Sommer Musik Fest 08.08.-15.08.2010

Wer schon immer mal in einem Balkanchor oder Indischen Orchester mitmachen, Ukulele, Afrodrums oder Harfe lernen wollte, wen Mongolisches Tieftongebrummel oder Flamencotanz interessiert oder wer schon immer mal Instant Theater ausprobieren wollte, der ist beim diesjährigen Sommer Musik Fest richtig. Das Festival ist ein alljährlich Anfang August stattfindendes Treffen musikinteressierter Menschen auf dem Knüllköpfchen bei Schwarzenborn. Es bietet über 70 Workshops, die während der gesamten Veranstaltungswoche jeweils täglich zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Die Teilnehmer können in Anfänger- oder Fortgeschrittenenkursen das Spielen bestimmter Musikinstrumente lernen (z.B. Harfe, Drehleier, Gitarre, Rahmentrommel) oder sich zu angeleiteten Ensembles zusammenfinden, die bestimmte Musikstücke erarbeiten (z.B. Salsa Band, Funk Band, Chor). Dazu gibt es Tanzkurse (Flamenco, Tanco, Salsa, Volkstanz), Improtheaterkurse, spezielle Angebote für Kinder u.v.m. Daneben finden insbesondere abends zahlreiche – zum Teil zeitlich parallel laufende – Konzerte der DozentInnen und Teilnehmer statt.
Übernachtungs- und Veranstaltungsort sind die Jugendherberge Schwarzenborn, das einige hundert Meter entfernt liegende Knüllcamp und das Freigelände auf den Grundstücken beider Gebäudekomplexe. Hier sind Veranstaltungszelte aufgebaut, insbesondere das große sogenannte Tanzzelt. Die Teilnehmer können in einem der Gebäude übernachten oder auf dem Freigelände zelten, die Zimmer sind allerdings fast ausgebucht, Zelt- und Camperplätze gibt es jedoch noch genügend. Der Knüllsee mit Bade-, Surf- und Schlauchbootgelegenheit ist nur 1,5 km entfernt, außerdem gibt es auf dem Gelände Grillplätze, Feuerstellen, zwei Waldspielplätze, eine Sandkiste, Kegelbahn und Volleyballplatz.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Eine Teilnahme am SMF ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Weitere Infos & Anmeldung: http://www.sommermusikfest.de/

16.06.2010

Bundesbegegnung „Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis

Überall im Bundesgebiet gibt es sie: Jazzorchester. An Schulen und Musikschulen, in Vereinen und Organisationen ist das Spielen in Big Bands so beliebt wie nie. Deutschlands beste Nachwuchsbands, die in landesweiten Vorentscheiden gekürt wurden, treffen sich Ende Juni am Rhein, um im Rahmen von „Bingen swingt“ am 26. und 27. Juni 2010 um den Titel des bundesweit besten Jazzensembles bzw. der besten Bigband zu kämpfen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.
Viele attraktive Preise warten auf ihre Gewinner. Die Träger des Škoda Jazzpreis dürfen sich auf die Zusammenarbeit mit Till Brönner, der nach dem Tod seines großen Kollegen auch den „Peter Herbolzheimer Preis“ übernimmt, und Tom Gäbel freuen. Förderpreise vergeben der Deutsche Musikrat und der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz. Die Deutsche Jazz Föderation stiftet einen Solistenpreis. Die Union Deutscher Jazzmusiker vergibt einen Preis für die beste Interpretation eines aktuellen Werkes eines in Deutschland ansässigen jungen Komponisten und Arrangeurs. Darüber hinaus stiftet der Deutsche Musikrat drei Stipendien für herausragende MusikerInnen für das Bundesjazzorchester.
Die „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ wurde 1997 gegründet und führt alle zwei Jahre die ersten Preisträger der vorausgehenden Landeswettbewerbe zusammen. Bisher waren ausschließlich Jazz-Ensembles bis zu einer Größe von zehn Mitwirkenden zugelassen. Ab 2010 übernimmt der Deutsche Musikrat von der Deutschen Jazz Föderation auch den Big Band Wettbewerb, der seit 2002 durch das Engagement von Škoda möglich wurde. Zukünftig findet die „Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“ im jährlichen Wechsel mit Jugend jazzt für Bands statt.

