Open Call „mein.Block“ für Artists: 6-monatige Residenz in Meck-Pomm
Im Rahmen von Aller.Land wird 2026 die partizipative Künstler*innenresidenz „mein.Block“ in Borrentin (Mecklenburg-Vorpommern) vergeben. Gesucht werden Künstler*innen (auch Tandems) mit Interesse an partizipativer, ortsbezogener Arbeit im ländlichen Raum. Die Laufzeit geht 5-6 Monate ab Juni 2026, 2.000 € brutto/Monat (gesamt, bei Tandem nicht pro Person), kostenfreie 3-Zimmer-Wohnung (3. OG, nicht barrierefrei), organisatorische Begleitung & enge Zusammenarbeit mit Gemeinde und T30 e.V. und Residenzpflicht vor Ort. Interessierte, die gut Deutsch können und Erfahrungen in künstlerischer Praxis / Kulturvermittlung / Regionalentwicklung mit Fokus auf partizipative Prozesse mit der Dorfgemeinschaft haben, können sich bis 31.03.2026 bewerben.
Initiative Musik startet ab 2027 Filmmusik-Residency in Los Angeles
Ab 2027 startet die Initiative Musik gemeinsam mit der renommierten Villa Aurora in Los Angeles ein neues Filmmusik-Residenzprogramm, in dem Musiker*innen und Komponist*innen aus Deutschland bei einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt neue Klangwelten für Film und Medien entwickeln können. Die Villa Aurora, ehemaliges Exilhaus von Lion und Marta Feuchtwanger, ist seit 1995 ein kreativer Treffpunkt für Künstler*innen aus aller Welt. Die erste Stipendiatin wird die mehrfach ausgezeichnete Komponistin Freya Arde sein, bekannt für Musik zu Filmen wie Das fliegende Klassenzimmer und Das geheime Leben der Bäume, oder Riefenstahl von Andres Veiel und der Produzentin Sandra Maischberger. Auch für den Coming-of-Age-Film Everyone’s Sorry Nowadays von Frederike Migom komponierte sie die Musik – der Film feierte am 14. Februar 2026 erfolgreich seine Weltpremiere auf der Berlinale.
Die Residency bietet Raum für die Entwicklung neuer Projekte, kreative Vertiefung und die Vernetzung mit der internationalen Musik- und Filmszene, um die nächste Generation international vernetzter Musiker*innen aus Deutschland zu fördern. Aufbauend auf dieser ersten Edition soll das Programm künftig jährlich stattfinden und über ein Bewerbungsverfahren in der Exportförderung der Initiative Musik zugänglich sein.
Sommer-Residenz im LOT Wien (AT)
Sommer-Residencies im LOT bieten transdisziplinären Kollektiven vom 01.-31.08.2026 eine einzigartige Gelegenheit, in einem freien, gut ausgestatteten Raum zu arbeiten, der der künstlerischen Erforschung und dem Experimentieren gewidmet ist. Diese Residencies sind für Gruppen ohne eigenen Arbeitsraum gedacht und bieten Zeit, Raum, technische Ressourcen und optionale Mentor*innen, um innovative künstlerische Forschung zu unterstützen. Das Programm betont die Bedeutung der Zusammenarbeit und des interdisziplinären Austauschs und gipfelt in einer offenen Präsentation des aktuellen „Stands der Kunst“ der einzelnen Gruppen. Bewerbungsschluss: 22.02.2026
Musicboard-Residenzprogramm
Das Residenzprogramm des Musicboards ermöglicht Berliner Popmusiker*innen Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland. Im Rahmen der Co-Creation-Residenzformate empfängt das Musicboard zudem internationale Musiker*innen für Residenzaufenthalte in Berlin. Die Residenzen dienen der Internationalisierung der Berliner Popmusikszene sowie der Etablierung nachhaltiger, transnationaler Ko-Produktionsstrukturen. Sie bieten Raum für interdisziplinären Austausch und künstlerische Experimente. Es gibt Residenzen in Accra, Detroit, Kampala, Salvador de Bahia, Ris-Orangis, Hellerau und Uckermark. Die Residenz in Kooperation mit HELLERAU umfasst z.B. eine Inlandsresidenz von 5.10.-8.11.2026 für eine*n Berliner Solomusiker*in oder ein Duo aus dem popkulturellen, interdisziplinären Bereich in Dresden. Sie bietet Künstler*innen einen Raum für kreatives Forschen und künstlerische Entwicklung, 2026 mit dem Schwerpunkt „Immersive Sounds“ und einem besonderen Fokus auf neue Spatial Audio Techniken. Ziel der Residenz ist es, neue kreative Impulse zu erhalten und an eigenen Projekten zu arbeiten. Bei der Umsetzung der eigenen Projekte unterstützt ein Mentoring vor Ort. Antragsfrist: 2. März 2026, 9:30 Uhr
Goethe Institut vergibt Auslandsstipendien
Du bist Musiker*in oder Komponist*in und möchtest zusammen mit anderen Künstler*innen oder Institutionen in einem Gastland gemeinsam neue Konzepte für Projekte entwickeln? Die individuellen Stipendien des Goethe Instituts ermöglichen Musiker*innen, Komponist*innen und Musikschaffenden zwei- bis vierwöchige Arbeitsaufenthalte in einem selbst gewählten Gastland und laden dazu ein, über Grenzen hinweg Neues zu erforschen, Neues kennenzulernen, Neues zu schaffen und neue künstlerische Beziehungen einzugehen. Der nächste Bewerbungsschluss ist der 7. Januar 2026 für Projekte, die bis 31.7.2026 abgeschlossen sein werden.
