
Nach 2 fulminanten Konzerten 2018 geht es in die 8. Runde der „Night of Music“, diesmal unter dem Motto „Pop meets Klassik“ und wie im letzten Jahr in der historischen Kulisse des Friedrich von Thiersch-Saals des Wiesbadener Kurhauses. Im Crossover – Programm aus Rock, Pop und Klassik stehen neben dem 70-köpfigen Wiesbadener Sinfonieorchester und Sängerinnen wie Dunja Koppenhöfer, Menna Mulugeta, Gloria Rehm, Raquel Gomez und Esther Elsner die wunderbaren The Wonderfrolleins (Foto: Carola Schmitt). Mit Witz, Charme und Temperament fegen die Musiker*innen durchs deutsche Wirtschaftswunder der 50er und frühen 60er und reißen schon nach wenigen Takten ihr Publikum mit. 
30 Acts, 15 Bühnen und 0 Böller verspricht das Silvestival in Nürnberg charmant. Alle zwei Jahre verbindet es zahlreiche fußläufig miteinander verbundene Spielorte in der Altstadt in einem außergewöhnlichen Festival und bietet Kammermusik und Weltmusik, Kabarett und Musiktheater, Zirkus-Geist und zündenden Jazz in einem. Dabei lernt das Publikum die Nürnberger Innenstadt kennen und der Winterhimmel gehört genauso zum Ambiente wie die elegante Konzertkulisse oder ein eher überraschender Spielort. Zur besseren Orientierung zeigt ein Ampelsystem in der Silvesternacht an, wo Plätze vorhanden sind. Das Izabella Effenberg Septett (Foto: M. Striegl) zeigt einen Abend lang virtousen Jazz mit Vibraphon und Glasharfe im Katharinensaal. Außerdem könnt ihr euch von #zweiraumsilke mit „selbstironischem Müsli-Rap mit Jazz-Hip-Hop-Band“ beschallen lassen oder bei Hannah & Falco zweistimmigem Folkpop lauschen. Kim Barth & Elisen Quartett begeistern mit einem Crossoverprogramm aus Latin-Jazz für Flöte und Streichquartett, Béatrice Kahl & Thilo Wolf mit „Burning Hammond Musik“. Außerdem gibt es viel Artistik, Zauberei, Tanz und Feuerkunst bis in die frühen Morgenstunden.
„Ahoi, werte Musik-Aficionados, herzlich willkommen zu Sturm und Drang – und zur 9. Ausgabe von Ahoi! Pop im Posthof. (…) eine Luxusreise zwischen den Polen anspruchsvoller Popmusik“ verspricht das Festival im freundlichen Zeitkulturhaus am Linzer Hafen. Einiges haben wir schon verpasst, z.B. standen im Oktober bereits AVEC und die MC Fiva auf der Bühne. Aber ihr könnt euch noch Tickets für den 30.10. mit Wallis Bird, Black Sea Dahu u.a. sichern oder am 01.11. nicht nur Alice Phoebe Lou, sondern auch 5K HD, My Ugly Clementine – die Wiener „Supergroup“ (Foto rechts: bymanifroh) u.a. erleben. Mitte November spielt das Wiener Indiepop-Duo Cari Cari auf.
Im November und Dezember dreht sich in Ludwigsburg alles um den Jazz. An verschiedenen Spielorten – Scala, Podium, Fetzerei, Luke, Karlskaserne und Tonstudio Bauer – gibt es wieder ein vielfältiges Programm, aus dem wir für euch die weiblichen Highlights rauspicken: Fola Dada schafft mit Joo Kraus und Christoph Neuhaus einen homogenen Klangkörper, bei dem Popsongs zu Jazz werden, sich in funky rhythms verdichten und schließlich zu schwebenden Soundscapes auflösen. Die aus Georgien stammende Sängerin & Jazzmusikerin Natia Dikhtyar kommt im Duo mit dem Bassisten und Produzenten Patrick Paco Müller nach Ludwigsburg, und die amerikanische Sängerin Deborah Carter ist mit dem Davide Petrocca Trio am Start. Die Kölner Jazzsängerin, Komponistin und Textdichterin Anne Hartkamp zeigt mit ihrem Quartett eine ungewöhnliche und lebensfrohe Variante des zeitgenössischen Jazz. Die rein weibliche Hornsection Jazzabella (Foto links: Anna Logue) bietet eine reizvolle Mischung zwischen hitzig-expressiven Jazzimprovisationen und kühl konstruierter, klassisch geprägter Kammermusik.
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr kommt Danish Vibes – New music from the North, das beliebte Minifestival mit Branchentreff erneut nach Köln und Hamburg. Am 7. November 2019 steht der Konzertsaal des Stadtgartens einen Abend lang musikalisch ganz im Zeichen des hohen Nordens, eine Woche später die Hamburger Location Häkken & kukuun. Gleich vier außergewöhnliche Formationen, ausgewählt von einer Fachjury, repräsentieren die enorme Bandbreite zwischen Jazz, Worldmusic und Pop made in Denmark. Nanna Bech gilt als Skandinaviens aufregendste neue Stimme und verbindet nordische Melancholie und dunkle Americana zu geheimnisvollem Folk Noir. Die Pianistin Kathrine Windfeld (Foto rechts) kommt mir ihrer 15köpfigen Big Band: „a youthful, charismatic team of razor-sharp ensemble musicians and star quality soloists“.
Im Jahr 1978 schlossen sich Mitglieder eines Volkshochschulkurses über die Geschichte des Jazz zusammen und gründeten den ersten Jazzclub in Leverkusen mit dem Ziel, die Jazzmusik zu fördern, und als festen Bestandteil in der Kulturszene von Leverkusen zu etablieren. Im Jahr 1980 feierte die Stadt Leverkusen ihren 50. Geburtstag und forderte alle Vereine auf, sich an dem Fest zu beteiligen. So entstand das erste Jazzfestival in Leverkusen mit finanzieller Unterstützung der Stadt und des Kultusministeriums NRW. Inzwischen sind die Jazztage 40 Jahre alt und zählen zu den größten Jazzereignissen im deutschsprachigen Raum. 2019 kann sich das Publikum auf Kinga Glyk, Candy Dulfer, Jenniffer Kae, Tina Dico (Foto), Ida Nielsen, Lydie Auvray, Kimberose, On Air und viele weitere Acts freuen.
Seanaps ist ein transdisziplinäres Musikfestival, das neugieriges Publikum und neugierige Künstler*innen zusammenbringt. Mit Improvisationen, minimalistischen Kompositionen und ekstatischen Parties will das Festival abenteuerliche Sounds in neuen und aufregenden Formaten erkunden. Neben Konzerten mit Autochrom (Foto), Contagious, Nina Guo und Auguste Vickunaite, Staxl & Höäh, Mieko Suzuki, FOOL, Marylou, JD Zazie, Global Warming & Ahabzutun, Jealousy Party, Stella Chiweshe, u.v.m. bietet es Performances, Workshops und Gespräche, die die Verbindung von musikalischen und politischen Perspektiven beleuchten und z.B. danach fragen, was die Transparenz ökonomischer Strukturen mit unsichtbaren Sounds zu tun hat: „Seanaps is using the gaps between the art of sound and the living world“. Das Festival nutzt sein eigenes bargeldloses Bezahlsystem, das auf Blockchain-Technologie basiert, um größtmögliche Transparenz zwischen Künstler*innen, Publikum und Veranstalter*innen herzustellen.
Beim Akut-Festival findet ein frei und sperrig gedachter Jazz sein Zuhause, hier werden Grenzgebiete ausgelotet, Neues und Traditionsreiches kombiniert. In diesem Jahr wird der Frankfurter Hof z.B. von der Band „Fly Or Die“ der Trompeterin Jaimie Branch (Foto: Frank Schindelbeck) bespielt, die sich nicht zuletzt als ideenreiche Improvisatorin vom Geheimtipp zum Shootingstar der zeitgenössischen Jazzszene entwickelt hat. Ursprünglich im Punk und Grunge verwurzelt, fand sie durch Ornette Coleman und den Trompeter Don Cherry ihren Zugang zum Jazz. Mit der unkonventionellen Besetzung Trompete, Cello, Bass und Schlagzeug trumpft ihr Quartett nun mit einem exquisiten, akustisch geprägten Klangbild auf. Mit dem Mia Dyberg Trio kommt eine junge, aufregende Altsaxophonistin nach Mainz, die mit ihren zwei Begleitern einen unvergesslichen und zum Nachdenken anregenden freien Jazz erschafft. Beeinflusst vom Beatautor William S. Burroughs, dem schonungsloser Erzähler, bringt das Trio seine Inspiration auf den Punkt und ist in Bezug auf Klarheit eindeutig.
