Bis 10.11.2019 Münsterland Festival
Das Münsterland Festival # 10 bietet mit seiner Jubiläumsausgabe „10 aus Europa“ noch bis 10.11.2019 unzählige Veranstaltungen – Konzerte, Ausstellungen und Exkursionen in der gesamten Region des Münsterlandes. Das umfangreiche Angebot der Veranstaltungsreihe ist nicht abgeschottet in den großen Veranstaltungshallen und Museen der Region zu finden, sondern an besonderen, oftmals etwas kleineren Orten – in historischen Wasserschlössern, ehemaligen Industriebrachen, Ausstellungshallen und Kunstvereinen, ausgesuchten Konzertsälen oder Theatern. Der musikalische Fokus liegt auf Jazz, Pop, Traditional und Klassik und wird ergänzt durch ein vielseitiges Angebot an Ausstellungen und Exkursionen. Knapp 40 Länder wurden in den bisherigen neun Ausgaben vorgestellt, beim zehnten Festival soll inne gehalten und ein Blick zurückgeworfen werden. Zehn Partnerländer, eines stellvertretend für jede bisherige Ausgabe, rückt das Festival in den Fokus: Georgien, Griechenland, Großbritannien, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal und die Schweiz. Mit der Fadosängerin Cristina Branco (leider ausverkauft), der Niederländerin Kiki Manders, dem Duo Best Youth und Rita Maria & Filipe Raposo aus Portugal und vielen mehr. Infos
10.10.-17.11.2019 Ahoi! Pop 2019 Musik-Festival Linz (AT)
„Ahoi, werte Musik-Aficionados, herzlich willkommen zu Sturm und Drang – und zur 9. Ausgabe von Ahoi! Pop im Posthof. (…) eine Luxusreise zwischen den Polen anspruchsvoller Popmusik“ verspricht das Festival im freundlichen Zeitkulturhaus am Linzer Hafen. Einiges haben wir schon verpasst, z.B. standen im Oktober bereits AVEC und die MC Fiva auf der Bühne. Aber ihr könnt euch noch Tickets für den 30.10. mit Wallis Bird, Black Sea Dahu u.a. sichern oder am 01.11. nicht nur Alice Phoebe Lou, sondern auch 5K HD, My Ugly Clementine – die Wiener „Supergroup“ (Foto rechts: bymanifroh) u.a. erleben. Mitte November spielt das Wiener Indiepop-Duo Cari Cari auf. Infos
02.-10.11.2019 42. Göttinger Jazzfestival
Zum 42. (!) Mal präsentiert das Göttinger Jazzfestival international und national renommierte Musiker*innen sowie zahlreiche Bands der lokalen und regionalen Szene. An 9 Tagen im November wird der Jazz an diversen Spielstätten in seiner ganzen Vielfalt und Vitalität gefeiert. Was 1978 als Bigband-Festival für Oldtime-Fans seinen Anfang nahm, ist heute als Ort der Begegnungen und Entdeckungen für Jazzfreund*innen längst nicht mehr wegzudenken. Neben den Abenden im Deutschen Theater rahmen Veranstaltungen im „Esel“ in Sülbeck, im Universitätsklinikum, in der Kreuzkirche, im Lumière, in der Musa, im Alten Rathaus und bei KIM-Kultur das Programm. Das Publikum kann sich in diesem Jahr z.B. auf das international gefeierte, polnische „E-Bass-Wunder“ Kinga Głyk mit einer brodelnden Mischung aus Jazz, Pop und Funk freuen. Außerdem wird im Alten Rathaus eine Konzertlesung der ostdeutschen Jazzlegende Uschi Brüning in Begleitung des Pianisten Lukas Natschinski zu hören sein, und im Esel in Sülbeck spielt die Sängerin und Komponistin Céline Rudolph mit ihrem stilistisch vielfältigen Programm „Pearls“. Beim Tuesday Night Hop in der musa wird Lindy-Hop getanzt. Infos
06.11.-15.12.2019 Ludwigsburger Jazztage
Im November und Dezember dreht sich in Ludwigsburg alles um den Jazz. An verschiedenen Spielorten – Scala, Podium, Fetzerei, Luke, Karlskaserne und Tonstudio Bauer – gibt es wieder ein vielfältiges Programm, aus dem wir für euch die weiblichen Highlights rauspicken: Fola Dada schafft mit Joo Kraus und Christoph Neuhaus einen homogenen Klangkörper, bei dem Popsongs zu Jazz werden, sich in funky rhythms verdichten und schließlich zu schwebenden Soundscapes auflösen. Die aus Georgien stammende Sängerin & Jazzmusikerin Natia Dikhtyar kommt im Duo mit dem Bassisten und Produzenten Patrick Paco Müller nach Ludwigsburg, und die amerikanische Sängerin Deborah Carter ist mit dem Davide Petrocca Trio am Start. Die Kölner Jazzsängerin, Komponistin und Textdichterin Anne Hartkamp zeigt mit ihrem Quartett eine ungewöhnliche und lebensfrohe Variante des zeitgenössischen Jazz. Die rein weibliche Hornsection Jazzabella (Foto links: Anna Logue) bietet eine reizvolle Mischung zwischen hitzig-expressiven Jazzimprovisationen und kühl konstruierter, klassisch geprägter Kammermusik. Infos
06.-24.11.2019 Landes-Jazz-Festival Ravensburg
Nicht weniger als 32 Bands an 19 Tagen stellt das Landes-Jazz-Festival Ravensburg vom 6.-24.11.19 vor. Zum zweiten Mal nach 2003 hat Baden-Württemberg das Festival als Landes-Jazz-Festival vergeben und der Veranstalter, der Verein Jazztime Ravensburg, feiert sein 25-jähriges Bestehen. Zum Festival spielen aus den USA u.a. Rickie Lee Jones und Becca Stevens auf, starke Stimmen aus Norwegen (Rebekka Bakken) und Frankreich (Kimberose), Korea (Youn Sun Nah) und von den Färöern (Eivør Pálsdóttir) sowie viele weitere Acts ergänzen das reichhaltige Programm. Beim ersten Poetry-Jazz-Slam improvisieren fünf Poet*innen und eine Jazzband und schaffen eine einmalige Performance. Wer nicht nur zuschauen und -hören möchte, kann bei kostenlosen Workshops mitmachen, in fünf Galerien die Verbindung von Jazz und Kunst erleben, Musikfilme anschauen oder am interaktiven Kinder- und Jugendprogramm teilnehmen. Infos
07./14.11.2019 Danish Vibes Köln & Hamburg
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr kommt Danish Vibes – New music from the North, das beliebte Minifestival mit Branchentreff erneut nach Köln und Hamburg. Am 7. November 2019 steht der Konzertsaal des Stadtgartens einen Abend lang musikalisch ganz im Zeichen des hohen Nordens, eine Woche später die Hamburger Location Häkken & kukuun. Gleich vier außergewöhnliche Formationen, ausgewählt von einer Fachjury, repräsentieren die enorme Bandbreite zwischen Jazz, Worldmusic und Pop made in Denmark. Nanna Bech gilt als Skandinaviens aufregendste neue Stimme und verbindet nordische Melancholie und dunkle Americana zu geheimnisvollem Folk Noir. Die Pianistin Kathrine Windfeld (Foto rechts) kommt mir ihrer 15köpfigen Big Band: „a youthful, charismatic team of razor-sharp ensemble musicians and star quality soloists“. Infos
07.-17.11.2019 40. Leverkusener Jazztage
