Online-Umfrage zur sozialen und wirtschaftlichen Lage von Kulturschaffenden

Solo-Selbstständige und hybrid Erwerbstätige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) sind ab sofort eingeladen, sich an einer Online-Umfrage zu ihrer wirtschaftlichen Situation und ihrer sozialen Absicherung zu beteiligen. Ziel der Studie ist es, über die gewonnenen Daten erstmals ein valides Bild über die wirtschaftliche und soziale Situation von Solo-Selbstständigen und hybrid Erwerbstätigen zu erhalten und auf dieser Basis konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vorschlagen zu können. Die Befragung wird im Rahmen einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durchgeführt. Die Teilnahme ist bis zum 08.03.2024 möglich.

27.02.2024

Musikermedizin-Studie: Wie geht es dir?

Das Berliner Centrum für Musikermedizin (BCMM) führt aktuell eine Studie zur psychischen Gesundheit von Musiker*innen durch. Im Rahmen einer kurzen anonymen Online-Befragung sollen Unterstützungsmöglichkeiten und Faktoren in Zusammenhang mit psychischer Gesundheit erfasst werden. Alle professionellen Musiker*innen und Musikstudierenden sind eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Das Projekt wurde im Rahmen der Infrastrukturförderung der Initiative Musik gefördert. Hier geht es zur Studie.

27.02.2024

Projektabschlussbericht „Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Kulturpolitik“ erschienen

Das Forschungsprojekt „Nachhaltige und klimagerechte Kulturpolitik in Deutschland“ des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. legt seinen Abschlussbericht vor. Das Projekt will Möglichkeiten aufzeigen, wie auf die Herausforderungen des Klimawandels mit den Mitteln der Kulturpolitik und des Kulturmanagements nachhaltig reagiert werden kann. Es hatte u.a. das Ziel, in Erfahrung zu bringen, wie die Kommunen und Länder als Hauptakteure der Kulturpolitik auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren. Ferner ging es auch um die Recherche und Dokumentation von Konzepten und konkreten Beispielen der nachhaltigen und klimagerechten Kulturpolitik und kulturellen Praxis. Das Projekt reagiert damit auf ein Defizit und Desiderat: Es gibt derzeit national wie international viele konkrete Ansätze einer nachhaltigen und klimagerechten Kulturpolitik, aber kaum Bemühungen, darüber einen systematischen Überblick zu gewinnen und die Blockaden und Gelingensbedingungen bei den kulturpolitischen Akteur*innen zu thematisieren. Ferner mangelt es an Wissen zu den entwickelten Konzepten und Formaten der klimaschutzbezogenen Kulturpolitik und kulturellen Praxis. So sind die Akteur*innen darauf angewiesen, „das Rad immer
wieder neu zu erfinden“. Das soll sich mit der Studie ändern. Die Studie steht zum Download zur Verfügung, KuPoGe-Mitglieder können die Printversion kostenlos bestellen, es genügt eine formlose Mail.

20.11.2023

Roundtables zu Festivalstudie sucht Veranstalter*innen & Leute aus der Musikszene 01. & 12.09.23

Die Initiative Musik plant gemeinsam mit der Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrums (miz) die Umsetzung einer Festivalstudie. Mit der Gestaltung und Durchführung der Studie ist als wissenschaftlicher Partner C:POP, angegliedert an die Uni Paderborn, beauftragt. Die repräsentative Untersuchung wird die Festivallandschaft genreübergreifend in den Blick nehmen, statistische und inhaltliche Wissenslücken schließen und das Ökosystem „Musikfestivals“ in seiner ganzen Komplexität darstellen. Hierfür sollen Festivalveranstaltende in einer Online-Befragung und in zusätzlichen qualitativen Interviews zu Wort kommen. Für die Konzeption des Forschungsdesign wird euer Input benötigt, der auch in die inhaltliche Gestaltung einfließen wird. An drei Roundtables wollen die Veranstalter*innen mit Vertreter*innen von Musikfestivals, Verbänden und Initiativen sowie Einzelakteur*innen der Szene in einen gemeinschaftlichen Austausch kommen. Ihr könnt euch frei für einen der unten verzeichneten Termine entscheiden, auch die Option der hybriden Teilnahme besteht. Folgende Themenkomplexe sollen dabei im Fokus stehen: Definition des Begriffs „Musikfestival“; Erfassung der Grundgesamtheit; Klärung von Wissenslücken/ Input aus der jeweiligen Perspektive zum Forschungsdesign, Fragen & Ergänzungswünsche. Der erste Roundtable hat am 25.08. stattgefunden, die nächsten sind am Freitag, den 01.09.2023 von 11-14 Uhr im Knust in Hamburg (Anmeldung analog, Anmeldung digital) und Roundtable 2 findet im 12.09. von 11-14 Uhr im Cairo in Würzburg statt (Anmeldung analog, Anmeldung digital).

