Call for papers: „Musik in Utopien – Utopien in Musik“ 16.-18.09.2024

„Sitting Here in Nowhere Land – Musik in Utopien – Utopien in Musik“ ist eine Internationale Tagung überschrieben, die vom 16.-18.09.2024 am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena der Hochschule für Musik Franz Liszt stattfindet. Für die Tagung ist jetzt ein Call for Papers ausgeschrieben worden, für den noch bis 20.04.2024 Vorschläge eingereicht werden können. Die Tagung möchte das utopische Potential von Musik in den Blick nehmen. Sie setzt sich zum Ziel, den Diskurs um Musik und Utopie weiterzuführen und auf eine Gegenwart zu beziehen, die einen utopischen Horizont verloren zu haben scheint. Zugleich soll die diskursive Arbeit anhand von Fallbeispielen konkretisiert werden – wobei der Herkunft der Beispiele keinerlei stilistische oder historische Grenzen gesetzt sind. Mögliche Vortragsthemen können u.a. sein: vergangene und gegenwärtige musikalisch-utopische Entwürfe in klassischen und zeitgenössischen Kompositionen, Pop-Songs, Film-Soundtracks usw. oder in musikbezogener Literatur, Architektur, Bildender Kunst, Filmen, Video Games usw.; utopische Praktiken des (gemeinsamen) Musikmachens, Komponierens, Musikhörens; Geschlechter-Utopien und Musik; Technische Utopien und Musik; Musik und Utopien des Umgangs mit Natur; „schöne Stellen“ als musikalische Utopien. Die Ausschreibung ist hier zu finden.

25.03.2024

#MelodivaSpotlight: „Oral“ von Björk & Rosalía

Mit ihrem gemeinsamen Song „Oral“ setzen sich die isländische Popkünstlerin Björk und die experimentelle katalanische Flamencosängerin Rosalía für den Kampf gegen industrielle Lachszucht ein. Auslöser für das Engagement war die Notschlachtung von einer Million isländischer Lachse, die durch die Enge der Haltung von der ungebremsten Ausbreitung von Seeläusen betroffen waren. Als Umweltaktivistin erschütterte Björk die Massentötung so, dass sie einen Song schrieb und sich dafür ihre Kollegin Rosálía ins Boot holte. Mit „Oral“ wollen sie das Bewusstsein für das Leid der Fische in Lachsfarmen schärfen und auf die verheerenden Folgen der Zucht hinweisen. Nicht nur verpesteten sie die Meere mit Fischkot, Futterresten, Pestiziden, Medikamenten, Mikroplastik und Schwermetallen, sie gefährdeten auch die Existenz von Islands einzigartigem Wildlachs, der die Insel lange vor den ersten menschlichen Siedlungen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts bewohnte, schreibt Björk auf ihrer Homepage. Der Song „Oral“ geht zurück auf eine Komposition von Björk, die bereits zwischen den Alben „Homogenic“ (1997) und „Verspertine“ (2001) entstand, seitdem aber unveröffentlicht war, da sie dramaturgisch auf kein Werk passte. Alle Einnahmen gehen an die Non-Profit-Organisation AEGIS, die sich gegen Fischfarmen in Island einsetzt. Die Single gibt es u.a. hier.

 