DAAD Artists-in-Berlin Residency für Musiker*innen aus dem Ausland
Das Berliner Künstler* Residenzprogramm DAAD wurde eingerichtet, um Künstler*innen Zeit und Raum zu geben, sich ohne Produktionsverpflichtungen auf ihre kreative Praxis zu konzentrieren. Die Stipendiat*innen sind dazu eingeladen, sich aktiv mit den dynamischen Kulturszenen Berlins und Deutschlands sowie mit verschiedenen Gemeinschaften innerhalb der Stadt auszutauschen. Es ist für etablierte Künstler*innen konzipiert, die bereits eine eigene Stimme und ein eigenes Profil entwickelt haben (es gibt keine Altersbeschränkung). Bewerber*innen aus Deutschland oder mit Wohnsitz in Deutschland sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Jedes Jahr werden etwa zwanzig herausragende Künstler*innen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund nach Berlin eingeladen. Ein Stipendium pro Jahr kann für ein Kollektiv von bis zu 3 Personen angeboten werden. Das Förderprogramm setzt sich dafür ein, ein breites Spektrum an Stimmen und Perspektiven einzubeziehen und Gendergerechtigkeit zu fördern. Bewerbungen für den Residenzzyklus 2027 und die Bereiche Film, Literatur sowie Musik und Klang werden bis zum 15. Dezember 2025 entgegengenommen.
Forschungsresidenz von Almut Schlichting im Jazzinstitut Darmstadt 12.-16.11.2025
Musiker*innen Raum zu schaffen für ihre musikalische Forschung und damit zur Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Persönlichkeit ist dem Jazzinstitut Darmstadt schon in der Vergangenheit ein wichtiges Anliegen gewesen. Mit der Archivresidenz initiiert das Jazzinstitut Darmstadt jetzt ein Pilotprojekt, das eine künstlerische Auseinandersetzung mit seinem Archiv ermöglicht. Unter dem Konzept des „Living Archive“ wird die Sammlung nicht nur als wissenschaftliche Ressource betrachtet, sondern als aktiver Dialograum, in dem historische Materialien in zeitgenössische künstlerische Prozesse einfließen.
Die erste Residenz dieser Art wird von der Berliner Saxophonistin und Komponistin Almut Schlichting im November 2025 durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Musik des Darmstädter Bassisten und Komponisten Jürgen Wuchner (1948–2020), einer prägenden Figur der lokalen Jazzszene. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf der aktiven Einbindung der Eberstädter Stadtgesellschaft (einem südlichen Stadtteil Darmstadts). In Anlehnung an Wuchners Arbeitsweise, sich musikalisch von Orten und Menschen inspirieren zu lassen, diskutiert sie mit Menschen aus verschiedenen Altersgruppen. Ihre Antworten und Assoziationen dienen als Materialgrundlage für neue musikalische Miniaturen. So wird die Musik nicht nur für, sondern mit der Stadtgesellschaft entwickelt. Gemeinsam mit zwei langjährigen Musikerkollegen von Wuchner, dem Pianisten Uli Partheil und dem Schlagzeuger Jörg Fischer, präsentiert sie zum Abschluss das musikalische Ergebnis ihrer Arbeit bei zwei Konzerten: am 14.11. Schlossbastion/Schlosskeller Darmstadt und am 15.11. im Achteckigen Haus in Darmstadt-Eberstadt.
EFFEA Call #4 (European Festivals Fund for Emerging Artists)
Die vierte Ausschreibung des European Festivals Fund for Emerging Artists (EFFEA) ist gestartet! Bis zum 3. November 2025 können Festivals Vorschläge für Residenzen einreichen. 2026 sollen 50 Residenzen stattfinden, bei denen Nachwuchskünstler*innen mit etwa 150 Festivals in ganz Europa zusammenarbeiten. Eine EFFEA Residency bietet Künstler*innen Zeit, Raum und Unterstützung, um neue Projekte zu entwickeln, internationale Kontakte zu knüpfen und ihre Arbeiten bei mehreren Festivals zu präsentieren. Jede Residenz wird von mindestens drei Festivals aus verschiedenen Ländern begleitet. Es gibt zwei Förderkategorien: EFFEA Discovery richtet sich an Nachwuchskünstler*innen und vergibt rund 40 Stipendien inklusive Präsentationen, Workshops und Seminaren. EFFEA Springboard fördert etablierte Künstler*innen mit 10 Förderungen, Auftritten bei mehreren Festivals, Masterclasses und intensiver Vernetzung.