Im Jahr 1978 schlossen sich Mitglieder eines Volkshochschulkurses über die Geschichte des Jazz zusammen und gründeten den ersten Jazzclub in Leverkusen mit dem Ziel, die Jazzmusik zu fördern, und als festen Bestandteil in der Kulturszene von Leverkusen zu etablieren. Im Jahr 1980 feierte die Stadt Leverkusen ihren 50. Geburtstag und forderte alle Vereine auf, sich an dem Fest zu beteiligen. So entstand das erste Jazzfestival in Leverkusen mit finanzieller Unterstützung der Stadt und des Kultusministeriums NRW. Inzwischen sind die Jazztage 40 Jahre alt und zählen zu den größten Jazzereignissen im deutschsprachigen Raum. 2019 kann sich das Publikum auf Kinga Glyk, Candy Dulfer, Jenniffer Kae, Tina Dico (Foto), Ida Nielsen, Lydie Auvray, Kimberose, On Air und viele weitere Acts freuen. Infos
07.-10.11.2019 Seanaps Festival Leipzig
Seanaps ist ein transdisziplinäres Musikfestival, das neugieriges Publikum und neugierige Künstler*innen zusammenbringt. Mit Improvisationen, minimalistischen Kompositionen und ekstatischen Parties will das Festival abenteuerliche Sounds in neuen und aufregenden Formaten erkunden. Neben Konzerten mit Autochrom (Foto), Contagious, Nina Guo und Auguste Vickunaite, Staxl & Höäh, Mieko Suzuki, FOOL, Marylou, JD Zazie, Global Warming & Ahabzutun, Jealousy Party, Stella Chiweshe, u.v.m. bietet es Performances, Workshops und Gespräche, die die Verbindung von musikalischen und politischen Perspektiven beleuchten und z.B. danach fragen, was die Transparenz ökonomischer Strukturen mit unsichtbaren Sounds zu tun hat: „Seanaps is using the gaps between the art of sound and the living world“. Das Festival nutzt sein eigenes bargeldloses Bezahlsystem, das auf Blockchain-Technologie basiert, um größtmögliche Transparenz zwischen Künstler*innen, Publikum und Veranstalter*innen herzustellen. Infos
08.-10.11.2019 unlimited 33 Wels (AT)
Ein wenig Zahlenmystik sei eingangs erlaubt, denn bei der 33. Ausgabe des unlimited-Festivals kommen einige runde Geburtstage der Kurator*innen zusammen: z.B. Joe McPhees 80ster, Kazuhisa Uchihashis 60ster und Magda Mayas 40ster. Die drei haben ihre Geschmäcker in ein vielseitiges Programm einfließen lassen, das experimentelle Klänge neuer Musik, rockige Sounds fernöstlicher Prägung, improvisatorische Ansätze, Freejazziges aus dem Mutterland der Great Black Music und alte und neue Stimmen vereint. Mit dabei sind die deutsche Pianistin, Improvisatorin und Komponistin Magda Mayas, Katharina Ernst & Ami Yamasaki & Christine Abdelnour, Andrea Parkins & Ute Wassermann, Hermione Johnson, Shelley Hirsch u.a. Infos
14.-15.11.2019 MusicBase Festival Cottbus
Mit zwei Tagen Festival- und Konferenzprogramm bringt das Brandenburger MusicBase Festival Musikschaffende, Interessierte und Musikfans zusammen. Das diesjährige Hauptquartier ist das Cottbusser Glad-House. Mit dabei sind Lunya, Frollein Neumann, The Marvellous Magpies u.a. Auf Panels, in Workshops und an runden Tischen werden außerdem aktuelle Fragen der Musikwelt diskutiert. Unter anderem moderiert Imke Machura einen Talk über „Frauen in der Musikbranche, mit Lunya, Cindy Rosenkranz und Kate Kaputto. Infos
15.-16.11.2019 22. Akut-Festival Mainz
Beim Akut-Festival findet ein frei und sperrig gedachter Jazz sein Zuhause, hier werden Grenzgebiete ausgelotet, Neues und Traditionsreiches kombiniert. In diesem Jahr wird der Frankfurter Hof z.B. von der Band „Fly Or Die“ der Trompeterin Jaimie Branch (Foto: Frank Schindelbeck) bespielt, die sich nicht zuletzt als ideenreiche Improvisatorin vom Geheimtipp zum Shootingstar der zeitgenössischen Jazzszene entwickelt hat. Ursprünglich im Punk und Grunge verwurzelt, fand sie durch Ornette Coleman und den Trompeter Don Cherry ihren Zugang zum Jazz. Mit der unkonventionellen Besetzung Trompete, Cello, Bass und Schlagzeug trumpft ihr Quartett nun mit einem exquisiten, akustisch geprägten Klangbild auf. Mit dem Mia Dyberg Trio kommt eine junge, aufregende Altsaxophonistin nach Mainz, die mit ihren zwei Begleitern einen unvergesslichen und zum Nachdenken anregenden freien Jazz erschafft. Beeinflusst vom Beatautor William S. Burroughs, dem schonungsloser Erzähler, bringt das Trio seine Inspiration auf den Punkt und ist in Bezug auf Klarheit eindeutig. Infos
16.-17.11.2019 Synästhesie Festival Berlin
Das Festival in der Berliner Kulturbrauerei hat sich über die vergangenen Jahre hinweg als ein zwar kleines, dafür aber umso erlesener zusammengestelltes Festival etabliert, das alle Fans um das Genre „Psychedelic“ begeistert. An zwei Abenden auf dem Gelände der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg hat das Team der „8MM“-Bar, auch ohne Festival schon ein ziemlich legendärer Ort am unteren Ende der Schönhauser Allee, ein Programm mit Laura Carbone, der Post-Punk-Band Priests aus Washington D.C., der reisenden Musiker*innen-Family Tengger aus Seoul, und jeder Menge Berliner Bands & Solomusiker*innen wie Sofia Portanent, Saba Lou, Jealous (Foto: Joe Dilworth), Shybits, u.v.a. vorbereitet. Infos
20.11.-15.12.2019 Bluegrass Jamboree – Festival of Bluegrass & Americana Music
Der legendäre „Banjo-Bus“ kehrt im November-Dezember zur 11. Tournee des Kult-Festivals zurück in die Konzerthallen der Republik. An Bord sind neben Banjos auch wieder Mandolinen, Geigen, Gitarren und ein Kontrabass. Meisterlich gespielt begleiten sie die vielfältigen Sänger*innen, die den drei Top-Ensembles aus den USA den jeweiligen unvergleichlichen Original-Sound geben: Das Duo Hoot and Holler (Foto: Andy Wickstrom) aus North Carolina – bestehend aus Amy Albey und Mark Kilianksi – repräsentiert mit Clawhammer Banjo, Flatpicking Gitarre und Oldtime Fiddle perfekt die authentischen Folk-Klänge der Appalachen des amerikanischen Südostens. Die Price Sisters aus Ohio singen Traditional Bluegrass, gewürzt mit Mandolinen- Banjo- und Geigensoli der Extraklasse. Traditionell versammeln sich zum großen Finale alle Musiker*innen auf der Bühne zur gemeinsamen Begegnung mit dem Publikum, ein würdiger und traditioneller Abschluss jedes Jamborees. Infos
21.-23.11.2019 In Front Festival Aachen
Zum Auftakt des dreitägigen Festivals kann das Publikum gleich ein besonderes Orchester erleben. Am ersten sog. Brückentag spielen nämlich die 22 herausragenden und vielfach ausgezeichneten Kölner Musiker*innen des Fuchsthone Orchestras (Foto unten) unter der Leitung der beiden Komponistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon. Überraschend frisch sind ihre Ideen für ein neues, gemeinsames Ensemble, das mit Elektronik als tragendem Element weit über die Begriffe Big Band und zeitgenössischen Jazz hinausgeht, heißt es in der Ankündigung. Almut Kühne (Stimme) und Kathrin Pechlof (Harfe) sind am 23.11. mit dem Ensemble Phosphorus dabei. Infos

21.-23.11.2019 TransVocale Festival Frankfurt/Oder
