29.05. – 12.06.2026 BLAUES RAUSCHEN, Ruhrgebiet 

Seit 2017 erforscht das Festival im Ruhrgebiet die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, Realität und Fiktion, Klang und Stille. Klang erscheint allerdings nicht als abgeschlossenes Werk, sondern als Bewegung zwischen Körper, Technologie und Raum. Nicht nur algorithmische Verfahren, performative Praktiken, Stimme, Instrument und Elektronik begegnen sich hier auf Augenhöhe – ein so FLINTA*-lastiges Lineup haben wir selten gesehen: mit Başak Günak (Foto: Arda Funda), Nadia Struiwigh, Yolanda Uriz Elizalde, Hye Young Sin, TinTin Patrone, Farzané, Molly Joyce, Stephanie Castonguay, NKISI, Steffi Weismann, Lisa L. Zwinscher x Neasa Ní Bhriain, Dana Schechter x Monocube, gamut inc, Navid Navab, burgund t brandt, Xiao Fu x Andzejus Voroneckis, Verena Hentschel, Andrea Ermke x Annette Krebs, Merche Blasco. Infos

 

30.05. – 31.05.2026 Luxoria, Berlin

Während wir viel über Diversität und Inklusion sprechen, bleibt eine Gruppe kulturell oft noch unsichtbar: Frauen ab der Lebensmitte. Dem möchte das neu gegründete „Luxoria – Frauen ab 50 ins Licht“ Festival etwas entgegensetzen. Am letzten Mai-Wochenende lädt es ein in die ufaFabrik zu Musik, Performance, Literatur, Gesprächen und Tanz, immer mit Künstlerinnen ab 50 im Fokus. Der Samstag startet mit dem Passa Cantu Chor unter Leitung von Annunziata Matteucci, weiter geht’s mit Carry on, Anne Haigis und Susanne Back und uSAMBAras Percussion (Foto), den Abschluss macht Ellen Esser und Band. Am Sonntag interpretiert und vertont Silke Breidbach Gedichte der Lyrikerin Eva Strittmatter und es warten spannende Vorträge und Workshops auf euch. Infos

 

03.06. – 07.06.2026 Hildener Jazztage, Hilden

Die Hildener Jazztage feiern dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen! Zum Jubiläum werden insgesamt 14 hochkarätige Jazzkonzerte in ausgewählten Hildener Locations stattfinden. Die Eröffnung macht das Clara Haberkamp (Foto) mit ihrem Trio im Kunstraum Gewerbepark-Süd. Außerdem dabei: Ella Zirina Trio, Kinga Głyk & Band, Carlotta Ribbe und Kristina Brodersen aus dem Jazzpool NRW und Tamara Lukasheva mit normal II. Infos

 

04.06. – 07.06.2026 Lovebird Festival, Düsseldorf

Die Lovebirds fliegen wieder aus! Mit Jazz im Fokus bleibt das Düsseldorfer Festival offen, neugierig und verbindend: so findet sich auch Hip-Hop, Electro, Indie, Funk und Soul auf dem Programm. Das Lovebird Festival versteht sich als Plattform für musikalische Vielfalt, künstlerischen Austausch und Begegnungen – für ein Publikum, das offen ist für Neues und Verbindendes. Neben dem musikalischen Programm wird es auch spannende Impulse jenseits der Bühne geben. Mit Adja, Daria & Marco, DELIZ, Janina Vogt, Johanna Schneider & Laia Genc Duo (Foto Johanna Schneider), Johanna Summer & Malakoff Kowalski, JULIKA & Band, kâyame, Kazdoura, Mari Froes, Nneka, Savannah Hauskeller, und der 1. Gewinnerin des diesjährigen Sparda Jazz Award Teresa Luna Quintett. Infos

 

05.06. – 06.06.2026 Freiraum Festival, Bad Nauheim

Das Freiraum Festival wird jährlich ehrenamtlich vom Jugendbeirat Bad Nauheim und dem Förderverein für Jugendkultur und Jugendarbeit (JUKA e. V.) organisiert. Das zweitägige Jugendkulturfestival präsentiert regionale junge Kunstschaffende aus den Bereichen Musik, Fotografie, Malerei, Film, Theater und Poetry Slam und bietet Workshops an – und das alles komplett kostenfrei! In der wunderschönen Trinkkuranlage erwarten euch Konzerte von shaNICE, Lea Pfeiffer (Foto: Dieter Keiner), Reni und mir – BELQIS mit Band. 🙂 Infos

 

12.06. – 13.06.2026 About Pop, Stuttgart

Seit 2019 verbindet About Pop in Stuttgart Konzerte, Musik, Diskurs, Workshops, Lesungen und Party zu einem lebendigen Festival- und Conventionerlebnis. An einem Wochenende wird die ganze Stadt zur Pop-Metropole: junge Kreative treffen auf internationale Impulsgeber*innen in Clubs, Museen, Jugendhäusern und Parks. Ein Highlight wird sicher der Auftritt von Musikerin, Produzentin und Performancekünstlerin und feministischer Ikone PEACHES (Foto: IMAGO/Martin Müller). Davor spielen u.a. Light Asylum, das Techno-Punk-Projekt der New Yorker Sängerin und Produzentin Shannon Funchess und das Deutschrap-Duo 6euroneunzig. Außerdem dabei sind Grace Ives, Uche Yara, Das Beat, Mandhla, Layla Boe, Maya Shenfeld, Thiermann / Edte, Hermetic Delight, Städtische Manieren, Defiance HC, shaeqi, MON€YGIRL, JISKA, Mausi G, Anina, ildikó, MYNT, Hélène Vogelsinger uvm. Infos

 

13.06.2026 Youth Culture Festival, Wiesbaden

Das Youth Culture Festival findet bei freiem Eintritt im Kulturpark auf dem Gelände vor dem berühmten Wiesbadener Schlachthof statt. Ab 15 Uhr geht’s los mit Live-Musik, außerdem gibt es (unter anderem vegane) Foodtrucks, kühle Spaßgetränke diverse Info-/Mitmachstände! Headlinerin ist Mia Morgan, außerdem dabei sind Silk, Die Störung (Foto: holdingontoromy), Sex im Dunkeln, Snuckouts und Monogam. Infos

 

13.06. – 14.06.2026 Ruhr International – Fest der Kulturen, Bochum

Auch das Ruhr International an der Jahrhunderthalle Bochum lockt uns mit freiem Eintritt und einem bunten Programm nach draußen. Im Line-up finden wir die brasilianische Sängerin, Komponistin und Multi-Instrumentalistin Bia Ferreira (Foto), DJane MALFEITONA, die in Berlin lebende iranische Sängerin, Songwriterin und Aktivistin Faravaz, die Kinder und Jugendlichen der Falken Bochum und das Transnationale Ensemble LABSA. Infos

 

19.06. – 20.06.2026 STERRRN Fest, Graz

In Anlehnung an das viel diskutierte Gendersternchen veranstaltet der Grrrls Kulturverein seit 2022 unter dem Titel STERRRN fest/ival ein multidisziplinäres queerfeministisches Kulturformat. STERRRN ist aus der langjährig laufenden Grazer Veranstaltungsreihe „Grrrls Night Out“ entstanden und versteht sich als Freiluft-Sonderformat mit klarem kulturpolitischen Anspruch: Sichtbarkeit für FINTA & queere Künstler*innen schaffen, Räume öffnen und strukturelle Ungleichheiten im Kulturbetrieb aktiv hinterfragen. An diesem Tag findet ihr in der Grazer City Musikprojekte, Workshops, performative Kunstaktionen, Vorträge, Gesprächsrunden und mehr! Mit Beaks, Cat Gadget, dem GRRRLS CHOR, Deta, Dexpleen (Foto), Glut, DJ Soare, DJ Vulverine, Lain Iwakura, PORTIA, Scheidenkleister, Small Souki, TOP_S und Sarah Dawy. Infos

 

20.06. – 26.06.2026 Jazzwoche, Berlin

Unter dem Motto „collective improv(e)ment“ bringt die 8. Jazzwoche Berlin Jazz, Improvisierte Musik und Diskurs in die ganze Stadt. Das 7tägige Jazfestival beginnt bereits am 19.6. mit einer Auftaktveranstaltung im Club Gretchen, bei der auch Musikerinnen aus unserem Netzwerk spielen werden: Pianistin  Julia Hülsmann (Foto) und UNIQUE von Holly Schlott mit Birgitta Flick, Olga Amelchenko, Tanja Becker, Zuza Jasinska & Julie Sassoon. Am ersten Festivaltag spielt das Quartett um Klarinettistin und Saxophonistin Edith Steyer, auch Sängerin & Cellistin Savannah Hauskeller finden wir im Lineup und am Festival-Donnerstag zwei von Frauen geleitete Trios: das Gisela Horat Trio und das Ilona Damiecka Berlin Trio. Infos

25.06. – 28.06.2026 Jazz Baltica, Timmendorfer Strand

Das Jazz Baltica am Timmendorfer Strand bringt den berühmten Urlaubsort an der Ostsee für ein langes Wochenende zum Pulsieren. Wir freuen uns besonders, dass auch hier am Festival-Samstag so viele Musikerinnen aus unserem Netzwerk auf der Bühne stehen: das Lisa Stick Quartett, Rays of Light mit Nora Thiele und Fabiana Striffler, Clara Haberkamp und ELixir mit Lisa Wulff (Foto: Alex Kiausch)! Neben vielen spannenden Duos – David Helbock & Julia Hofer, Radek Szarek & Filippa Gojo, Kravchenko & Clees, Clara Lucas & Hauke Renken – finden wir im Programm das Britta Virves Trio, das Alma Naidu Quartet, das LJJO Schleswig-Holstein sowie das LJJO Hamburg. Infos