Das Festival in der Berliner Kulturbrauerei hat sich über die vergangenen Jahre hinweg als ein zwar kleines, dafür aber umso erlesener zusammengestelltes Festival etabliert, das alle Fans um das Genre „Psychedelic“ begeistert. An zwei Abenden auf dem Gelände der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg hat das Team der „8MM“-Bar, auch ohne Festival schon ein ziemlich legendärer Ort am unteren Ende der Schönhauser Allee, ein Programm mit Laura Carbone, der Post-Punk-Band Priests aus Washington D.C., der reisenden Musiker*innen-Family Tengger aus Seoul, und jeder Menge Berliner Bands & Solomusiker*innen wie Sofia Portanent, Saba Lou, Jealous (Foto: Joe Dilworth), Shybits, u.v.a. vorbereitet.
Der legendäre „Banjo-Bus“ kehrt im November-Dezember zur 11. Tournee des Kult-Festivals zurück in die Konzerthallen der Republik. An Bord sind neben Banjos auch wieder Mandolinen, Geigen, Gitarren und ein Kontrabass. Meisterlich gespielt begleiten sie die vielfältigen Sänger*innen, die den drei Top-Ensembles aus den USA den jeweiligen unvergleichlichen Original-Sound geben: Das Duo Hoot and Holler (Foto: Andy Wickstrom) aus North Carolina – bestehend aus Amy Albey und Mark Kilianksi – repräsentiert mit Clawhammer Banjo, Flatpicking Gitarre und Oldtime Fiddle perfekt die authentischen Folk-Klänge der Appalachen des amerikanischen Südostens. Die Price Sisters aus Ohio singen Traditional Bluegrass, gewürzt mit Mandolinen- Banjo- und Geigensoli der Extraklasse. Traditionell versammeln sich zum großen Finale alle Musiker*innen auf der Bühne zur gemeinsamen Begegnung mit dem Publikum, ein würdiger und traditioneller Abschluss jedes Jamborees. 


An 9 Tagen bietet das Schweizer Jazzfestival Unerhört 28 Konzerte an 12 Spielstätten, „lebende Legenden wie auch junge Positionen aus der weiten stilistischen Bandbreite des heutigen Jazz“. Das Line-Up kann sich in Sachen Vielfalt sehen lassen: die E-Bassistin Martina Berther, deren konsequent eingeschlagener Weg des Musizierens ohne Scheuklappen sie in musikalische Gefilde zwischen Jazz, Experimental, Alternative Pop, Improvisation und Noise führt, tritt solo auf. Außerdem finden sich Sarah Buechi, Mary Halvorson, Angelika Niescier, Almut Kühne, Kaja Draksler, Jaimie Branch, Vera Kappeler, das Duo Fleeb der Basler Vokalistin Anna Hirsch und des deutschen Schlagzeugers Dominik Fürstberger, u.v.a. im Programm. Einige Acts wurde eigens für das Festival auf den Weg gebracht. Die Schriftstellerin und Sängerin Melinda Nadj Abonji und Pianistin Simone Keller aus Zürich (Foto links: Lothar Opilik) haben sich mit dem Posaunisten Michael Flury zusammen getan, um Texte von Abonji über Rosa Luxemburg und Musik der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja in Szene zu setzen und das Wirken der großartigen Frauen wieder in unser heutiges Bewusstsein zu bringen. Die französische Jazzsängerin Leïla Martial hat mit dem Vokalensemble der Hochschule Luzern ein exklusiv für das Festival konzipiertes Repertoire an komponierter und improvisierter Vokalmusik erarbeitet. Die US-Cellistin und Komponistin Tomeka Reid leitet die diesjährige Festival-Workshop-Band der Zürcher Hochschule und präsentiert zusammen mit den Zürcher Jazz-Studierenden und später auch solo ihre schillernden Kompositionen.
Der Genrebegriff Singer/Songwriter ist, wie langjährige Besucher*innen des Blue Bird Festivals wissen, lediglich ein Hilfsausdruck für das, was sich jährlich Ende November im Porgy & Bess abspielt. Da werden Laptops ausgepackt und Synthesizer zum Flirren gebracht, und „es tummeln sich mehr Schlagzeugerinnen als Mundharmonikaspieler“. Doch natürlich lässt die Vienna Songwriting Association, die das dreitägige Clubfestival veranstaltet, auch die einzelne Frau mit Gitarre oder den Mann am Klavier auf die Bühne. Experimentierfreudigkeit und das Spielen – wenn auch nicht der komplette Bruch – mit Genrekonventionen ist das, was das Lineup des Blue Bird auszeichnet. Das Line-Up wartet irgendwo zwischen Folk-Noir, Lo-Fi-Pop, Singer/Songwriter und Indierock mit Eivør, Highest Sea, Liz Metta, Kathryn Joseph, u.a. auf.
Auf dem Puls-Festival – PULS ist der Jugendsender des Bayrischen Rundfunks – „könnt ihr die neuen Hypes live und nah erleben, noch bevor sie die großen Hallen füllen“. Ins Funkhaus München und das E-Werk Erlangen eingeladen wurde z.B. die junge Südafrikanerin und mittlerweile Oscar-Gewinnerin (!) Alice Phoebe Lou, die ihre „jazzy Indie-Rock-Arrangements im ausgecheckten avant-garde-Style“ auf die Bühne bringen wird. Lisa Morgenstern kredenzt Lieder zwischen barockem Synth Pop und expressiven Piano-Linien, die sie live mit dem Münchner Rundfunkorchester präsentiert. SEDA (Foto links), die ein Tontechnikstudium absolviert hat, entwickelt mit Schlagzeug, Bass und Keyboard und nicht zuletzt ihrer souligen Stimme ihren eigenen poppigen Drive. Das Münchner Duo Umme Block hat sich vom Singer-/Songwriter-Duo mittels alter Synthesizer zum Electropop-Act gemausert.
Die 43. Leipziger Jazztage werden sich vom 10. bis 19. Oktober 2019 der „Zukunftsmusik“ widmen – zwischen heutigen Jazzutopist*innen und Pionier*innen der Jazzgeschichte, zwischen Tradition und Innovation, Fortschrittsglauben und Science-Fiction, der Landung auf dem Mond und anderen Utopien. Die Leipziger Jazztage wollen in diesem Jahr zeigen, dass vieles im Jazz noch Zukunftsmusik ist – und dass Jazz nach wie vor eine Musik der Zukunft ist, obwohl er nun schon seit über 100 Jahren nach vorn strebt, raus aus der Gegenwart, rein in die Zukunft. Darüber hinaus fragt das Festival, was die globalen Veränderungen unserer Zeit für diese Musik bedeuten. Mit dabei sind z.B. die Band der Pianistin Kaja Draksler Punkt.Vrt.Plastik und Lucia Cadotsch mit ihrem neuen Projekt LIUN + The Science Fiction Band (Foto). Hilde Marie Holsen (tp, elec) und Samuel Rohrer (dr, elec) mischen Trompete und Schlagzeug mit elektronischen Elementen und „mäandern an ausgefransten Genregrenzen“. Gänsehautmusik, inspiriert vom Nordlicht, von der Stille und den Naturgewalten einer Vulkaninsel im Atlantik bieten die isländische Geigerin Gerður Gunnarsdóttir und der Schweizer Klarinettist und Komponist Claudio Puntin bei essence of north. Außerdem könnt ihr die diesjährige Preisträgerin des BMW Welt Young Artist Jazz Award Hannah Weiss, Oh Y!, SALOMEA, Mette Henriette und Stucky con Carne feat. FM Einheit erleben.
Das größte deutsche A-Cappella-Festival „Vokal Total“ präsentiert ab Oktober wieder jede Menge Vokalkunst unterschiedlichster Genres. Bei vielen Konzerten stehen gleich zwei Acts auf der Bühne, mit dabei sind die italienische Formation Elephant Claps (Foto links), Sixte ajoutée, don camillo Chor, OstBahnGroove, baff, der Jazzchor Freiburg, VoicesInTime, u.v.a.
