Landesförderprogramm „Kulturelle Bildung und Partizipation“

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg schreibt die Landesförderung für 2027 aus. Insgesamt stehen 500.000 € für Projekte der Kulturellen Bildung zur Verfügung. Gefördert werden sowohl Projektförderungen als auch Strukturförderungen. Das Förderprogramm „Kulturelle Bildung und Partizipation“ fördert Projekte und Initiativen in Brandenburg mit besonderem Fokus auf der Teilhabe und Integration von allen in Brandenburg lebenden Menschen, unabhängig ihrer Herkunft. Neben der Projektförderung ist zudem auch eine überjährige Förderung möglich für Vorhaben, welche die Entwicklung und Festigung langfristig wirksamer Strukturen der Kulturvermittlung zum Inhalt haben, die über das Projektende hinaus wirken bzw. bestehen bleiben. Anträge können bis zum 15.10.2026 über das Antragsportal eingereicht werden. Als Trägerin des Förderprogramms berät und begleitet die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg Akteur*innen Kultureller Bildung. Durch die engmaschige Betreuung der geförderten Projekte soll die Vielfalt der Angebote in den Regionen erhöht werden. Auch kleine Vereine haben so die Möglichkeit, sich zu etablieren.
06.10.2026

Neue Förderrunden für „U25 – Junge Kulturinitiativen“ & „Allgemeine Projektförderung“

Der Fonds Soziokultur startet eine neue Förderrunde. Bis 2.11.2026 können Anträge für zwei Programme gestellt werden: 

U25 – Junge Kulturinitiativen: 18- bis 25-Jährige können für eigene Kulturprojekte bis zu 4.000 € beantragen. Im Programm werden experimentelle Projekte gefördert, die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten. In dieser Runde werden bis zu 90 % der Gesamtkosten gefördert.

Allgemeine Projektförderung: Gefördert werden zeitlich befristete soziokulturelle Projekte mit 5.000 bis 30.000 € (max. 80 % der Gesamtkosten), die Menschen vor Ort aktiv beteiligen und gesellschaftliche oder soziale Themen mit kulturellen Mitteln bearbeiten.

06.10.2026

ARD-Aktion MEHR ALS FEIERN: Liebeserklärungen an Clubs gesucht

Clubs stehen für kulturelle Vielfalt, Gemeinschaft und bieten Freiräume – auch für musikalische Karrieren. Für viele sind sie Safe Spaces – für alle Orte des Erlebens. Doch sie stehen zunehmend unter Druck. Mit der Aktion MEHR ALS FEIERN möchte ARD Kultur auf die Relevanz von Clubs und Clubkultur aufmerksam und sie sichtbar machen. Dafür werden jetzt Geschichten aus den Clubs der Republik gesucht. Gibt es eine Story, die du immer wieder gern erzählst? Zeigt dein Club Haltung oder füllt er eine kulturelle Lücke? Von einer Anekdote aus einer Nacht über einen Shoutout an einen DJ bis zum Riesendank an deinen Lieblingsclub ist alles willkommen. Hier kannst du deine Story eintragen. Einsendeschluss: 31.12.2026. Die Redaktion wählt bis spätestens 28.02.2027 unter allen Einsendungen eine zu ARD Kultur passende inhaltliche Mischung aus verschiedenen Inhalten aus und veröffentlicht sie auf ardkultur.de. Teilnehmende werden nicht gesondert über die Veröffentlichung Ihrer Liebeserklärung informiert.

06.10.2026

Erster großer Städtevergleich zur öffentlichen Musikförderung in der Schweiz

Die Schweizer Musikvielfalt-Initiative hat erstmals Kennzahlen aus Basel, Bern, Genf, Lugano, Lausanne und Zürich herangezogen, um einen ersten großen Städtevergleich der öffentlichen Musikförderung zu erstellen. Ermittelt wurde, welche Musik wie gefördert wird, was mit Steuergeldern oder aus den Lotteriefonds finanziert wird und wie viel Förderung mehrjährig an dieselben Empfänger*innen geht. Die zentralen Ergebnisse:

  • Zwischen 99 und 375 Franken pro Einwohner*in (105-400 Euro) investieren die größten Städte jeder Sprachregion in der Schweiz in die Musik.
  • Zwischen 76-95 % des gesamten Musikbudgets wird in die Gruppe „Klassik“ investiert.
  • Über 80 %, teils sogar über 90 % der gesamten Musikförderung gehen mehrjährig an die gleichen Empfänger*innen. Das heißt, die Gruppe „Klassik“ bindet in allen Städten zwischen 70 und 90 % aller Fördermittel. Der bewegliche Fördergeldanteil ist überall minimal. 