31.08.2023

Nachhaltigkeitsprojekt untersucht Publikumsmobilität bei Konzerten

Themen wie die Klimakrise und Nachhaltigkeit sind längst auch in der Veranstaltungsbranche angekommen. Eine der größten Herausforderungen ist die Anreise des Publikums als eine der Hauptquellen von CO₂-Emissionen bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Festivals; das hat u.a. die 2022 umgesetzte Studie „Plant A SEEED“ ergeben. Welche Maßnahmen und Anreize wirksam sind, um das Publikum auf nachhaltige Anreise-Optionen zu lenken und wie die gegebene Infrastruktur dafür aussehen muss, wollen The Changency und Crowd Impact jetzt bei dem Nachhaltigkeitsprojekt TICKET TO RIDE rund um die Sommertour der Band AnnenMayKantereit herausfinden. Die Band spielt im Sommer 2023 eine Tour, zu der über 250.000 Fans reisen werden, teils in Ballungszentren, teils in ländlichen Gebieten, also mit unterschiedlichen infrastrukturellen Voraussetzungen. Ticket To Ride will herausfinden, in welchen Bereichen wie viel CO2 entsteht, um dies bei zukünftigen Tourneen gezielter reduzieren zu können. Das von der Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt umfasst ein umfangreiches Mobilitätskonzept mit gezielten Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Anreise, eine Kommunikationskampagne und eine innovative Datenerfassung mit dem Software StartUp Crowd Impact. Die Ergebnisse werden im Anschluss veröffentlicht und dienen als Handlungsleitfaden für die Veranstaltungsbranche und als Argumentationsgrundlage für eine Politik hin zu einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. „Wir glauben, dass die Livemusikbranche mit ihren Großveranstaltungen wegweisende Impulse für eine Verkehrswende geben kann. Genau das ist es, was wir mit Ticket To Ride erreichen wollen – Wissen generieren und teilen, und somit die nötige Transformation beschleunigen,“ sagt Rosa Hoelger von The Changency.

29.08.2023

Schwarze Stimmen in einer weißen Musikwelt

Die Jazzmusikerin Natalie Greffel hatte kürzlich den Mut, in ihrer Dankesrede beim Deutschen Jazzpreis 2023 von ihren Diskriminierungserfahrungen im Musikstudium und in der Jazzszene zu berichten. Als BIPoC erlebte sie Ignoranz und Mikroaggressionen, sie habe die Jazzszene als „weiße, überwiegend cis-hetero-männliche Jazz-Gemeinschaften und -Institute“ kennengelernt, die weder das Wissen noch das Bewusstsein hätten, sich intensiv mit der Politik und Geschichte des Schwarzen Bewusstseins auseinanderzusetzen.