Als die 7 Macherinnen – Barbara Barth, Marie Daniels, Rosa Kremp, Maika Küster, Mara Minjoli, Christina Schamei und Johanna Schneider – ihr PENG Kollektiv gegründet haben, war der Ursprungs-Gedanke Frauen zu fördern, die noch immer, trotz der großen Fortschritte der Gleichberechtigung im Jazz, unterrepräsentiert sind. Inzwischen betrachten sie die Benachteiligung von Frauen als ein Beispiel. Ob patriarchale, rassistische, ökonomische oder andere Strukturen der Herrschaft: Sie schränken uns alle in unserer Freiheit ein und sabotieren eine soziale, eine demokratische Zukunft. Das Team des PENG Festivals möchte einen Rahmen schaffen, der frei ist von jeglichen Strukturen der Unterdrückung, Macht und Dominanz, ein Ort, in dem die Werte eines respektvollen Umgangs hochgehalten werden, solidarisch, und gleichberechtigt kommuniziert und behandelt wird. Das Festival soll also mehr sein, als eine Vorstellung herausragender, regionaler und internationaler Künstler*innen. Und das Programm kann sich sehen lassen: Hanne Hukkelberg (Foto unten: Trine Hisdal), Angelika Niescier mit ihrem Sublim Trio, das Mareike Wiening Quintett, Barbara Barth & Manuel Krass mit In Spheres, das Allison Philips Trio feat. Dario Trapani, das Romy Camerun Quartett feat. Ryan Carniaux sowie Wir hatten was mit Björn, die von den Sängerinnen des Peng-Kollektivs als Chor verstärkt werden. Am Sonntag schließt die Talkrunde „Musik. Macht. Markt. – Gender und Gerechtigkeit im Jazz“ ab 13 Uhr das Festival ab (Eintritt frei). 
vornehmen – die Rede ist von Flüstertunneln, mobilen Konzerten und Klangspaziergängen („Walking Concerts“) (Foto: Helmut Prochart). Internationale Künstler*innen treten mit heimischen Musiker*innen in den Dialog und zeigen auch abseits des Programms in sogenannten Blind Dates, dass Musik keine Grenzen oder Sprachbarrieren kennt. Mit dabei sind Maja Osojnik, Almut Kühne, das Hejira Trio, Elina Duni & Rob Luft, LIUN & The Science Fiction Band, Mykia Jovan, das Duo Lume der Akkordeon-Virtuosin Merima Ključo und der Sängerin Jelena Milušić, 5K HD, Marie Kruttli Trio, SOMI, u.a. Workshops, DJing, Filme und ein interessantes Kinderprogramm kommen noch dazu.
Schon seit dem Jahr 2003 gibt es in Gelsenkirchen die klezmer.welten. Im Line-Up stehen das Caravan Chamber Orchestra mit jiddischer und arabischer Musik aus Haifa und Weimar, das Trio Lebedik, das Duo Fran & Flora (Foto: Ilme-Vysniauskaite) – zwei Virtuosinnen an Violine und Cello – sowie Sveta Kundish & Alan Bern u.v.a. In diesem Jahr kann sich das Publikum außerdem auf einen Klezmer-Tanz-Abend mit Live-Musik freuen und an einer Schabbat-Feier teilnehmen. Vom 20.-27.10. findet ein Klezmer-Workshop für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt, der die Teilnehmer*innen zu einer Entdeckungsreise in jiddische und orientalische Musikwelten einlädt. Das Abschlusskonzert zeigt die Ergebnisse dieses KlezOrient Orchestras am letzten Festivaltag. 
Das vielfältigste und längste Jazzfestival Deutschlands mit mehr als 80 Konzerten, knapp 40.000 Besucher*innen und 500 Künstler*innen aus 30 Nationen an 23 Spielstätten – so locken die Jazztage auf ihrer Homepage. In diesem Jahr wurden Nina Hagen, Barbara Dennerlein (Foto rechts), Maria Mareksini feat. Klazz Brothers, Youn Sun Nah, Sheila E., Cleo & The Lagniappes, Cristina Branco, Laila Biali, Rebekka Bakken, die Dresdner Philharmonie mit Angélique Kidjo, Tuck & Patti, Stefanie Heinzmann, Ute Lemper, Tina Tandler, Lizz Wright, The Bulgarian Voices-Angelite, Kimberose, Kinga Glyk, Teresa Bergman, Jocelyn B. Smith, Lily Dahab, The Fitzgeralds u.v.m. Bei der „Nacht der Gitarren“ ist Yuliya Lonskaya mit von der Partie. Beim Swing Band Ball könnt ihr 5 Stunden das Tanzbein schwingen.
Im November letzten Jahres wurde beim ersten Further* Festival die Argumentation Lügen gestraft, es gäbe einfach zu wenig gute Frauen, die sich für Bühne, Podium, Liste und Pulte eignen würden und die man buchen könne. Im Uebel & Gefährlich in Hamburg stellten die Macher*innen ein Line-Up auf, das zu 100 Prozent aus Frauen*, nichtbinären Personen und Transgender bestand. Keine Kompromisse mehr, kein Annähern, kein Ding: Es einfach mal machen. Sie wollen zeigen, „dass ein kulturelles und politisches Angebot sehr gut auch ohne die Dominanz von Cismännern auskommt, selbstverständlich auch funktioniert, Qualität besitzt, vielseitig ist und neue Dynamiken freisetzt“. So könnt ihr euch am Wochenende auf MS Nina, Gianni Mae, KeKe, Melissa Audrey,
Zusammen mit über 100 Künstler*innen, Ausstellenden und gemeinnützigen Organisationen feiert das Festival das “synergetisch multipolare Spektrum” der Künste, Menschen und Netzwerke in der Hamburger Fabrik. Ein Highlight des diesjährigen Festivals sind die “Art-Clashes”: Die mitwirkenden Künstler*innen werden in verschiedensten Kollaborationen exklusive Performances auf die Bühne zaubern, die so noch nie so gesehen, gehört und erlebt worden sind. Mit Shirley Holmes (Foto: Oliver Beige), Fani & Bouba, Souzan Alavi u.v.a. Dazu gibt es vor Ort Kunstausstellungen sowie eine Network-Area. Übrigens: Die Fabrik ist für “Wheelers” barrierefrei gestaltet! Gebärdensprach- & Schriftdolmetscher werden vor Ort sein.
Die Festivalleiterin Kathrin Müller-Beck hat für den 10jährigen Geburtstag ein interessantes Programm aus internationalen und heimischen Musiker*innen wie dem Landes-Akkordeon-Ensemble Sachsen-Anhalt zusammengestellt: die Norwegerin Rebekka Bakken kommt mit einer Formation, die sie eigens für das global music festival – akkordeon akut! zusammengestellt hat. Die finnische Akkordeonistin Johanna Juhola (Foto: Sami Perttilä) tritt mit ihrem neusten Soloprojekt „Imaginary Friends“ auf, Bobo und Herzfeld werden mit dem weißrussischen Akkordeonvirtuosen Yegor Zabelov erwartet. Anne Niepold hat mit ihrem Projekt „Musette is not dead“ 2014 die Nostalgiker der Tanzschuppen, die Liebhaber des diatonischen Akkordeons und die Aficionados des Jazz versöhnt. Nun bringt sie mit ihrer ‘Lieblings-Rythmsection’ im Trio erstmals die Lieder der neuen CD „Vita Brevis“ zu Gehör.
Als Berliner Jazztage 1964 gegründet, zählt das Jazzfest Berlin zu Europas ältesten und renommiertesten Festivals seiner Art. Mit einem Fokus auf Communities, kollektive und internationale Begegnungen, aber auch auf Improvisation als Kultur und Sprache solcher Gemeinschaften, setzt das Jazzfest unter der Leitung von Nadine Deventer seine im letzten Jahr begonnene Ausrichtung fort. Vom 31. Oktober bis zum 3. November präsentiert ein pickepackevolles Programm rund 200 Musiker*innen aus 15 Ländern in verschiedensten Formationen, darunter die Multiinstrumentalistin, Komponistin und Sängerin Angel Bat Dawid mit ihrer Chicagoer Band The Brothahood und die Pianistin Eve Risser, die beide beim Jazzfest Berlin ihre Deutschlandpremiere feiern. Auch das chilenische Melissa Aldana Quartet (Foto links oben: Harrison Weinstein), das Trio Melez der türkischen Vokalistin Cansu Tanrıkulu, Leïla Martial, Sinikka Langeland, das Australian Art Orchestra mit Kompositionen von Julia Reidy u.a. stehen im Line-
Up. Zwei spannende Kollektive gibt es auch noch zu erleben: das 2013 gegründete KIM Collective (Foto rechts: Liz Kosack), bestehend aus 13 Improvisator*innen und Komponist*innen aus den unterschiedlichsten Communities der Berliner Musikszene wie Laura Winkler, Liz Kosack, Julia Reidy und Dora Osterloh, die sich allesamt jeglichen stilistischen und hierarchischen Einschränkungen verweigern – und die europäische Kooperationsinitiative melting pot, die seit 2013 junge Improvisationsmusiker*innen wie Signe Emmeluth, Katharina Ernst und Mia Dyberg zusammenbringt. Die „Kiezkonzerte“ u.a. mit Isabelle Klemt, Dora Osterloh, Julia Reidy und Fabiana Striffler tragen das Festival hinein in die Nachbarschaft: in ein Wohnzimmer, eine kleine Galerie, eine Weinhandlung und einen Friseurladen rund um den Fasanenplatz in unmittelbarer Festspielhausnähe. Künstler*innengespräche nehmen die Themen „Back to the future? – Musik und soziale Utopie“ und „Beyond Individualism? – Communities & Kollektive in Jazz und improvisierter Musik“ in den Blick.