Clouds Hill Residency (Bewerbungsschluss: 01.10.2025)
Die erste Clouds Hill Residency in Hamburg lädt Künstler*innen aller Disziplinen ein, sich mit einem Stipendium von 10.000 Euro, einem flexibel nutzbaren Kreativraum (kein Musikstudio, aber voll angepasst auf deine Bedürfnisse), sowie freier Unterkunft und täglichem Mittagessen im Café Entenwerder direkt an der Elbe auszuprobieren. Die Residency läuft vom 01. Januar bis 30. Juni 2026. Gesucht werden Menschen mit einem dringenden inneren Antrieb, die ihre Kunst nicht rechtfertigen, sondern leben möchten. Das Residenzstipendium ist eine Einladung, sich physisch und kreativ mit dem Raum und der Gemeinschaft von Clouds Hill auseinanderzusetzen. Gesucht werden Künstler*innen, „die von einer inneren Dringlichkeit angetrieben werden – nicht von Fristen, Förderquoten oder kommerziellen Erwartungen. Die Clouds Hill Residency möchte Künstler einladen und mit ihnen zusammenarbeiten, deren Arbeit aus einer tiefen und persönlichen Dringlichkeit entsteht, die mit Klarheit, Beständigkeit und Engagement verfolgt wird. Wir sind weniger an ausgefeilten Pitches interessiert als an künstlerischen Prozessen, die sich einer Kategorisierung entziehen, an Ideen, die einfach deshalb verwirklicht werden müssen, weil sie es müssen. Wenn Ihr Projekt nicht leicht zu erklären ist, Sie aber nachts wach hält – dann ist dies vielleicht der richtige Ort, um es zu verfolgen“. Bewerbungsschluss: 01.10.2025
Bauhaus-Residenz für Newcomer-Artists 2025
Die Stiftung Bauhaus Dessau, das Kurt Weill Fest in Dessau, das Newcomernetzwerk „local heroes“ sowie die local heroes Stiftung schreiben zum vierten Mal ein gemeinsames Residenz-Programm für zwei Nachwuchsprojekte der populären Musik aus. Das Programm ermöglicht Solist*innen, Duos oder Trios aller Popmusik-Sparten – inklusive Rock, HipHop, Country, Singer-Songwriter, Reggae, Jazz oder elektronischer Musik – vom 2. Februar bis 16. März 2026 im Meisterhaus Muche/Schlemmer in Dessau zu leben und künstlerisch zu arbeiten. Neben der Bereitstellung der Residenz, umfasst das Programm mehrere Mentorings sowie eine finanzielle Vergütung. Bewerben können sich Musiker*innen mit Wohnsitz in Deutschland und einem Repertoire eigener Songs. Highlight der Residenz ist ein öffentliches Konzert am 15. März 2025, bei dem die während des 6-wöchigen Aufenthaltes entstandenen Werke präsentiert werden sollen. Diese sollen sich künstlerisch mit dem Leitthema des Kurt Weill Festes 2025 „Farben des Lebens“ und der Idee und Thematik „Bauhaus“ popmusikalisch auseinandersetzen. Es gibt keinerlei Einschränkungen hinsichtlich des Alters oder der Vorbildung der Musiker*innen, aber die Bewerber*innen müssen auf der Plattform local heroes registriert sein. Bewerbungsfrist: 24. August 2025. Letzte Stipendiatinnen waren Karo Lynn und Lori Usai.
Open Call: BROILER Residency 2025
Oracle ist ein von Künstler*innen geführter „Inkubator“ für experimentelle Musik & Performance in Los Angeles/Kalifornien. Die von Melissa Achten und Eli Klausner kuratierte Residency-Reihe BROILER fördert die Entwicklung ehrgeiziger neuer Klang- und Performance-Projekte, die Form und Genre überschreiten. BROILER-Residenzen werden an groß angelegte Projekte vergeben, die von Grund auf neu entwickelt werden oder sich in einem frühen Stadium befinden und weiter entwickelt werden müssen. Ausgewählte Projekte erhalten einen Zeitraum von 3 bis 7 Tagen mit vollem Zugang zu den Räumlichkeiten und einer hochwertigen Dokumentation. Die Dokumentation vergangener BROILER-Projekte findet ihr auf der Website und auf dem YouTube-Kanal. Derzeit ist ein Open Call für die Herbstresidenz ausgeschrieben. Beiträge können hier bis 15.08.2025 (11:59PM PST) eingereicht werden.
Neue Musik Residenzprogramm des Goethe-Instituts in Montreal
Die Residenz richtet sich speziell an Komponist*innen der Neuen Musik in ganz Deutschland und wird vom Goethe-Institut Montreal ausgeschrieben. Im Gegenzug dazu gibt es für Kanadier*innen einen Aufenthalt in Dresden Hellerau. Der Austausch geht über zwei Monate (März-April 2026) mit der Möglichkeit, im Rahmen der Saison von Le Vivier aufzutreten. Die internationale Residenz richtet sich an Komponist*innen, die nachweislich über mindestens zwei Jahre professionelle Berufserfahrung verfügen und deren Werk zumindest einmalig öffentlich in einem anerkannten Spielort aufgeführt wurde. Bewerbungsschluss: 15.05.2025