Weitere Infos: www.jugend-jazzt.de

15.06.2010

Preise der deutschen Schallplattenkritik

Der Jahresausschuss „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ hat die Jahres- und Ehrenpreise 2010 ermittelt. Einer der PreisträgerInnen ist in diesem Jahr die US-amerikanische Künstlerin Joanna Newsom, die für ihr neues Album „Have one on me“ mit dem Jahrespreis geehrt wird. In der Begründung heißt es: „Nachdem Joanna Newsom bereits mit ihren Alben „The Milk-Eyed Mender“ (2004) und „Ys“ (2006) die Kritik verzückte und Kenner begeisterte, legt sie in „Have one on me“ abermals ein fantastisches Werk vor. Sie ist Harfenistin, Pianistin und Sängerin. Ihr neues Album geriet in vielerlei Hinsicht kolossal: Diese Dreifach-CD (und Dreifach-LP) wurde gestaltet als ein prachtvolles Box-Set, das 18 Lieder umfasst, mit einer Spielzeit von über zwei Stunden. Brillant die kammermusikalischen Arrangements, ebenso die üppig-orchestralen Ausgestaltungen, die fast ausschließlich auf akustischen Instrumenten eingespielt wurden. Newsoms Pop wandelt am Rand der Kunstmusik, mit elfenhafter Leichtigkeit und Intensität. Ihre überbordende Kreativität äußert sich in originellen Wendungen und einem Einfallsreichtum, der in der heutigen Popmusik rar gesät ist“.
Außerdem erhielt die portugiesische Sängerin Mariza für ihre DVD „Mariza – Tera Em Concerto“ (VÖ: 26.02.2010) den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ als beste DVD-Produktion und wurde in die Bestenliste 02/2010 aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch!

Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ist ein unabhängiges Gremium aus derzeit 140 MusikkritikerInnen und ExpertInnen, die herausragende Neuerscheinungen des Tonträgermarktes in 29  Bereichen von Klassik bis Rock/Pop auszeichnen. 

14.06.2010

JazzBaltica Förderpreis geht an Charlotte Greve

Die junge Altsaxophonistin Charlotte Greve erhält den JazzBaltica Förderpreis, der in diesem Sommer zum dritten Mal verliehen wird. Der Preis richtet sich an jüngere, noch nicht hinreichend bekannte deutsche Jazzmusiker mit einem besonderen Blick auf die norddeutsche Jazzszene. Lutz Koopmann, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Schleswig-Holstein, wird Charlotte Greve den Förderpreis am Freitag, den 2. Juli 2010 vor dem Session-Eröffnungskonzert des »Lisbeth Quartetts« im JazzCafé überreichen.
Rainer Haarmann, künstlerischer Leiter von JazzBaltica und Vorsitzender der fünfköpfigen Jury, die den Preis vergibt, zeigt sich ebenfalls hocherfreut: »Für mich ist Charlotte Greve eine besondere Preisträgerin. Es hat mich verblüfft, mit welcher Souveränität sie sowohl als beeindruckende Alt-Saxophonistin wie als Komponistin und Bandleaderin agiert.«
Charlotte Greve wurde 1988 in der Nähe von Uelzen geboren und begann als Teenager Saxophon zu spielen. Mit ihrem 2008 gegründeten »Lisbeth Quartett« veröffentlichte sie 2009 das Debütalbum der Gruppe: »Grow«. Für die Kompositionen des Albums zeichnet die Saxophonistin verantwortlich. Die Jury des JazzBaltica Förderpreises lobt ihre »unangestrengte, frische Art zu schreiben.« Die Stücke seien musikalisch auf der Höhe der Zeit und erreichten die Hörer dank ihrer melodischen Kraft auf direktem Wege.
Wir gratulieren!

Das komplette Programm des Festivals vom 30.6. bis 4.7.2010: www.jazzbaltica.de

www.myspace.com/charlottegreve

13.06.2010

Die KARAWANE 2010 macht am 18.06.2010 Station in Bochum

Die KARAWANE ist ein neues Weltmusikprojekt unter der Leitung Rüdiger Oppermanns, in dem MusikerInnen aus verschiedenen Kulturen sich zu einem Austausch auf gleicher Augenhöhe treffen und ein Musikereignis schaffen, das Elemente aus den beteiligten Regionen, aus verschiedenen Zeitepochen und aus unterschiedlichen Stilen zu einem „Neuen Globalsound“ kombiniert. Das Ergebnis wird ein mitreißendes, spektakuläres, vielseitiges Musikstück sein.