Mit neuer Website und einem großartigen Programm startet das Zelt-Musik-Festival Freiburg in diesem Jahr. Das diesjährige Leitmotiv lautet: „Zuhause – wenn du jeden Sommer wiederkommst“. Passend dazu verwenden die Macher*innen Störche als Leitbild, da als Zugvögel auch jeden Sommer wieder nach Hause kommen. Das Programm kann sich sehen und hören lassen und nennt Musik von Madeleine Peyroux, Loreena McKennitt, Carrousel, Metronomy, lucky_the_girl, Laing, Tamara Weber (Foto: Kelly Jacob), LEA, Little Chevy, Catastrophe Waitress, Silver Linings, Bella and The Sidewalkers, Doop Down Drifters, Sophie Hunger, Mine, Finkbass, Triaz, Namika, Pure Life, zweatlana u.v.m. Auch an Kinder und Jugendliche wird mit einem einmaligen Nachwuchsprogramm gedacht: es gibt eine Jugendkulturnacht, ein Kinder- und Jugendzirkusfestival und Konzerte und Theater von und für Kinder und Jugendliche, an denen z.B. Schüler*innenbands eine Bühne bekommen.
Bereits zur Hälfte rum, aber noch könnt ihr einige tolle Konzerte erleben! Der Hafensommer bringt Weltmusik, Jazz und Neuentdeckungen mit spannenden Themenabenden wie „Latina Beatz: Somos Guerreras & La Yegros“ nach Würzburg. Außerdem wird Nneka (Foto: Patrice Bart-Williams) erwartet, die komplexe Themen dank spannender Arrangements und ohne jemals banal zu werden, in einem „
31.07.-25.08.2019 Merck Sommerperlen Darmstadt
Das Festival ist bereits ausverkauft, aber es gibt sicher Mittel und Wege, noch ein Ticket für das Festival unter Apfelbäumen zu ergattern. Die Mühe lohnt sich: in Diepholz stehen nicht nur die wunderbaren Duos Ibeyi (Foto) und Hundreds auf der Bühne, sondern auch Alli Neumann, Ameli Paul, Ätna, Blond, Cari Cari, Children, Joan As Police Woman, Kate Tempest, Lisa Morgenstern, Ronja von Rönne, My Baby, Pip Blom, u.a. Workshops zu Yoga, Swing Dance, Tanzimprovisation gibt es oben drauf. 
Bereits seit 1998 vom Fleiß und Herzblut einer enthusiastischen Crew getragen, ist die Nachtdigital bis heute ein mit viel Liebe betriebenes Festival, das im Laufe der Jahre Freund*innen in aller Welt gefunden hat. Mit seiner überschaubaren Größe, der damit verbundenen familiären Atmosphäre und einem stets handverlesenem Programm bietet es eine Alternative zu lieblosem Namedropping und kommerzieller Massenabfertigung. Musikalisch widmet sich die Nachtdigital dabei sowohl klassischen als auch modernen Ausprägungen elektronischer Tanz- und Listening-Musik. Mit dem hauseigenen Label sowie Musikveranstaltungen außerhalb des Bungalowdorfes versucht die Nachtdigital Crew außerdem ihren besonderen Charakter weiter hinaus zu tragen. Im Line-Up stehen Sonja Moonear (Foto: Davide Gostoli) seit zwei Jahrzehnten eine der zuverlässigsten Konstanten der globalen Dance Musik Szene, und viele weitere Acts wie Dasha Rush, Deena, Elli, Helena Hauff, Lux, Marie Davidson, Olivia, Paquita Gordon, Powder und Vlada.
Was heute ein extrem angesagtes Open Air Festival am Niederrhein ist, begann laut Wikipedia 1984 als Party von Ministranten des Ortes, finanziert wurde das Festival anfangs durch Leihgaben aus dem Bekanntenkreis („Aktionäre“). Nach und nach wurde das Line-Up immer länger, 2019 können sich die Festivalbesucher*innen z.B. auf die Band 5K HD (Foto) aus Österreich freuen, in der sich die großartige Sängerin und Gitarristin Mira Lu Kovacs (Schmieds Puls) mit der vierköpfigen Jazzband Kompost 3 zusammengetan hat. Außerdem stehen die ukrainische Rapperin Alyona Alyona, Gurr, Haiku Hands, Kat Frankie, Lisa Morgenstern, Another Sky, Gewalt, Khruangbin, Maarja Nuut & Ruum, Sophie Hunger, Shida Shahabi, Soap&Skin with stargaze, Stella Donnelly, Tereza, Whenyoung, u.a. auf dem Programm.
Musik ist mehrdimensional. Sie kann uns unterhalten, emotional herausfordern und verzaubern. Da, wo sich improvisierte, komponierte und populäre Spielweisen treffen, entsteht eine neue, aktuelle Musik. Das Ziel von Bezau Beatz ist der kollektive Genuss von Live-Musik jenseits des musikalischen Mainstreams. Versprochen wird nämlich eine musikalische Achterbahnfahrt mit schwindelerregenden Berg- und schwungvollen Talfahrten, rasanten Kurven und überraschenden Wendungen. Dazu haben die Macher*innen z.B. die grandiose Trixie Whitley (Foto: Kylie Coutts) eingeladen, die ihre neue CD „Lacuna“ vorstellt; außerdem wird Leni Stern mit ihrer New Yorker Band und dem argentinischen Piano-Wizard Leo Genovese erwartet, die ihr wunderbares Album im Spannungsfeld von senegalesischer, afrikanischer Traditionen, Blues und Jazz präsentiert. Und die Spielorte sind schon allein eine Reise wert: es gibt „JäzzSpätzle“ im Panorama-Restaurant auf 1650 m Höhe, desweiteren werden eine historische Remise, eine ehemalige Werkstatt, eine Pfarrkirche, ein Café und eine 300 Jahre alte Hütte bespielt.
Königs Wusterhausen heißt ein Ort in Brandenburg, zu dem sich auch in diesem Jahr eine Reise lohnt: das Bergfunk Open Air lockt mit einem unwiderstehlichen Line-Up und bringt Lina Maly, Steiner&Madleina, Charlotte Brandi (Foto: Sophie Neudert), Gurr, Sookee, Alex Mayr, Inge & Heinz u.v.w. auf die Bühne. Die Veranstalter*innen, der Verein Stubenrausch – Kultur, Musik, Leben e.V., stellen den Freitag ins Zeichen von großer Singer-/Songwriterkunst, für den Samstag haben sie ein buntes Programm aus Rock, Pop und Hip-Hop sowie jede Menge Spaß und Tanz für Groß und Klein vorbereitet. Dieses Jahr wird am Samstag auch wieder das Zwergfunk mit dabei sein. Das Programm könnte von uns sein… 
Seit je – genauer: seit der Eröffnung des Gotthardsaumpfades – ist der Kanton Uri ein Durchgangsort. Menschen unterschiedlicher Kulturen treffen hier seit Jahrhunderten aufeinander, durch hohe Berge voneinander abgeschnitten, durch Pässe miteinander verbunden. Wo Händler*innen und Waren, Sprachen und Kulturen vorbeiziehen, findet alle zwei Jahre das internationale Musikfestival „Alpentöne“ statt. Das Festival zwischen Vierwaldstätter See und Gotthard-Pass lädt Musiker*innen aus allen Ländern des Alpenbogens von Slowenien bis Okzitanien ein, aber auch aus den Pyrenäen oder aus Skandinavien, denn: alpine Kultur ist nicht nur ein geografisches Phänomen, sie ist ein kulturelles. Das 1999 gegründete Festival ist keinem musikalischen Stil verpflichtet, am ehesten fasst man es im paradoxen Begriff der Neuen Volksmusik zusammen. Die konzertanten Darbietungen finden im Theater Uri, Cinéma Leuzinger und der Kirche St. Martin auf der einen, die Gratiskonzerte im Festivalzelt auf dem Lehn sowie alle Specials im Haus für Kunst Uri und den Getreidesilos Werkmatt statt. Auch 2019 gibt es den Klangspaziergang, das Happening im Reussdelta, das erstmals das Festival beschließt. Erstmals gibt es auch ein Kinderkonzert zum Mitmachen. Die Festivaleröffnung bestreitet The European Love Tree Ensemble feat. Adrian Würsch, außerdem spielt Racine’s StimmFolk Lieder aus der Schweiz, das all female Ensemble Madame Baheux „alpinen Agitprop mit Kunstanspruch“ (Foto oben). Building Bridges, Bella Ciao, Scheiny’s All Star Yiddish Revue, Young Nordic Folk Masters, Farandi, u.a. sind auch mit von der Partie.
