Buchtipp: „Awesome HipHop Humans“ von Sookee & Gazal (Hg.)

Awesome HipHop Humans sind Veranstalter*innen, DJ-Kollektive, Fans, Jornalist*innen, Aktivist*innen, Rapper*innen, Sprüher*innen, Booker*innen, Radiomacher*innen, Beatboxer*innen … Weitab vom HipHop-Mainstream hat sich im deutschsprachigen Raum im Verlauf der letzten zehn Jahre eine ausgesprochen linke, dezidiert feministische und in Teilen queere Szene entwickelt. Sie trägt eine Leidenschaft für die Möglichkeiten von HipHop in sich und hat Spaß an der politischen Artikulation. Von Anpassung oder Anbiederung an dominanzmännliche Maßstäbe kaum eine Spur. Feministische Werte und Praxen wie Wertschätzung, Selbstbestimmung und Intersektionalität gehen in Form von Songs auf Demos, Partys und Konzerten sowie in zahlreichen Biografien auf. In der Anthologie „Awesome HipHop Humans – Queer*Fem*Rap im deutschsprachigen Raum“ (2021) teilen Menschen, die sich mit Queer*Fem*Rap befassen und identifizieren, ihre Erfahrungen, Politisierungsprozesse, biografischen Einlassungen, subkulturellen Netzwerke und diskursiven Reflexionen. Es ist eine Bestandsaufnahme dessen, was sich an unterschiedlichen Orten im HipHop niederschlägt und was nur danach schreit, gelebt, argumentiert, gehört, wertgeschätzt und dokumentiert zu werden. Die Beiträge schreiben die Geschichte sowohl von HipHop als auch von Feminismen fort und bestehen aus Porträts, Interviews, Briefwechseln, Songanalysen, Essays, Artikeln, Collagen und Flashlights. Ihnen liegt nicht der akademische Anspruch abgeschlossener, final ausrecherchierter Sachtexte zugrunde, stattdessen sprechen Herzensbildung und Leidenschaft. Das Buch mit 384 Seiten gibt es für 24 Euro im Ventil Verlag zu kaufen.

25.01.2022

2021 MMRC Lecture: „Queering Identity in Music“ 11.11.21 Wien

Das Music and Minorities Research Center (MMRC) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien lädt am 11.11.2021 ab 19 Uhr zur Veranstaltung „Queering Identity in Music: Perspectives from Ethnomusicology“ ein: „Das Anfechten fester Identitätskonzepte beeinflusst zunehmend den politischen Aktivismus mehrerer marginalisierter Gemeinschaften in Europa und darüber hinaus. Diese Entwicklungen sind auch in einer Reihe von musikalischen Praktiken wirksam. Anhand von Beispielen aus der LGBTQ+-Community und Minderheitengemeinschaften in Indien beleuchtet die MMRC-Lecture 2021 die Relevanz sowie die Herausforderungen von „Queering Identität“ für Minderheitenforschung und Minderheitenpolitik, indem sie wissenschaftliche, aktivistische und künstlerische Standpunkte zusammenbringt“. Die Veranstaltung in englischer Sprache kann vor Ort in der Universität für Musik und Darstellende Kunst (Joseph Haydn Halle) in Wien und online besucht werden.

26.10.2021

Onlinevortragsreihe „Queer(y)ing Media Culture“ 29.04.-08.07.2021

Am Donnerstag, den 29.04.21 beginnt die Onlinevortragsreihe „Queer(y)ing Media Culture: Queere Perspektiven und Positionen“ der Forschungsstelle Queery, beheimatet bei den Gender Studies Siegen:  Die Frage nach Queerness in Medien ist immer eine Frage der Positionierung und der Perspektivierung: Wer stellt die Frage (query)? Um wessen Queering geht es? Wie ist das Queere in einer vielfältigen Kultur zu verorten? Mit dem Ziel, das komplexe Verhältnis von Queerness und audiovisuellen Medien näher zu bestimmen, thematisiert die Vortragsreihe vielfältige Dimensionendes Queery/ing und nimmt dabei queere Medienkultur(en) und ihre Akteur*innen aus unterschiedlichen interdisziplinären Perspektiven und analytischen Zugängen in den Blick. Ebenso wird nach situierten Wissensproduktionen gefragt und danach, wie Konzepte der Queer Studies in den Kunst- und Medienwissenschaften, der Geschichtswissenschaft, den Game Studies, der Romanistik und den Musikwissenschaften produktiv gemacht werden. Zu den Vorträgen immer donnerstags von 17-18:30 Uhr könnt ihr euch hier anmelden.

29.04.2021

Bildungshaus lila_bunt: jetzt unterstützen!

