Wellemachen: Teile deine Geschichte zu Machtmissbrauch und Diskriminierung in der deutschen Musikindustrie

Wellemachen e.V. ist eine unabhängige Organisation und ein nachhaltiges Netzwerk von Akteur*innen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, die sich für die Chancengleichheit und Gleichstellung in der Musikbranche einsetzen. Der Verein verfolgt das Ziel, strukturelle Ungleichheiten abzubauen und eine gerechtere, vielfältige und sicherere Zukunft für alle Akteur*innen in der Musikbranche zu gestalten. Derzeit entwickelt der Verein ein Online-Archiv und eine Ausstellung, in denen anonyme Betroffenenberichte zu verschiedenen Formen von Diskriminierung und Machtmissbrauch gesammelt und veröffentlicht werden. Die Beiträge können Erfahrungen mit Sexismus, Rassismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus, Alters- oder Klassen-Diskriminierung umfassen. Das Projekt will den Mythos entkräften, dass Machtmissbrauch und Diskriminierung „Einzelfälle“ seien – und stattdessen das systemische Ausmaß sichtbar machen, Betroffenen Raum geben, ihre Erfahrungen sicher und anonym zu teilen und so öffentliche Aufmerksamkeit und Handlungsdruck zu erzeugen. So sollen Materialien und Statistiken für Aufklärung, Workshops und Sensibilisierungsarbeit bereitgestellt werden.

Über ein DSGVO-konformes Formular können Betroffene ihre Erfahrungen einreichen und selbst entscheiden, auf welchen Kanälen sie ihre Erfahrung geteilt wissen möchten – online, in Ausstellungen oder auf den Social-Media-Kanälen von Wellemachen.

10.03.2026

1. Feministisches Forum WELLEMACHEN 25.05.2024 in Weimar

Am 25. Mai 2024 veranstalten Music Women* Sachsen gemeinsam mit Music Women* Thüringen ihr erstes feministisches Forum für die Musikbranche im Lichthaus Kino in Weimar. Mit WELLEMACHEN nehmen sie sich einen Tag lang Zeit, sich die Potenziale, die der Feminismus für die Musikbranche birgt, anzuschauen, zu diskutieren und zu feiern. Dabei möchten sie das weite Feld Feminismus im Spannungsfeld zu Themen wie Ökonomie, Macht, Politik und Intersektionalität betrachten. Das Event lädt mit Workshops, Lesung, Musik, Ausstellung und politischem Forum alle ein, die sich zu feministischen Themen wertschätzend austauschen wollen: „Hier könnt ihr auftanken für euer kräftezehrendes Engagement und euch mit spannenden Menschen vernetzen, Allianzen schmieden und Gemeinschaft spüren“, schreiben die Macherinnen*. Mit dabei sind u.a. die Live-Acts Karl die Große und Deslin Ami Kaba, Journalistin Lena Kampf mit dem Buch „Row Zero“ und die Politologin Lisa Yashodhara Haller.

18.04.2024