Drei Tage, zwei Städte, ein Festival. Das 16. transVOCALE Festivals in Frankfurt/Oder ist angetreten, „unseren sonst so grauen November bunt“ zu machen mit dem Besten, was die aktuelle Szene der Weltmusik und des Chansons zu bieten hat. Musiker*innen aus Deutschland, Polen und der ganzen Welt verwandeln das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) oder das Kulturhaus SMOK im polnischen Słubice am anderen Ufer der Oder in Schmelztiegel der Kulturen und verzaubern mit hinreißenden Stimmen, berauschenden Klängen und feurigen Rhythmen. Mit dabei ist z.B. das deutsch-polnische Projekt „A Mury runą – Und die Mauern werden fallen“, das mit Liedern zum Mauerfall auftritt. Die Afrika Mamas (Foto unten) sind ein sechsköpfiges A Cappella Ensemble, das seit 20 Jahren besteht. Auf ihrem vierten Album mischen sie Blues, Jazz, Afropop und traditionelle Stile und singen über die Komplexität des modernen Südafrika und feministische Themen. Auch Bernadette La Hengst, Sandra Kreisler, Anna Maria Jopek, Urszula Dudziak, Ania Rusowicz, Madison Violet, Trupięgi u.v.a. werden erwartet. Und wer glaubt, dass nach diesen Konzerten schon Schluss ist, täuscht sich: für Nachschwärmer*innen gibt es in der Darstellbar Aftershowkonzerte mit Open Stage und die Gelegenheit, die Künstler*innen noch einmal ganz aus der Nähe zu erleben und das Festivalgefühl zu verlängern. Infos

22.-24.11.2019 Klaeng Festival Köln
„Hier machen Musiker ein Programm für ihr Publikum – so wie es ihnen gefällt,“ heißt es auf der Homepage des Klaeng Kollektivs, das seit 10 Jahren das gleichnamige Festival veranstaltet. Dem Festival wird eine besondere Atmosphäre bescheinigt, die aus der Nähe zwischen Festivalmachern und den auftretenden Musiker*innen resultiert. Auch zum Jubiläum hat das Orgateam wieder jede Menge hochkarätige Jazzstars eingeladen. Unter anderem ist da die australische Musikerin Shannon Barnett, die seit einiger Zeit in Köln lebt und mit Heidi Bayer (tp), Elisabeth Coudoux (clo) und Thomas Sauerborn (b, dr) die Band „Wolves And Mirrors“ gegründet hat. Mit der neuen Formation erzählt sie in minimalistischen eigenen Songs von Themen, die sie persönlich bewegen; von Heimweh, Feminismus und Verletzlichkeit. Im Mittelpunkt steht hier neben Barnetts unverkennbarem Posaunenton vor allem ihre einzigartige Gesangsstimme. Sängerin und Gitarristin Lau Noah, ursprünglich aus Spanien, lebt mittlerweile in Brooklyn. Ihren musikalischen Teppich webt sie wie ein Gespräch aus drei Zutaten: der Kunst Geschichten zu erzählen, der Begegnung von Kulturen und einer schier endlosen Vorstellungskraft. Außerdem sind der Saxofonist Peter Brötzmann und die Steel-Gitarristin Heather Leigh mit ihrem „erdverbundenen, tief berührenden Blues“ (Rolling Stone) mit von der Partie. Infos
22.-23.11.2019 Female* Sounds – Electronic Total Hamburg
Als Weiterführung und Abschluss seiner „Technik Total“-Workshopreihe schlägt das Frauenmusikzentrum am Wochenende vom 22.-23. November mit „Female* Sounds – Electronic Total“ die Brücke zur Praxis und lädt in Kooperation mit Veranstalterinnen aus Altona und Wilhelmsburg zu 2 Konzertabenden mit Hamburger Musikerinnen ein. Dann heißt es: ElectroPop/ Experimental Electro / SynthPop – Bühne frei für neue Sounds abseits der Genregrenzen! Beim ersten Konzert am 22.11. spielen THE JUJUJUs & Thordis M. Meyer im Turtur in Hamburg-Wilhelmsburg auf (Am Veringhof 13, Eintritt 10,- €, all gender welcome). Am Sonntag folgen Kuoko & Plastiq (Foto unten: Sven Heine) im Slot (Fux Kaserne) in Hamburg-Altona, (Bodenstedt/Ecke Zeiseweg, HH-Altona, Eintritt 10,- €, all gender welcome) mit anschließender Party mit Miss van Bliss. Infos

23.11.2019 All Rooms Festival Berlin
Auf 2 Bühnen präsentiert das All Rooms Festival im Cassiopeia auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain bereits zum vierten Mal ein buntes und internationales Programm. 2019 mit starkem Country-Folk von Agata Karczewska aus Polen, Penny Police aus Dänemark u.v.m. Infos
23.11.-01.12.2019 Jazzfestival Unerhört! Zürich/Winterthur/Uster (CH)
An 9 Tagen bietet das Schweizer Jazzfestival Unerhört 28 Konzerte an 12 Spielstätten, „lebende Legenden wie auch junge Positionen aus der weiten stilistischen Bandbreite des heutigen Jazz“. Das Line-Up kann sich in Sachen Vielfalt sehen lassen: die E-Bassistin Martina Berther, deren konsequent eingeschlagener Weg des Musizierens ohne Scheuklappen sie in musikalische Gefilde zwischen Jazz, Experimental, Alternative Pop, Improvisation und Noise führt, tritt solo auf. Außerdem finden sich Sarah Buechi, Mary Halvorson, Angelika Niescier, Almut Kühne, Kaja Draksler, Jaimie Branch, Vera Kappeler, das Duo Fleeb der Basler Vokalistin Anna Hirsch und des deutschen Schlagzeugers Dominik Fürstberger, u.v.a. im Programm. Einige Acts wurde eigens für das Festival auf den Weg gebracht. Die Schriftstellerin und Sängerin Melinda Nadj Abonji und Pianistin Simone Keller aus Zürich (Foto links: Lothar Opilik) haben sich mit dem Posaunisten Michael Flury zusammen getan, um Texte von Abonji über Rosa Luxemburg und Musik der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja in Szene zu setzen und das Wirken der großartigen Frauen wieder in unser heutiges Bewusstsein zu bringen. Die französische Jazzsängerin Leïla Martial hat mit dem Vokalensemble der Hochschule Luzern ein exklusiv für das Festival konzipiertes Repertoire an komponierter und improvisierter Vokalmusik erarbeitet. Die US-Cellistin und Komponistin Tomeka Reid leitet die diesjährige Festival-Workshop-Band der Zürcher Hochschule und präsentiert zusammen mit den Zürcher Jazz-Studierenden und später auch solo ihre schillernden Kompositionen. Infos
28.-30.11.2019 Blue Bird Festival Wien (AT)
Der Genrebegriff Singer/Songwriter ist, wie langjährige Besucher*innen des Blue Bird Festivals wissen, lediglich ein Hilfsausdruck für das, was sich jährlich Ende November im Porgy & Bess abspielt. Da werden Laptops ausgepackt und Synthesizer zum Flirren gebracht, und „es tummeln sich mehr Schlagzeugerinnen als Mundharmonikaspieler“. Doch natürlich lässt die Vienna Songwriting Association, die das dreitägige Clubfestival veranstaltet, auch die einzelne Frau mit Gitarre oder den Mann am Klavier auf die Bühne. Experimentierfreudigkeit und das Spielen – wenn auch nicht der komplette Bruch – mit Genrekonventionen ist das, was das Lineup des Blue Bird auszeichnet. Das Line-Up wartet irgendwo zwischen Folk-Noir, Lo-Fi-Pop, Singer/Songwriter und Indierock mit Eivør, Highest Sea, Liz Metta, Kathryn Joseph, u.a. auf. Infos
28.-30.11.2019 Autumn Leaves Graz (AT)