Ihre Erfahrungen decken sich mit der neuen Studie „Schwarze Stimmen in einer weißen Musikwelt“ von Nepomuk Riva, Professor für Ethnomusikologie an der Universität Würzburg. Die Interviews, die er mit 6 Schwarzen Studierenden von 2016-2020 führte, offenbaren Diskriminierungserfahrungen, die von persönlichen Zurückweisungen bis hin zu institutionellen Praktiken reichen, die sich oftmals hinter dem Rücken der Handelnden vollziehen. Dabei geht es ihm nicht darum, objektiv rassistische Diskriminierungen nachzuweisen, sondern darzustellen, wie die Musiker*innen ihren Studierendenalltag wahrnehmen, interpretieren und ihr Verhalten danach ausrichten. Mit seiner – nicht repräsentativen – Studie möchte er einen Dialog über ein faires, diskriminierungsfreies Miteinander von Schwarzen und Weißen an deutschen (Musik-)Hochschulen eröffnen. Außerdem gibt er Handlungsempfehlungen mit, was von institutioneller Seite und dem Lehrpersonal getan werden könnte, um Schwarzen Studierenden solche diskriminierenden Erfahrungen zu ersparen, ihnen ein gleichberechtigteres Studium zu ermöglichen sowie ihr kreatives Potenzial besser zu fördern. Die Studie kann als kostenloses pdf auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung heruntergeladen werden.

Übrigens: am 17.06.2023 findet von 10-15:30 Uhr das 2. Online-Fachsymposium „Anti-Schwarzer Rassismus und Bildung (*PAD only)“ statt. Es bringt ein interdisziplinäres Netzwerk angehender und praktizierender Schwarzer (pädagogischer) Fachkräfte der verschiedenen Bildungsabschnitte, wie z.B. frühe Bildung, schulische Bildung, Hochschul- und Berufsbildung, außerschulische Bildung zusammen. Strategien und Tools für das Wohlbefinden von (pädagogischen) Fachkräften im Kontext von Anti-Schwarzem Rassismus und Bildung sollen erarbeitet und nutzbar gemacht werden. *Das Fachsymposium findet im Rahmen der UN-Dekade für Menschen Afrikanischer Herkunft (PAD – People of African Descent) statt und richtet sich an alle angehenden und praktizierenden Schwarzen, Afrikanischen und Afrodiasporischen (pädagogischen) Fachkräfte der verschiedenen Bildungsabschnitte, wie z.B. frühe Bildung, schulische Bildung, Hochschul- und Berufsbildung, außerschulische Bildung. Es findet in deutscher Lautsprache über Zoom statt.

31.05.2023

Frankfurter Konzert-Experiment stellt Live und Stream gegenüber

Ein Live-Stream kann nicht als Konkurrenz zum Livekonzert gesehen werden, sondern sollte als eigenständiges audiovisuelles Musikformat behandelt werden. Das ist das Ergebnis eines Experiments, das die Kammerphilharmonie Frankfurt und das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main durchgeführt haben. Am 11.09.2022 spielte die Kammerphilharmonie Frankfurt zwei Konzerte mit identischem Programm auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität Frankfurt. Sie fanden im Festsaal des Studierendenhauses statt und wurden zeitgleich in das im selben Gebäude gelegene Café KoZ gestreamt. Das Publikum war eingeladen, während der Konzerte zwischen den Sälen hin- und herzuwechseln, um die Qualitäten beider Formate zu erleben. 130 Personen besuchten die Vorstellungen, die vom MPIEA wissenschaftlich begleitet wurden. Ein großer Teil nahm an Befragungen teil, ergänzt wurde die Datenerhebung durch Videoaufnahmen, die während der Konzerte vom Publikum gemacht wurden. Insgesamt zeigte sich, dass die Mehrzahl der Konzertbesucher*innen den Live-Saal als den Ort des eigentlichen Geschehens wahrnahm und nur punktuell in den Streaming-Saal wechselte. Die empfundenen Vorzüge des Live-Erlebens bestanden vor allem im Ereignishaften, seinem ganzheitlichen Charakter und dem sozialen Miteinander, inklusive der Interaktion mit den Musiker*innen. Demgegenüber punktete der Stream durch die Möglichkeit, die Musiker*innen durch die Kameraführung besser und im Detail sehen zu können sowie durch die teilweise bessere klangliche Abmischung. Obwohl fast alle der Live-Situation den Vorzug gaben, wurden Streaming-Formate keineswegs für überflüssig gehalten – und zwar nicht nur als lohnende Alternative bei eingeschränkter Mobilität, aus Kostengründen o.ä. Für das weitere künstlerische Erkunden von Live- und Übertragungsformaten scheint es daher vielversprechend, solche Formate nicht als Konkurrenz zueinander aufzufassen, sondern komplementär zueinander als künstlerische Formen eigenen Rechts zu entwickeln, die Musik auch auf unterschiedliche Art und Weise erfahrbar machen.