Die Studie soll „für Politik, Musikbranche, Verbände und die breite Öffentlichkeit eine Beurteilungsgrundlage liefern für die großen Herausforderungen in der Kultur: die Teilhabe einer immer diverseren Bevölkerung am kulturellen Leben und faire Arbeitsbedingungen für alle in der Musik“. Die Musikvielfalt-Initiative ist aus der gleichnamigen Basler Volksinitiative entstanden, die erreichen wollte, dass die Stadt Basel die freie Musikszene in Zukunft mit 30 anstatt 10% fördert. Zwar wurde der Volksentscheid 2024 abgelehnt, die Initiative macht aber weiter und will eine schweizweite Bewegung starten.

06.10.2026

Call for papers: „International Music Competitions: Intersections of Art, Society, and Politics“

Der Workshop „Internationale Musikwettbewerbe: Schnittfelder von Kunst, Gesellschaft und Politik“ findet vom 7.–8. April 2027 an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien statt und widmet sich vor dem Hintergrund zahlreicher Jubiläen von international renommierten Musikwettbewerben im Jahr 2027 der interdisziplinären und -sektionalen Beschäftigung mit internationalen Musikwettbewerben der letzten 100 Jahre als Schnittfelder von Kunst, Gesellschaft und Politik. Der Workshop dient der Vorbereitung eines Special Issues des Double-blind Peer-Review-Journals Journal of Musicological Research. Die Ausgabe wird von Bianca Schumann herausgegeben und versammelt eine Auswahl der im Workshop präsentierten Beiträge. Hierzu ist jetzt ein Call for papers ausgeschrieben, für den noch bis 15. Oktober 2026 Beiträge aus allen innerdisziplinären Zweigen der Musikwissenschaft sowie aus angrenzenden Disziplinen (u.a. Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaft, Gender Studies, Politikwissenschaft,
Geschichtswissenschaft) eingereicht werden können.

06.10.2026

Female Classic Blues Band „Rag Doll“ startet Crowdfunding für CD „Outspoken“

Sich treu bleiben und gleichzeitig Neuland betreten: das ist RAG DOLL. Die Band aus Berlin/Potsdam hat Anfang Juli jede Menge neue Songs in Volker Greves Studio in Berlin eingespielt, um ihr neues Album „Outspoken“ aufzunehmen. „Zu hören sind neben zwei Klassikern zehn Songs aus eigener Feder im Stil der alten Meisterinnen, aber in Text und Präsentation am Puls des Hier und Heute. Fern aller 20er-Jahre-Nostalgie macht Rag Doll frechen, authentischen Blues mit Herz und Schnauze, immer getreu dem Motto: Wild women don’t have the blues!“, schreiben die drei Musikerinnen auf der Startnextseite. Bis 31.10.2026 könnt ihr Amelie Protscher, Kaethe von T. und Ulrikke Hanspach-Torkildsen unterstützen, damit sie die Kosten für Aufnahme, Mix, Mastering, Cover-Design, CD-Pressung und Coverdruck stemmen können. Dabei könnt ihr wie immer tolle Goodies abstauben. Wer sie zwischendurch live erleben will, hat am 24.10.2026 in Saarburg (Rheinland Pfalz) in der Kulturgießerei die Gelegenheit dazu.

05.10.2026

Kulturberatung führt Erhebung zu Digitalisierung durch: bis 27.09. teilnehmen

Die digitale Transformation verändert die Kulturlandschaft nachhaltig. Um zukünftige Unterstützungs- und Förderangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, führen drei Verbände aus der Kulturberatung Hessen (LAKS Hessen, Museumsverband Hessen, LKB Hessen) eine hessenweite Bedarfserhebung in der Kulturlandschaft durch. Sie wollen Chancen, Herausforderungen und Bedarfen rund um Digitalisierung und Digitalität in Kultur und Kultureller Bildung erfassen. Die anonyme und DSGVO-konforme Umfrage dauert ca. 20 Minuten und läuft bis zum 27. September 2026. Hier gehts lang. 

Übrigens: Die Kulturberatung Hessen bietet kostenfreie Unterstützung und Beratung zu allen Fragen rund um das leidige Thema Förderanträge und freut sich auf eure Anrufe oder E-Mails. Hier geht es zu den Beratungsstellen.

24.09.2026

Frauenorchesterprojekt 12.-14.02.2027: jetzt anmelden!

Das FOP ist ein ambitioniertes Frauen-Sinfonieorchester, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Werke von Komponistinnen zum Klingen zu bringen. Die Projektphasen finden einmal im Jahr in Berlin an einem Wochenende im Frühjahr als Orchesterwochenende mit abschließender Präsentation statt. Im kommenden Jahr feiern die Macherinnen ein besonderes Jubiläum – die 20. Ausgabe des Frauenorchesterprojekts! Vom 12. bis 14. Februar 2027 kommen die Teilnehmenden in Berlin zusammen, um als groß besetztes Frauen-Sinfonieorchester Musik von Komponistinnen zu spielen, die viel zu selten auf den großen Bühnen zu hören ist: Mit Emilie Mayer, Luise Adolpha Le Beau, Vilma von Webenau, Julia Perry, Beth Denisch und Jessie Montgomery erwartet euch ein abwechslungsreiches Programm. Alle Infos rund um Programm, Besetzung und Probenzeiten gibt’s im digitalen Flyer – und wer dabei sein möchte, meldet sich hier via Anmeldeformular für das Projekt an. Für Kontrabass und Schlagwerk stehen Leihinstrumente bereit. Anmeldeschluss: 31.10.2026

24.09.2026

Jazzthing Next Generation sucht Talente: jetzt bewerben!

