Robert Bosch Stiftung fördert kreative Projekte zur Demokratiearbeit

„Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“, so heißt das Förderprogramm, das die Robert Bosch Stiftung zusammen mit dem Bundesverband Soziokultur ausgeschrieben hat. Damit unterstützt sie Ansätze für niedrigschwellige Demokratiearbeit in ganz Deutschland, die Menschen die Möglichkeit geben, den Mehrwert von Demokratie und Gemeinschaft wieder selbst zu erfahren. Das Förderprogramm unterstützt Kooperationen aus Ortebetreiber*innen, Soziokultur und politischer Bildung dabei, verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Experimentierfreude ist ebenso gefragt wie genaues Hinhören, was es im Umfeld braucht. So wird der Ort gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Umfeld zu einem kommunikativen Treffpunkt, den man zusammen gestaltet und wo man etwas bewegen kann – zu einem gemeinsamen Allzeitort.  Mit einladenden, kreativen und partizipativen Ansätzen sollen unterschiedliche Menschen ab 16 Jahren zusammengebracht werden. Ziel ist es, über den Förderzeitraum hinaus eine dauerhafte Kultur des Dialogs zu etablieren und so das demokratische Miteinander vor Ort nachhaltig zu stärken. Kultureinrichtungen, Kulturschaffende und Kreative, Politik und Verwaltung, Vereine, Stiftungen, NGOs u.a. können sich bis 17.05.2026 für eine Förderung bewerben. 

09.03.2026

Der deutsche Weltmusikpreis RUTH geht an Dota Kehr

Die RUTH zeichnet Künstler*innen für herausragende Leistungen aus und wird seit 2002 jährlich während des Rudolstadt-Festivals verliehen. Dieses gilt als das größte Festival für Roots, Folk und Weltmusik in Deutschland und findet 2026 vom 02. bis zum 05. Juli statt. In diesem Jahr geht der Preis an die Songwriterin Dota Kehr (Foto: Annika Weinthal) für ihr Mascha-Kaléko-Programm “In der fernsten der Fernen”.

Zur Begründung schreibt die Jury: „Nach einem Konzert steckt ihr ein Fan ein Büchlein mit Gedichten von Mascha Kaléko zu. Dota Kehr entdeckt darin eine Seelenverwandte, ist angetan von der Direktheit, der Ironie, dem Herzblut, der schlichten Eleganz. Und mitunter erschrocken ob der Aktualität mancher Verse (beispielsweise Der Fremde). Sie fängt an, Musiken dafür zu schreiben. Mit Erfolg: Dota Kehr hat den ironisch-zärtlichen, oft aber auch melancholischen Ton von Kalékos Großstadt-Lyrik der 1920er Jahre in feine Töne gegossen, so dass die Gedichte klingen, als seien sie gerade erst in dieser Text-Musik-Form geschrieben worden. Große Kunst einer klugen Dichterin trifft auf farbige Vertonungen einer klugen Musikerin. Dafür gibt es die RUTH 2026.“

Dota Kehr lebt in Berlin und wurde Anfang der 2000er Jahre unter dem Pseudonym „Die Kleingeldprinzessin“ bekannt. Seit 2013 veröffentlichen sie und ihre Band unter dem Namen DOTA. Zwei ihrer Alben nahm die Musikerin in Brasilien auf, wo sie mit brasilianischen Künstlern wie Chico Cesár und Danilo Guilherme zusammenarbeitete. Das Preisgeld von 5.000 Euro, das mit der RUTH verbunden ist, möchte Dota Kehr spenden: „Zu gleichen Teilen an Ärzte ohne Grenzen und an meinen Kollegen und Freund, den brasilianischen Musiker Danilo Guilherme, um die Behandlungskosten seiner ALS-Erkrankung zu tragen.“

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09.03.2026

GEMA verleiht zum 17. Mal den Deutschen Musikautor*innenpreis

Am 26. Februar verlieh die GEMA in Berlin den 17. Deutschen Musikautor*innenpreis an insgesamt 19 Preisträger*innen. In sieben Kategorien waren insgesamt 26 Musikautor*innen nominiert. Aus diesen wählte die Fachjury der Akademie Deutscher Musikautor*innen (ADMA) die Gewinner*innen. Weitere Auszeichnungen erfolgten in den Kategorien „Nachwuchs“, „Lebenswerk“, „Erfolgreichstes Werk des Jahres 2025“ und „Sonderpreis Inspiration“.