Platoo, eine Plattform für Singer-/Songwriterinnen, veranstaltet am letzten November-Wochenende bereits zum 14. Mal das Autumn Leaves Festival an zwei Spielorten in Graz, im Dom am Berg und Orpheum Extra. Drei Tage lang warten wieder hochkarätige österreichische und internationale Acts mit geballter Indie-Performance darauf, darunter sind Fräulein Astrid, Mira Lu Kovacs, Ines Kolleritsch u.a. Infos
29.-30.11.2019 Puls-Festival München & Erlangen
Auf dem Puls-Festival – PULS ist der Jugendsender des Bayrischen Rundfunks – „könnt ihr die neuen Hypes live und nah erleben, noch bevor sie die großen Hallen füllen“. Ins Funkhaus München und das E-Werk Erlangen eingeladen wurde z.B. die junge Südafrikanerin und mittlerweile Oscar-Gewinnerin (!) Alice Phoebe Lou, die ihre „jazzy Indie-Rock-Arrangements im ausgecheckten avant-garde-Style“ auf die Bühne bringen wird. Lisa Morgenstern kredenzt Lieder zwischen barockem Synth Pop und expressiven Piano-Linien, die sie live mit dem Münchner Rundfunkorchester präsentiert. SEDA (Foto links), die ein Tontechnikstudium absolviert hat, entwickelt mit Schlagzeug, Bass und Keyboard und nicht zuletzt ihrer souligen Stimme ihren eigenen poppigen Drive. Das Münchner Duo Umme Block hat sich vom Singer-/Songwriter-Duo mittels alter Synthesizer zum Electropop-Act gemausert. Infos


Am Montag, dem 30. September 2019 performte sie mit ihrer Band vor einem völlig begeisterten Düsseldorfer Publikum. Funkig geht es los. Während die Band sich einspielt, tanzt die Sängerin auf roten Pumps hinaus auf die Bühne, der Rock ihres pastellblauen Tupfenkleids schwingt und wirbelt zu der Musik mit afro-kubanischen Anklängen. Dann stimmt sie ein rhythmisches Lied an, das sie mit einem kecken, mädchenhaften Knicks beendet und nach dem sie ins Publikum ruft: „Alles gut?“ „Ja!“ ruft das hingerissene Publikum zurück. Dem feurigen Intro folgt eine Ballade, inspiriert von ihrem „Ex“, wie die Sängerin erzählt. Dieser Ex wird im Laufe des Abends für einige weitere Balladen herhalten. Mit ausdruckstarker Stimme singt sie davon, was auch immer dieser Ex getan oder nicht getan hat. Da die Künstlerin alle Songs in ihrer kreolischen Muttersprache singt, verstehe ich den Text nicht, so wie vermutlich die meisten Konzertbesucher*innen auch nicht. Aber das ist auch völlig egal, denn Elida Almeida singt mit ganzem Körpereinsatz und viel Gesichtsmimik, so dass sich die Stimmungen der einzelnen Songs ohne Worte übertragen. Bei dem Song „Forti Dor“ wird ihr Gesichtsausdruck so traurig, dass man sofort die trübe Stimmung nachempfinden kann, die der junge Mann verursacht haben muss.

Die 43. Leipziger Jazztage werden sich vom 10. bis 19. Oktober 2019 der „Zukunftsmusik“ widmen – zwischen heutigen Jazzutopist*innen und Pionier*innen der Jazzgeschichte, zwischen Tradition und Innovation, Fortschrittsglauben und Science-Fiction, der Landung auf dem Mond und anderen Utopien. Die Leipziger Jazztage wollen in diesem Jahr zeigen, dass vieles im Jazz noch Zukunftsmusik ist – und dass Jazz nach wie vor eine Musik der Zukunft ist, obwohl er nun schon seit über 100 Jahren nach vorn strebt, raus aus der Gegenwart, rein in die Zukunft. Darüber hinaus fragt das Festival, was die globalen Veränderungen unserer Zeit für diese Musik bedeuten. Mit dabei sind z.B. die Band der Pianistin Kaja Draksler Punkt.Vrt.Plastik und Lucia Cadotsch mit ihrem neuen Projekt LIUN + The Science Fiction Band (Foto). Hilde Marie Holsen (tp, elec) und Samuel Rohrer (dr, elec) mischen Trompete und Schlagzeug mit elektronischen Elementen und „mäandern an ausgefransten Genregrenzen“. Gänsehautmusik, inspiriert vom Nordlicht, von der Stille und den Naturgewalten einer Vulkaninsel im Atlantik bieten die isländische Geigerin Gerður Gunnarsdóttir und der Schweizer Klarinettist und Komponist Claudio Puntin bei essence of north. Außerdem könnt ihr die diesjährige Preisträgerin des BMW Welt Young Artist Jazz Award Hannah Weiss, Oh Y!, SALOMEA, Mette Henriette und Stucky con Carne feat. FM Einheit erleben.
Das größte deutsche A-Cappella-Festival „Vokal Total“ präsentiert ab Oktober wieder jede Menge Vokalkunst unterschiedlichster Genres. Bei vielen Konzerten stehen gleich zwei Acts auf der Bühne, mit dabei sind die italienische Formation Elephant Claps (Foto links), Sixte ajoutée, don camillo Chor, OstBahnGroove, baff, der Jazzchor Freiburg, VoicesInTime, u.v.a.
Als die 7 Macherinnen – Barbara Barth, Marie Daniels, Rosa Kremp, Maika Küster, Mara Minjoli, Christina Schamei und Johanna Schneider – ihr PENG Kollektiv gegründet haben, war der Ursprungs-Gedanke Frauen zu fördern, die noch immer, trotz der großen Fortschritte der Gleichberechtigung im Jazz, unterrepräsentiert sind. Inzwischen betrachten sie die Benachteiligung von Frauen als ein Beispiel. Ob patriarchale, rassistische, ökonomische oder andere Strukturen der Herrschaft: Sie schränken uns alle in unserer Freiheit ein und sabotieren eine soziale, eine demokratische Zukunft. Das Team des PENG Festivals möchte einen Rahmen schaffen, der frei ist von jeglichen Strukturen der Unterdrückung, Macht und Dominanz, ein Ort, in dem die Werte eines respektvollen Umgangs hochgehalten werden, solidarisch, und gleichberechtigt kommuniziert und behandelt wird. Das Festival soll also mehr sein, als eine Vorstellung herausragender, regionaler und internationaler Künstler*innen. Und das Programm kann sich sehen lassen: Hanne Hukkelberg (Foto unten: Trine Hisdal), Angelika Niescier mit ihrem Sublim Trio, das Mareike Wiening Quintett, Barbara Barth & Manuel Krass mit In Spheres, das Allison Philips Trio feat. Dario Trapani, das Romy Camerun Quartett feat. Ryan Carniaux sowie Wir hatten was mit Björn, die von den Sängerinnen des Peng-Kollektivs als Chor verstärkt werden. Am Sonntag schließt die Talkrunde „Musik. Macht. Markt. – Gender und Gerechtigkeit im Jazz“ ab 13 Uhr das Festival ab (Eintritt frei). 
vornehmen – die Rede ist von Flüstertunneln, mobilen Konzerten und Klangspaziergängen („Walking Concerts“) (Foto: Helmut Prochart). Internationale Künstler*innen treten mit heimischen Musiker*innen in den Dialog und zeigen auch abseits des Programms in sogenannten Blind Dates, dass Musik keine Grenzen oder Sprachbarrieren kennt. Mit dabei sind Maja Osojnik, Almut Kühne, das Hejira Trio, Elina Duni & Rob Luft, LIUN & The Science Fiction Band, Mykia Jovan, das Duo Lume der Akkordeon-Virtuosin Merima Ključo und der Sängerin Jelena Milušić, 5K HD, Marie Kruttli Trio, SOMI, u.a. Workshops, DJing, Filme und ein interessantes Kinderprogramm kommen noch dazu.
