Kultursommer Rheinland-Pfalz 2027
„Scherz, Satire – und tiefere Bedeutung“ – das ist das Motto des nächsten Kultursommers. Im Jahr 2027 wird Dada 111 Jahre alt. Zu diesem Anlass will der Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ein Kultursommer-Programm mit „schrägen“ Elementen und mit viel Witz, Scherz, Heiterkeit, Komik, Parodie und Satire zeigen. Unsinn, Frohsinn, Hintersinn – selbstverständlich auch mit tieferer Bedeutung, um den oft zitierten Titel des selten gespielten deutschen Lustspiels von Chr. D. Grabbe ansprechen. Die Antragsstellung für den Kultursommer 2027 ist ab sofort möglich und erfolgt komplett digital über das Antragsportal. Einsendeschluss: 31. Oktober 2026 (bei neuen Projekten mit einem Zuschussbedarf über 5.000 € bitte bis zum 30. September).
In diesem Jahr werden erstmalig digitale Beratungstermine angeboten; allgemeine Informationsveranstaltungen zum Kultursommer und der Antragsstellung (19.08./18.09.) sowie zum Motto (20.08./08.09.) (Anmeldung).
DJ-Contest 2026: Fett.ival
Fett e.V. und LAG Songkultur e.V starten gemeinsam einen DJ-Contest für das Fett.ival auf Niederburg Kranichfeld (21.-22.8.2026). Gesucht werden DJs mit eigenem Sound, die mehr wollen als Bedroom-Sets oder kleine Club-Slots. Zwei Gewinner*innen erhalten einen Auftrittsslot beim Festival sowie ein Preisgeld, das sie an eine selbst gewählte Initiative weitergeben. Organisiert von Fett e.V., steht das Festival für elektronische Musik, Subkultur und ein solidarisches Miteinander – ein Ort, an dem nicht nur aufgelegt wird, sondern Szene entsteht. Das Ziel ist es, neue Talente sichtbar zu machen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf einer größeren Bühne zu präsentieren. Interessierte DJs bewerben sich über ein Online-Formular mit ihrem DJ-Namen, den eigenen Genres, einem Set (z. B. via SoundCloud oder Mixcloud) und ein paar Worten zu sich und ihrem Sound. Bewerbungsschluss: 26.07.2026
CfP: „Music, Gender, Climate, and the Natural World: Approaches Across Disciplines“ (20.-22.5.2027)
Der Klimawandel fordert uns auf, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur zu hinterfragen und eine Neupositionierung sowie Dezentrierung des Menschen in Betracht zu ziehen. Im Rahmen dieses Diskurses haben Wissenschaftler*innen, Musiker*innen und Künstler*innen begonnen, sich zu fragen, wie künstlerische Prozesse zu diesen Denk- und Handlungsansätzen beitragen können und wie ein Umdenken hinsichtlich der Stellung des Menschen unser Verständnis von Musik und Kunst sowie deren Verhältnis zur Natur beeinflussen kann. Die Konferenz „Music, Gender, Climate, and the Natural World: Approaches Across Disciplines“ vom 20.-22.5.2027 am Zentrum für Genderforschung und Diversität in Graz (AT) ergründet die Zusammenhänge zwischen Musik, ästhetischer Reflexion und künstlerischer Praxis, die sich aus der gemeinsamen Auseinandersetzung mit Ökomusikologie und Gender Studies ergeben. Konkrete Fragen könnten unter anderem folgende sein, sind jedoch nicht darauf beschränkt: Inwiefern stehen Geschlecht, Musik, Klang und Natur miteinander in Beziehung? Einreichfrist: 15.10.2026
OPEN CALL: Singer-Songwriter*innen in Hannover gesucht
Für die Reihe OPEN KEYS: Klaviermusik im Kulturdreieck sucht wim – flinta* in music hannover FLINTA*-Acts, die das Beton Piano auf dem Opernplatz zum Klingen bringen. Das Outdoor-Piano steht auf einer Bühne mitten in der Stadt. Gesucht werden Artists, die ca. 60 Min. spielen, eine Grundausstattung an Technik ist vor Ort. Es gibt eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro. Das Outdoor-Piano wurde initiiert vom Verein Piano Bombing e.V. im Rahmen des Projekts Sounds & Screens im Kulturdreieck, gefördert von Restart: #HANnovativ der Landeshauptstadt Hannover.