 

26.06. – 01.08.2026 Sonic Pluriverse Festival, Berlin

Das Sonic Pluriverse Festival im Haus der Kulturen der Welt, welches an fünf Wochenenden stattfindet, steht dieses Jahr unter dem Motto „Echoes of Gnawa“ – verwurzelt in westafrikanischen Geschichten von Migration, Diaspora und kultureller Transformation, verbunden mit dem Mittelmeerraum und afro-diasporischen Resonanzen bis nach Lateinamerika und darüber hinaus bringt es die Gnawa-Tradition als gegenwärtige Klangpraxis nach Berlin. Das Festival, kuratiert von Alaa Zouiten, versteht diese Verflechtungen nicht als bloße Begegnung verschiedener Stile, sondern als Ausdruck geteilter historischer Erfahrungen, die in unterschiedlichen musikalischen und spirituellen Formen weiterleben und heute neue Stimmen und Allianzen hervorbringen. Mit Asmaa Hamzaoui & Bnat Timbouktou (Foto: Lais Pereira) und Moonlight Benjamin. Infos

 

28.06.2026 Summerklaeng, Köln

Am letzten Sonntag im Juni lässt sich im Kölner Open-Air-Paradies Odonien beim Summerklaeng wunderbar der Sommer feiern – mit tollen Künstler*innen, kalten Getränken und Festival-Feeling unter freiem Himmel! Ob Indie-Folk, Rebetiko, Free Jazz oder Pop’n Roll für Kids – das Line-Up ist bunt, divers und voller Überraschungen. Mit Luise Volkmann & Été Large (Foto: Anna Roters), Hannah Köpf & Band und /inshi/. Infos

 

Titelfoto: Peggychoucair / Pixabay

01.05. – 03.06.2026 Internationales Musikfest Hamburg 

Jährlich feiert die Elbphilharmonie den Abschluss der Saison mit einem großen Festival. Ganze 5 Wochen widmet sie in diesem Jahr dem Festival-Thema „Ende“, frei nach Hermann Hesse: Allem Ende wohnt ein Zauber inne. Zwei 100-jährige Jubiläen rücken dabei in den Fokus – die Geburtstage des Komponisten Hans Werner Henze und des wichtigsten Jazzmusikers des 20. Jahrhunderts, Miles Davis. Doch auch nischigeren Künstler*innen gibt das Festival Raum: Die dreiteilige Konzertreihe »Lost Music« präsentiert Musikkulturen von der Krim, aus dem Libanon und Afghanistan, die akut vom Aussterben bedroht sind, weil sie aus politischen oder konfessionellen Gründen unterdrückt werden. Mit Nial Khalilova, Natalia Rybka-Parkhomenko, Elaha Soroor (Foto), Ghada Shbeir uvm. Infos

 

02.05. – 09.05.2026 Women in Jazz, Halle

Die Idee für das einzigartige Festival für Jazzmusikerinnen* aus aller Welt, wurde vor 20 Jahren geboren. Inzwischen ist es längst eine feste Institution in Halle, das nicht nur internationale Künstler*innen auf die Bühne bringt, sondern auch junge Talente fördert und ebenjene mit dem „Women in Jazz Next Generation / Jazzpreis der Stadt Halle“ würdigt. Im Rahmen des Festivals werden sich die drei Finalistinnen des diesjährigen Jazzcontests Pinar Tatlikazan Quartet, Camona und Me&T am 5. Mai beim Preisträgerkonzert präsentieren, der mit der Verleihung des Preises endet. Außerdem freuen wir uns auf das Trio Choralconcert ft. Pascal von Wroblewsky, das Kirke Karja Trio, Kadri Voorand, Somi, Angélique Kidjo & Band, das Eva Klesse Quartet und die Saxophonistin Nubya Garcia (Foto). Infos

 

02.05. – 10.05.2026 folkBALTICA, Schleswig-Holstein & Dänemark

Unter dem Motto „Horizonte“ lädt folkBALTICA zu Neuentdeckungen und Wiederbegegnungen ein, zu spannenden Konzerten, die uns weit über die Horizonte von Ost- und Nordsee hinaushorchen lassen. Von Husum bis Föhr und Sønderborg bis Flensburg werden in der 1. Maiwoche feinste Folksounds erklingen – erstmals mit einer Band als Hauskünstler*innen: dem dänischen Trio Stundom. Mit dem Kiming Ensemble, Ida Marie Jessen, Mette Kathrine Jensen (Foto), Flach I Østerby, Baltic Sea String Band, Groupa & Marta Matuszna, Nichtseattle, Helene Blum, Britta Kold, Karoliina Kreintaal , Baltic Sisters, Synnøve Brøndbo Plassen und Ordseglarna. Infos

 

07.05. – 21.07.2026 Klavier-Festival Ruhr, Ruhrgebiet

Das Klavier-Festival Ruhr ist das größte Festival für Klaviermusik weltweit. Seit seiner Gründung fast 40 Jahren vereint es jeden Sommer internationale Stars der Szene, vielversprechende Nachwuchstalente und außergewöhnliche musikalische Konzepte. In Konzertsälen, Industriedenkmälern, auf Kleinkunstbühnen und in Museen im Ruhrgebiet sowie in Düsseldorf, Wuppertal und Umgebung finden dabei rund 60 Konzerte statt. Ob Wiener Klassiker, Barock, Romantik oder zeitgenössische Musik, ob Jazz oder Pop, Solorezital, Kammermusik, mit Band oder Orchester oder Klavier & Elektronik – das Festival bildet die gesamte stilistische und klangliche Vielfalt der Tasteninstrumente ab. Im Rahmen des Festival-Schwerpunkts „Zeit für Bartók“ werden 175 Schüler*innen beim Education-Konzertabend Choreografien und Musikstücke mit Werken von Béla Bartók, Claude Debussy u. a. präsentieren, gemeinsam mit den Pianistinnen Liga Korne und Antoniya Yordanova. Außerdem dabei: Yulianna Avdeeva, Veronika Eberle & Julia Hagen, Alina Ibragimova, Junyan Chen, Shuteen Erdenebaatar & Nils Kugelmann, Olga Paschchenko, Mariam Batsashvili (Foto: Josef Fischnaller), Anna Vinnitskaya, Imogen Cooper, Vicky Chow, Francesco Tristano & Marialy Pacheco, Diana Krall, Clare Hammond und Alexandra Dovgan. Infos

 

08.05. – 30.05.2026 Queer Festival, Heidelberg

Noch bevor der Sommer kommt, wird Heidelberg schon richtig bunt, wenn im Mai wieder queere Kultur in all ihren Facetten Einzug in die Stadt hält. Auf dem Programm stehen Konzerte, Ausstellungen, Drag-Shows, Workshops, Filmvorstellungen, Talkrunden und und und! Und auf der Bühne: Armana Khan, Gianni, Klappmesser, GrrlzKlub und Mariybu (Foto: Katja Ruge). Infos

 

09.05.2026 Klein & Laut, Köln

In der Kölner Südstadt gibt es einen besonderen Ort – mitten im Volksgarten findet sich das Gotland. Engagierte Kölner*innen haben mit dem Gotland einen Raum für die geschaffen, die oft zu wenig haben: Familien, Alleinerziehende, Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderung und Personen ohne festen Wohnsitz. So bringen sie ein inklusives, kreatives und solidarisches Miteinander direkt in die Nachbarschaft. Am 9. Mai veranstalten sie ein Tagesfestival mit 7 Kölner Bands, die von Spoken Word bis Indie-Folk und Punk-Rock alles abdecken, außerdem gibt es Kinderprogramm mit Kickern, Karaoke und mehr! Infos

 

20.05. – 25.05.2026 Afro-Pfingsten Festival, Winterthur

Auch hier werden Diversität und eine pluralistische Gesellschaft großgeschrieben! Seit über 30 Jahren verwandelt sich Winterthur während der Pfingsttage in einen interkulturellen Begegnungsort, ausgerichtet vom gemeinnützigen Verein Afro-Pfingsten. Konzerte, Märkte, Workshops, Kunst, Film, Partys, Lesungen, Family Day und vieles mehr erwarten die Besucher*innen hier. Und auch ein Bandcontest wird live auf der Bühne ausgetragen. Mit Siselabonga (Foto: Thi My Lien Nguyen), Jah’Mila & The Naya Rockers und Queen Omega. Infos

 

20.05. – 04.07.2026 Ulmer Zelt, Ulm

Auch die Friedrichsau präsentiert ein buntes Kulturprogramm, wenn sieben Wochen lang die Ulmer Zelte stehen: Konzerte von Rock und Pop über Indie, Blues und Kabarett bis hin zu Theater und Artistik, hier ist sicher für jede*n etwas dabei. Es spielen DOTA, Heather Nova, Nik West, MINE, Maria Serrano und die junge Newcomer-Band Dunkelblau (Foto). Für die kleinen Gäste gibt es ein breit gefächertes Kinderprogramm! Infos

 