Das Zehnjahresjubiläum des Alpen-KlangRausch (Foto: Andreas Seyfang) vom 16. bis 18. August 2019 in Ternberg im Ennstal südlich von Steyr ist die Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern, Tanzen und Musizieren, Essen und miteinander Ausspannen: „Bringt gute Laune mit, Tanzschuhe, Instrumente und Freunde, mit denen Ihr gerne wieder einmal zusammen sein wollt“, heißt es in der freundlichen Einladung. Erwartet werden Leute aus ganz Europa und darüber hinaus. Das Besondere: Beim Alpen-KlangRausch ist jeder willkommen aufzutreten (zum Tanz aufzuspielen oder ein Konzert zu geben), meldet euch einfach vorab per
Das Zürich Openair ist ein Festival verschiedenster Genres, das in der größten Stadt der Schweiz stattfindet und ein Line-Up mit den gefeiertsten Acts aus Rock, Indie, Hip-Hop, Elektro und Pop präsentiert. Geschickterweise ist der Zeitplan auf den drei Bühnen so ausgetüftelt, dass keine der größten Acts zeitgleich auftreten und so besteht die Gelegenheit, alle Facetten der angebotenen Musik von Billie Eilish, Nina Kraviz, Sophie Hunger (Foto: Marikel Lahana), Jorja Smith, Charli XCX, Alli Neumann, Lola Marsh, Me + Marie, Möwe, Eclair Fifi, Helena Hauff, Mavi Phoenix, Black Sea Dahu, Tommy Genesis u.a. zu erleben. Mit Zirkusacts und Performer*innen sowie einem riesigen Angebot an internationaler Küche gibt es hier einiges mehr als nur die Musik zu erleben. Übrigens: es gibt eigens für die Anreise geschaltete „Sparbilletten“, die auf verschiedenen Strecken bis zu 70% Ermäßigung auf den Normaltarif anbieten. 
Produktions-, Arbeits- und Aufführungspraktiken im Hinblick auf performative Ansätze zu arbeiten. In seinem Nachwuchsprogramm bringt es in rund 40 Workshops & Netzwerkformaten 250 junge Talente aus der ganzen Welt mit Künstler*innen des Live-Programms sowie Macher*innen aus Wirtschaft, Politik und der Musikbranche zusammen. Es gibt unzählige Talks zu Feminismus und feministischen Kollektiven, Verantwortung im Pop, postmigrantischer Identität (Pop-Hayat Talk), unabhängigem Musikjournalismus, inklusiven Kulturformate, u.a. Unmöglich, alle auftretenden Musiker*innen zu nennen, dabei sind Adelle Nqeto, Ah! Kosmos, Anna Calvi, AWA Khiwe, Anna Aaron, Ätna, Blu Samu, Camilla Sparkuss, CocoRosie (Foto links), Dacid Go8lin, Die Heiterkeit, Haszcara, Iotaphi, Jenny Wilson, Jessica Einaudi, Juicy, Lali Puna, Léonie Pernet, Maarja Nuut & Ruum, Malonda, Michelles Blades, Mona Mur, One Mother, Núria Graham, Perel, Planningtorock, Shari Vari, Teresa Rotschopf, Voodoo Beach, Nerima Groove (Foto oben rechts: Frank Egel) und megaviele weitere. Mehr kann frau nicht in ein Festival packen! 
Die Geschichte des Jazz Festivals reicht weit zurück: der ehemalige Leiter Niklaus Troxler hatte Ende der 60er mit regelmäßigen Jazz-Anlässen im Hotel Mohren und im Restaurant Kreuz begonnen. Nach Hunderten von Jahreskonzerten und 35 Festivals übergab er 2010 die Leitung an seinen Neffen, der jedes Jahr neue Schwerpunkte setzt. Das diesjährige Festival zeigt etablierte und junge Talente, mit dabei ist z.B. das unkonventionelle, von Afro-Beat, Steve Reich-Jazz und Post-Punk befeuerte Trio Vula Viel (Foto) aus Großbritannien. Im Zentrum der Musik stehen die asymmetrisch-repetitiven Rhythmen des Gyil: Ein mächtiges Xylophon aus heiligem Holz, dass bei der community der Dagaare im Nordwesten Ghanas gespielt wird und ähnlich wie ein Balafon klingt. Die ausgebildete klassische Perkussionistin Bex Burch hat drei Jahre dort gelebt und sich ausgiebig dem Gyil, dem Dorfleben und der Feldarbeit gewidmet. Zurück in London gründete sie Vula Viel, was in der Sprache der Dagaare „gut ist gut“ bedeutet. Außerdem stehen Bibi Vaplan, Black Sea Dahu, Co Streiff, Die Drei, Ester Poly (Foto), Camille Émaille, Gabriela Friedli Trio u.a. auf der Bühne.
Komm in den Norden! Auf die überwältigende Resonanz des ersten Norden-Festivals folgt auf den Königswiesen in Schleswig vom 29.8. – 15.09.19 die 2. Ausgabe! Im Grünen direkt am Strand der Schlei gelegen, könnt ihr aktuelle Musik, Kurzfilme, Lesungen und Straßentheater aus Schleswig-Holstein, Hamburg und den europäischen Ostsee-Anrainerstaaten erleben. Darüber hinaus könnt ihr euch aktiv einbringen und an Workshops und Vorträgen teilnehmen oder euch bei Stand-up-Paddling, Yoga, Klettern uvm. betätigen. Das Thema Nachhaltigkeit findet sich auch auf dem Festival wieder. Musikalisch bewegt sich alles von Pop über Rock bis Folk zu Singer-Songwriter-Kunst, aber auch DJs sind am Start. Mit dabei ist z.B. die Band Fluru (Foto: Olof Grind Photography) mit ihrem „schwedischen Exil-Country mit organic flavour“. Freut euch auch auf Agata Karczewska, Cats and Dinosaur, Darling West, Die schrägen Vögel, Gleich da, Harbour Violet, Hollow Hearts, Ingajah, Jhonna, Vivie Ann, Town of Saints u.v.m. 
Am Veranstaltungstag versammelte sich dann eine Horde gut gelaunter junger Frauen in der FMW Frankfurter Musikwerkstatt, unserem Kooperationspartner beim Jazz Girls Day. Die FMW ist eine private Musikakademie, an der Interessierte die staatlich anerkannte Ausbildung zum/zur Berufsmusiker*in und Instrumentalpädagogen/pädagogin machen können. Zuerst traf sich die Gruppe im großen Veranstaltungssaal, wo sich nach einer kurzen Begrüßung die Bandmitglieder der Sheroes einzeln vorstellten und von ihrem musikalischen Werdegang erzählten. Es war sehr eindrücklich, dass sich eigentlich alle Dozentinnen in ihrer Karriere ähnlichen Hürden und Schwierigkeiten ausgesetzt sahen, in ihren jeweiligen musikalischen Kontexten häufig die einzige Frau waren und oftmals wenig Ermutigung erfuhren. Das galt für die älteren Musikerinnen Leni Stern (Gitarre), Monika Herzig (Piano) und Jamie Baum (Flöte) genauso wie für die jüngeren Bandmitglieder Jennifer Vincent (Bass) und Rosa Avila (Drums).



Nachdem sich auch die Mädchen kurz mit ihrem Instrument vorgestellt hatten, ging es richtig los. Die Mädels packten ihre Instrumente aus und machten sich bereit. Währenddessen wurden Noten an alle Instrumente und die Sängerinnen ausgeteilt und zuerst einmal das Blues-Schema und verschiedene Patterns eingeführt, die dann in der großen Gruppe gemeinsam gespielt und gesungen wurden. Nach einiger Zeit ermutigte Monika jede Musikerin nach und nach, einmal eine kurze Improvisation zu versuchen, was immer mit großem Applaus gewürdigt wurde. Für die meisten – das ließ sich auch nachher in den Feedback-Bögen nachlesen – war es das erste Mal, dass sie sich getraut hatten, selbst zu improvisieren!