FLINTA*-Repräsentation gab es in einigen Kategorien: unter den Gewinner*innen befinden sich Julia Mihály (Musiktheater/Bühne), Lisa Morgenstern (Komposition Neoclassic/Crossover), Anna Mateur (Text Chanson/Kabarett); die Band “Blond” (Text Singer-Songwriter), bestehend aus Nina Kummer, Lotta Kummer und Johann Bonitz sowie Lauren Siess (Nachwuchs, Sparte E).

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09.03.2026

Musikindustrie in Deutschland 2025: Streaming weiter auf dem Vormarsch

Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) berichtet:

Die Handelsumsätze, die in Deutschland mit dem Verkauf von Musik auf CDs, Vinyl-LPs und Downloads sowie im Streamingbereich erzielt wurden, beliefen sich 2025 auf insgesamt 2,42 Milliarden Euro (die daraus erzielten Industrieeinnahmen betrugen 1,33 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 2,3 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren war auch 2025 das Musik-Streaming Treiber der Entwicklung, der Handelsumsatz wuchs hier um 4,1 Prozent auf 84,4 Prozent der Brancheneinnahmen, damit erzielte Streaming allein mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz. Der Split zwischen physischem (CDs und Vinyl) und digitalem (Streaming und Downloads) Geschäft liegt in Deutschland nun bei 14,2 Prozent zu 85,8 Prozent.

Das physische Marktsegment gab insgesamt um 5,9 Prozent nach und erlöste 345 Mio. Euro. Innerhalb des Segments wiederum konnte Vinyl auch im vergangenen Jahr wachsen (+2,8 %); mit einem Anteil von 44,2 Prozent am physischen Markt hat die Schallplatte die CD aber trotz eines Rückgangs um 11,3 Prozent noch nicht eingeholt. Die CD war also auch 2025 das zweitstärkste Umsatzsegment.

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09.03.2026

Neuer Masterstudiengang „Musikpädagogik kompakt“ in Essen (Bewerbungsschluss: 15.03.)

Die Folkwang Universität der Künste Essen startet zum Wintersemester 2026/27 den Masterstudiengang „Musikpädagogik kompakt“. Er richtet sich unter anderem an Absolvent*innen instrumentaler und vokaler Studiengänge, die eine künstlerische Ausbildung abgeschlossen haben und nun eine pädagogische Zusatzqualifikation erwerben möchten. Der Studiengang vermittelt pädagogisch-didaktische Grundlagen, Unterrichtspraxis und musikalische Projektarbeit und soll in zwei Semestern eine fundierte Qualifikation für ein breites Berufsfeld ermöglichen. Er wird jährlich zum Wintersemester angeboten. Bewerbungsschluss: 15.03.2026

09.03.2026

Deutscher Musikrat legt aktualisierte Empfehlung für Honoraruntergrenzen in der musikalischen Bildung vor

Ab 1. März 2026 empfiehlt der Deutsche Musikrat Mindesthonorare von 56,- Euro für 45 Minuten und 74,- Euro für 60 Minuten Unterricht. Untergrenzen sollten möglichst nicht unterschritten werden. Als angemessen werden Honorare in Höhe von 67,- Euro für 45 Minuten und 89,- Euro für 60 Minuten betrachtet.