Schon seit dem Jahr 2003 gibt es in Gelsenkirchen die klezmer.welten. Im Line-Up stehen das Caravan Chamber Orchestra mit jiddischer und arabischer Musik aus Haifa und Weimar, das Trio Lebedik, das Duo Fran & Flora (Foto: Ilme-Vysniauskaite) – zwei Virtuosinnen an Violine und Cello – sowie Sveta Kundish & Alan Bern u.v.a. In diesem Jahr kann sich das Publikum außerdem auf einen Klezmer-Tanz-Abend mit Live-Musik freuen und an einer Schabbat-Feier teilnehmen. Vom 20.-27.10. findet ein Klezmer-Workshop für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt, der die Teilnehmer*innen zu einer Entdeckungsreise in jiddische und orientalische Musikwelten einlädt. Das Abschlusskonzert zeigt die Ergebnisse dieses KlezOrient Orchestras am letzten Festivaltag. 
Das vielfältigste und längste Jazzfestival Deutschlands mit mehr als 80 Konzerten, knapp 40.000 Besucher*innen und 500 Künstler*innen aus 30 Nationen an 23 Spielstätten – so locken die Jazztage auf ihrer Homepage. In diesem Jahr wurden Nina Hagen, Barbara Dennerlein (Foto rechts), Maria Mareksini feat. Klazz Brothers, Youn Sun Nah, Sheila E., Cleo & The Lagniappes, Cristina Branco, Laila Biali, Rebekka Bakken, die Dresdner Philharmonie mit Angélique Kidjo, Tuck & Patti, Stefanie Heinzmann, Ute Lemper, Tina Tandler, Lizz Wright, The Bulgarian Voices-Angelite, Kimberose, Kinga Glyk, Teresa Bergman, Jocelyn B. Smith, Lily Dahab, The Fitzgeralds u.v.m. Bei der „Nacht der Gitarren“ ist Yuliya Lonskaya mit von der Partie. Beim Swing Band Ball könnt ihr 5 Stunden das Tanzbein schwingen.
Im November letzten Jahres wurde beim ersten Further* Festival die Argumentation Lügen gestraft, es gäbe einfach zu wenig gute Frauen, die sich für Bühne, Podium, Liste und Pulte eignen würden und die man buchen könne. Im Uebel & Gefährlich in Hamburg stellten die Macher*innen ein Line-Up auf, das zu 100 Prozent aus Frauen*, nichtbinären Personen und Transgender bestand. Keine Kompromisse mehr, kein Annähern, kein Ding: Es einfach mal machen. Sie wollen zeigen, „dass ein kulturelles und politisches Angebot sehr gut auch ohne die Dominanz von Cismännern auskommt, selbstverständlich auch funktioniert, Qualität besitzt, vielseitig ist und neue Dynamiken freisetzt“. So könnt ihr euch am Wochenende auf MS Nina, Gianni Mae, KeKe, Melissa Audrey,
Zusammen mit über 100 Künstler*innen, Ausstellenden und gemeinnützigen Organisationen feiert das Festival das “synergetisch multipolare Spektrum” der Künste, Menschen und Netzwerke in der Hamburger Fabrik. Ein Highlight des diesjährigen Festivals sind die “Art-Clashes”: Die mitwirkenden Künstler*innen werden in verschiedensten Kollaborationen exklusive Performances auf die Bühne zaubern, die so noch nie so gesehen, gehört und erlebt worden sind. Mit Shirley Holmes (Foto: Oliver Beige), Fani & Bouba, Souzan Alavi u.v.a. Dazu gibt es vor Ort Kunstausstellungen sowie eine Network-Area. Übrigens: Die Fabrik ist für “Wheelers” barrierefrei gestaltet! Gebärdensprach- & Schriftdolmetscher werden vor Ort sein.
Die Festivalleiterin Kathrin Müller-Beck hat für den 10jährigen Geburtstag ein interessantes Programm aus internationalen und heimischen Musiker*innen wie dem Landes-Akkordeon-Ensemble Sachsen-Anhalt zusammengestellt: die Norwegerin Rebekka Bakken kommt mit einer Formation, die sie eigens für das global music festival – akkordeon akut! zusammengestellt hat. Die finnische Akkordeonistin Johanna Juhola (Foto: Sami Perttilä) tritt mit ihrem neusten Soloprojekt „Imaginary Friends“ auf, Bobo und Herzfeld werden mit dem weißrussischen Akkordeonvirtuosen Yegor Zabelov erwartet. Anne Niepold hat mit ihrem Projekt „Musette is not dead“ 2014 die Nostalgiker der Tanzschuppen, die Liebhaber des diatonischen Akkordeons und die Aficionados des Jazz versöhnt. Nun bringt sie mit ihrer ‘Lieblings-Rythmsection’ im Trio erstmals die Lieder der neuen CD „Vita Brevis“ zu Gehör.
Als Berliner Jazztage 1964 gegründet, zählt das Jazzfest Berlin zu Europas ältesten und renommiertesten Festivals seiner Art. Mit einem Fokus auf Communities, kollektive und internationale Begegnungen, aber auch auf Improvisation als Kultur und Sprache solcher Gemeinschaften, setzt das Jazzfest unter der Leitung von Nadine Deventer seine im letzten Jahr begonnene Ausrichtung fort. Vom 31. Oktober bis zum 3. November präsentiert ein pickepackevolles Programm rund 200 Musiker*innen aus 15 Ländern in verschiedensten Formationen, darunter die Multiinstrumentalistin, Komponistin und Sängerin Angel Bat Dawid mit ihrer Chicagoer Band The Brothahood und die Pianistin Eve Risser, die beide beim Jazzfest Berlin ihre Deutschlandpremiere feiern. Auch das chilenische Melissa Aldana Quartet (Foto links oben: Harrison Weinstein), das Trio Melez der türkischen Vokalistin Cansu Tanrıkulu, Leïla Martial, Sinikka Langeland, das Australian Art Orchestra mit Kompositionen von Julia Reidy u.a. stehen im Line-
Up. Zwei spannende Kollektive gibt es auch noch zu erleben: das 2013 gegründete KIM Collective (Foto rechts: Liz Kosack), bestehend aus 13 Improvisator*innen und Komponist*innen aus den unterschiedlichsten Communities der Berliner Musikszene wie Laura Winkler, Liz Kosack, Julia Reidy und Dora Osterloh, die sich allesamt jeglichen stilistischen und hierarchischen Einschränkungen verweigern – und die europäische Kooperationsinitiative melting pot, die seit 2013 junge Improvisationsmusiker*innen wie Signe Emmeluth, Katharina Ernst und Mia Dyberg zusammenbringt. Die „Kiezkonzerte“ u.a. mit Isabelle Klemt, Dora Osterloh, Julia Reidy und Fabiana Striffler tragen das Festival hinein in die Nachbarschaft: in ein Wohnzimmer, eine kleine Galerie, eine Weinhandlung und einen Friseurladen rund um den Fasanenplatz in unmittelbarer Festspielhausnähe. Künstler*innengespräche nehmen die Themen „Back to the future? – Musik und soziale Utopie“ und „Beyond Individualism? – Communities & Kollektive in Jazz und improvisierter Musik“ in den Blick. 





