21.05. – 25.05.2026 Moers Festival, Moers

Unter dem Motto „… wie im Märchen“ versammeln sich an Pfingsten rund 200 Künstler*innen aus über 20 Nationen in Moers. Das „Jazzfestival für Rotkäppchen, klatschende Frösche, Wirklichkeitsflucht und: Âventiure“ findet zum 55. Jubiläum erstmals wieder direkt in der Moerser Innenstadt, auf dem Kastellplatz vor dem Schloss, statt. Märchen werden dabei nicht bloß auf die große europäische Tradition reduziert, sondern als künstlerisches Mittel verstanden, um sich mit der Komplexität – und leider auch der Brutalität unserer Zeit – auseinanderzusetzen. So begegnet man so manchem „bösen Wolf“ mit einen Festivalschwerpunkt auf den USA, der vorwiegend weiblich und divers besetzt ist – u.a. mit der Saxofonistin Lakecia Benjamin (Foto: hr/Sascha Rheker), der Flötistin Nicole Mitchell, der Fagottistin Joy Guidry oder der Cellistin Tomeka Reid. Außerdem dabei: SORBD, presence of a voice, Ply, Heather Roche, Skylar Tang Quartet, Shahbaz Hussain & Helen Anahita Wilson, Yarn/Wire, Angelika Niescier, Eliza Salem, Evi Filippous Ensemble inEvitable extended, Binghi, Witch ‘n’ Monk, Nicole Mitchell’s Black Earth SWAY, Gellért Szabó’s Ideal Orchestra und Nana Benz. Infos

 

28.05. – 30.05.2026 Immergut Festival, Neustrelitz

Immer gut wird es in Neustrelitz am letzten Maiwochenende, wenn die Festivalzelte wieder stehen. Hier wird Wert auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Awareness gelegt, was sich unter anderem daran erkennen lässt, dass es ein Menstruationszelt gibt: hier finden sich nicht nur Wärmflaschengürtel, Yogamatten, Lesestoff & Raum zum Durchatmen, sondern auch menstruationsfreundliche Toiletten mit fließendem Wasser & kostenlosen Periodenprodukten – „weil Sichtbarkeit & Rücksicht genauso wichtig sind wie Musik und lange Nächte.“ Finden wir toll! Und das bei so einem Festival dann auch größtenteils FLINTA* auf der Bühne stehen, erstaunt uns zwar nicht, freut uns aber trotzdem sehr! Mit Brockhoff (Foto: Maike Keller), Chloe Slater, Ellis·D, Fuffifufzich, Jehnny Beth, Kapa Tult, La Sécurité, Mine, Nina Hepburn, Peki Momés, Snuggle uvm.! Infos

 

29.05. – 31.05.2026 Lahneck Live, Lahnstein

Drei Tage Musik, zwei Bühnen und jede Menge Festivalfeeling – das erwartet euch Ende Mai an den Rheinanlagen in Oberlahnstein. Und es hält einige Knaller bereit: als Headliner konnten Suzan Köcher’s Suprafon und die feministische Rapperin Liser gewonnen werden. Außerdem im Line-up: Clara John, emi x, Görda, piya, Vianne, Blue-ish (Foto: Claude Piscitelli) und die Schulband der Marienschule Lahnstein Sixteen Strings. Hinter dem großen Umsonst-und-Draußen-Festival steckt übrigens der gemeinnützige Verein Die Lahnsteiner Musikszene– vor Ort könnt ihr das Festival mit einem freiwilligen Solidaritätsbeitrag von 2,00 Euro unterstützen. Infos

 

29.05. – 06.06.2026 Morgenland Festival Osnabrück

Das Morgenland Festival Osnabrück versteht sich als Laboratorium für die Musik von morgen. Seit seiner Gründung richtet es den Blick auf eine globale Klangwelt im Wandel. Jenseits starrer Vorurteile schafft das Festival einen Raum der Resonanz, in dem sich Menschen begegnen, um im Dialog eine neue, gemeinsame Sprache zu entwickeln. Das Eröffnungskonzert wird von Sängerin, Komponistin und Bandleaderin Ganavya gestaltet, weiter geht es mit der türkischen Sängerin und Komponistin Sanem Kalfa, dem Tania Giannouli Trio, dem Joolaee Trio feat. Golnar Shahyar, Kit Downes & Shiva Feshareki, Kamilya Jubran & Sarah Murcia – YOQAL (Foto), Yazz Ahmed, Ganna feat. Laura Robles und dem Sakina Teyna Septet. Infos

 

Titelfoto: Gotland e.V. Köln (Location des Klein & Laut Festivals)

02.04. – 12.04.2026 Tamburi Mundi, Freiburg 

Die Geschichte der Rahmentrommel-Musik und ihre vielschichtige Rhythmus- und Klangwelt ist auch nach 21 Jahren nicht auserzählt: Was das internationale World Percussion Festival Tamburi Mundi in diesem Jahr zu bieten hat, ist musikalisch vielfältig, facettenreich, virtuos und zieht mit dem Festival-Motto SIMPLICITY einen feinen Faden durchs Programm. Neben Konzerten stehen auch zahlreiche Workshops auf dem Programm, u.a. mit Nora Thiele (Foto: Saef Alkeat), Isabel Martin, Sara Fotros, Kasia Kadlubowska, Ana Nicolas de Cabo, Tuğba Gülyeşil, Beatriz Picas und Malika Coşkun. Infos

 

11.04. – 19.04.2026 Klangbrücken, Hannover

Mit Morton Feldman, dessen 100. Geburtstag im Jahr 2026 gefeiert wird, steht einer der wichtigsten und originellsten Vertreter der amerikanischen zeitgenössischen Musik im Fokus des Festivals. Die Konzertprogramme der teilnehmenden Institutionen und Ensembles präsentieren ein breites Spektrum amerikanischer Musik. Unter dem Motto „Free America“ wird nicht nur der Blick auf die aktuellen, schrecklichen Entwicklungen in den USA gerichtet, sondern auch daran erinnert, dass die USA in den letzten Jahrhunderten immer als Orientierungspunkt für die westlichen freiheitlichen Demokratien galten. Infos

 

15.04. – 18.04.2026 Popsalon, Osnabrück

Das Popsalon-Festival ist ein Clubfestival in diversen Lokalitäten in der Innenstadt von Osnabrück. Jährlich treffen hier aufstrebende Artists auf etablierte Popgrößen. Dieses Jahr mit dabei: die kanadische Komponistin, Geigerin, Pianistin und Sängerin Ambre Ciel, das DJ + Live-Vocals Trio Frisch Blondiert (Foto), Newcomerin ISE, liska, Lovehead, Lùisa, Panic Shack, Punchbag und Steiner & Madlaina. Infos

 

15.04. – 19.04.2026 c/o pop Festival + Convention, Köln

Bereits zum 22. Mal bringt die c/o pop die Popmusik-Industrie in Köln zusammen. Mit hunderten Programmpunkten – von Konzerten in außergewöhnlichen Locations bis hin zu Experience-Formaten – verwandeln sich die Straßen und Bühnen in Köln-Ehrenfeld zum pulsierenden Festivalzentrum – und parallel dazu liefert die c/o pop Convention einen Raum für kreativen Austausch auf Augenhöhe. Auf dem Convention-Programm stehen u.a. Talks zu KI und der Bedeutung des Rechtsrucks für die Musikbranche. Eröffnet wird das Festival dieses Jahr von Musikerin Fuffifufzich (Foto: Jessica Sidenros) im Schauspiel Köln. Auf dem Programm finden wir das Whoriental Cabaret Showcase, welches mit einer Mischung aus Burlesque, Bauchtanz und Drag BIPOC-, Flüchtlings- und queere Femme-Körper in ihrer ganzen Kraft und Schönheit in den Mittelpunkt stellt. Außerdem spielen Ebow, Lara Hulo, Chloe Slater, lovehead, panicbaby, Philine Sonny, das Forever Fresh – Ü70 DJ Kollektiv (all FLINTA* – finden wir toll!), Paula Engels, Ella Stern, Sorvina, Grandmas House und viele mehr! Infos

 

17.04. – 26.04.2026 Salam Music & Arts Festival, Wien

Das Salam Music Festival bringt Musik, Kunst und interdisziplinäre Kulturformate aus der SWANA-Region (Südwest Asien und Nordafrika) nach Wien. Das Festival geht in die 24. Ausgabe, seit 4 Jahren werden dabei wechselnde Gastkuratoren eingeladen, die das Programm mit Intendantin Katrin Pröll gestalten – dieses Mal ist es der tunesische Festivalleiter und Musik-Kurator Mohamed Ben Saïd. Mit Avin Ahmadi (Foto), Sanam Maroufkhani, Yasmine Hamdan und Sheherazaad. Infos

 

22.04. – 26.04.2026 jazzahead! Festival + Messe, Bremen

Das jazzahead! Festival findet jährlich parallel zur gleichnamigen Messe statt  und feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Neben den 38 Showcase-Konzerten, von denen acht dem Partnerland Schweden gewidmet sind, lockt ein weiteres Highlight: Die Clubnight wird sich dieses Mal gleich über zwei Nächte erstrecken. Freitags können in ganz Bremen verteilt verschiedenste Artists in ebenso vielfältigen Locations gehört werden. Samstags geht es dann in Bremerhaven mit einem eigenen Programm weiter. Zum diesjährigen Line-up gehören Malika ZarraSara Decker (Foto), ToninaN∆BOUSara AldenNana RashidCamila BañadosLaura Jurd uvm. Infos

 

23.04. – 26.04.2026 Queer Music Festival, Leipzig

Vier Tage, neun Locations: Das Queer Music Festival, veranstaltet von BOUYGERHL – Archiv für queere Musik, bietet queeren Stimmen, Perspektiven und natürlich vordergründig Musik eine Bühne. Das vielfältige Programm umfasst Filme, Artist Talks, Workshops, Clubnächte und Konzerte, bei denen unterschiedliche Genres vertreten sind. Mit einem all-queer Line-up ist das Festival ein safe space für die LGBTQ+-Community sowie ein Ort des Empowerments und des Dialogs. Auch dieses Jahr können kann man sich auf ein besonderes Line-up freuen, darunter Marisabelle (Foto)Denise FreySEDAEJA und D-Dur Dykes*Infos