Da bewegen sich deutsche mittelalterliche Melodien zur Beatbox, ungarischen Tanzrhythmen oder türkischen Gesängen, umgarnt von Jazzimprovisationen, mongolischem Obertongesang, Minimal-Grooves und Live-Elektronik. Ungarische Gesänge gesellen sich zu merkwürdigen Akkorden aus Gamben, Dudelsäcken, Kontra und Ney…. Gitarren, Harfen, Baglama und andere Saiteninstrumente weben einen fliegenden multikulturellen Teppich auf dem sich Stimmen, iranische Flöten, ungarische Klarinetten oder Elektroharfensounds tragen lassen… Kurzum: alle möglichen und unmöglichen Kombinationen werden ausprobiert. Es geht dabei um ein verständliches Ergebnis einer Musik des 21. Jahrhunderts, die auf alten Erfahrungen aufbaut, sich aber auch auf neues Gebiet vorwagt.

In Deutschland geben sie eine Kostprobe ihres Schaffens, bei einem Konzert am 18.06. auf der Freilichtbühne in Bochum-Wattenscheid; Konzertbeginn: 20 Uhr, Eintritt frei.

Weitere Infos: http://karawane2010.de/

13.06.2010

SONGLive Creativ Wettbewerb 2010

Seit fast 20 Jahren veranstaltet die SängerAkademie Hamburg Gesangswettbewerbe für NachwuchssängerInnen im Pop-Bereich. Der bundesweit ausgeschriebene SONGLive Creativ Wettbewerb 2010 (früher STIMMTREFF) möchte nicht nur neuen Stimmtalenten ein Podium bieten, sondern soll gleichzeitig neue Kompositionen und Song-Texte auszeichnen. In der Kategorie „Singing-Songwriter“ sollen drei Stücke vorbereitet werden, entweder eigene Titel in deutscher Sprache oder eigene Bearbeitungen bekanntes Songs (Originalität und Kreativität stehen hierbei im Vordergrund). Bei einer Einladung zum Finalkonzert müssen die Titel mit Live-MusikerInnen vorgetragen werden.
Erstmalig wird auch die Kategorie „Liedgut aus Filmmusik und Unterhaltung“ ausgeschrieben, die drei Titel (mit mind. ein Titel des Komponisten Franz Grothe) müssen ebenfalls bei den Finalkonzerten am 25. und 26. September mit Live-MusikerInnen vorgetragen werden. Teilnehmen dürfen SolistInnen und Gruppen mit max. 4 Personen, die keine BerufsmusikerInnen sind. Interessierte richten bitte ihre Bewerbung an die: Sängerakademie Hamburg, Eiffestr. 664, 20537 Hamburg. Bewerbungsschluss: 31.08.2010

Alle Infos & Bewerbungsunterlagen gibt es unter: www.saengerakademie.de.

10.06.2010

Internet-Plattform bietet selbständigen Konzert-Ticketverkauf für MusikerInnen

Über die 100%-internetbasierende, selbstbedienbare Ticketvertrieb- und Gästemanagementsplattform TICKETINO haben MusikerInnen die Möglichkeit, den Vorverkauf ihrer Konzerte per Mausklick aufzuschalten. Die Plattform generiert automatisch Links, die z.B. auf Communityplattformen und auf der Website der KünstlerInnen und Bands gepostet werden können. Das Angebot ist äußerst kostengünstig (ab 4.9% Vorverkaufsgebühr, alles inklusive), es gibt weder Initialkosten noch Aufschaltgebühren. Vor dem Konzert können KünstlerInnen und MusikerInnen in ihrem Ticketshop Listen generieren oder die Tickets über eine Browser-Applikation scannen.

Weitere Infos: http://www.ticketino.com

10.06.2010

popUP NRW 2010 startet in 5. Runde mit Flora u.a.

Im Juni 2010 startet der Rock´n´Pop Förderwettbewerb „popUP“ des NRW KULTURsekretariats in die fünfte Runde. Wieder haben sich mehr als 50 Bands aus ganz Nordrhein-Westfalen für popUP NRW beworben. Sechs Gruppen unterschiedlicher Stilrichtungen nehmen zunächst am popUP NRW Weekend teil, um sich für die anschließende einjährige MasterClass zu qualifizieren, u.a. auch Flora, eine Deutsch-Pop-Band aus Köln. Das „popUP NRW Weekend“ findet vom 18. bis 20. Juni 2010 statt und bietet den KünstlerInnen ein umfangreiches Coaching- und Workshop-Programm und hilfreiche Tipps zu Management, Songwriting und Arrangement. Außerdem erhält hier der Nachwuchs die Chance, entscheidende Szenekontakte mit MusikerInnen und ManagerInnen aus der Pop- und Medienbranche zu knüpfen. Am Samstag, 19. Juni 2010, ab 18:30 Uhr kann sich das Publikum von den Live-Qualitäten aller sechs Acts beim Konzert in der Kultopia Hagen überzeugen. Am Ende dieses Wochenendes werden die Bands ausgewählt, die an der anschließenden einjährigen MasterClass teilnehmen. Wir wünschen Euch viel Glück, liebe Floras!