24.05.2023

Gender Pay Gap 2022 in ausgewählten künstlerischen Berufen in Deutschland

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das Büro für Kulturwirtschaftsforschung (KWF) in Köln damit beauftragt, Daten der Künstlersozialkasse (KSK) mit Blick auf konkrete Zahlen zum Gender Pay Gap von selbstständigen Kulturschaffenden auszuwerten. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen, die in der KSK versichert sind, im Schnitt 24 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. In der Sparte Musik beträgt der Geschlechterunterschied 23 Prozent. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt bei selbstständigen Kulturschaffenden (generell und in den Musikberufen) damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 18 Prozent im Jahr 2022. Bei Musiklehrkräften sinkt die Lohnlücke kontinuierlich und liegt derzeit bei 14 Prozent. Allerdings sei das bei der KSK gemeldete Durchschnittseinkommen wie bei vielen anderen Berufen sehr gering. Weibliche Lehrkräfte verdienen laut Einkommensschätzung jährlich im im Schnitt 12.425 Euro, männliche 14.426 Euro. Aufgrund des geringen Einkommens nimmt die ver.di an, dass Musiklehrer*innen noch weiteren Beschäftigungsformen nachgehen müssen. In der bildenden Kunst und im Design ist über alle in der KSK gemeldeten Berufsgruppen die Lohnlücke mit insgesamt 30 Prozent noch höher als in der Sparte Musik. Ebenso gravierend sei die Lage im Bereich Theater und Film mit über 34 Prozent Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern.

26.04.2023

FREO e.V. startet Umfrage zu Freien Ensembles & Orchestern

FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. bittet um Unterstützung. Im Rahmen einer großangelegte Studie hat FREO e.V. das Institut EDUCULT mit einer Grundlagenstudie zu Arbeitsrealitäten und Existenzbedingungen freier Ensembles und Orchester in Deutschland beauftragt. Ziel ist es, wissenschaftlich belastbare Daten und Fakten über Umfang und Gestalt der freien Ensemble- und Orchesterlandschaft zu erlangen, damit politische Entscheidungsträger*innen und Fördergerber*innen zukünftig freie Klangkörper bei der Entwicklung von förder- und kulturpolitischen Maßnahmen gezielter berücksichtigen und bedarfsorientierter unterstützen können. Die Studie gibt auch eine datenbasierte Argumentationsgrundlage, auf der FREO e.V. Veränderungen anstoßen und bewirken kann. Die Datenerhebung läuft noch bis 30.05.2023. Hier geht es zur anonymen Umfrage. Die Ergebnisse der Studie liegen voraussichtlich Ende des Jahres vor. Die Datenerhebung für die Studie erfolgt im Rahmen der Evaluation des Programms zur freien Ensembleförderung von „NEUSTART KULTUR“, konzipiert und erstellt vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit FREO e.V., und wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

17.04.2023

Nachtökonomische Studie

Zur Förderung des Stuttgarter Nachtlebens hat die Landeshauptstadt Stuttgart zu Beginn des Jahres eine umfassende nachtökonomische Studie in Auftrag gegeben. Ziel der Studie ist eine grundlegende Definition und Bestandsanalyse der Stuttgarter Nachtökonomie. Darüber hinaus sollen bestehende und zukünftige Standorte des Stuttgarter Nachtlebens durch eine räumliche Analyse sichtbar gemacht werden und konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung des Nachtlebens aufgezeigt werden. Im Erarbeitungsprozess der Studie sind u.a. eine Unternehmens- und Gästebefragung sowie eine Beteiligung der Stuttgarter Nacht-Akteurinnen und Akteure geplant. Zur Unternehmensbefragung sind Clubs, Bars, Kneipen, Konzertvenues und Veranstalter*innen eingeladen, hier geht es zur Umfrage. Die ersten Ergebnisse der Studie gibt es am 22.07.23 auf der ABOUT POP – Festival & Convention für Popkultur, Musikwirtschaft und Nachtleben in Stuttgart.

