Metalsängerin Nokt in Belarus als angebliche Extremistin angeklagt

Die belarussische Katsiaryna „Nokt Aeon“ Mankevich, die Sängerin der Metal-Bands DYMNA LOTVA und HANGOVER IN MINSK, nimmt seit Jahren an Protesten gegen ihr Heimat-Regime teil und unterstützt die Ukraine. Deshalb musste sie Belarus vor Jahren verlassen und lebt heute in Polen im Exil. Jetzt soll sie in ihrem Heimatland wegen „extremistischer Aktivitäten“, „Terrorismusfinanzierung“ und drei weiteren Straftaten angeklagt werden, da einige ihrer Musikvideos als „extremistisches Material“ eingestuft worden waren. „Dieses Strafverfahren ist komplett aus der Luft gegriffen und politisch motiviert. (…) Bitte macht euch keine Sorgen um mich. Polen hat mir aufgrund dieser politischen Verfolgung internationalen Schutz gewährt. Infolge dieses Prozesses könnte Weißrussland alle meine noch im Land verbliebenen Vermögenswerte beschlagnahmen. Nun, mein Geld für die Musikproduktion auszugeben, hat sich doch als großartige Idee herausgestellt.“ Von DYMNA LOTVA ist kürzlich das symbolträchtige Musikvideo zu „Return My Coffin Home“ veröffentlicht worden, in dem auch der ukrainische Musiker Ingvarr (SCHREIGARM) mitwirkt. Der Titel ist die dritte Vorab-Single aus dem kommenden neuen Album „Vyraj“, welches am 7. August erscheint. „Viele unserer Freunde und wir selbst werden vielleicht im Exil, in Gefangenschaft oder im Krieg sterben, aber wir alle möchten, dass unsere Leichname in unserer Heimat beigesetzt werden“, erklärte Sängerin Nokt aus eigener Erfahrung.
10.08.2026

Interdisziplinäre Tagung  „Lieder, die Geschichte schreiben“ 07.-09.03.24

Lieder erzählen nicht nur Geschichten, sie schreiben auch Geschichte. Sie dokumentieren und reflektieren historische Ereignisse, sie erzählen uns ihre Versionen der Vergangenheit – und nicht zuletzt können Lieder wie kaum ein anderes Medium Menschen mobilisieren und tragen so zur aktiven Veränderung von Geschichte bei. Diese vielfältigen Potenziale, Geschichte mitzugestalten, stehen im Zentrum der interdisziplinären Tagung „Lieder, die Geschichte schreiben“, die vom 7.-9. März am Musikwissenschaftlichen Institut Marburg stattfindet. Im Rahmen der Tagung werden Liedforscher*innen aus Musik-, Literatur- und Geschichtswissenschaft unterschiedliche Perspektiven entwerfen auf ein historisch wie sozial denkbar breit gespanntes Spektrum vom Kriegslied zum Protestsong, von der Geschichtsballade zur gegenwärtigen Rockmusik. Die Tagung ist für externe Interessierte offen, der Eintritt ist frei. Das komplette Programm der Tagung findet ihr hier.

04.03.2024

Jetzt mitmachen beim Video „War is not a woman’s game“

Die israelisch-kanadische Singer-/Songwriterin und Aktivistin Yael Deckelbaum initiiert schon seit einigen Jahren Friedensprojekte wie den „March of Hope“ (2016), einen Marsch jüdischer und arabischer Frauen für Frieden vom Norden Israels nach Jerusalem. Mit ihren Songs ruft sie weltweit zu Einheit und Frieden auf, denn sie ist überzeugt: ohne uns Frauen* wird es keinen Frieden geben. Mit ihrem Bandprojekt „Yael And The Mothers“ und insgesamt über 40 Sängerinnen, Chören, Sprecher*innen und Musiker*innen aus aller Welt hat sie 2020 das Album „Women Of The World Unite” veröffentlicht. Es ist ein „call for women everywhere to unite with each other and embrace our differences, step into our power, and be at peace with who we truly are“. Jetzt plant sie ein neues Video, an dem ihr teilnehmen könnt! „War is not a Woman’s Game“ ist ein Ruf an ihre „Schwestern“ weltweit, sich zu beteiligen: den Song mitzusingen und Teil des Videos zu werden. Wer mitmachen möchte, kann sich hier registrieren und bekommt weitere Infos.

19.09.2022