„Einsame Insel oder lila_bunt“ – das Bildungshaus in Zülpich, das sich als „linker, feministischer, queerer und intersektionaler Bildungsort, der Raum für Auseinandersetzung, Begegnung, Erholung, Mobilisierung, Vernetzung und Versorgung schaffen will“ versteht, hatte kaum wieder unter neuer Leitung geöffnet, da kam Corona. Aufgrund der aktuellen Lage muss das Haus bis auf weiteres geschlossen bleiben, was das Betreiberinnen*-Team ebenso wie andere Bildungs-/Kulturorte vor große Herausforderungen stellt. Damit dieser besondere und so wichtige Ort weiterbestehen kann, braucht es Eure Unterstützung! Buche jetzt ein Seminar/einen Bildungsurlaub oder spende im Rahmen einer Crowdfundingkampagne. Interessierte, die Lust haben, ein Seminar anzubieten oder Ideen für Events, Networking u.a. mehr haben, können ihre Angebote mit dem Betreff „Seminarangebot“ per Mail senden.

Außerdem sucht das Haus eine neue Mitarbeiterin für die Reinigung und Instandhaltung zum 01.03.2021. Die Stelle ist bis August 2021 befristet. Die Stelle umfasst einen Stundenumfang von 16,6 Stunden in der Woche. Die Aufgaben sind: Reinigung der Zimmer, Küche, Essens-/und Gemeinschaftsräumen sowie Außenbereich. Spüldienste und kleinere Arbeiten in der Küche sowie Mitgestaltung der Abläufe. Gesucht wird eine Person, die sich mit dem queer_feministischen Selbstverständnis und der kollektiven Ausgestaltung des Hauses identifizieren kann. Das Haus verfügt über 31 Betten, täglich werden 3 Mahlzeiten angeboten. Einsatzzeiten sind hauptsächlich an den Wochenenden, aber auch unter der Woche ist das Haus ausgelastet. Das erfordert Flexibilität in der Dienstplanung. Bewerbungen sind per Email bis zum 01.02.2021 möglich.

11.01.2021

Tagungshaus lila_bunt hat noch Kapazitäten für Gruppen im Herbst/Winter 2020

Ihr seid noch auf der Suche nach einem Plätzchen für eure Seminare und Gruppenreisen im Herbst und Winter? Das queer_feministische Bildungshaus und Ort für Politische Bildungsarbeit, Seminare, Freizeiten, Kunst, Vernetzung und Mobilisierung in Zülpich (50 km südwestlich von Köln) hat noch freie Kapazitäten.

19.10.2020

Tagungshaus lila_bunt will neue Stelle schaffen: jetzt supporten

Das ehemalige Frauenbildungshaus Zülpich e.V. hat sich unter neuer Leitung des Kollektivs „lila_bunt – Feministische Bildung, Praxis und Utopie“ zum queer_feministischen Bildungshaus und Ort für Politische Bildungsarbeit, Seminare, Freizeiten, Kunst, Vernetzung und Mobilisierung gemausert. Das Team braucht jetzt dringend „Unterstützung im Büro, damit wir weiterhin planen, verwalten, koordinieren und unsere Bürotopie für und mich euch gestalten können. Für eine dauerhafte 450.-€ Stelle brauchen wir lediglich 50 Supporter*innen, die monatlich mind. 20.-€ bezahlen. Das schaffen wir oder? Einfach das Formular ausfüllen und monatlich spenden. Wir danken euch sehr!“. Als kleines Dankeschön bekommen alle Supporter*innen eine Einladung zum jährlichen Unterstützer*innen-Treffen in Zülpich. Außerdem gibt es derzeit noch eine Aktion auf Betterplace.org, wo ihr ebenfalls spenden könnt.

27.07.2020

Queer-feministisches Magazin LIBERTINE gibt es jetzt als ePaper

In Bahnhöfen und an Flughäfen herrscht gähnende Leere, was sich auch auf den Zeitschriftenhandel auswirkt. Deshalb bietet das queer-feministische Indiemagazin LIBERTINE die aktuelle Ausgabe #Identität jetzt als ePaper an. Sie featured die Künstlerin Lizzo, wirft einen Blick auf den Mythos der
Singlefrau als unglückliches Mängelwesen, die Persönlichkeitsstörung Borderline, u.v.m. Das Magazin kann zum Vorzugspreis von 5,50€ hier bestellt werden.

22.04.2020

Kinotipp: „Rafiki“ (Start: 31.01.19)

Mit ihrem zweiten Spielfilm nach „From A Whisper“ ist der kenianischen Filmemacherin Wanuri Kahiu eine Sensation gelungen: Als erster kenianischer Film überhaupt wurde „Rafiki“ (KE 2018, 82 Min., OmU) im Jahr 2018 auf dem Filmfestival von Cannes in der Reihe „Un certain regard“ gezeigt — und erntete einen Jubelsturm. Das bunte, lebensfrohe und queere Drama über die Liebe zwischen zwei Frauen versteht sich als politischer Film, der ein neues und selbstbewusstes Bild von Afrika vermitteln will. Der Soundtrack stammt von angesagten Musikerinnen wie Muthoni Drummer Queen, Njoki Karu oder Mumbi Kasumba aus Kenia, hier könnt ihr euch die Songs anhören. Ab 31.01.2019 läuft er in den Kinos an. Hier geht es zum Trailer.

