Solitude Stipendium (Stuttgart): zeitoffene Bewerbung
Die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart vergibt alle zwei Jahre zwischen 50 und 60 Aufenthaltsstipendien an internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturschaffende aller Disziplinen. Das Stipendium schafft Raum für konzentrierte Arbeit, interdisziplinären Austausch und internationale Vernetzung – und leistet damit einen Beitrag zu einer offenen vielfältigen und mit der Welt verbundenen Kulturlandschaft in Baden-Württemberg und Deutschland. Das Stipendium ist ergebnisoffen ausgerichtet und eröffnet zugleich die Möglichkeit für Veranstaltungen vor Ort, auch in Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen in Stuttgart und der Region. Das Solitude-Stipendium richtet sich an Personen, die zwei bis zehn Jahre nach ihrer Ausbildung eine eigenständige Praxis entwickelt haben und nun ihre berufliche Entwicklung vertiefen und den nächsten Schritt in Richtung internationaler und interdisziplinärer Vernetzung gehen möchten.
Geboten werden: ein 6- oder 9-monatiger Aufenthalt in Stuttgart, ein monatliches Stipendium von 1300 Euro zur Deckung der Lebenshaltungskosten, ein möbliertes Wohn- und Arbeitsstudio in der Akademie Schloss Solitude inklusive Strom, Heizung und Wasser, eine einmalige Erstattung der Reisekosten für die An- und Abreise, Projektmittel (je nach Haushaltslage), die Übernahme der Krankenversicherungskosten für Nicht-EU-Bürger*innen u.v.m.
Residenzstipendium der Atelier-Stiftung Kunst und Natur
Die Atelier-Stiftung Kunst und Natur vergibt bis zu zwölf Residenzstipendien pro Jahr für den Aufenthalt auf dem Hof Scharrlberg in Steinbeck bei Bispingen in der Lüneburger Heide. Diese richten sich an Künstler*innen aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur und Musik, die in inspirierender Naturumgebung arbeiten möchten. Die Förderung bietet Zeit, Raum und Ressourcen, um kreative Projekte zu entwickeln, künstlerische Perspektiven zu erweitern und die Verbindung von Kunst und Natur zu stärken. Es stehen ansprechende, voll ausgestattete Wohnbereiche, eindrucksvolle Ateliers und ein riesiges zu jeder Jahreszeit inspirierendes Gelände mit Park, Arboretum und Wald zur Verfügung, wo auch im Freien komponiert, geschrieben oder gemalt werden kann. Bewerbungsfrist: 15.03.2026
SIM-Stipendien für Forschungsaufenthalte zu vergeben
Das Staatliche Institut für Musikforschung (SIM) vergibt Stipendien für ein- bis dreimonatige Forschungsaufenthalte für Musikwissenschaftler*innen aller Disziplinen, die mit den Fachkompetenzen der Mitarbeiter*innen des SIM und/oder der Forschungsschwerpunkten des Instituts in Zusammenhang stehen. Dazu gehören: Instrumentenkunde, Aufführungspraxis, Musik und Medien, Akustik und Wahrnehmung von Musik, Musik des 19. und 20. Jh. und Musikethnologie. Besonders willkommen sind Bewerbungen von Musikwissenschaftler*innen aller Karrierestufen mit Schwerpunkt auf dem Kalten Krieg, aber andere Themen sind auch möglich. Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung ist ein erster Hochschulabschluss zum Zeitpunkt der Antragstellung. Bewerbungsschluss: 28. Februar 2026. Der Forschungsaufenthalt sollte idealerweise bis zum 31. August abgeschlossen sein.
Jazzfestival Saalfelden gibt Artists in Residence bekannt
Im Rahmen des Artist in Residence Programms lädt das Jazzfestival Saalfelden jedes Jahr eine Künstlerin und einen Künstler ein, mehrere Projekte während des Festivals auf verschiedene Bühnen zu bringen und sich so einem größeren Publikum zu präsentieren. In diesem Jahr wurden der Schweizer Vocalist Andreas Schaerer und die japanische Koto-Spielerin Michiyo Yagi dafür ausgewählt. Niemand spielt dieses in Europa noch immer zu selten gehörte Instrument in der internationalen Improvisations-Szene so wie sie. Seit ihrem sechsten Lebensjahr studiert die Ausnahmemusikerin aus Tokoname die „Wölbbrettzither“ Koto, hat darauf auch Rock, Avant-Pop und mit John Zorn, Bill Laswell, Billy Bang oder Peter Brötzmann gespielt. Beim Jazzfestival Saalfelden 2023 präsentiert sich die vielseitige Vielsaiterin als Artist in Residence mit drei sehr unterschiedlichen Bands: mit dem Drummer und Perkussionisten Hamid Drake auf der Hauptbühne und dazu gleich zweimal mit ihrer elektronischen Formation Dōjō, einmal mit dem norwegischen Jazzgitarristen und Elektroniker Eivind Aarset und außerdem mit dessen Landsmann Ingebrigt Håker Flaten (Atomic, The Thing, Motorpsycho) am Bass.
flausen+forschungsstipendien 2024
Noch bis 15.03.2023 können sich professionelle Künstler*innen-Gruppen à 4 Personen aus dem Bereich der Darstellenden Künste für ein flausen+stipendium im Jahr 2024 bewerben. Das Besondere an den flausen+stipendien ist, dass es sich um Forschungsstipendien handelt, die Zeit und Raum für die Entwicklung und Erforschung neuer, gewagter Ideen ermöglichen – sowohl im Hinblick auf neue ästhetische Ansätze als auch auf aktuelle Themen. Die Stipendiat*innen können ein selbstgewähltes Thema auf der Bühne intensiv künstlerisch erforschen, mit neuen Formen experimentieren oder den eigenen Stil untersuchen und weiterentwickeln. Bewerben können sich u.a. Videokünstler*innen, Autor*innen, Musiker*innen, schon bestehende Gruppen, neue Gruppen oder auch Künstler*innen, die etwas erforschen wollen und sich dazu andere Künstler*innen suchen wollen. Statt einer Premiere gibt es am Ende des vierwöchigen Stipendiums das öffentliche makingOFF: einen Abschlussabend, der Einblick in die Forschungsarbeit gibt. Das Modellprojekt will professionellen, freischaffenden Künstler*innen so eine Labormöglichkeit frei von Aufführungs- und Ergebniszwängen geben. Es wird also szenisch geforscht, nicht produziert!