Mit einer Untergrenze sollen bei Tätigkeiten auf Honorargrundlage kritische Arbeitsverhältnisse vermieden werden.  Zudem sollen so die Qualität und der Nachwuchs in musikpädagogischen Berufsfeldern gesichert werden. Die neuen Empfehlungen sollen die Honorare an Tarifentwicklungen anpassen und zeigen, dass musikpädagogische Arbeit wertgeschätzt wird. Sie richten sich vor allem an Städte, Länder, private Auftraggeber*innen, Musikschulen und Hochschulen.

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09.03.2026

VdM Hessen zieht positives Fazit zur Landtagsdebatte über den Pakt für die Musikschulen

Der Verband deutscher Musikschulen in Hessen (VdM) hat die Diskussion des Hessischen Landtages zum „Pakt für die Musikschulen“ verfolgt und berichtet über positive Ergebnisse. Der im November 2025 beschlossene Pakt erhielt in diesem Rahmen erneuten Zuspruch. Er umfasst ein Modell zur Finanzierung von Musikschulen sowie eine neue Förderrichtlinie. Hierbei werden erstmals klare Qualitätsstandards für die Förderung festgelegt, um die pädagogische Arbeit wertzuschätzen und zu unterstützen. Die Förderung orientiert sich künftig nicht mehr an Kennzahlen wie Wochenstunden oder Schülerzahl, sondern daran, wie gut eine Musikschule in den Bereichen Trägerschaft, Finanzierung, Ausstattung, innerer Organisation, Kooperationen, Projekten sowie Personal aufgestellt ist.

Hintergrund hierfür ist die wiederholte Feststellung des Landtages, dass musikalische Bildung, insbesondere im Kindesalter, positive Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung hat, darunter beispielsweise die Wahrnehmung, Koordination und Kreativität. Laut dem VdM unterstreicht die Diskussion die Wichtigkeit, musikalische Bildung langfristig politisch abzusichern und weiterzuentwickeln.

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09.03.2026

Solitude Stipendium (Stuttgart): zeitoffene Bewerbung

Die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart vergibt alle zwei Jahre zwischen 50 und 60 Aufenthaltsstipendien an internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturschaffende aller Disziplinen. Das Stipendium schafft Raum für konzentrierte Arbeit, interdisziplinären Austausch und internationale Vernetzung – und leistet damit einen Beitrag zu einer offenen vielfältigen und mit der Welt verbundenen Kulturlandschaft in Baden-Württemberg und Deutschland. Das Stipendium ist ergebnisoffen ausgerichtet und eröffnet zugleich die Möglichkeit für Veranstaltungen vor Ort, auch in Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen in Stuttgart und der Region. Das Solitude-Stipendium richtet sich an Personen, die zwei bis zehn Jahre nach ihrer Ausbildung eine eigenständige Praxis entwickelt haben und nun ihre berufliche Entwicklung vertiefen und den nächsten Schritt in Richtung internationaler und interdisziplinärer Vernetzung gehen möchten. 

Geboten werden: ein 6- oder 9-monatiger Aufenthalt in Stuttgart, ein monatliches Stipendium von 1300 Euro zur Deckung der Lebenshaltungskosten, ein möbliertes Wohn- und Arbeitsstudio in der Akademie Schloss Solitude inklusive Strom, Heizung und Wasser, eine einmalige Erstattung der Reisekosten für die An- und Abreise, Projektmittel (je nach Haushaltslage), die Übernahme der Krankenversicherungskosten für Nicht-EU-Bürger*innen u.v.m.

09.03.2026

Bayerischer Chorwettbewerb 2026 lädt zur Teilnahme ein

Der 12. Bayerische Chorwettbewerb findet vom 6. bis 8. November 2026 in der Konzerthalle Bamberg statt und dient zugleich als Qualifikationswettbewerb für den Deutschen Chorwettbewerb 2027. Bewerben können sich Chöre aller Gattungen, Besetzungen und Altersstufen innerhalb einer großen Bandbreite an Kategorien. Die Chöre müssen ihren Sitz und ihr Tätigkeitsfeld in Bayern haben und seit dem 1. Januar 2025 kontinuierlich arbeiten (bzw. zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden haben). Ihre Mitglieder müssen Laien sein.