 

23.04. – 03.05.2026 JAZZ CONNECTS, Frankfurt + Umgebung

Jazz Connects – der Name ist hier Programm: durch Jazz sollen Menschen, Bands und Spielstätten verbunden werden. Ein Zusammenschluss aus Veranstalter*innen aus der Region lädt zu 26 Konzerten über 10 Tage ein. Das Festival setzt auf Gleichstellung, Diversität und Nachwuchsförderung. Vorab gab es einen Newcomer-Wettbewerb für Musiker*innen unter 30, dessen Gewinner, das Paul Scheugenpflug Quartett, am Eröffnungsabend im Frankfurter Club Voltaire auftreten dürfen. Dazu überzeugen im weiteren Programm starke FLINTA*-Artists wie das Izabella Effenberg Trio, Olivia Trummer Quartett, Rebecca Trescher Quartett, Rebekka Bakken TrioMagalí Sare, Johanna Summer Trio, Kerstin Haberecht Quartett (Foto: Simon Zimbardo), Eva Klesse Quartett und weitere. Infos 

 

26.04. – 26.05.2026 Jazz Festival, Basel

Zum  36. Mal bringt die Offbeat Concert GmbH mit ihrem Jazzfestival renommierte, internationale Jazzmusiker*innen nach Basel. Im April und Mai werden diese in fast 30 Konzerten in verschiedenen Locations der Stadt zu hören sein. Unter den Artists befinden sich Alexandra RidoutNubya Garcia & Band, Eva Kruse Quintett (Foto: Kalle Sanner), Rachel Z. Trio, Elina Duni, Emma Rawicz, Cyrille Aimée Quartett und noch mehr. Infos 

 

28.04. – 03.05.2026 Jazzfest Gronau

Schon seit 1989 macht das Jazzfest Gronau die Stadt zu einem Treffpunkt für Musikfans. Im breit aufgestellten Programm sind internationale Künstler*innen, Nachwuchstalente und regionale Bands vertreten. Neben Jazz bietet es ebenfalls Klänge aus dem Blues-, Swing-, Funk-, Pop- und Elektrobereich – es wird also abwechslungsreich! Zum diesjährigen Line-up gehören unter anderem Alma Naidu (Foto: Boris Breuer), Loi, Helen Music, Nina’s Rusty Horns und Lynn & The RattleShakesInfos 

 

 

Titelfoto: Joerg Hartmann

Autorinnen: Belqis Schuber & Clara Hofmann

SPECIALS ZUM FEMINISTISCHEN KAMPFTAG

Frauenwochen

In diversen Städten finden rund um den Internationalen Frauentag am 8. März sogenannte Frauenwochen statt. In dem Zeitraum bieten die Kommunen ein großes Angebot an Workshops, Konzerten, Talks und anderen spannenden Formaten explizit für FLINTA* an – in Offenbach z.B. den Frauen*Marsch am 6.3. (Foto) mit anschließendem Get-Together. Aber auch in Hanau, Fulda und möglicherweise auch in einer Stadt in deiner Nähe finden Frauenwochen statt, die Recherche lohnt sich! Infos Offenbach / Hanau / Fulda

 

06.03.2026 Demo & Frauentagsparty, Frankfurt

Auch in diesem Jahr haben die DGB Frauen, ver.di Frauen und IG Metall Frauen wieder gemeinsam eine Kundgebung & Demo „Für unsere Befreiung weltweit — Ohne Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung“ organisiert. Um 15:00 geht’s los an der Hauptwache, am Abend geht’s dann zur Frauentagsparty mit DeeJ Amphibious im Club Voltaire! Infos

 

07.03.2026 RISING RHYTHMS, Dresden

Nach dem ersten Aufschlag rund um den feministischen Kampftag im letzten Jahr rollt die zweite Welle RISING RHYTHMS durch den Untergrund. Dahinter stecken FLINTA* Kräfte aus verschiedenen Dresdner Kollektiven, die sich zusammengeschlossen haben für eine strahlende, bunte Partynacht mit ausschließlich FLINTA* Artists an den Decks! Infos

 

07.03.2026 La Figue, Karlsruhe

Das La Figue ist ein Tagesfestival zum queerfeministischen Kampftag, welches dieses Jahr zum 3. Mal im P8 Club ausgerichtet wird. Beim Konzertteil werden REMOTE BONDAGE (Foto), Lilac Attitude und CATBITEBACK auf der Bühne stehen, danach geht’s weiter mit einem Rave mit Linér, Slava, Seifriedlich und T.i.k.k.e.r an den Decks! Drumherum gibt es einige Specials wie Tattoos, Crepes, queer-/feministische Infostände und mehr – all Genders welcome! Infos

 

08.03.2026 Festliche Frauenversammlung mit Fete #5, Berlin 

„Frauen auf die Bühne – Mixed Publikum“ lautet das Motto der 5. Festlichen Frauenversammlung des Labels AHOI von Mahide Lein. Besucher*innen können sich freuen auf Konzerte von Beatriz Ferreira und Lotus (Foto: StreetUnivercity), Filmvorführungen, Poesie, eine Lichtinstallation und Kunstausstellung, inkl. des Magischen Wunschbaums, der geschredderte frauenfeindliche Sprüche positiv umwandelt. Abgerundet wird das bunte Programm durch eine Party mit DJane Carmel Zoum. Infos

 

08.03.2026 THE STAGE IS (Y)OURS – Feministisches Festival, Wiesbaden

Bühnen sind Orte der Sichtbarkeit. Sie zeigen, wessen Stimmen gehört werden, wessen Erfahrungen zählen und wessen Wissen Raum bekommt. „The stage is (y)ours“ steht für eine Bühne, die Frauen gehört und von ihnen gestaltet wird. Sichtbar, bunt und laut beschreibt dabei nicht nur die Vielfalt des Programms, sondern auch eine klare Haltung: Frauen nehmen Raum ein, zeigen Präsenz und machen Themen sichtbar, die im Alltag oft zu wenig Beachtung finden. Tanz, Musik, Theater und Poesie treffen hier auf persönliche Texte, humorvolle Beiträge und fachliche Impulse. Mit Looping Lulu, Lara & Marscha und Essential 5 (Foto). Infos

 

08.03.2026 Ausstellungseröffnung „Rebellinnen“, Magdeburg

Ab 13 Uhr lädt das Volksbad Buckau zur Eröffnung der Plakatausstellung „Rebellinnen“ ein, die Frauen verschiedener Epochen und aus den unterschiedlichsten Bereichen aus dem deutschsprachigen Raum vorstellt. Von der ehemaligen Nationaltorhüterin Nadine Angerer über die Philosophin Hannah Arendt bis zur Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch – gezeigt werden 25 Porträts von Frauen, die mit Mut, Vision und Engagement Geschichte geschrieben haben. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung läuft bis zum 30.4.2026. Infos

 

08.03.2026 Doris Lerche mit Heike Michaelis & Gala Rinck, Frankfurt

„Ist die Liebe ein Frauenproblem?“ lautet der Titel der Veranstaltung in der Frankfurter Denkbar. Die Schriftstellerin & Satirikerin Doris Lerche greift ins weitgefächerte Spektrum der Liebe mit all ihren inkompatiblen Sehnsüchten, libidinösen Verwirrungen, emotionalen Abstürzen… kommentiert und ergänzt wird sie von Pianistin Heike Michaelis (Foto) und Sängerin Gala Rinck. Infos

 

08.03.2026 FRAUPAUL und Missratene Töchter, Hamburg

Auch das f*mz in Hamburg bringt zum feministischen Kampftag die volle Packung FLINTA* Power auf die Bühne. Im Knust wird es laut wenn FRAUPAUL (Foto: Laura Affolter) und Missratene Töchter ihre Indie-Rock und Pop-Punk Songs präsentieren. Infos

 

09.03.2026 Frauen*Streik, bundesweit

Das Töchterkollektiv ist eine bundesweite, intersektional feministische Bewegung, die sich in Reaktion auf Bundeskanzler Merz berüchtigte Stadtbild-Aussagen formiert hat. Am 9. März wollen in über 70 Städten Frauen* ihre Arbeit niederlegen und zeigen, was sonst unsichtbar bleibt: welche Sorgearbeit, im sozialen Bereich, in Familien, in Communities Frauen* und marginalisierte Gruppen tagtäglich übernehmen. Der Streik wird in vielen Städten mit Kundgebungen & musikalischen Beiträgen begleitet, so auch in Frankfurt am Römerberg von 12:00 – 18:00 Uhr mit Aufmischen (Foto: Julietta Key), JULIAKIM und DJ nikesch. Infos

 

12.03.2026 fem*spot music & statements Benefizkonzert, Frankfurt

Frauen* Musik Büro Gründerin Anne Breick und ihre Formation KICK LA LUNA haben vor 3 Jahren ein Format ins Leben gerufen, bei dem Musik auf Redebeiträge von Powerfrauen* trifft. Nun geht der fem*spot in die 4. Runde, dieses Mal unter dem Motto „young meets old“: in kurzen Statements werden junge Feministinnen aufzeigen, wofür es sich zu kämpfen lohnt, umrahmt von Songs der Frankfurter Frauenband und Special Guest BELQIS. Die junge Singer-Songwriterin eröffnet den Abend, der unter der Schirmherrschaft von Frauendezernentin Tina Zapf-Rodriguez steht. In Kooperation mit dem Frauenreferat und uns! Eintritt gegen Spende, die Erlöse gehen an KOSI (Stadt für Mädchen*) & FEM Mädchen*haus in Frankfurt. Kommt zahlreich und bringt eure Freund*innen mit! Infos

Für weitere Konzerte am und um den 8. März schaut in unseren Veranstaltungskalender!