30.03.2023

Neues Forschungsprojekt untersucht vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen

Nach einer Sommerakademie, einer Web-Talk-Reihe und dem Schwerpunkt in der letzten Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 179), die alle unmittelbar mit der laufenden Studie „Kulturpolitik für ländliche Räume“ in Verbindung standen, vertieft das Institut für Kulturpolitik seinen Schwerpunkt in diesem Themengebiet noch weiter. Hinter dem Akronym „NetKulaeR“ verbirgt sich der Titel des dreijährigen Projektes: Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen. Akteure – Rollenverständnisse – Gelingensbedingungen. Die Studie wird als eines von 22 Projekten im Rahmen der Fördermaßnahme „Faktor K – Forschung zum Faktor Kultur in ländlichen Räumen“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert. Im Rahmen einer Netzwerkanalyse wird erforscht, wie regional wirkende Institutionen regionale sektor- und bereichsübergreifende Vernetzung des Kulturbereichs organisieren bzw. gestalten können, um kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in den in Deutschland sehr unterschiedlich strukturierten ländlichen Räumen zu stärken. Damit bietet das Projekt Akteur*innen der regionalen Netzwerkarbeit wie auch der kommunalen und Kreiskulturpolitik Beispiele guter Praxis und Anregungen zur Weiterentwicklung eigener Konzepte und Strategien.

28.03.2023

Ergebnisse von „Plant a SEEED“-Studie veröffentlicht

„Sind Liveshows Teil des Problems oder Teil der Lösung im Kampf gegen die Klimakrise? Wir glauben Zweites, weil Musik verbindet, inspiriert und Vorbild sein kann für den systemischen Wandel in der Gesellschaft“, schreibt The Changency – die Agentur für nachhaltigen Wandel, die das Projekt „Plant a SEEED“ in Kooperation mit der Band Seeed und dem Studiengang  Theater- und Veranstaltungstechnik und -management der Berliner Hochschule für Technik durchgeführt hat. Bislang gab es in Deutschland keine systematischen wissenschaftlichen Daten über den Einfluss von großen Livekonzerten auf die Umwelt oder darüber, welche Maßnahmen den negativen Einfluss minimieren. „Plant a SEEED“ hat dies nachgeholt und jetzt die Ergebnisse seiner wissenschaftliche Studie veröffentlicht (Zusammenfassung). Der Bericht beinhaltet die Ergebnisse der im Zuge von fünf Seeed Konzerten im August 2022 in der Berliner Parkbühne Wuhlheide durchgeführten Studie und Klimabilanz. Ergänzt wird dies durch die vor Ort umgesetzten Aktions- und Kommunikationsmaßnahmen, die als Inspiration für die Livemusik-Branche und Künstler*innen für die Gestaltung nachhaltiger Konzerte dienen sollen. Jedes der fünf Konzerte stand unter einem anderen Motto: Soziale Nachhaltigkeit, Konsum & Beschaffung, Ernährung, Mobilität und Ressourcen & Klima. Zu jedem Handlungsfeld werden sinnvolle Maßnahmen vorgeschlagen, um die ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu verbessern. Mit dem Projekt sollen ein Bewusstsein für Klimagerechtigkeit und Verantwortung geschaffen und Künstler*innen ermutigt werden, diese aktiv bei der Umsetzung ihrer eigenen Konzerte einzufordern. Die Studie wurde im Rahmen der Infrastrukturförderung der Initiative Musik unterstützt. 

15.03.2023