Die teilnehmenden Ensembles werden von renommierten Fachjurys, die sich aus Chorleiter*innen, Musikpädagog*innen sowie ausgewiesenen Expert*innen der Chormusik zusammensetzen, bewertet. Die Jurys stehen dabei nicht nur für fachliche Exzellenz, sondern auch für eine konstruktive und wertschätzende Rückmeldung, die den Chören konkrete Anregungen für ihre weitere musikalische Entwicklung bietet. Bewerbungsschluss: 30.05.2026

Infos & Anmeldung

09.03.2026

Praktikum Kulturmanagement & Veranstaltungsorganisation (Berlin)

Für das Projekt „Forecast Mentorships“ sucht Skills e. V. eine*n engagierte*n Praktikant*in (Vollzeit). Das Praktikum ist für Studierende konzipiert, die ein studienbegleitendes Praktikum benötigen. Es bietet die Möglichkeit, Erfahrungen im Kulturmanagement und der Veranstaltungsorganisation zu sammeln. Forecast Mentorships ist ein internationales Mentoring-Programm, das Künstler*innen und kreative Denker*innen aus aller Welt mit erfahrenen Mentor*innen zusammenbringt. Jede Edition ist einzigartig – sechs Mentor*innen aus verschiedenen kreativen Bereichen prägen Inhalt und Ausrichtung des jeweiligen Jahrgangs. Was dich erwartet: Du wirst Teil eines transdisziplinären Produktionsteams und sammelst praktische Erfahrungen in der Organisation eines internationalen Kulturprogramms. Insbesondere arbeitest du mit in der Vorbereitung und Durchführung des Forecast Festivals mit Schwerpunkt Produktion. Deadline: 25. März 2026
09.03.2026

Mitarbeiter*in im Bereich Ticketing (Assistenz) gesucht (m/w/d)

Die MCT Agentur GmbH übernimmt Dienstleistungen im nationalen und internationalen Entertainmentbereich. Darunter fallen insbesondere die Organisation und Durchführung von Tourneen und Veranstaltungen aller Art im Unterhaltungssektor. In den vergangenen Jahrzehnten hat MCT Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Bands und Veranstaltungsorten gesammelt und Liveauftritte nationaler und internationaler Künstler*innen in jeder Größenordnung organisiert. Zur Verstärkung ihres kleinen Teams sucht die Agentur ab sofort eine kompetente und erfahrene Person für 40h / Woche. Die Bezahlung erfolgt nach dem MCT Fair-Pay-System (basierend auf 3.500 € brutto Grundgehalt *Verantwortungsstufe). Bewerbungsschluss: 31.05.2026
09.03.2026

Referent*in für musikalische Bildung gesucht (Trossingen, Elternzeitvertretung)

Die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung e. V. ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung, die musikalische Bildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe weiterdenkt und weiterentwickelt. Sie qualifiziert Fachkräfte, initiiert Projekte und schafft Räume für Austausch, Innovation und Vernetzung. Ab 15.03.2026 sucht sie ein*e Referentin/Referent für musikalische Bildung (50%, Elternzeitvertretung), befristet für die Dauer der Elternzeit, eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt. Gesucht wird eine Person, die im Team innovative Bildungsformate entwickeln und bundesweite Impulse setzen möchte. Erwartet werden u.a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B. Musikpädagogik, Musikvermittlung, Bildungs- oder Kulturwissenschaften), idealerweise Erfahrung in der Erwachsenenbildung und Flexibilität bei Arbeitszeiten – auch an Wochenenden und Feiertagen – sowie ein Wohnort im Umfeld von Trossingen. Mobiles Arbeiten ist in Absprache mit dem Team möglich. Bewerbungsschluss: 20.03.2026 
09.03.2026