 

WEITERE FESTIVALS

26.02. – 29.03.2026 Irish Spring Festival 

Vor genau 25 Jahren eroberte irische Folkmusik erstmal deutsche Bühnen, als das Irish Spring Festival ins Leben gerufen wurde. Seitdem touren jährlich vier renommierte Acts einen Monat lang gemeinsam durch Deutschland, mit feinster Folk Music aus keltischen Regionen im Gepäck. Dieses Jahr sind das Iona Fyfe Trio (Foto: Elly Lucas), Eleanor Shanley & Ultan Conlon und außerdem die Tänzerin Lenka Fairy mit dabei. Infos

 

05.03. – 15.03.2026 Weinstadt Jazztage

„In der Improvisation spiegelt sich unser eigenes Leben wider: Wir planen, wir probieren, wir scheitern, wir fangen neu an – und manchmal entsteht genau daraus dieser eine Moment, in dem plötzlich alles stimmt.“ Auf diesem schönen Credo basieren die Weinstadt Jazztage, die etablierte Größen sowie junge Talente auf die Bühne bringen. Im Programm entdecken wir Tuija Komi & Band  aus unserem Netzwerk und das Ipanema Jazz Duo (Foto). Infos

 

14.03.2026 Berlin Folk Festival

Im März weht Flower-Power durch Kreuzberg. Das neugegründete Berlin Folk Festival lädt in Erinnerung an Woodstock in den Festsaal ein für warme Gitarrenklänge, harmonische Folk-Melodien und psychedelische Riffs, vom entspannten 60s-Vibe bis zum energiegeladenen Garage Rock. Bis Mitternacht teilen sich 17 internationale und lokale Acts die Bühnen – mit dabei sind Joan Shelley, Suzan Köcher’s Suprafon (Foto: Peter Szymanski), June Caroussel, Espuma, Mío Ma und Tessa Fleur ft. Winter McQuinn. Was wir besonders cool finden: Von jedem gekauften Ticket gehen 2 € an Hejmo (ehemals Give Something Back To Berlin), einen mehrfach ausgezeichneten Verein, der Migrant*innen, Geflüchtete und Locals verbindet und sich für eine offene, inklusive Gesellschaft einsetzt. Infos

 

17.03. – 22.03.2026 Jazzwoche Burghausen

In Burghausen beginnt die 55. Internationale Jazzwoche mit dem Finale des Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises. Und genauso spannend geht das Programm auch weiter mit Stian Westerhus & Maja S.K. Ratkje, Amy Gadiaga, den jungen Formationen INUI und Ayé! und dem Shuteen Erdenebaatar Trio (Foto: Ralf Dombrowski), welches bei den Late Night Sessions ganze sechs Nächte lang im Jazzkeller zu erleben ist – am Eröffnungsabend ist der Eintritt hier frei. Infos

Maryam Akhondy wurde in Teheran geboren und lebt seit 1986 in Köln. Seit der Grundschule hat sie vor allem klassische Musik gesungen, war bei Schulfesten als Sängerin dabei. Nach dem Abitur studierte sie Theaterwissenschaften und Gesang in Teheran. Kurz bevor sie nach ihrem Abschluss ihre künstlerische Karriere starten wollte, begann die Islamische Revolution. Um öffentlich auftreten und ihren Beruf ausüben zu können, blieb ihr nichts anderes übrig, als 1986 nach Köln zu fliehen. Dort begann sie mit iranischen Musikerkollegen zusammen zu arbeiten; die wohl bekannteste war die Weltmusikband Shäl Sick Brass Band, mit der sie zwei mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Alben aufnahm.

Dass Akhondy ihre Heimat verließ, hat ihr zu großer künstlerischer Freiheit verholfen, die sie in Ensembles wie der Band Paaz nutzt oder dem Chor Banu, der wahrscheinlich einzigen iranischen Frauen-A Capella Gruppe weltweit. Bis zu 25 Sängerinnen zwischen 25-65 Jahren kommen donnerstags zur Probe, aber bei Konzerten stehen meist nur 7 von ihnen auf der Bühne. Eine Unmöglichkeit in ihrer Heimat, denn Frauen ist dort das öffentliche Musizieren und Singen nur ganz eingeschränkt möglich: vor weiblichem Publikum dürfen sie solistisch öffentlich auftreten, vor gemischtem Publikum aber nur, wenn ihr Gesang von männlichen Gesangsstimmen überdeckt wird. Wie sie die Islamische Revolution und den Umzug nach Deutschland erlebt hat und was ihren Chor so besonders macht, erzählt sie uns in folgendem Interview.

Du bist in Teheran geboren, hast Deine Kindheit und Jugend dort verbracht und Theaterwissenschaften und Gesang studiert. Dann kam die Islamische Revolution und mit ihr wurden die Frauenrechte massiv eingeschränkt. Wie hast Du diese Zeit erlebt?

Anfangs glaubten wir nicht, dass die damals neu verordneten Regeln und Verbote – die Musik und den Frauengesang betreffend – von Dauer sein würden. Erst als die ersten Musik- und Kunstschulen schließen mussten, wurde uns das ganze Maß der Veränderungen und die Schwierigkeiten, in denen wir nun steckten, bewusst. Natürlich haben wir Studentinnen und Studenten zusammen mit unseren Lehrern versucht, die Verbote zu umgehen, z.B. damit, dass der Unterricht nicht mehr in der Schule, sondern im Haus des Ostads stattfand (persisch für „Meister“). Auf einen gewissen öffentlichen Druck hin durften die Musikschulen dann nach einiger Zeit wieder öffnen. Allerdings wurden die bisherigen Klassen geteilt und Männer und Frauen getrennt unterrichtet – von einer Lehrkraft des gleichen Geschlechts. In der Öffentlichkeit zu singen, wurde Mädchen und Frauen gänzlich verboten. Das galt natürlich erst recht für die Bühnen- und Radioauftritte professioneller Sängerinnen.

Welche Auswirkungen hatte die islamische Revolution 1979 auf Dich und Deine Musik? Wie haben sich Dein Leben und Dein Alltag verändert?

Das Gesangsverbot für Frauen habe ich ja schon erwähnt. Es betraf auch mich, weil ich zu der Zeit meine ersten kleinen Auftritte im Radio hatte. Die Veränderungen im Land wirkten sich natürlich auch auf den privaten Bereich und das Berufsleben aus. Ein Beispiel: Neben meiner Gesangsausbildung arbeitete ich als Lehrerin in einer Grundschule. Anfangs trug ich, wie alle jungen Leute, während des Unterrichts Blue Jeans und eine Bluse. Nach der Revolution war daran natürlich nicht mehr zu denken. Eine lange, mantelähnliche Jacke und das Tragen eines Kopftuchs wurden zur Pflicht – in der Schule ebenso wie im Alltag außerhalb der eigenen vier Wände.

In der Folge durften Sängerinnen nicht mehr öffentlich auftreten. War das für Dich der Hauptgrund, dass Du 1986 nach Köln gezogen bist?

Ja. Darüber hinaus hatte ich ja Theaterwissenschaften studiert. Auch in diesem Bereich galten nach der Revolution ähnliche neue Regeln und Verbote wie in der Musik. Da traf es sich gut, dass ich in dieser Zeit zu einem asiatischen Musikfestival nach Stuttgart eingeladen wurde – als Gastsängerin einer iranischen Band aus Köln. In Deutschland traf ich meinen damaligen Mann wieder, der schon vorher aus dem Iran fliehen musste, weil er politisch verfolgt wurde. Also blieb auch ich und versuchte einen künstlerischen Neustart – ohne zu wissen, ob mir der mit meiner Musik in diesem für mich fremden Land gelingen würde.

Wie ging es Dir in Köln zu Beginn? Musstest Du ganz neu anfangen? Ist es Dir leichtgefallen, Kontakt in der Musikszene zu knüpfen?

Nein, das ist es nicht. Es war ein in jeder Hinsicht schwieriger Neuanfang für mich: in einer mir unbekannten Kultur mit einer völlig anderen Sprache und einem damals erst sechs Monate alten Kind! Der Weg in die Kölner Musikszene führte erst einmal nur in den Kreis der in Köln lebenden exiliranischen Musiker. Mit einigen von ihnen tourte ich bald durch Deutschland und Skandinavien. Später gründete ich meine eigene klassisch-iranische Musikgruppe, das Ensemble Barbad, und schrieb das Musiktheaterstück „Andaruni“, das ich wohl ein Dutzend Mal vor Exiliranern in Deutschland, Dänemark, Holland und Österreich aufführte.

Kontakt zu nicht-iranischen Musikern fand ich erst Anfang der 1990er-Jahre, als ich die Schäl Sick Brass Band und deren gänzlich andere Musik kennenlernte. Seitdem habe ich mit zahlreichen Kölner Musikerinnen und Musikern aus unterschiedlichsten Genres zusammengearbeitet. Auch deshalb empfinde ich mich heute als Teil dieser Szene.

Wann kam Dir die Idee, den Frauen-Chor Banu zu gründen? Was hat Dich daran gereizt?