Dann gab es ein gemeinsames Abendessen, bevor die Sheroes am Abend ein öffentliches Konzert gaben. Die Posaunistin Reut Regev, die unter Heiserkeit litt und daher als Dozentin für den Workshop ausfiel, gesellte sich für das Livekonzert zu ihnen. Zu Beginn und am Schluss holte die Band die Nachwuchsmusikerinnen auf die Bühne, um dem Publikum – Freund*innen & Familien der Teilnehmerinnen sowie Jazzfans – die im Workshop erarbeiteten Stücke zu präsentieren. Eine charmante Geste, mit der sie sich auf Augenhöhe mit den jungen Musikerinnen begaben und sie in ihre Mitte nahmen. Das wird den Mädels sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben! Die Sheroes gaben danach ein fantastisch dynamisches Konzert mit den Stücken ihres aktuellen gleichnamigen Albums. Ein tosender Applaus, überschwängliche Kommentare der Konzertbesucher*innen und ein durchweg begeistertes Feedback der Teilnehmerinnen bewiesen uns, dass sich der Einsatz mehr als gelohnt hat: Der erste Jazz Girls Day in Deutschland wird sicher nicht der letzte sein!








































































































Das längste Blues-Festival der Welt glänzt in seiner 15. Auflage wieder mit einer aufregenden Mischung von Legenden, Newcomer*innen und heimischen Größen der Szene. Der REIGEN ist seit Anbeginn das Zentrum, das Theater Akzent, das Haus der Musik und das Mozart Haus Vienna sind die weiteren Bühnen. Als ersten weiblichen Act präsentieren die Veranstalter*innen Vanja Sky Rocks – 2018 war sie noch mit dem RUF Blues Caravan unterwegs, am 1. April kommt sie mit eigener Band. Apropos RUF Blues Caravan: der macht 2019 am 16. April feat. Ina Forsman, Ally Venable und Katarina Pejak Station. Tanzmusik aus den 40ern und 50ern gibt es beim Tanzabend der Lea’s Shuffle Gangsters und Juke Joint Royals. Außerdem mit dabei: die Yasi Hofer Band (Foto rechts), Sue Foley, Caro Josée, Vanesa Harbek, Susanne Plahl & The Lightning Rod… goes Soul u.v.a.
Im Jahr 2000 startete das erste Blues Festival Basel im bescheidenen Rahmen, inzwischen hat es sich zu einem großen Blues Festival entwickelt, das an sechs Tagen musikalische Highlights mit internationalen Stars und talentierten einheimische Bands nach Basel bringt. Neben Vanessa Collier und Nina Attal (Foto links), die bei der Blues Funk Night auftreten, finden sich Marla Glen, Othella Dallas, Yvonne Moore, die Patchvox Band, Little Mouse & The Hungry Cats, Pat Cossar & Band, u.v.m. im Line-Up. Übrigens wird im Rahmen des Festivals die/der Gewinner*in des „Swiss Blues Awards“ verkündet: nominiert sind die zwei Musikerinnen Gabi Camenzind und Yvonne Moore. Eine tolle Idee setzen die Veranstalter*innen auch noch um: bei „Blues In The Schools“ vermitteln international bekannte Künstler*innen in der Festivalwoche in Workshops Grundlagen zur Geschichte und den Wesenszügen der afroamerikanischen Musik an regionalen Gymnasien. Da sie diese „Bluesstunde“ auf Englisch halten werden, eignet sich diese Lektion sowohl für den Musik-, Englisch- und Geschichtsunterricht.
Von grandiosem Jazz und Swing über mitreißendes Boogie-Piano bis hin zu Pop, Rockabilly – insgesamt 27 Konzerte mit 18 Acts aus 9 Nationen sorgen an 18 Tagen unter dem Motto „Tanzcafé Arlberg“ für vielfältigen Musikgenuss und heiße Sohlen. Die atemberaubende Landschaft von Lech Zürs dient als Kulisse des Festivals. Großartige Shows mit großartigen Künstler*innen wie der Avalon Jazz Band und Kana Shimanuki aus den USA, der all female Rockabilly-Band U. B. Dolls (Foto) aus Italien, der Electro-Swingband DelaDap, Loren Nine aus den Niederlanden, u.v.a. werden auf den Sonnenterrassen, in den Skihütten und Hotelbars in Szene gesetzt. Wer sich etwas mehr als nur zur Livemusik bewegen will, kann bei einer der Lindy-Hop Workshops mitmachen, die für verschiedene Levels angeboten werden. Swingtanzen, Live-Bands in einer einzigartigen Bergkulisse, Festivalfeeling und Sonnenskilauf – die perfekte Kombination für alle, die ihre Tanzleidenschaft im besonderen Ambiente des Tanzcafé Arlberg ausleben möchten. 
Das Cully Jazz Festival ist das wichtigste Musikereignis des Frühlings in der Romandie. Während neun Tagen elektrisieren mehr als 140 Konzerte und 20 Veranstaltungen, die dem Jazz und seiner benachbarten Musik gewidmet sind, das Dorf Cully an unzähligen Spielorten: Vom Boot über den Weinkeller zur Auberge hin zu Open Air Konzerten auf der Genfer Seepromenade und im Zentrum des Dorfes. Nach einem Solokonzert im Temple im vergangenen Jahr ist die schweizerisch-albanische Sängerin Elina Duni zurück in Cully, um ihre neue musikalische Zusammenarbeit mit Marc Perrenoud und David Enhco zu präsentieren. Das Bandprojekt Aksham trägt uns in die alten Steppen nördlich des Schwarzen Meeres. Mit ihrer aktuellen Platte „Aguas“ kommen der Pianist Omar Sosa & die Violinistin und Sängerin Yilian Cañizares nach Cully, die US-Amerikanerin Sarah McCoy hat ihr neues Album „Blood Siren“ im Gepäck. Die malische Künstlerin Oumou Sangaré (Foto) präsentiert ihre neue CD „Mogoya“, in der sie die Probleme afrikanischer Frauen und den Missbrauch der patriarchalischen Gesellschaft thematisiert. Im Line-Up stehen weiter die Saxophonistin Nubya Garcia, Rhoda Scott Ladies All Star, Stacey Kent, Ana Carla Maza, Maya Youssef Quartet, Anne Paceo, Gaye Su Akyol, Andrina Bollinger mit der Violinistin Laura Schuler als Gast, The Swinging Ladies u.v.a.
In den vergangenen acht Jahren sieben Mal innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und mit großartigen nationalen und internationalen Acts wie Kat Frankie, Alin Coen und vielen anderen, gibt es seit Jahren immer wieder eine spannende Mischung aus jungen Nachwuchsacts und bekannteren Musiker*innen. Ein wunderschönes Venue, ein aufmerksames, musikaffines und begeisterungsfähiges Publikum und großartige Musiker*innen sorgen einmal jährlich für ein ganz besonderes „Euphorieherzklopfmodusding“. Im Speicher in Husum stehen die schwedische Indierockerin Linn Koch-Emmery (Foto: Alma Bengtsson), die deutsche Singer-/Songwriterin und Cellistin Luisa Babarro, die ihr Debütalbum „ Ich bin eine Andere“ vorstellen wird und weitere Bands auf der Bühne.
Vom 9.-14. April sind in Dortmund rund 100 aktuelle und historische Filme, Performances, Konzerte und Gespräche zu sehen und erleben. Neben dem Spielfilmwettbewerb ist die größte Sektion des Festivals der Fokus „Bilderfallen: Täuschung, Tarnung, Maskerade“. Die Filme erfordern ein genaues Hinschauen, denn ihre (optischen) Täuschungstechniken lassen viele Deutungsebenen zu. Musik nimmt dabei in diesem Jahr großen Raum ein. In der langen Filmnacht am 12.04. könnt ihr z.B. 14 Kurzfilme und Musikvideos schauen und euch mit Pipilotti Rists „I’m Not The Girl Who Misses Much“ einen ironischen Kommentar auf die Darstellung von Frauen in der Popkultur anschauen. Oder ihr seht die Horrorkurzfilmkomödie „Hair Wolf“ von Mariama Diallo, einen feministischen Rekurs auf Michael Jacksons „Thriller“. Die in London und Istanbul lebende Künstlerin Noor Afshan Mirza (Foto) forscht zur britischen Hiphop- und Grime-Szene und der Bedeutung weiblicher MCs und zeigt am nächsten Tag ihre Ergebnisse. Außerdem zeigt das Festival ihren Film „Lapse Of Honor“ über eine junge Frau, die Rapperin werden will. Die Dortmunder Künstlerin TriXstar bringt mit ihrer Band nicesten Reggae und Dancehall auf die Bühne des Domicil. Am 11.04. nehmen die Veranstalter*innen bei „Short On Wheels“ ihr Publikum mit auf eine Erkundungstour durch Dortmund; ausgestattet mit mobilem Beamer, Soundanlage und Abspielgerät radeln die Zuschauer*innen im Tross an ausgewählte Orte. Fassaden werden zu Leinwänden. Der „Eintritt“ ist kostenlos.