Kommunikations- und Projektmanager*in (50 %, angelehnt an TVöD 9a)
Das Netzwerk Junge Ohren (NJO) ist das zentrale Forum für Musikvermittlung im deutschsprachigen Raum. Als Netzwerk unterstützt es Akteur*innen und Institutionen des Musiklebens auf ihrem Weg in eine zukunftsfähige Musikkultur: divers, inklusiv und interdisziplinär. Für sein engagiertes Team in Berlin Mitte wird ab September ein*e Kommunikations- und Projektmanager*in (50 %, angelehnt an TVöD 9a) gesucht. Die Stelle ist vorerst befristet bis 31.12.2027, eine Entfristung wird angestrebt. Bewerbungsschluss: 21.08.26
Rock-, Pop- & Jazz-Stipendien der Hans und Eugenia Jütting Stiftung
Nachwuchskünstler*innen aus den Bereichen Pop, Jazz, Rap/Hip-Hop und Singer-Songwriter aufgepasst, es werden Stipendien vergeben! Solist*innen erhalten 5.000 Euro, Bands bis zu 10.000 Euro, verbunden mit einem Auftritt beim Rolandfest in Stendal und einem weiteren Konzert. Bewerben können sich deutsche und polnische Musiker*innen, die nicht älter als 23–27 Jahre sind (je nach Kategorie). mit Live-Aufnahmen und vollständigen Unterlagen. Die Bewerbungen sind bis zum 31.08.2026 per Post bei der Jütting-Stiftung, Schadewachten 48, 39576 Stendal, einzureichen.
Hamburger Labelförderung (bis 15.08.)
Bis zum 15.08.2026 können wieder Anträge auf Labelförderung bei der Behörde für Kultur und Medien gestellt werden. Hamburger Kleinstunternehmen können einen Zuschuss zwischen 2.000 und 10.000 Euro beantragen.
Neue Bewerbungsphase des Instrumentenfonds in Hamburg
Der Instrumentenfonds von RockCity Hamburg e.V. und der Haspa Musik Stiftung geht in die nächste Runde: Ab dem 21. Juli bis 25. August 2026 können sich Musiker*innen mit Wohnsitz oder Arbeitsschwerpunkt in Hamburg erneut auf die Förderung hochwertiger Instrumente bewerben. Nachdem die Fördersumme von 30.000 Euro im letzten Jahr vollständig ausgeschöpft wurde, stehen auch dieses Jahr, dank der Haspa Musik Stiftung, wieder 30.000 Euro zur Verfügung. Ob Stage Piano, Multi-Oud, Schlagzeug oder Vibraphon, der Instrumentenfonds ermöglicht den Zugang zu professionellen Instrumenten, die aufgrund hoher Anschaffungskosten oft unerreichbar bleiben. Gefördert werden Instrumente ab einem Anschaffungswert von 1.000 Euro, die langfristig im musikalischen Schaffen eingesetzt werden. Die Instrumente werden für zunächst drei Jahre verliehen und bleiben Teil des Instrumentenfonds der Haspa Musik Stiftung. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine RockCity-Mitgliedschaft.
RockCity Delegationsreise „Pop Moves 2026“ zum Reeperbahn Festival
Das von RockCity e.V. ersonnene Programm „Pop Moves 2026“ (15.-19. September 2026) bringt Struktur in den Trubel des Reeperbahn Festivals – als kuratierte Delegationsreise für zehn RockCity-Mitglieder, die tiefer in die wichtigste europäische Plattform für Musikwirtschaft und Popkultur und Europas größtes Clubfestival eintauchen wollen. Mit ausgewählten Festival- und Konferenzformaten, Gesprächen mit den Menschen hinter Musikprojekten, geführten Branchenbegegnungen, Backstage-Einblicken, täglichen Debriefs und Zeit, das Festival auf eigene Faust zu entdecken. Vorbereitung und ein verpflichtender Nachbereitungstermin sorgen dafür, dass aus fünf intensiven Tagen konkrete Kontakte, neue Perspektiven und echte nächste Schritte entstehen. Pop Moves 2026 richtet sich an RockCity-Mitglieder, die semiprofessionell oder professionell in der Musikbranche arbeiten. Entscheidend ist nicht die glatteste Bewerbung, sondern deine Perspektive, dein Zeitpunkt und deine Bereitschaft, dich einzubringen. Die Teilnahme kostet 60 Euro (ermäßigt 40 Euro). Reeperbahn Festival-Ticket und Ticket für den OPERATION TON Convention-Tag sind enthalten, Fahrt, Unterkunft und Verpflegung müssen selbst bezahlt werden. Bewerbungszeitraum: 21.7. (12 Uhr) – 11.8.2026 (16 Uhr)
Bundeshaushalt 2027: Reaktionen auf die geplanten Kürzungen im Kultursektor
Der Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 sieht Kürzung des Kultur- und Medienetats von 10% (240 Mio.€) vor. Die geplanten Kürzungen betreffen vor allem Förderprogramme der Freien Szene, wie die Initiative Musik (-4,25 Mio. €), das Reeperbahn Festival (-3,27 Mio. €), den Festival-Förder-Fonds (-2 Mio. €) und den Amateurmusikfonds (-1,6 Mio. €). Gleichzeitig sollen die Bayreuther Festspiele 1 Mio. € mehr bekommen.
