Nachtleben ist wichtiger Wirtschaftsfaktor für Frankfurt

Das Nachtleben der Stadt Frankfurt am Main ist ein wichtiger Standortfaktor. Das stellte eine Studie im Auftrag der städtischen Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) und der Stabsstelle Stadtmarketing fest. Dazu wurden 200 Tourist*innen sowie Frankfurter*innen im Sommer befragt, außerdem nahmen rund 130 Clubs, Gastronomie- und Eventstätten teil. Das Ergebnis ist eindeutig: 85 Prozent der Befragten sehen das Nachtleben als wichtigen Imageträger und als wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt (69%). Das zeigt sich auch beim Umsatz: Rund 432 Millionen Euro Bruttoumsatz wurden 2024 durch Clubs, Kulturorte und Eventlocations erwirtschaftet. Im Schnitt hat damit eine Frankfurt besuchende Person pro Tag 69,50 Euro ausgegeben. Frankfurt gehöre damit zu den „Top drei Nachtleben-Städten in Deutschland“, freut sich Wüst. „Unser Nachtleben ist ein zentraler Standortfaktor. Die Nachtökonomie leistet dafür einen wichtigen Beitrag: durch Umsatz, Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze.“ Bei der Vorstellung der Studie war auch der Frankfurter Nachtrat – ein dreizehnköpfiges Gremium aus Vertreter*innen der Gastronomie, Clubszene und Kulturbranche – erschienen, das sich mit den Herausforderungen der Branche befasst.

Die Studie empfiehlt, das Thema Nachtleben stärker strukturell zu verankern und als integralen Bestandteil einer modernen Stadtentwicklung zu verstehen. Aufbauend auf dem Nachtrat empfiehlt sie ein verbindliches Nachtökonomie-Board, einen jährlichen „Nachtbericht“ sowie den Aufbau von Quartiersnetzwerken zur Konfliktprävention. Initiativen wie ein Qualitätssiegel für Clubs und Bars, Mikroförderungen für neue Formate sollen die Qualität, Sichtbarkeit und internationale Wahrnehmung erhöhen. Für 2026 sind erste Pilotprojekte in den Quartieren sowie die Veranstaltungsreihe „Frankfurter Nächte“ geplant.

04.12.2025

Musikbranche ruft Klimanotstand aus

Music Declares Emergency ist eine Gemeinschaft aus Künstler*Innen, Organisationen und Akteur*innen der Musikbranche, die zum Schutz unseres Planeten und als Teil der Klimabewegung über den Klima-Notstand aufklärt und auf ein sofortiges Handeln abzielt. Sie wollen mit der Kraft der Musik den Wandel vorantreiben um eine lebenswerte Zukunft für uns zu alle ermöglichen.

Die Initiative fordert:
„1 Wir fordern die Regierung, die Medien sowie die Akteur*innen der Musikbranche dazu auf, die Wahrheit über den Klima-Notstand auszusprechen.
2 Wir fordern die Regierung dazu auf, jetzt zu handeln, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen und den Ausstoß von CO2-Emissionen bis spätestens 2030 auf Null zu senken.
3 Wir erkennen an, dass der Notstand aus globalen Ungerechtigkeiten entstanden ist und streben einen Systemwandel an, um das Leben auf unserer Erde zu beschützen.
4 Wir wissen um die ökologischen Auswirkungen, ausgelöst durch die Aktivitäten der Musikbranche und verpflichten uns zu sofortigem Handeln.“

Bereits über 5000 Organisationen, Künstler*innen und Einzelpersonen haben unterzeichnet. Macht mit und unterstützt die Aktion!

29.04.2021

Livebranche fordert Restart im September

Unter Bezugnahme auf das Versprechen von Angela Merkel, dass ab 21. September „jeder ein Impfangebot erhalten haben wird“, folgert das Forum Musikwirtschaft, dass nach diesem Termin öffentliche Veranstaltungen wieder uneingeschränkt möglich sein müssten und wendet sich in einem Offenen Brief an die Kanzlerin. 

14.04.2021

Jetzt beteiligen: Anti-TTIP-Demonstration 23. April

Im April 2016 wird US-Präsident Barack Obama die Hannover-Messe besuchen. Zentrales Ziel ist es, gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die TTIP-Verhandlungen voranzubringen, um diese schnellstmöglich abzuschließen.
Anlässlich der Gespräche zwischen Obama und Merkel demonstriert am 23. April 2016 ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gemeinsam mit zehntausenden Menschen in Hannover gegen TTIP & Co., um noch vor der Messeeröffnung ein klares starkes Signal für einen gerechten Welthandel zu setzen! Der Deutsche Kulturrat unterstützt den Aufruf des Bündnisses und ruft dazu auf, sich mit kreativen Aktionen an der Demonstration zu beteiligen!

18.03.2016

Veranstaltung zum Equal Pay Day in Frankfurt 20.03.2015

In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer. Auch in Frankfurt am Main ist die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen sehr ausgeprägt und hat zudem eine weitere Dimension: Hier lebende Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft verdienen im Schnitt deutlich weniger als Frankfurterinnen mit einem deutschen Pass. Ein wesentlicher Aspekt bei der geringeren Bezahlung vieler Frauen ist, dass sie häufig in Branchen beschäftigt sind, in denen unterdurchschnittlich bezahlt wird, wie im Gesundheits- und Sozialwesen oder im Handel. Das sind auch in Frankfurt am Main die Branchen, in denen gerade Frauen ohne deutschen Pass einfacher eine Beschäftigung finden. Andere Gründe für Entgeltungleichheit liegen in eingeschränkten Karriereoptionen durch Teilzeit und durch Erwerbsunterbrechungen. Zu diesen und weiteren Erkenntnissen kommt die Studie „Erwerbssituation und Arbeitslosigkeit in Frankfurt am Main. Chancen, Problemlagen und Handlungsbedarfe für Frauen“, die das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität im Auftrag des Frauenreferats erstellt hat. Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt, der Club Frankfurt am Main e.V. der Business and Professional Women (BPW) und das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt am Main laden zur Vorstellung und Diskussion der Studienergebnisse zu einer Veranstaltung am 20. März 2015 von 13 – 17 Uhr ein.

Ort: Goethe-Universität, Campus Westend, Raum Casino 823

11.03.2015