Schon in den sechziger Jahren galt die alte Bergbau- und Hochschulstadt Freiberg als eine Hochburg des Jazz. Viele bekannte Musiker*innen dieses Genres gaben sich hier die Klinke in die Hand. Um das Jahr 1970 begann in Freiberg besonders unter den Student*innen das Jazzfieber zu grassieren und einige Enthusiast*innen beschlossen, ein Jazzfestival auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit dem Sender „Stimme der DDR“ wurden die 1. Freiberger Jazztage organisiert, die in diesem Jahr bereits zum 45. Mal stattfinden. Probleme gab es in all den Jahren viele, so war die Unterbringung der Musiker*innen ein schwieriges Problem, weil es nur zwei heruntergekommene Hotels gab und das Auge und das Ohr der Zensur umgangen werden musste. Nach der Insolvenz des Studentenclubs im Jahre 2006 sprang dankenswerterweise das Studentenwerk als Träger für die IG Jazz ein und die Organisation des Festivals ist damit erst einmal abgesichert. Zum Glück, denn in diesem Jahr werden die von der Fachpresse als „große Lyrikerin des europäischen Jazz“ gefeierte Pianistin Julia Hülsmann mit der Gitarristin Susan Weinert und ihrem Partner Martin Weinert am Kontrabass im Trio auf der Bühne stehen (Foto). Auch die Monika Roscher Bigband und weitere Acts sind wieder am Start. 
Magie an & in den Polen, es funkelt, glitzert und zischt. Beats, Rhythmen, Klangteppiche verweben sich zu einem abwechslungsreichen Soundkonstrukt. Genregrenzen werden Abend für Abend aufs Neue gesprengt. Viertägig spannt das Clubfestival „Polimagie“ einen roten Faden durch die Stadt Dresden, verbindet Beatpol mit Ostpol. 2016 bereits als kleines mehrtägiges Festival gestartet, gilt es inzwischen nicht mehr als Geheimtipp. Erwartet werden Alice Phoebe Lou, Cari Cari, Caroussel Musique, Charlotte Brandi, Hannah Williams, Ilgen-Nur, Malena Zavala, My Baby, Saint Agnes, Vera Sola u.a.
Die jazzahead! 2019 in der Messe Bremen rückt näher und mit ihr das begleitende Festival zur Kultur des diesjährigen Partnerlandes Norwegen, dessen Jazz-Szene zu den interessantesten der Welt zählt. Auf dem Programm stehen neben viel Musik auch Literatur, Film, Kunst, Theater und mehr. Am 13. April wird das zweiwöchige Festival mit einem Doppelkonzert im Theater am Goetheplatz offiziell eröffnet: nach Håkon Kornstad präsentiert Mari Boine ihre jüngste Veröffentlichung „See the woman“. Kristin Asbjørnsen ist für ihre einzigartige, ursprünglich von Gospel geprägte musikalische Ausdrucksweise bekannt und kommt ebenfalls zum Festival mit ihrem lang ersehnten Album „Traces Of You“ (2018). Ebenfalls aus Norwegen kommen das Hedvig Mollestad Trio und Beady Belle, die zum ersten Mal ein großes Open-Air mitten im Herzen der Stadt geben. Aus Dänemark wird das Makiko Hirabayashi Trio mit Marilyn Mazur erwartet. Die kanadische Saxophonistin Jane Bunnett kommt mit ihrem Bandprojekt Maqueque (Foto oben rechts), das aus jungen kubanischen Jazzmusikerinnen besteht. Weiter stehen Olga Amelchenko, Sunna Gunlaugs Trio, Naϊssam Jalal, Simin Tander, Quiana Lynell, das Emie R Roussel Trio, Ajoyo, Linda May Han Oh, u.v.m. auf dem Programm. Die Fachmesse gilt als der wichtigste Treffpunkt für die internationale Jazzszene und findet von 25. bis 28. April statt. Interessant ist sicherlich das 3. Symposium Improvisation & Jazz für Kinder am 25. April, das sich an Jazzmusiker*innen, Musikvermittler*innen, Musiklehrkräfte und Studierende richtet. Es zeigt u.a. ein Showcase-Konzert des Kinderprojekts „Jazz mit Kick“ mit Sabine Kühlich (voc) und Laia Genc (p). 
Welcher Wind bläst kräftiger als El Niño? Der Wind aus 5 Akkordeon-Bälgen – und zwar auf der Akkordeonale! Von Moldawien nach Polen über Deutschland bis nach Texas und zurück in die Niederlande strömt der Luftzug, der verwirbelt, brilliert, belebt und begeistert, beschwingt und betört. Zum 11. Mal entfesselt Servais Haanen, Drahtzieher und Kreateur des Festivals, den akkordeonalen Wind, der sich über Landes- und Kontinentalgrenzen hinwegsetzt, sich an kultureller Vielfalt bereichert und dem Publikum mit prallem musikalischem Reichtum um die Ohren weht! Zu hören gibt es Akkordeon vom Feinsten mit komplexen bessarabischen Klängen, klassischer Romantik, Western Swing, Bal-Folk, Jazz und zeitgenössischer Musik, bereichert durch die besondere Färbung von Flügelhorn und Cello. Freut euch auf die Akkordeonistinnen Inga Piwowarska aus Polen (Foto oben), Ginny Mac (USA) u.a.; als Begleitmusikerinnen reisen Kaya Meller (Flügelhorn) und Johanna Stein (Cello) mit. Die Akkordeonale Tour beginnt am 24.04. in Karlsruhe und endet am 08.05. in Mainz.
Das Festival Women in Jazz findet vom 24. April bis 1. Mai 2019 an 9 Spielorten in Halle und im Saalekreis statt. Es ist mit Künstlerinnen aus Amerika und Europa international geprägt und dokumentiert den Jazz in seiner sich stetig wandelnden Vielfalt. Das Eröffnungskonzert gestaltet die in South Orange/New Jersey geborene Jazzsängerin Stacey Kent. „Very British“ wird es mit den mit dem British Jazz Award ausgezeichneten Künstlerinnen Clare Teal und Zoe Rahman, der Sängerin Barb Jungr mit ihrem Bob Dylan-Programm, der Free Jazz Ikone Kate Westbrook sowie den aufstrebenden jungen Londoner Jazzbands Hejira und Nerija. In den USA entstand 2018 das Projekt SHEroes, das spielfreudige Jazz-Instrumentalistinnen aus Israel, den USA, Deutschland und Mexiko unter Leitung der deutsch-amerikanischen Jazzpianistin Monika Herzig in sich vereint. Mit Tamar Halperin, NES und der und der Jazzsängerin Esther Kaiser (Songs of Courage) sind weitere innovative Jazzmusikerinnen eingeladen. Dass sich der Jazz in seiner Vielfalt auch sehr populären Einflüssen nicht entziehen kann, dokumentiert die erstmals gestaltete „Jazznight“ in der Händel Halle. Die Musik der amerikanischen Jazzpianistin und -sängerin Judith Hill (Foto), deren Musik von der Zusammenarbeit mit Michael Jackson und Prince (Produzent ihrer 1. CD) geprägt ist und die der französischen Jazzsängerin Julie Erikssen dokumentieren den Einfluss von R & B, Soul und Pop auf den Jazz. Das Clara Ponty Quartet interpretiert die Musik von Händel neu. Das Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Jazz-Gottesdienst, dem SWH-Saalejazz und einem Schülerkonzert vervollständigt das Festival. 
Das Kasseler Weltmusikfestival lädt zu einer Klangreise durch unterschiedlichste Länder ein und präsentiert einerseits die vielfältigen Genres, Rhythmen sowie Ideen der verschiedenen Musikkulturen und anderseits zeigt es eine Musik, die ohne Migration, ohne kulturelle Verschmelzung und ohne gesellschaftlichen Wandel keinen Bestand hätte. Bei der 22. Ausgabe des Kasseler liegt ein besonderes Augenmerk auf Künstlerinnen bzw. auf Frauenstimmen in der Musik. Ein aus Sicht der Macher notwendiger Fokus, schaut man auf die „Line-Ups“ vieler großer Festivals, bei denen der Anteil der Musikerinnen oft weitaus geringer ist, als der der männlichen Kollegen. Unter der künstlerischen Leitung von Catharina Nieland, Marcel Klier, Claudia & Gregor Praml wurden Ashia Bison Rouge (Foto), die Musikerin und Aktivistin Yael Deckelbaum (bekannt vor allem durch das israelische Trio Habenot Nechama), NES und La Yegros (alle vier für das Eröffnungswochenende), Gasandji, Dota sowie die Band Rasga Rasga um die Sängerin und Akkordeonistin Franziska Schuster u.a. ausgewählt. Das Kasseler Weltmusikfestival wird vom Kulturzentrum Schlachthof Kassel organisiert und findet an verschiedenen Spielorten in Kassel statt.