Das war kurz vor dem Jahr 2000. Da bekam ich Lust, mehr über die Volksmusik meiner iranischen Heimat zu erfahren. Weil ich ja aus der traditionellen persischen Kunstmusik komme, die man vom Anspruch her vielleicht mit der klassischen europäischen Musik vergleichen könnte, wusste ich gar nicht soviel über die Volksmusik Irans. Mit einigen meiner in Köln lebenden iranischen Gesangsschülerinnen gründete ich deshalb einen kleinen Chor, der vorerst nur aus sieben Frauen und mir bestand. Reizvoll war daran auch, dass wir keine zusätzlichen Musiker brauchten – Klanghölzer und Rahmentrommeln reichten völlig aus, um unseren Gesang selbst zu begleiten.

Wie waren die Reaktionen von iranischen Musikkollegen und dem Publikum? Wurdest Du sofort akzeptiert?

Die Reaktionen waren erst einmal, wie man hier in Deutschland sagt, „sehr durchwachsen.“ Das lag zum einen daran, dass mich viele iranische Kollegen bis dahin nur als Interpretin im Genre der bereits erwähnten ernsten persischen Kunstmusik kannten. Neben dieser akademischen Musik wirkt die iranische Volksmusik sehr viel ursprünglicher, lebensfroher und manchmal sogar recht derb.

Dass ich mich, als professionelle Sängerin, gemeinsam mit meinen Schülerinnen auf die Bühne wagte, obwohl deren Stimmen unfertig klangen, sorgte ebenfalls für Unverständnis. Dabei war genau das die Absicht: Die Exiliranerinnen sollten so klingen, wie es die einfachen Frauen im Iran taten, wenn sie bei der Feldarbeit, beim Teppichknüpfen oder bei privaten Feiern gemeinsam sangen. Interessanterweise war es ein deutscher Veranstalter, Peter Schneckmann in Frankfurt, der uns erstmals für einen Auftritt buchte. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar.

Woher nimmst Du das Repertoire? Sind es auch Lieder, die Ihr selbst geschrieben habt oder eher Volkslieder?

Viele der Lieder sind mir als Iranerin bereits bekannt. Von anderen habe ich erfahren, als ich mich intensiver mit der Gesangskultur einzelner im Iran lebenden Bevölkerungsgruppen beschäftigte. Was man hier vielleicht nicht weiß: Iran ist ein Vielvölkerstaat, dessen Provinzen im Westen an Irak und die Türkei, im Norden an Aserbaidschan und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan und im Süden an die arabischen Golfstaaten grenzen. Alle diese Länder haben eigene Musikkulturen, die natürlich auch auf die benachbarten Regionen im Iran ausstrahlen.

Teile dieser Musik bilden den Kern unseres Repertoires. Allerdings bearbeite ich manche Lieder so, dass ich sie mit meinen Frauen auch mehrstimmig singen kann – was in der ursprünglichen Version in der Regel nicht der Fall ist. Einmal haben wir auch ein Gedicht des bekannten iranischen Lyrikers Ahmad Shamlou vertont und dabei seinen modernen Text mit traditioneller Musik verknüpft. Und für ein von der Akademie der Künste der Welt in Köln gefördertes Projekt sangen wir von mir ausgewählte alte Frauengesänge aus dem Rheinland – zur Hälfte auf Kölsch und zur Hälfte auf Persisch!

Worum geht es in Euren Liedern?

Einiges habe ich ja schon erwähnt. Um es noch einmal zusammenzufassen: Es geht um die ursprüngliche Musik einfacher Menschen, wie sie – vor allem auf dem Land und in kleinen Dörfern – über Generationen weitergegeben wurde. Diese Musik ist ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags und beinhaltet keinen Kunstanspruch. Deshalb klingt sie so authentisch und ehrlich. Weil Frauen offensichtlich mehr Anlässe finden, um zu singen, besteht ein großer Teil unseres Repertoires aus von Frauen gesungenen Liedern. Ein Beispiel ist das einer Nomadin, deren Gesang dem Rhythmus folgt, in dem sie den Ziegenledersack bewegt, in dem Milch zu Butter wird. Ein anderes Lied ist das von Wäscherinnen am Fluß, die ihre Metallschüsseln umdrehen und so zu Trommeln machen. Im von den Frauen weitgehend improvisierten Text kann fast alles vorkommen: Spötteleien über die jungen Männer des Dorfes, Scherze über Schwiegermütter oder gegenseitiges Sich-auf-den-Arm-nehmen.

Mit Deiner Band Paaz kombinierst Du iranische Chansons und Popsongs mit Jazz. Was reizt Dich daran?

Es ist das Eintauchen in ein weiteres mit dem Iran verbundenes Genre und noch einmal etwas wesentlich Anderes als der Schritt, den ich seinerzeit von der klassischen persischen Kunstmusik meines Ensembles Barbad hin zu den mit meinem Frauenchor Banu gesungenen Volksliedern machte. Natürlich geht es auch um schöne Erinnerungen an meine Jugend. Die meisten der Paaz-Stücke entstanden ja in den 1950er bis 1970er Jahren, in denen sich viele iranische Komponisten von populärer europäischer Musik inspirieren ließen.

Dank der wunderbaren Musiker, die ich in Köln für dieses Projekt fand, klingen die meisten der von mir ausgewählten Stücke aber nicht wie bloße Coverversionen, sondern eher wie Neuinterpretationen. Und weil die Instrumentalisten sowohl aus der Klassik als auch aus dem Jazz kommen, fließen auch diese Klangfarben in unsere Musik ein.

In Presseberichten und Radiosendungen über Paaz wurde oft hervorgehoben, dass die Musiker nicht nur aus Deutschland, Weißrussland oder Chile kämen, sondern auch aus Israel und dem Iran. Das ist aber Zufall und sagt mehr über die Vielfalt der Kölner Musikszene aus als über unsere Arbeit. Mich beschäftigt das jedenfalls weniger als die Tatsache, dass alle Paaz-Kollegen vom Alter her meine Söhne sein könnten. Mit solch jungen, aber bereits sehr erfahrenen Künstlern ein gemeinsames Gefühl für Musik entwickeln zu können, die ich sowohl mit schönen, als auch wehmütigen Erinnerungen an mein früheres Leben im Iran verbinde, ist wirklich ein Geschenk.    

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise für Dich beruflich? Dein Chor kann wahrscheinlich auch nicht proben?

Den letzten Auftritt mit Paaz hatte ich im September 2020 in Mainz bei einer interkulturellen Veranstaltung. Obwohl der unter Corona-Bedingungen stattfand, fühlte es sich an wie ein Neustart – was sich als Irrtum erwies. 2020 wird mir wohl als mein „Online-Jahr“ in Erinnerung bleiben. Egal, ob Einzelunterricht oder Workshops für Gruppen: Nichts ging mehr im direkten persönlichen Kontakt. Meinen Probe- und Unterrichtsraum im Pfarrsaal einer Kölner Kirchengemeinde habe ich zuletzt im vergangenen Februar mit meinem ganzen Chor nutzen dürfen, dann nur noch in kleinen Gruppen mit ausreichendem Abstand und ab dem Frühjahr gar nicht mehr. Mehr als das hat aber geschmerzt, dass unsere ursprünglich mit Banu im Sommer 2020 geplante USA-Reise nicht stattfinden konnte. Auf unseren Auftritt bei einem großen Chorfestival in Washington DC hatten wir uns schon sehr gefreut – vor allem, weil wir dort eigentlich das 20-jähriges Bestehen unseres Chors feiern wollten!

Welche Unterstützung in dieser besonderen Situation würdest Du Dir wünschen?

Ich sag erst einmal, was mich gestört hat: Dass man die Probleme der Künstlerinnen und Künstler anfangs scheinbar nicht gesehen und ernstgenommen hat! Manche Informationen zu den Corona-Hilfen fand ich auch sehr widersprüchlich. Mein größtes Problem hatte allerdings weniger mit finanzieller Not oder mit abgesagten Konzerten zu tun, sondern damit, dass mir im Sommer der Mietvertrag meines Proberaums gekündigt wurde. Ich habe vier Monate suchen müssen, um einen vergleichbar großen Saal zu finden. Nutzen können werde ich den natürlich erst dann, wenn es die Corona-Situation wieder zulässt.

Reist Du nach wie vor in den Iran? Hast Du Kontakt zu Musiker*innen dort? Wie geht es ihnen aktuell dort?

Wenn es möglich ist, reise ich einmal im Jahr in den Iran, treffe mich dort mit alten Kolleginnen und Kollegen oder bummele in Teheran durch den Stadtteil Baharestan, in dem es besonders viele Instrumentenbauer und Musikgeschäfte gibt. Eigentlich hätte ich in diesem Jahr erstmals eine Studienreise zu den Musikkulturen Irans begleiten sollen. Dabei wäre es möglich gewesen, weitere Kontakte zu Musikern in fast allen Landesteilen zu knüpfen. Das ging natürlich wegen Corona nicht. Meine letzte Begegnung mit im Iran lebenden Musikern hatte ich deshalb beim Rudolstadt Festival 2019, bei dem Iran der Länderschwerpunkt war und zu dem auch ich mit Banu eingeladen war. An den Kolleginnen und Kollegen im Iran bewundere ich sehr, mit welcher Ausdauer und Energie sie es schaffen, sich immer wieder neu auf sich häufig verändernde Regeln einzustellen und ihre künstlerische Arbeit fortzuführen.

Was sind Deine Wünsche für 2021?