Zum Reinhören: http://www.floramusik.de/
Weitere Infos: www.popup-nrw.de

10.06.2010

Wagner-Beiträge gesucht: Thurnauer Preis für Musiktheaterwissenschaft 2011

Zum dritten Mal in der Geschichte des Forschungsinstituts für Musiktheater (fimt) an der Universität Bayreuth wird der Thurnauer Preis für Musiktheaterwissenschaft ausgelobt. Der Preis ist ein Nachwuchspreis, der sich an junge WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt richtet, die sich in der Promotions- oder Postdoc-Phase befinden. Mit dem Wettbewerb sollen neue Standards in der Musiktheaterwissenschaft angeregt werden. Er wird in diesem Jahr in Verknüpfung mit dem Projekt „W.WW 2013 – Wagner World Wide 2013“ vergeben, das das Phänomen Wagner in die Kontexte stellen soll, die die Menschen heute noch interessieren. Eingesandt werden können noch unveröffentlichte Beiträge zu den folgenden Themenbereichen: 1. Wagner und Umwelt/Natur 2. Wagner und Geschlecht/Frauen 3. Wagner und Medien/Film 4. Wagner und Geschichte/Nationalismus 5. Wagner und Globalisierung/Märkte

Der Beitrag sollte 18.000 – 27.000 Zeichen (ca. 10 – 15 Seiten) umfassen. Er kann auf Englisch, Deutsch, Französisch oder Italienisch verfasst sein. Der Preis besteht aus einem Geldpreis von 1500,- € und einer Einladung ins fimt zur feierlichen Übergabe. Einsendeschluss: 30. Mai 2011 (Poststempel).

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an: Prof. Dr. Anno Mungen , Lehrstuhl für Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters, Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt), Universität Bayreuth, 95349 Schloss Thurnau

10.06.2010

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Osnabrück gesucht

Im Fachgebiet Systematische Musikwissenschaft (Prof. Dr. Christoph Louven) des Fachs Musik/Musikwissenschaft des Fachbereichs Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück ist zum 01.10.2010 die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters/in (VergGr. E 13 TV-L, 50%) befristet für die Dauer von drei Jahren zu besetzen. Das Aufgabengebiet umfasst Mitwirkung in der Forschung und die Mitwirkung in der Lehre im Umfang von 2 SWS. Die Möglichkeit zur Promotion oder Habilitation ist gegeben.

Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird ein mit überdurchschnittlichen Leistungen abgeschlossenes Magister-, Master- oder Promotionsstudium der Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Systematische Musikwissenschaft (vorzugsweise Musikpsychologie oder Musiksoziologie) erwartet. Bei entsprechender Schwerpunktsetzung kommt ggf. auch ein abgeschlossenes Studium einschlägiger Nachbardisziplinen (z.B. Musikpädagogik, Psychologie oder Soziologie) in Betracht. Erfahrungen im Umgang mit Methoden der empirischen Musikforschung (qualitative und quantitative Datenerhebung und computergestützte Datenanalyse) sowie ausgezeichnete Computerkenntnisse auf verschiedenen Plattformen, möglichst mit Programmiererfahrung, werden vorausgesetzt.
Frauen und schwerbehinderte BewerberInnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf, Publikationsliste und ggf. Darstellung bisheriger Lehrerfahrungen) sowie einem Konzeptpapier zu einem Promotions- bzw. Habilitationsprojekt werden bis zum 02.07.2010 erbeten an Herrn Prof. Dr. Christoph Louven, Fach Musik/Musikwissenschaft, Fachbereich 03, Universität Osnabrück, D-49069 Osnabrück. Dort erhalten Sie auch nähere Auskünfte (ed.kc1746912323eurba1746912323nso-i1746912323nu@ne1746912323vuoL.1746912323hpots1746912323irhC1746912323, Tel.: 0541/969-3961).