Seit 1988 wird in Krems das Donaufestival gefeiert, ein Festival für zeitgenössische Kunst und Kultur, welches vom Land Niederösterreich getragen und finanziert wird. Der programmierte Balanceakt zwischen wichtigen exemplarischen Gegenwartspositionen und wegweisender, relevanter Kunst der Vergangenheit hat das Donaufestival international etabliert und populär gemacht. „New Society“ heißt das diesjährige Motto und thematisiert, ob sich unsere Gesellschaft als Gemeinschaft überlebt hat und nur noch von „politischen Stämmen und Egomonstern“ beherrscht wird, sich gar „im Übergang in eine nächste Gesellschaft, die von Algorithmen und Maschinen dominiert werden wird“, befindet. Ein Projekt heißt „Stockholm-Syndrom“: „zur falschen Zeit am falschen Ort. Werden wir entführt oder verführt? Auftretende Künstler*innen werden ebenso wie der Veranstaltungsort vorab nicht bekanntgegeben. Googeln ist zwecklos“, heißt es in der Ankündigung. Neben Filmen und Performances, DJ-Abenden und Talks gibt es die passende Livemusik von Katharina Ernst (Foto: Peter Gannushkin), Anna von Hausswolff, Holly Herndon, LAFAWNDAH, Lingua Ignota, Planningtorock, Lucrecia Dalt, Eartheater u.v.a.
Vom 26. April bis zum 20. Mai öffnet das traditionsreiche Jazzfestival Basel wieder seine Pforten an den verschiedensten Spielstätten in der Basler Innenstadt. Mit zwei starken afrikanischen Stimmen – der New Yorkerin mit nigerianischen Wurzeln Somi sowie der von der Trompeterin Sheila Maurice-Grey geleiteten achtköpfigen Londoner Afrobeat-Band Kokoroko – wird das Festival äußerst expressiv eröffnet. Eine Verbindung zwischen New York und Tel Aviv knüpft die fantastische Klarinettistin Anat Cohen mit ihrem Tentet. Eher folkloristische Töne kommen vom Paier/Valcic Quartet, ebenso wie vom Trio NES und dem Cristina Branco Quinteto. Das Trio von Carla Bley mit Andy Sheppard und Steve Swallow wird das Volkshaus Basel füllen. Das von Annette Maye geleitete Oriental Jazz-Trio Ensemble fisfüz (Foto: Yoshi Toscani) kommt mit seinem neuen Album „Lale – Colours of Eurasia“ in die Schweiz. Außerdem in Basel zu erleben sind Elina Duni, Lynne Arriale, das Eva Kruse Quintet u.a.
Ende April wird Stade erneut zum Anlaufpunkt für Freund*innen der sanften Klänge. 22 nationale und internationale Musiker*innen beehren im Rahmen des 7. Hanse Song Festivals die schönsten sieben Bühnen der Altstadt. Pop, Krautpop, Folk und Indie sind die Ingredienzen des Festivals, auf der Bühne werden Barbara Morgenstern, Gemma Ray (Foto: Alessandra Leimer), Hanne Hukkelberg, Lilly Among Clouds, Violetta Zironi u.a. erwartet.
Der 35. Kemptener Jazzfrühling bietet gut 50 Konzerte in neun Tagen auf ca. 30 Bühnen – verschiedenste Stilrichtungen von traditionellem Jazz über Blues, Swing, Gypsy, Bigband-Jazz und Gospel bis hin zu moderneren Spielarten, wie Dance- und Hip-Pop, werden bei diesem Jubiläums-Jazzfrühling zu hören sein. Zu den Konzertreihen und Veranstaltungen zählt z.B. „Jazz im Stadttheater“ u.a. mit dem Clara Ponty Quartet (mit ihrem Vater Jean-Luc), im „THEaterOben“, dem kleinen Saal im Stadttheater, ist u.a. Reut Regev zu hören. Die jazzNacht hat sich inzwischen fest etabliert und lädt an bis zu zehn Locations in Kemptens Innenstadt zu einem musikalischen Speeddating ein. Der „Jazzfrühling-Wettbewerb“ bietet im THEO jungen, aufstrebenden Jazzmusiker*innen ein Podium. Außerdem mit dabei: das Tiny Schmauch Trio, CLEO, das Melissa Muther Quartett u.a. 





Und obwohl die Band bis vor wenigen Jahren alles selbst machte und bis heute nur ein kleines Management-Team hat, hat sich ihre Musik herumgesprochen. Sie spielen häufig in ausverkauften Hallen und auch die Presse ist aufmerksam geworden: Der Rolling Stone listete sie im Mai unter die “10 New Country Artists You Need to Know”. Als ich am Konzertabend das Frankfurter BETT betrat, hatte ich davon keine Ahnung und vorher nur kurz in zwei Songs reingehört. Als Opener war Temple Haze eingeladen, ein US-amerikanischer Singer-/Songwriter, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt. Dass er auch als Yogalehrer arbeitet, erfahren wir nach einiger Zeit, und es erklärt, warum das Publikum seine Musik zunehmend im Sitzen genießen wollte. Seine sehr freie Art zu singen, seine Ausdrucksstärke und sein akzentuiertes Gitarrenspiel waren beeindruckend, aber eher geeignet, den Puls zu verlangsamen und sich nach einer bequemen Couch zu sehnen.
Nach seinem Set und einer kurzen Pause begannen Leah und Chloe Smith ihr Konzert mit einem A Cappella-Stück, das vom Publikum mit Begeisterung gewürdigt wurde. Schnell wurde klar, dass die beiden mit ihrem zweistimmigen Gesang über ein großes Maß an künstlerischem Potential verfügen. Zwei wunderschöne Klangfarben, die sie in ihren Arrangements interessant variiert und verfeinert haben, die zugleich kontrastieren und perfekt zusammenpassen. Mit Wechselgesang, harmonisch toll gesetzten Stimmen und fast schon percussivem Einsatz der Stimme und des Atems werden sie mich im Laufe des Abends immer wieder auch an Zap Mama erinnern. Nach dem ersten Stück greifen sie zu Gitarre und Banjo und später auch zu Fiddle und Rahmentrommel, ganz in der Tradition der traditionellen Musik der Appalachen, mit der sie aufgewachsen sind. Es ist diese traditionelle Musik, auf die sie sich berufen, die sie in ihren 13 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte mit neuen Einflüssen vermischt haben.
Nicht alles ist in Englisch, da sind das spanische „Caminando“ und ein bulgarisches Lied namens „Zavidi Me Lalino“, das die schöne Reibung der traditionellen Gesangskunst Bulgariens offenbart. Am Ende erklingt „Downtown“, wo sich HipHop in Leahs Gesang mischt und ein noch kämpferischer Ton Einzug hält. Keine Frage, mit dieser Band kann frau nicht nur einen tollen Abend verbringen – sie hat das Zeug, Menschen zusammenzubringen und Veränderung ins Rollen zu bringen. Während ich dies schreibe, höre ich in den Nachrichten vom befürchteten Wahlsieg der Rechtspopulisten in Schweden (!). Da hilft nur noch Musik: „I am resilient | I trust the movement | I negate the chaos | uplift the negative | I’ll show up at the table | again and again and again | I’ll close my mouth and learn to listen“, heißt es in dem Song „Resilient“. Er wird in den nächsten Monaten noch oft bei mir zu hören sein.
Naturklänge 22.06.- 01.09.18 Dierhagen




Watt En Schlick Fest 03.- 05.08.2018 Kurhaus Dangast Strand
EWA-Sommerfest 07.08.18 Berlin
Haldern Pop Festival 09.-11.08. Haldern


Das Artlake Festival findet jedes Jahr im Sommer inmitten der Niederlausitzer Heidelandschaft statt und bietet Raum für Workshops, Diskussionen und sehr viel Musik unterschiedlichster Genres wie beispielsweise avantgardistischen Pop oder futuristische Weltmusik. Unter den zahlreichen Musiker*innen sind dieses Jahr auch 5K HD, Pilocka Krach, Noga Erez, Stereochemistry, Ankathie Koi, Marie Feiler, Violetta Zironi und RU mit dabei.
Rund um den berühmten Wormser Dom findet das dreitägige Festival bereits zum 28. Mal statt. Das Eröffnungskonzert wird von Sarah Connor (Foto) gegeben, ansonsten kann man unter anderem Candy Dulfer, Stefanie Heinzmann und Lucia Cadotsch live erleben.
Dockville Festival 17.-19.08.2018 Hamburg
Vive l’Afrique 19.08.2018 Berlin