Seit fast 20 Jahren findet jährlich das vierwöchige Festival in einer ungewöhnlichen Zeltlandschaft statt. Neben den zahlreichen Musiker*innen gibt es jedes Jahr auch Vorstellungen im Bereich Zirkus, Kabarett und Theater. Die Besucher können sich u.a. auf Lo Malinke, Esther Ofarim, Gerburg Jahnke, Mogli (Foto), Gayle Tufts, Lyambiko und Wallis Bird freuen. 
Lehrter Bluesfestival 01.09.2018 Lehrte
Zum 6. Mal lädt die Stadt Stade dazu ein, im Bürgerpark einen Tag voller Musik zu verbringen. Zum Einstimmen auf das Festival gibt es bereits eine Spotify Playlist mit namens MAMF, die Songs aus den vergangenen Jahren, aber auch aus dem diesjährigen Line up beinhaltet. Die Besucher können sich freuen auf die Bands 2Raumwohnung und Zimt (Foto). 
Das besondere Konzept dieses Festivals ist, dass die Location bis zum Schluss geheim ist. Nur die Besitzer der Tickets erfahren eine Woche vor Beginn den genauen Veranstaltungsort. Das gemütliche Festival geht in eine neue Runde, wobei dieses Jahr Dillon (Foto), Snaul Mail, Wildes, Rue Royale und Ilgen-Nur mit dabei sind.
Vor genau zehn Jahren fiel der Startschuss für die erste Auflage von „Treppen, Keller, Hinterhöfe“. Eine traumhafte Erfolgsgeschichte für die kleine Stadt Witzenhausen, die mit ihrem Programm auch in diesem Jahr wieder ein Fest kreiert hat, das alle Sinne ansprechen soll. Diesmal lautet das Motto: Brücken schlagen, Brücken bauen, über Brücken gehen“– kurz „Zusammen(b)rücken“. Zum ‚Tag des Offenen Denkmals‘ füllen sich alte Mauern einmal mehr mit Musik und Klang, außergewöhnliche Orte verwandeln sich in Ausstellungsräume für Malerei, Gestaltung und Fotografie. Von Freitagmorgen bis Sonntagabend öffnen sich Türen zu sonst verschlossenen Orten und auf den Bühnen und Straßen kommt Nahes und Fernes zusammen. Von jazzigen Klängen bis Rockmusik über Klassik, Kleinkunst und Lesungen. Mit dabei ist z.B. Petra Eisend, die ihr Programm „Auf den Flügelschwingen des Klanges – Hang & Handpans, Gong & Sounds“ darbietet. Außerdem werden She Owl, The Dead Lovers (Foto), u.v.w. erwartet.
Das Popkulturfestival entlang des Rheinufers hat einiges zu bieten. Es verbindet und fördert junge kulturschaffende Akteur*innen und die Besucher*innen können sich freuen auf ein buntes Programm aus elektronischer und alternativer Musik, aber auch performativer Kunst. Innerhalb der abwechslungsreichen und individuellen Location erwarten Euch Kat Frankie (Foto), Haiyti, Hildegard von Binge Drinking und Jayda G.
Im September ist es wieder soweit und in Berlin findet eines der weltweit familienfreundlichsten Festivals der Welt statt. Die besondere Programmvielfalt und Gestaltung sorgt dafür, dass Groß und Klein sich wohl fühlen. Dazu gehört das Kidzapalooza, das Nachhaltigkeitsareal „Grüner Kiez“ und das Lola Fun Flair mit jeder Menge Straßentheater. Unter den ganzen Programmpunkten darf man auf keinen Fall die Vielzahl an hochkarätigen Künstlerinnen wie Dua Lipa (Foto), Sxtn, Nervo, Sofi Tukker, Jorja Smith, Wolf Alice, Kat Frankie, Alison Wunderland, Gurr, Clairo, Laura Carbone, Kendy Gable und The Everettes verpassen. 

finanziert sich größtenteils aus den Speise- und Getränkeverkäufen. Das kulinarische Angebot ist nicht nur vielseitig, die Rohstoffe sind auch aus regionaler Umgebung und größtenteils biologisch. Das Line-Up ist teilweise rockig, aber auch andere Genres bekommen hier eine Chance und seit einigen Jahren gibt es zusätzlich zum Bühnenprogramm ein DJ-Zelt. Vera, Diana Ezerex (Foto) und Speedy und der Wolf werden u.a. auftreten, dazu gibt es aber noch ein vielseitiges Sideprogram.
Das Gerberviertelfest in der Stuttgarter Innenstadt lädt nicht nur zum Bummeln ein. Fast jedes Geschäft hat einen kleinen Stand vor der Ladentür aufgebaut, an denen die Besucher vom Slacklining bis zum Skateboardfahren alles ausprobieren können. Hinzu kommt selbstverständlich auch eine Menge Musik. Dieses Jahr in Form von The Kerstin, Los Santos, Everdeen und Naked Hazelbeard (Foto).
Schon zum 32. Mal findet das Festival statt, an dem nicht nur renommierte Jazzgrößen auftreten. Auch junge Bands und Musiker*innen konnten sich bewerben, um einen Auftritt auf der großen Bühne zu gewinnen. Unter anderem wird man Maya Fadeeva (Foto) live erleben können.
Seit 2014 gibt es die Magdeburger Kulturnächte. Das Motto dieses Jahr lautet „Das muss Liebe sein“. An über 30 Lokalitäten finden Konzerte von June Cocó (Foto), Pernilla Kannapinn, Máire Bethnach und vielen anderen statt. Es wird aber auch ein vielseitiges Programm mit einer Mischung aus Theatervorstellungen, Lesungen und Ausstellungen die Besucher erwarten.
Das Festival rund um den 9. Bezirk findet seit 2011 statt und es geht darum, neue Bands zu entdecken, die viel Potenzial haben, bei denen der große Durchbruch bisher aber ausblieb. Dabei werden insbesondere Bands und Musiker*innen aus beispielsweise Osteuropa gefördert. Zu finden ist hier eine bunte Mischung aus Rock, Electro, Club und Alternative. Unter den über 100 Acts sind dieses Jahr Andrea Bucko, Teresa Rotschopf (Foto), Wunderwelt und Neuschnee. 


MUSIC IN THE MIDDLE EAST 21.09.
Naturklänge 22.06.- 01.09.18 Dierhagen




Watt En Schlick Fest 03.- 05.08.2018 Kurhaus Dangast Strand
EWA-Sommerfest 07.08.18 Berlin
Haldern Pop Festival 09.-11.08. Haldern


Das Artlake Festival findet jedes Jahr im Sommer inmitten der Niederlausitzer Heidelandschaft statt und bietet Raum für Workshops, Diskussionen und sehr viel Musik unterschiedlichster Genres wie beispielsweise avantgardistischen Pop oder futuristische Weltmusik. Unter den zahlreichen Musiker*innen sind dieses Jahr auch 5K HD, Pilocka Krach, Noga Erez, Stereochemistry, Ankathie Koi, Marie Feiler, Violetta Zironi und RU mit dabei.
Rund um den berühmten Wormser Dom findet das dreitägige Festival bereits zum 28. Mal statt. Das Eröffnungskonzert wird von Sarah Connor (Foto) gegeben, ansonsten kann man unter anderem Candy Dulfer, Stefanie Heinzmann und Lucia Cadotsch live erleben.
