Neue Studie zur Berliner Clubkultur
Erstmals seit 2019 liegt wieder eine umfassende Erhebung zur Lage der Berliner Clubs vor. Die Studie wurde von der Clubcommission Berlin e. V. im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe herausgegeben und zeigt: Die Nachfrage ist ungebrochen, aber das Geschäftsmodell hat sich gedreht. 2017 stammten über die Hälfte der Einnahmen aus Gastronomie und Getränkeverkauf, während heute der Eintritt die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Dahinter steht ein verändertes Ausgehverhalten. Das Publikum plant den Clubabend bewusster, bleibt kürzer und trinkt weniger. Gleichzeitig steigen jedoch Kosten wie Personalkosten, Betriebskosten oder Mieten und Pacht, was die Clubs unter wirtschaftlichen Druck setzt. 95 Prozent der Befragten sehen ohne strukturelle Verbesserungen die langfristige Existenz vieler Clubs gefährdet. Die Berliner Clubkultur steht somit unter Transformationsdruck. Hierbei geht es besonders um die Öffnung landeseigener Immobilien für Clubkultur, eine verlässliche Förderkultur, die rechtliche Anerkennung von Clubs als Kulturstätten und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