17.01.2019

Singrunde zur Vorbereitung des Dyke*Marchs beim CSD 06.07.2017 Köln

Der Lesben-Ring e.V. lädt alle Lesben, Dykes* und Säng_erinnen ein, zur Vorbereitung des Dyke*Marchs am CSD in Köln (08.07.2017) einige Songs in einer offenen Singrunde einzuüben. Die Singrunde findet am Donnerstag, den 6.7.2017 um 19.30h Uhr im Stadtgarten (Venloer Str. 40, 50672 Köln) statt. Die Säng_erinnen treffen sich im Park auf dem Spielplatz. Willkommen sind neben lieblichen, rockigen oder betörenden Stimmen auch Instrumente und Schlagwerk. Infos zu den Liedern & Kontakt: ed.gnirnebsel@oreub

05.07.2017

Studiengangkoordinator/in Gender & Queer Studies in Köln gesucht

An der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung GeStiK (Gender Studies in Köln) der Universität zu Köln ist zum 01.10.2017 eine Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in bzw. Studiengangkoordinator/in in Vollzeit für den interdisziplinären und hochschulübergreifenden Masterverbundstudiengang „Gender und Queer Studies zu besetzen. Die Stelle ist bis zum 30.09.2019 befristet. Bewerbungsschluss: 28.05.2017

15.05.2017

Symposium „Music, Queer, Intersections“ in Liverpool (UK) 26.-27.05.2017

Die LGBTQ+ Study Group lädt vom 26.-27.05.2017 zum Symposium „Music, Queer, Intersections“ in die Edge Hill University in der Nähe von Liverpool (UK) ein. Zum Inhalt: „This symposium aims to support current and nurture future research on LGBTQ issues within music studies. On the one hand, it hopes to foster more activer exchange between the sub-disciplines of music studies in terms of theoretical and methodological approaches. On the other hand, it strives to bring musicology into greater dialogue with current pressing debates in queer studies, in particular with issues of affect theory, intersectionality and transnationalism. Through diverse formats – including a keynote lecture, roundtable discussions, reading workshops and presentations – this two-day event will gather music scholars interested in queer studies as well as LBGTQ identifying musicologists of all sub-disciplines from student up to professorial level“.

10.05.2017

PostDoc-Stelle im Bereich Gender/Queer Studies zu besetzen

An der Universität Bayreuth ist bei der Frauenbeauftragten zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine PostDoc‐Stelle (100 %) im Bereich Gender/Queer Studies für die Dauer von zunächst 2 Jahren zu besetzen. Zu den Kernaufgaben der Stelle gehört die eigenständige Forschung und Lehre im Bereich Gender/Queer Studies. In Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bayreuth und in enger Zusammenarbeit mit der Stabsabteilung Chancengleichheit sollen dabei interdisziplinäre Vernetzungsstrukturen etabliert werden. Zudem soll ein Konzept zur Institutionalisierung der Gender/Queer Studies an der Universität Bayreuth entwickelt werden. Für eine weitergehende Stellenperspektive (Habilitation) sind die Entwicklung eines Projektantrags und das erfolgreiche Einwerben von Drittmitteln erforderlich. Mit der Stelle ist wissenschaftliche Lehre im Umfang von 2 SWS verbunden.
Von Bewerbenden wird eine Promotion mit Schwerpunkt Gender/Queer Studies erwartet sowie Erfahrungen in interdisziplinärer Forschung und Lehre. Erwünscht sind außerdem Erfahrungen im Projektmanagement, in der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen, im Bereich Antragstellung und Durchführung von Drittmittelprojekten sowie das Interesse, Genderkenntnisse in die Lehramtsausbildung einzubringen.
Die ArbeitgeberInnen bieten flexible Arbeitszeiten an einer familienfreundlichen Universität und die Mitarbeit in einem engagierten Team. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universität Bayreuth strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen an und bittet deshalb Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung.
Bitte sendet Eure aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen ausschließlich per Email in Form einer einzigen pdf‐Datei (max. 30 MB) und unter Angabe des Kennwortes „Bewerbung Gender Studies“ im Betreff der Email bis zum 19. Juli 2015 an: chancengleichheit@uni‐bayreuth.de. Für weitere Informationen steht Frau Miriam Bauch, Leiterin der Stabsabteilung Chancengleichheit (0921/55 2218) gerne zur Verfügung.

22.06.2015