Dockville Festival 17.-19.08.2018 Hamburg
Vive l’Afrique 19.08.2018 Berlin



Alle 2 Wochen Jazz live in der Freiluftbühne im Palmengarten hören, ist bei vielen Frankfurter Jazzfans sehr beliebt. Das Programm wird von der Jazz-Initiative Frankfurt gestaltet und hat in diesem Jahr bemerkenswert viele Musikerinnen dabei, was uns sehr freut! Am 5.7. tritt die dänische Saxofonistin und Komponistin Lotte Anker als Gast mit dem Ensemble Modern & Fossile3 auf. Sie gehört zur europäischen und amerikanischen Avantgarde- und Free-Jazz-Szene sowie der improvisierten und der Neuen Musik und lehrt am Musikkonservatorium in Kopenhagen. Am 12.7. tritt die Vibraphonistin Izabella Effenberg als Gast mit dem European Blue Note Quartet auf. Sie ist eine der wenigen Jazz-Vibrafonistinnen in Europa und die erste aus Polen; mit der Array Mbira spielt sie ein weiteres, seltenes Instrument. Sie lebt seit Jahren in Deutschland und hat hier das Vibraphon-Festival initiiert. 14 Tage später, am 26.7. kommt Reut Regevs R*Time. Die israelische Posaunistin lebt in New York und hat dort schnell die Avantgardeszene erobert. Ihr scharfer, kantiger Ton zeichnet die Schnittlinie zwischen Jazz Avantgarde, Alternative Rock, Funk und Klezmer. Auch die nächste Gruppe am 2.8. Max Clouth Clan feat. Varijashree Venugopal hat eine Musikerin als Gast dabei: die junge Sängerin und Flötistin Varijashree Venugopal. Und am 16.8. stehen zwei Größen der deutschen Jazzerinnen auf der Bühne: Anke Helfrich Trio feat. Angelika Niescier (Foto). Beide Musikerinnen wurden vielfach ausgezeichnet, z.B. im Jahr 2017 Angelika Niescier mit dem renommierten Albert-Mangelsdorff-Preis und Anke Helfrich mit dem Hessischen Jazzpreis.
Zum 29. Mal lädt Ingolstadt zum Bluesfest ein. Im Juli kommt Lisa Doby mit ihrem Quartet (10.7.). Die charismatische Sängerin, Gitarristin und Pianistin kommt ursprünglich aus South Carolina und kommt ihrer Band und Songs voller ausdrucksstarkem Folk, leidenschaftlichem Soul und packendem Blues. Am letzten Tag des Bluesfestes kommt die „Queen of the Blues“ Layla Zoe mit ihrem Gitarristen Jan Laacks im Akustik Duo. 2016 gewann sie beim European Blues Award als „Best Vocalist“. Im Duo präsentieren sie ihre eigenen Kompositionen als auch Blues Standards und allseits bekannte CoverSongs.
Das Montreux Jazz Festival findet jeden Sommer zwei Wochen lang am Ufer des Genfersees in der Schweiz statt. Neben den drei kostenpflichtigen Konzertbühnen (Auditorium Stravinski, Montreux Jazz Club, Montreux Jazz Lab) gibt es zahlreiche kostenlose Konzertbühnen, um aufstrebende Künstler zu fördern. Ab dem Nachmittag ist das Festival in vollem Gang: Von den unter freiem Himmel liegenden Bühnen von Music in the Park und den Workshops bis hin zum Rock Cave und seinen Aftershows zu später Stunde. Zudem laden die belebten Uferanlagen von Montreux mit einer vielfältigen Auswahl an Essensständen sowie den am See liegenden Terrassen mit eindrücklicher Sicht auf die Alpen zum Verweilen ein. Musikerinnen aller Genres sind live dabei: Angus & Julia Stone, Anna von Hausswolff, Brigitte (Foto), Carla Bley Trio, Charlotte Gainsbourg, Angèle, Emma Ruth Rundle, First Aid Kit, Flèche Love, DJ Livia, Freya Ridings, Imelda May, Jade Bird, Jael, Jorja Smith, Peggy Gou, Pomme, Selah Sue, Stacey King, The Last Internationale, Valeria Oliveira.

Seit 2010 machen Künstlerinnen in Brig – Glis, Naters und Umgebung ein Programm mit Qualität, welches sich vom Mainstream abhebt. Das Festival präsentiert weibliche Kulturschaffende aus den Sparten Musik, Literatur, Tanz, bildende Kunst, Comedy, Performance etc. Es ist eine Plattform für lokale, nationale und international bekannte Acts, sowie spannende Neuentdeckungen und junge Talente. Es fördert den Austausch zwischen Sprachregionen, insbesondere zwischen Ober- und Unterwallis und den Austausch zwischen Künstler/innen, einheimischem Publikum und Touristen. Musikalisch am Werk sind Rachel Harnisch, Lily Horn is Born, Iris Moné, Maria Abgottspon, Romaine Leiggener und Marion Sauder. Bei den Fenster Arien singen Loredana Catalano, Milena Erpen und Magdalena Stec, außerdem Musik-Kabarett mit 9 Volt Nelly, eine Performance mit Artistik und Musik der Pianistin Alice Torrant, und das Singers Open Mic, begleitet von Elisabeth Lohninger und Walter Fischbacher, die auch beim Abschlusskonzert dabei sind.
In den sechs Wochen der Kulturarena kommen über 70.000 Besucher auf den Arenaplatz vor dem Theaterhaus oder sitzen Hunderte Menschen lauschend auf den Straßen und Plätzen rund herum. Große Neugier den globalen musikalischen Entwicklungen gegenüber zeichnet das Programm aus. Neben den Konzerten tragen die Theatereröffnung, die klassischen Ouvertüre-Konzerte, die Kinderprogramme, die Clubreihe sowie intimen Akustikkonzerte und vor allem die Filmabende an den konzertfreien Tagen ganz wesentlich zum Gesamtprogramm bei. Mit dabei sind Kinga Glyk, Kat Frankie, Carrousel, 3 Bands kommen zum Tel-Aviv-Abend – darunter Lucille Crew, Alin Coen Band, Elif, Fiva x JRBB (Foto), Elina Duni.
Das Festival für traditionelle und zeitgenössische ethnische Musik feiert sein 20-jähriges Bestehen. Wenn eine Klezmer Band auf eine ungarische Tamburitza-Truppe trifft, wenn eine legendäre Tiroler Band nach 20 Jahren ihr Comeback feiert, zwei Brüder aus Ägypten sich zum virtuosen Gedankenaustausch einfinden, wenn Improvisation und Spoken Word eine hochintensive Allianz eingehen, wenn 4 Musikerinnen aus 3 Ländern und 2 Kontinenten sich speziell für uns ein Programm überlegen, wenn heimische Acts neben internationalen Programmen einen ebenbürtigen Raum einnehmen, wenn Laien und Profis in einem inspirierenden Workshop miteinander arbeiten – dann ist Glatt&Verkehrt-Time! Mit Martin Spengler & die foischn Wiener, Maria Bill & Marwan Abado, Las Hermanas Caronni treffen Rina Kaçinari & Maria Craffonara, Boi Akih Quartet, Eva Jantschitsch (Foto) mit ihrer Band Gustav & Band.