FREO, Deutsche Jazzunion und PRO MUSIK kritisieren in einer gemeinsamen Stellungnahme u.a., der Entwurf enthalte erhebliche Herausforderungen für die professionelle Musikszene und stehe klar im Widerspruch zu den kulturpolitischen Zielen, die die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag verankert habe: „Faire Vergütung, gute Arbeitsbedingungen und höhere Honorarstandards sind wichtige und notwendige Fortschritte. Sie können jedoch nur umgesetzt werden, wenn Förderbudgets mit dieser Entwicklung Schritt halten und entsprechend aufgestockt werden“. Die Kürzungen hätten massive Konsequenzen, weil sie die prekäre Arbeitssituation in Teilen der freien Musikszene weiter verschärften und ausgerechnet jene Strukturen schwächten, die Innovation, Nachwuchs, künstlerische Entwicklung und kulturelle Vielfalt ermöglichten.
PRO MUSIK warnt in einem Post auf Insta, die geplanten Kürzungen würden bewirken, dass nur noch kommerzielle Festivals mit großem Kapital überleben würden; die vielfältige Kulturlandschaft würde nachhaltig zerstört. Und das obwohl jeder Euro Kulturförderung mehr als 3,50 Euro einbrächte, wie es kürzlich die IKTf-Studie ermittelt habe. Der Halbjahresreport 2026 des BVMI zeigt ebenfalls einen Aufwärtstrend beim Verkauf von CDs, Vinyl-LPs und Downloads sowie im Streamingbereich – was ohne die Künstler*innenförderung der Initiative Musik nicht denkbar ist.
Die LiveMusikKommission e.V. kommentiert: „Die wiederholte Halbierung des Festivalförderfonds ist (…) ein Fehler, der auf großen Widerspruch stoßen muss. (…) Die großen, institutionell abgesicherten Kultur-Leuchttürme allein sichern keine demokratische Teilhabe. Einen wesentlichen Beitrag leisten jedoch die vielen kleinen Festivals, die mit großem ehrenamtlichem Engagement, minimalen Ressourcen und oft am wirtschaftlichen Limit arbeiten. Insbesondere im ländlichen und strukturschwachen Raum brauchen sie verlässliche Unterstützung.“ Ohnehin finanzierten sich Musikspielstätten in Deutschland sich im Bundesschnitt zu über 90 Prozent aus eigener Kraft, bei etablierten Hochkultureinrichtungen sei das Verhältnis nahezu umgekehrt.
Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. bemängelt, dass der Entwurf zentrale Fragen zur Zukunft des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ offen ließe, das gerade jene Kinder und Jugendlichen erreiche, deren Bildungs- und Teilhabechancen besonders gefährdet seien: „Jetzt braucht es eine verbindliche Zusage für eine bedarfsgerechte Finanzierung und die Fortführung des Programms. Jede Verzögerung oder Schwächung sendet ein falsches Signal für Bildungsgerechtigkeit in Deutschland“.
Noch handelt es sich bei den geplanten Kürzungen um einen Entwurf. Im weiteren Haushaltsverfahren kann der Bundestag die vorgesehenen Budgets noch ändern und sich etwa an Großbritannien ein Beispiel nehmen: Mit dem Programm „Turn It Up: Our Plan for Music“ stellt die britische Regierung weitere 15 Millionen Pfund für die Musikbranche bereit, verlängert Genehmigungen für Festivals und investiert in Nachwuchsförderung sowie in Infrastruktur.
Im Übrigen hat der Deutsche Kulturrat angesichts des Sparzwangs vorgeschlagen, durch Bürokratieabbau und Verwaltungsmodernisierung finanzielle und personelle Ressourcen im Kulturbereich freizusetzen, die der inhaltlichen Arbeit zugutekämen: „Das gilt für die geförderten Institutionen wie die Bundesverwaltung gleichermaßen. Bürokratieabbau bedeutet im Kern, dass vertraut und nicht misstraut wird und damit kleinteilige Regelungen und deren Kontrolle überflüssig werden“, schreibt er. Angesichts der schwierigen Haushaltslage sei es wichtig, dass die öffentlichen Mittel vor allem für Kunst und Kultur und nicht für Verwaltung verwendet werden.
Studie & Webinar zu Potenzial & Wirkung von Kombitickets (27.7.)
Kostenlos mit Bus und Bahn zum Konzert? Das ermöglichen sogenannte Kombitickets, die Veranstaltungsticket und ÖPNV-Fahrschein vereinen. Die neue Machbarkeitsstudie „Kombiticket ohne Limit“ von The Changency in Kooperation mit dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft zeigt erstmals, welches ungenutzte Potenzial Kombitickets haben, welchen Mehrwert sie wirklich schaffen und wie sie zu einem zentralen Hebel für eine zukunftsfähige Eventmobilität in Deutschland werden können. Die Machbarkeitsstudie gibt es hier zum Download: Langfassung | Kurzfassung. Spread the word!
Am Montag den 27.7. wird die Studie von 12-13 Uhr kurz und bündig vorgestellt und es können Fragen gestellt werden (Teilnahmelink).