Wie alle anderen wünsche ich mir natürlich, dass es irgendwann mit dieser Corona-Pandemie zu Ende geht und wir wieder ein halbwegs normales Leben führen können. Für die Menschen im Iran wünsche ich mir bessere und menschenwürdigere Lebensbedingungen – losgelöst von allen Problemen, die durch Corona zusätzlich zu den schon so lange bestehenden hinzugekommen sind. Iran ist nämlich ein großartiges Land mit einer viele Jahrtausende alten Kultur und besonders gastfreundlichen Menschen. Ich wünsche mir sehr, dass viele Reisende aus dem Ausland beides in Zukunft wieder häufiger erleben und genießen können.

Infos: http://www.maryamakhondy.com, https://persischsingen.wordpress.com/singen-im-chor/

(Fotos: Bernd G. Schmitz)

Das ist kein pures Gerede. Leah und Chloe Smith waren noch nie einfach nur Menschen, die Musik machen, sondern Musik auch als eine Form des Aktivismus verstehen. 2006 zogen sie nach New Orleans, um die Stadtbewohner*innen nach dem Hurrikan Katrina beim Wiederaufbau zu unterstützen. Als Teil einer Grass Roots Bewegung musizieren sie seitdem auf Gatherings, Demos und Festivals, „carrying harmony into settings of upheaval and discord“, wie es auf ihrer Website heißt. Ganz im Sinne ihres Songs „Wider Circles“, der Mut machen will, sich anderen zu öffnen und neue Gemeinschaften zu bilden, mit anderen ihre Gedanken und ihre Musik zu teilen. Mit ihrem Projekt R.I.S.E haben sie ein globales Netzwerk von Künstler*innen, Aktivist*innen,  u.a. geschaffen, die auf Festivals und Straßenpartys gemeinsam performen und Workshops geben, sie kollaborieren außerdem mit dem Permaculture Action Network.

Und obwohl die Band bis vor wenigen Jahren alles selbst machte und bis heute nur ein kleines Management-Team hat, hat sich ihre Musik herumgesprochen. Sie spielen häufig in ausverkauften Hallen und auch die Presse ist aufmerksam geworden: Der Rolling Stone listete sie im Mai unter die “10 New Country Artists You Need to Know”. Als ich am Konzertabend das Frankfurter BETT betrat, hatte ich davon keine Ahnung und vorher nur kurz in zwei Songs reingehört. Als Opener war Temple Haze eingeladen, ein US-amerikanischer Singer-/Songwriter, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt. Dass er auch als Yogalehrer arbeitet, erfahren wir nach einiger Zeit, und es erklärt, warum das Publikum seine Musik zunehmend im Sitzen genießen wollte. Seine sehr freie Art zu singen, seine Ausdrucksstärke und sein akzentuiertes Gitarrenspiel waren beeindruckend, aber eher geeignet, den Puls zu verlangsamen und sich nach einer bequemen Couch zu sehnen.

Nach seinem Set und einer kurzen Pause begannen Leah und Chloe Smith ihr Konzert mit einem A Cappella-Stück, das vom Publikum mit Begeisterung gewürdigt wurde. Schnell wurde klar, dass die beiden mit ihrem zweistimmigen Gesang über ein großes Maß an künstlerischem Potential verfügen. Zwei wunderschöne Klangfarben, die sie in ihren Arrangements interessant variiert und verfeinert haben, die zugleich kontrastieren und perfekt zusammenpassen. Mit Wechselgesang, harmonisch toll gesetzten Stimmen und fast schon percussivem Einsatz der Stimme und des Atems werden sie mich im Laufe des Abends immer wieder auch an Zap Mama erinnern. Nach dem ersten Stück greifen sie zu Gitarre und Banjo und später auch zu Fiddle und Rahmentrommel, ganz in der Tradition der traditionellen Musik der Appalachen, mit der sie aufgewachsen sind. Es ist diese traditionelle Musik, auf die sie sich berufen, die sie in ihren 13 Jahren gemeinsamer Bandgeschichte mit neuen Einflüssen vermischt haben.

Rising Appalachia (von re nach li: Biko Casini, David Brown, Leah & Chloe Smith)

Beim zweiten Stück kommen David Brown am Kontrabass und an der Gitarre sowie der Percussionist Biko Casini auf die Bühne, dessen Spiel eine nähere Betrachtung wert ist. Neben der Djembe spielt er ein Instrument, das aussieht wie ein aufgeschnittener Gymnastikball, es ist eine sog. Takamba Kalebassen-Trommel. Darauf schlägt er mit den Fäusten ein, hält dabei eine Rassel u.ä. in der Hand, was sich dann zusammen wie ein Schlagzeug anhört und gewaltig groovt. Die Band spielt schnellere Nummern wie „Find Your Way“ oder „Wider Circles“ und das vorwiegend weibliche Publikum tanzt begeistert. Natürlich spielen sie auch ihren „Hit“ „Medicine“, den ich seit dem Konzert als Ohrwurm fröhlich mit mir herumtrage.

Vieles strahlt eine friedvolle Stimmung aus wie das grandiose „Lean In“ oder „Scale Down“, wo die Stimmen der beiden Schwestern sich wie Balsam auf die Seele legen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so ging, aber ich hatte das Gefühl, dass Hoffnung in der Luft liegt: kann es sein, dass wir doch von einer schöneren Welt träumen dürfen und dass es viel mehr Gleichgesinnte gibt, als wir denken? Ihre neuste Single “Resilient” macht genau das zum Thema: wie können wir der Politik der Angst, die uns entmutigt, Widerstand leisten und uns immer wieder engagieren und für Vielfalt einstehen?

It’s about remembering that difficult times are the makeup of each of us, and we have the opportunity to triumph over that. This song came like wildfire from our hearts and found its way to the page on its own. Now, we sing it to the world and send it to anyone needing to be reminded of their own resilience,” sagt Chloe Smith über den Song. „It’s about Standing Rock, it is about the Prison justice movement, it is about urban mural projects and bike cooperatives and re-wilding efforts and front porch gardens… it is about land preservation and indigenous rights and the crossroads between arts, justice and tradition”, ist von Leah Smith zu lesen.

Nicht alles ist in Englisch, da sind das spanische „Caminando“ und ein bulgarisches Lied namens „Zavidi Me Lalino“, das die schöne Reibung der traditionellen Gesangskunst Bulgariens offenbart. Am Ende erklingt „Downtown“, wo sich HipHop in Leahs Gesang mischt und ein noch kämpferischer Ton Einzug hält. Keine Frage, mit dieser Band kann frau nicht nur einen tollen Abend verbringen – sie hat das Zeug, Menschen zusammenzubringen und Veränderung ins Rollen zu bringen. Während ich dies schreibe, höre ich in den Nachrichten vom befürchteten Wahlsieg der Rechtspopulisten in Schweden (!). Da hilft nur noch Musik: „I am resilient | I trust the movement | I negate the chaos | uplift the negative | I’ll show up at the table | again and again and again | I’ll close my mouth and learn to listen“, heißt es in dem Song „Resilient“. Er wird in den nächsten Monaten noch oft bei mir zu hören sein.

Tourtermine:
09.09. Lido/Berlin
12.09. Studio Foce/Lugano (CH)
13.09. Alhambra/Genf (CH)
14.09. Volkshaus/Zürich (CH)

http://www.risingappalachia.com/

(Titelfoto: Chad Hass)

Angefangen hat alles vor 15 Jahren, als Irene Schindele und Inka Kuchler ihr Straßenmusik-Duo gründeten, beide in den Zwanzigern, Schindele ist Sprachstudentin, Kuchler Logopädin mit dem ersten Kind. Der Traum, durch Europa zu reisen, ist verlockend, sie spielen erste Konzerte und reisen durch Deutschland, Österreich und Spanien. Bis 2005/6 braucht der Entschluss, die Leidenschaft für die Musik zum Beruf zu machen. Nach einer schmerzlichen Erfahrung mit einem unseriösen Produzenten bringen sie 2008 in Eigenregie und mit einer neu gegründeten Band ihr Debütalbum „Allgäu“ heraus. Die künstlerische Zusammenarbeit erweist sich als sehr fruchtbar, in steter Regelmäßigkeit veröffentlicht die Band eine CD nach der anderen, 2009 das erste unplugged Album „Lebenstanz“, „D`Aufstand“ (2010), „Verlockung“ (2011) und „Jäger der Glückseligkeit“ (2014). Auch drei Kinder erblicken das Licht der Welt und werden in dieser kreativen Schaffensphase groß. Schließlich bringen die beiden „Eine Welt“ (2016), erstmals auf Konstantin Wecker’s Label „Sturm & Klang“ heraus.

Der Titel ist gleichsam Lebensmotto: der Glaube an eine Welt, die gerecht ist und gleiche Chancen für alle bietet. Mal sparsam vor allem mit filigranen Gitarren und perlenden Klavierklängen instrumentiert, dann rockig mit Band umgesetzt, singen die beiden mit ineinander verschlungenen schönen Stimmen von dem, was ihnen wichtig ist. Vom „grundlos Glücklichsein“, das vom rastlosen Drang nach immer mehr Geld und Besitz verdrängt wird, von ewig Gestrigen, die anderen das Leben schwermachen und dem „Großmaul Arnulf“, der gewohnt ist, dass alle vor ihm kuschen. Vom Gefühl der grenzenlosen Freiheit, einfach genau das tun zu können, wonach einem ist, aber auch von Einsamkeit und vom Verlassen werden. Und von der Liebe: „i bin erscht dahoim, wenn i bei dir bin“, der Sehnsucht nach dem Liebsten. Dabei schätzen sie die künstlerische Freiheit, neben Songs im allgäuerischen Idiom singen die beiden auch auf Englisch und Hochdeutsch. Wie in ihrer neuen Single „Schneeflockennacht“, die gerade erschienen ist und den beiden ein großes Publikum beschert hat. Der Song ist nämlich im Intro und Outro des brandneuen Augsburger Puppenkiste Kinofilms „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ zu hören und wird bereits viele Kinder- und Erwachsenenohren verzaubert haben.