Internationale Sommerakademie und Musikfestival in einem: Die Darmstädter Ferienkurse 2018 bieten ein dichtes Programm aus über 66 öffentlichen Konzerten mit über 30 Uraufführungen, Performances, Installationen und Konferenzen sowie an die 50 Kurse und Workshops für angemeldete Teilnehmer*innen aus 50 Nationen – so verwandelt sich Darmstadt zum Mekka der zeitgenössischen Musik. Alle zwei Jahre werden die Ferienkurse vom Internationalen Musikinstitut Darmstadt (IMD) organisiert, es kommen über 400 aktive Teilnehmer*innen, viele Zuhörer*innen, Gastmusiker*innen, Ensembles und 70 internationale Dozent*innen, darunter Antye Greie-Ripatti, Ashley Fure, Christina Kubisch, Christine Chapman, Gunnhildur Einarsdóttir, Isabel Mundry, Jennifer Walshe, Joanna Bailie, Julia Mihály (Foto), Kirsten Resse, Rebecca Saunders u.v.m. Es wurden mehrere Kompositionsaufträge erteilt, die bei den Konzerten uraufgeführt werden, Tagungen und Konferenzen sind Teil des Programms und am 22.7. wird der Reinhard Schulz-Preis 2018 für zeitgenössische Musikpublizistik
Ein Riesen-Festival ist das Paleo heute mit ca. 230.000 Besucher*innen und über 280 Konzerten und Shows. Es präsentiert Musiker*innen aus Pop und Rock bis Folk und World, Hiphop, Rap, Electro – grosse Namen und überzeugende Entdeckungen. In diesem Jahr dabei: Ibeyi, Ana Moura, Camille & Julie Berthollet, Vendredi Sur Mer, Angèle, Charlotte Cardin, Little Simz (Foto), Tshegue, Muhoni Drummer Queen, Danitsa, Clara Luciani, Nina Kraviz, Jain.

Während sich die Musikwelt immer schneller dreht, die Events immer grösser werden und ein Hype den nächsten jagt, bleibt sich das Blue Balls Festival treu. Das heisst: Musik und Kunst mit Seele – während neun Tagen rund um das Luzerner Seebecken. Seit über 20 Jahren präsentiert das Festival handverlesene Talente und Entdeckungen – über zwanzig von ihnen spielen zum ersten Mal in der Schweiz. Dabei sind die kanadische Pop-Ikone Alanis Morissette, Melody Gardot internationaler Star der Blues- und Jazz-Szene, die Londoner Pop-Queen Jessie J., die amerikanische Singer-Songwriterin Laura Pergolizzi alias LP, Anna Sternheim aus Schweden, das dänische Rock-Trio Velvet Volume (Foto), die britische Soul Queen Beverley Knight, Seven & Rose Ann mit Stimme und Piano, Ella Rothwell – eine Newcomerin aus Bristol. Vor jedem Konzert gibt es die Talkshow „Meet The Artists“ – immer ein kleiner Höhepunkt. Die Young Talent Stage bei der KKL Seebar ist die Plattform für Jazz-Studenten der Schweizer Hochschulen, die der Ausschreibung des Festivals gefolgt sind. Die Plattform präsentiert tägliche eine neue Formation.
„Die erstaunliche Umsetzung der Sommerwerft, die weit mehr ist als ein „Theaterfestival am Fluss“, kann prinzipiell jährlich neu gefeiert werden. Die Protagonisten – Künstler, Helfer, Besucher – geben hier ihren jeweils eigenen kulturellen Beitrag für diese Region, in der wir wohnen: ein kosmopolitisches Rhein-Main! Diese „Lokalkultur“ blüht auf, indem sie Kulturformen über Grenzen hinaus verbindet. Die Sommerwerft kann auf das Leben aufmerksam machen, denn es ist mehr als das Funktionieren in alltäglichen Abläufen einer modernen Realität. Darum nochmal: Auf Konsum ist das Leben nicht ausgerichtet!“ Neben Theater-, Tanz-Aufführungen, Workshops, Poetry Slams gibt es im Beduinenzelt ein akustisches Musikprogramm mit vielen Singer/Songwriter*innen, wie z.B. Lucid, Finkbass, Sheena & Michael, Jutta & Jörg, Julakim, Eletá, Grapefruit United, Vanessa Novak, Romy Politzki, Elda, Julie et moi, Mane, Ashia Bison Rouge (Foto), Romie. Dieses Musikprogramm wird von Virus Musik organisiert, alle Infos hier:
Bei den Jazz Nights in Langnau in der Schweiz ist in diesem Jahr Nicole Johänntgen (Foto) mit ihrer Formation „HENRY“ dabei, die auch die gleichnamige CD veröffentlichten mit der Besetzung Tuba, Posaune, Schlagzeug und Saxophon. Die CD entstand bei einem Aufenthalt von Johänntgen in New Orleans und hat das Aufeinandertreffen von «Second Line»-Schlagzeug-Groove und pumpender Tuba als Basis für die feurigen Improvisationen zwischen Posaune und Saxophon festgehalten. Außerdem ist die World-Fusion Gruppe Bokanté um die Sängerin Malika Tirolien aus Guadeloupe dabei sowie die Sängerin Judy Niemack mit ihrem Band-Project. Feste Bestandteile des Festivals sind das Junior Jazz Meeting, Workshops mit Abschlusskonzerten und Jam Sessions.
Mittendrin und ganz nah beieinander: Polen, Deutschland und Österreich sind die Länder, aus denen in diesem Jahr Ensembles unterschiedlichster Couleur beim Wildunger Folk im Park zusammenkommen. Am Freitag tritt Sutari (Foto) mit Küchenfolk aus Polen in der Philipp-Nicolai-Kirche auf. Das Trio Sutari führt die Tradition der am heimischen Herd gespielten Folkmusik fort. Sie spielen Violinen, Folkbass und Rahmentrommeln, nutzen aber auch Alltagsgegenstände als Percussion. Die Grundlage ihrer Stücke bilden polnische und litauische Folksongs. Besonders haben es ihnen die litauischen Sutartinen angetan, die ausschließlich von Frauen und in perfekter Harmonie gesungen wurden. Am nächsten Abend präsentieren openair im Kurpark Ganes ihre ladinischen Elfengesänge. Gemeinsam sind die Schwestern Elisabeth und Marlene und ihre Cousine Maria in einem Dorf in den Südtiroler Dolomiten aufgewachsen, da wo sich die Sprachen mischen. Ihre Songs sind von der Sagenwelt beeinflusst. Alt und Neu stehen sich gegenüber, untrennbar verbunden, neu betrachtet.
Das älteste Open Air in Deutschland und Hippie Mekka ist seit 1968 mit wenigen Ausnahmen immer am Start – LOVE & PEACE lautet die Botschaft! Und es feiert den 50. Geburtstag mit einem Jubiläumskonzert am Vorabend, den 25.7. in der Kirche in Breitenbach am Herzberg mit Peter Hammill. Und zum Abschluss haben sich die Herzberger etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Herzberg Blues Allstars mit der Creme de la Creme der Europäischen Blues & Rocksszene wie z.B. mit Arthur Brown, Curt Cress, Chris Farlowe, Maggie Bell u.a. Im Festivalprogramm sind dabei: Hey Judeschka, Layla Zoe Acoustic Duo, Natalia Doco (Foto), Sarah Lesch.
Das diesjährige Wassermusik-Festival des Haus der Kulturen der Welt hat das Motto „Goodbye UK – and Thank You for the Music“, um der außergewöhnlichen musikalischen Kreativität zu huldigen, die das Vereinigte Königreich neben den USA zur weltweit führenden Pop-Nation gemacht hat: was Musik – aber auch Denken, Mode, Style und andere Konzepte angeht. Zentraler Teil des Programms sind nicht nur einige besonders britisch klingende Künstler*innen aus den vergangenen sechs Jahrzehnten Musikgeschichte, sondern vor allem nicht-britische Musiker*innen, die sich teils mehr, teils weniger dankbar vom Vereinigten Königreich verabschieden. Dazu kommen wie immer Filme, Panel-Diskussionen und der Wassermarkt. Bei gutem Wetter findet es auf der beliebten HKW-Dachterrasse statt, bei schlechtem Wetter in der Ausstellungshalle. Im Programm ist Eva Lazarus aus Bristol und Frontfrau der Band Dub Mafia, sie kann fließend zwischen Soulgesang und Rap-Punchlines wechseln; Aquaserge aus Toulouse, Anushka, Zara McFarlane, Bright Phoebus Revisited, The Chap und am letzten Abend das Performance-Postpunk Trio Bas Jan.