Am Anfang einer musikalischen Karriere steht oft ein Widerspruch: Die Musik ist da, die eigene Band hat ihren Klang gefunden, vielleicht existieren bereits professionelle Aufnahmen – doch der Weg zu einem Label, zu medialer Aufmerksamkeit und einem größeren Publikum bleibt schwierig. Genau an diesem Punkt setzt die Reihe Jazz thing Next Generation an: Seit mehr als zwei Jahrzehnten bietet sie jungen Musiker*innen die Möglichkeit, ihr Debüt unter professionellen Bedingungen bei Double Moon Records zu veröffentlichen und zu vertreiben. Gleichzeitig wird der jeweilige Act in Jazz thing vorgestellt. Damit verbindet die Reihe Tonträgerveröffentlichung, Promotion und journalistische Aufmerksamkeit. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt ein Blick auf die Geschichte der Reihe in der Künstler*innen wie Esther Kaiser, Tamara Lukasheva oder Charlotte Greve bei Next-Generation-Veröffentlichungen dabei waren und  anschließend sehr unterschiedliche, erfolgreiche Wege innerhalb der internationalen Jazzszene eingeschlagen haben.

Bewerber*innen müssen noch keine abgeschlossene Karriere vorweisen können, sollten aber eine eigene künstlerische Handschrift vorweisen und deren Musik sollte das Potenzial besitzen, sich weiterzuentwickeln. Eine Veröffentlichung im Eigenvertrieb oder frühere Mitwirkungen in anderen Bands schließen eine Bewerbung nicht aus. Es sollte sich aber um das erste professionelle Album unter eigenem Namen beziehungsweise um das erste eigene Projekt bei einem etablierten Label handeln.

24.09.2026

filia.die frauenstiftung feiert 25jähriges Jubiläum mit „Mutfunken“

filia.die frauenstiftung wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Seit 2001 fördert die Stiftung Aktivitäten von und für Frauen, Mädchen und LBTIQ+ in Deutschland, Osteuropa und Zentralasien. Ihr Jubiläum feiert die Stiftung mit der Jubiläumskampagne „Mutfunken“: mit Unterstützung durch prominente Fürsprecher*innen spricht sie sich für mehr Sichtbarkeit und Ressourcen für gesellschaftliches Engagement von und für Frauen, Mädchen und LBTIQ+. Mit den „Mutfunken“ zelebriert filia nicht nur die eigene Geschichte, sondern vor allem das Engagement der Aktivist*innen, die in den vergangenen 25 Jahren durch filia gefördert wurden. Ihr Mut soll in Zeiten von anti-demokratischem Gegenwind Orientierung geben und wie Funken überspringen. Denn gerade jetzt sei es wichtiger denn je, feministische Errungenschaften zu schützen. Am 29.9.2026 könnt ihr euch ab 18 Uhr in der Online-Veranstaltung „feministische Impulse, die überspringen“ abholen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich.

21.09.2026

Förderpreis für junge Liedermacher*innen der Hanns-Seidel-Stiftung

Du schreibst eigene Songs oder spielst in einem Duo oder einer Band mit überwiegend deutschsprachiger Musik und bist unter 35 Jahre alt? Dann bewirb dich jetzt! Beim Förderpreis für junge Liedermacher*innen der Hanns-Seidel-Stiftung Fachjury wählt drei Preisträger*innen aus. Die Auszeichnung umfasst 5.000 Euro Fördergeld sowie Auftritte beim Festival „Lieder auf Banz“ inklusive Radio- und TV-Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk. Bewirb dich per Mail mit Songs, Videos und Info-PDF. Bewerbungsschluss: 1.10.2026

21.09.2026

RockCity Live Fonds: Unterstützung für Touren von Juli-September

Zurück von der Tour? Oder du planst mit deiner Musik unterwegs zu sein? Die dritte Förderrunde des RockCity LIVE FONDS läuft noch bis zum 15.10.2026, bis dahin kannst du dir einen Teil deiner Tourkosten zurückholen. Du kannst ganz einfach einen Antrag beim LIVE FONDS stellen und dir finanzielle Unterstützung für deine Konzerte und Tourneen aus dem Förderzeitraum 01.07.2026 – 30.09.2026 sichern. Je nachdem, wie du unterwegs warst, stehen dir verschiedene Fördermöglichkeiten offen: Road Trip Fonds (Zuschüsse für Tourfahrzeuge), Green Touring Fonds (Rückerstattungen bei klimafreundlichen Anreisen) und International Touring Fonds (Transferkosten, Unterkünfte oder Visa bei internationalen Auftritten).

21.09.2026