Herzlichen Glückwunsch zum Release Eures Songs „Schneeflockennacht“, der derzeit im Kinofilm „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ zu hören ist. Wie fühlt sich das an?
Es ist einfach wunderbar! Bisher hatten wir ja noch gar nie die Chance einen Song für Kino oder Fernsehfilm zu schreiben und dass es dann gleich geklappt hat… Wahnsinn! Als wir die Zusage bekommen haben, sind wir vor Freude wirklich durch die Zimmer gehüpft und konnten unser Glück kaum fassen.

 

Wie kam es dazu, dass ein Song von Euch für die Augsburger Puppenkiste verwendet wurde? War es eine Auftragsarbeit?
Ja, Fred Steinbach von KIKO Productions hat durch unseren Promoter Gerhard Zimmermann von musicmutepromotion von uns und unserer Musik gehört. Daraufhin hat er uns nach Augsburg eingeladen und uns das Outro gezeigt. Wir kannten die Geschichte, auf welcher der Film basiert, was sehr hilfreich war, und haben daraufhin innerhalb von 3 Tagen den Song geschrieben: einen Winter-Weihnachtssong, Ende Mai, bei ca. 30° C im Schatten.

Habt Ihr früher selbst die Augsburger Puppenkiste geschaut?
Ja klar und mit unseren Kindern waren wir auch schon in der Augsburger Puppenkiste. Die Augsburger Puppenkiste kennt wirklich jeder und ist einfach Kult!

Ihr seid ja inzwischen selbst Mütter je zweier Kinder, haben die den Film schon gesehen? Wie fanden sie ihn und wie finden sie Eure Musik?
Ja, drei von unseren vier Kindern waren bei der Premiere dabei. Ihnen hat der Film total gut gefallen, sie haben mitgefiebert und viel gelacht. Dass wir dann im Anschluss noch unseren Song live spielen durften, fanden sie total cool, und bisher gefällt ihnen unsere Musik. Sie kennen viele Texte auswendig, lernen mittlerweile Klavier und Gitarre und bereiten sich insgeheim schon mal darauf vor, eines Tages Vorband von VIVID CURLS zu sein.

Wenn man Eure Biografie liest und Euch auf Fotos sieht, denkt man unwillkürlich an den Spruch „Freunde sind die Familie, die man sich selbst aussucht“. Ihr seid beide in Wiggensbach im Allgäu aufgewachsen, seht aus wie Schwestern, habt aber erst in den Zwanzigern angefangen, zusammen Musik zu machen. Seid Ihr Euch vorher nie über den Weg gelaufen?
Wir kannten uns schon, allerdings gibt es einen Altersunterschied von drei Jahren, so dass wir früher nicht wirklich Kontakt hatten. Wir wurden aber immer verwechselt, auf der Bank, beim Einkaufen… Auf einem Fußballspiel in Wiggensbach sind wir dann zum ersten Mal ins Gespräch gekommen, bald darauf haben wir angefangen in meiner kleinen Altbauwohnung zu proben. Jedes Wochenende, wenn unsere Freunde auf Partys gegangen sind, saßen wir bei mir im Badezimmer und haben 2. Stimmen geübt… es war wunderbar und wir hätten uns nichts Schöneres vorstellen können. Wir hatten damals den Traum, mit dem VW-Bus durch Europa zu fahren und Straßenmusik zu machen.

Ihr habt vor 15 Jahren als Straßenmusikerinnen begonnen, was hat Euch damals gereizt?
Straßenmusik zu machen ist einfach fantastisch, wir lieben das. Man sucht sich bei gutem Wetter einen schönen Platz und tut das, was man am liebsten macht und bekommt auch noch Geld dafür… nicht wirklich viel vielleicht, aber für ein leckeres Essen hat es immer gereicht. Wir haben einige Zeit wirklich viel auf der Straße gespielt, auch in Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien. Was wir da alles erlebt haben! Schade, dass wir heute wirklich kaum noch Zeit dafür haben. Im Sommer 2017 haben wir mal wieder zusammen mit unserer Band Straßenmusik gemacht, da gibt es, glaub ich, sogar ein Video auf YouTube… es war einfach genial.

Ihr habt erst mit englischen (Cover-)Songs angefangen, dann begonnen, Eure Songs im Allgäuer Dialekt zu schreiben und damit aufzutreten. Was bedeutet es Euch, in Mundart zu singen?
Es ist halt unsere Muttersprache und vielleicht sind die Texte dadurch noch intimer. Unser Dialekt klingt auch einfach schön und viele Leute lieben ganz speziell den Allgäuer Dialekt, weil sie damit schöne Assoziationen wie Urlaub, Wandern, Berge etc. haben. Wir schreiben aber auch nach wie vor englische, hochdeutsche oder spanische Texte. Uns gefällt gerade diese Vielfalt.

Wie hat das Publikum darauf reagiert? Es kommt ja nicht so häufig vor, dass in Mundart gesungen wird…
Gut und mittlerweile ist das ja nichts Außergewöhnliches mehr.

„Haben Simon & Garfunkel Töchter im Allgäu?“ fragte die Hohenzollerische Zeitung in einem Artikel über Euch – freut Euch das? Wer waren Eure Vorbilder?
Dieser Artikel hat uns unglaublich gefreut! Wir hatten einige Menschen, Musiker, die uns beeinflusst haben, die Beatles, Simon & Garfunkel, Herbert Grönemeyer aber allen voran natürlich die Frauen: Alanis Morissette, Sheryl Crow, Melissa Etheridge, Jewel… es gibt wirklich großartige Musikerinnen.

Aktuelle CD „Eine Welt“ (Sturm & Klang, 2016)

Ihr habt in acht Jahren sieben Alben aufgenommen, wie habt Ihr das geschafft? Ihr macht ja alles selbst, Booking, Management, Songs schreiben, und Kinder ziehen sich ja auch nicht von allein groß… Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?
Ja, eine Zeit lang waren wir sehr produktiv auf verschiedenen Ebenen. Das war aber auch teilweise sehr anstrengend, gerade als wir die Kinder noch gestillt haben. Da mussten unsere Männer mit und in der Konzertpause haben wir gestillt. Mittlerweile ist es einfacher und die Bereiche sind ganz klar aufgeteilt. Jeder hat seine Aufgaben und es macht einfach viel Freude. Außerdem haben wir gelernt sehr effektiv zu arbeiten und insgesamt schauen wir schon, dass wir nicht zu viel arbeiten. Die Kinder stehen fast immer an erster Stelle, und nur wenn es unseren Familien gut geht, können wir mit gutem Gefühl auf Tour.

Wie entstehen Eure Songs?
Meistens hat man ein Thema, das einen so beschäftigt, dass man ein Lied schreiben muss. Aus Freude, aus Wut, aus Angst, aus Liebeskummer, aus Trauer, aus Lebensfreude oder aus Liebe. In der Regel schreibt jeder für sich und dann treffen wir uns, um an den Liedern zu arbeiten. In der letzten Zeit haben wir aber auch oft zusammen an den Liedern gearbeitet.

Eure Songs enthalten ja häufig Botschaften ans Publikum, über Themen, die Euch unter den Nägeln brennen, wie Eure Eine-Welt-Kampagne. Könnt Ihr uns darüber mal was erzählen?
Wir glauben aus tiefstem Herzen an Gleichheit, Gerechtigkeit, Liebe, Toleranz, Freiheit und Mitgefühl. Wir glauben an die Menschlichkeit und wir glauben, dass es allein in unseren Händen liegt, wie die Welt aussieht in der wir leben. Gemeinsam können wir die Welt verändern und unsere Träume Wirklichkeit werden lassen. Dazu wollen wir die Menschen ermutigen, bei jedem einzelnen Konzert ist dies unsere Botschaft.

Vivid Curls mit Konstantin Wecker, live in der Bigbox Kempten (Dez 2017)

In diesem Jahr standet Ihr mit Konstantin Wecker auf der Bühne, Euer Album „Eine Welt“ (2016) ist auf seinem Label „Sturm & Klang“ erschienen. Was hat sich jetzt alles für Euch verändert, haben sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben?
Mit Konstantin und seiner genialen Band auf der Bühne zu stehen ist einfach unfassbar und natürlich öffnen sich dadurch auch wieder neue Türen. Wer hätte geglaubt, dass wir eines Tages mit ihm auf einer Bühne stehen und gemeinsam einen Song von uns singen. Wir sind darüber so glücklich und das gibt einem schon wirklich Rückenwind. Wir sind seit einigen Jahren einfach sehr dankbar und sehr zufrieden mit dem was ist. Wir werden sehen, was passiert, und sind gespannt auf das, was kommt.

Wie geht es jetzt weiter bei Euch?
Wir gehen 2018 nochmal ausgiebig auf EINE-WELT-TOUR, der Tourplan ist voll, wir schreiben an neuen Liedern und l(i)eben das Leben.

Tourtermine:

22.02.18 Augsburg, Kresslesmühle
24.02.18 Pfaffenhofen, Fiddler’s Green
09.03.18 Westendorf, Gasthof Schmidbauer „Zur Krone“
10.03.18 Freising, Lindenkeller
16.03.18 Kornwestheim, Casino
17.03.18 Balingen, Kulturbahnhof

Infos