10.06.2010

Bündnis 90/ Die Grünen stellen Kleine Anfrage zur Gleichstellung von Frauen in Orchestern

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine Kleine Anfrage* zur Gleichstellung von Frauen in Orchestern (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/018/1701896.pdf) gestartet. Sie will unter anderem wissen, welche Orchester staatlich gefördert werden, wie hoch der Anteil von Frauen in diesen Orchestern und in ihren Führungspositionen ist und wie sich das durchschnittliche Einkommen der Frauen zu dem ihrer männlichen Kollegen verhält. Hier Auszüge aus dem Text der Anfrage:
„Ebenso wie viele andere Berufsfelder ist auch der Kulturbetrieb geprägt von hierarchischen, zumeist männlich dominierten Strukturen. Obwohl weibliche Studierende an den staatlichen Hochschulen für Musik laut Deutschem Musikrat mit 57 Prozent in der Überzahl sind, stellen sie im späteren Berufsleben nur noch 23,4 Prozent der an Orchestern, Musikschulen und Hochschulen für Musik Beschäftigten oder individuell geförderten Künstlerinnen und Künstlern. Musikerinnen bekommen darüber hinaus weniger lukrative Angebote, werden seltener gebucht und erhalten weniger Engagements als ihre männlichen Kollegen. Auch die Vergabe von Führungspositionen an Frauen im Bereich Musik – beispielsweise als Dirigentin, Managerin eines Orchesters, Intendantin an einem Opernhaus usw. – ist noch immer eine Seltenheit. Nur zehn Prozent der betrieblichen Leitungspositionen an Orchestern waren nach Angaben des Deutschen Kulturrates im Jahr 2000 durch Frauen besetzt. (…) Je höher Ansehen, Einkommen und Reisetätigkeit eines Orchesters, desto weniger Musikerinnen waren engagiert. In den hoch vergüteten Rundfunk- und Symphonieorchestern stellten Frauen einen deutlich geringeren Teil des Ensembles. Die berufliche Benachteiligung von Frauen ist ungerecht, dem Kulturbetrieb geht auf diese Weise kreatives Potenzial verloren. Musikerinnen ohne Festanstellung oder zeitlich befristete Engagements sind zudem häufig auf Sozialleistungen angewiesen. Da es sich bei der deutschen Orchesterlandschaft um einen staatlich geförderten Bereich handelt, steht der Bund in der Verantwortung, die Gleichstellung von Frauen und Männern in diesem Berufsfeld durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. Ohne ein entschlossenes Handeln von Seiten der Politik wird die Schaffung geschlechtergerechter Verhältnisse in Kunst und Kultur nicht vorankommen„.

Wir unterstützen diese Forderungen und wünschen den Abgeordneten viel Erfolg!!!

* Was ist eine Kleine Anfrage?
„So viele Abgeordnete, wie eine Fraktion bilden können, haben das Recht, schriftlich von der Bundesregierung Auskunft über bestimmte Sachverhalte durch eine Kleine Anfrage zu verlangen. Kleine Anfragen werden schriftlich beantwortet und im Bundestag nicht beraten“.

09.06.2010

19. Darmstädter Jazz Conceptions 5. bis 10. Juli 2010

Vom 5. bis 10. Juli 2010 finden in Darmstadt in der Bessunger Knabenschule die 19. Darmstädter Jazz Conceptions statt. Als Dozentin ist in diesem Jahr u.a. Angelika Niescier (Saxophon) vertreten.

Bei dieser seit 1992 durchgeführten Workshop-Woche erhalten die Teilnehmer keine verschulten Instrumentalstunden, sondern werden von Anbeginn an in gemischten Ensembles zusammengefasst, die je nach Dozent unterschiedliche Stücke erarbeiten, sich mit Improvisation befassen, musikalische Abläufe planen, über die Philosophie von Jazz und improvisierter Musik diskutieren. Das alles geschieht in der Bessunger Knabenschule, die in dieser Woche quasi ganz dem Jazz gehört. Abendliche Sessions in verschiedenen Darmstädter Clubs runden das erlernte des Tages ab.
Am Freitag- und am Samstagabend runden die Konzerte der verschiedenen Teilnehmerensembles sowie das Konzert des Großensembles und der Dozentenband in der Bessunger Knabenschule die Veranstaltung ab.

Informationen:
Bessunger Knabenschule, Tel. 06151 / 61650 oder
online: www.jazzinstitut.de/Conceptions/Concept2010a.htm

08.06.2010