29.11.2023

#MelodivaSpotlight: Anti-DicKtators mit „Russian Warship“

Die Anti-DicKtators sind eine Kollaboration gleichgesinnter Musiker*innen, die entsetzt darüber sind, was in der Ukraine vor sich geht und die auf ihre eigene, kleine Art – nämlich mit der Veröffentlichung einer Single – helfen wollen, Aufmerksamkeit und Geld für einen Hilfsfond zu generieren. Die Anti-DicKtators bestehen aus Phil Meadley (The Gaslight Troubadours), Sänger/Songwriter Yuriy Gurzhy (RotFront – Emigrantski Raggamuffin Kollektiv/The Disorientalists), Fiddle Spieler Jon Sevink (Levellers), Bassist Tom Robinson (Tom Robinson Band/BBC Radio 6Music Presenter) und der Sängerin Katya Tasheva (RotFront). Die Song-Lyrics basieren auf der Geschichte der ukrainischen Soldaten auf Snake Island in den frühen Tagen der Russischen Invasion, die mit “Russian warship, go f**k yourself!” reagierten, als sie vom Russischen Kommandeur aufgefordert wurden, sich zu ergeben. Alle 13 Soldaten starben, das Zitat ist ein Aufschrei des Widerstandes für Ukrainer*innen geworden. Der Slogan wurde sogar auf eine Briefmarke gedruckt, um die Tapferkeit der Soldaten zu würdigen. Yuriy Gurzhy sagt dazu: “Wir sind schockiert und verletzt, wenn wir sehen, was in der Ukraine passiert, wie brutal Russland ganze Städte und Dörfer auslöscht. Die Ukrainer*innen wehren sich und kämpfen wie Superhelden*innen. Selbst wenn es ungerecht ausgeht, wird der Krieg bald vorbei sein und man wird jedes Pfund, jeden Euro und Dollar brauchen, von dem was bis dahin gespendet wurde. Also schließen wir uns den Helfenden an und bitten Euch für die Ukraine Trust Chain zu spenden. Diese Organisation bringt direkte Hilfe in die Ukraine und hilft bei den Evakuierungen in der aktiven Kriegszone vor Ort. Unterstützt uns mit dem Kauf des Songs, der euch in drei Minuten den momentan wichtigsten Satz in Russisch beibringen wird.“ Den Song könnt ihr hier kaufen; alle Einnahmen gehen direkt an die Ukraine Trust Chain. Hier geht es zum Video.

14.04.2022

TV-Tipp: Joan Baez Doku „How Sweet The Sound“

Heute, am 12.03.2021 zeigt der Sender Arte die Dokumentation „How Sweet The Sound“ (USA 2009, 84 min., Regie: Mary Wharton) über die US-Singer-/Songwriterin Joan Baez (Beginn: 21:45 Uhr). Sie war das Gewissen einer ganzen Generation: Die politisch engagierte Folksängerin Joan Baez sang im Luftschutzbunker, während draußen die Bomben fielen. Aber sie ist auch eine der wichtigsten und bekanntesten Vertreterinnen der Folkmusik. Seltene Archivaufnahmen und sehr persönliche Interviews machen den Dokumentarfilm zu einem zugleich persönlichen und historischen Porträt. In dem ersten umfassenden Dokumentarfilm über Joan Baez werden sowohl die Privatperson Baez als auch ihre Karriere, ihre Geschichte als Live- und Studiomusikerin und ihr bemerkenswerter Weg als Menschenrechtsaktivistin beleuchtet. Der Dokumentarfilm gibt in bisher nicht dagewesener Art und Weise Einblick in das Leben der Künstlerin und Aktivistin, die mit über 70 Jahren noch auf internationalen Tourneen unterwegs ist.

Wiederholung am 19.03. 22:40 Uhr, der Film ist noch bis 10.04. in der Mediathek zu finden.
12.03.2021

Kinderchor für Chorprojekt am Global Climate Strike 24.04.2020 gesucht

Für ein Chorprojekt am Global Strike am 24.04.2020 in Darmstadt wird noch ein Kinderchor gesucht, der den Climate Action Song („World On Our Shoulders“) gemeinsam mit dem Darmstädter Choir for Future und einem Orchester singen will. Der Kinderchor sollte möglichst selbständig in Zusammenarbeit mit der Chorleitung den Song erlernen. Für die Kids ist nur der Refrain relevant, wichtig sind die Einsätze und die englische Aussprache. Am Global Strike selbst wird es dann eine Hauptdirigentin geben, mit der vorher geprobt wird. Gemeinsame Proben werden im April stattfinden. Die Kinderchorleitung darf natürlich gerne mitgestalten und Ideen einbringen und auch mit auf der Bühne stehen, auch als Support für die singenden Kids. Für weitere Infos bitte Kontakt aufnehmen mit: moc.t1720813185sop-e1720813185llits1720813185@erut1720813185ufrof1720813185riohc1720813185

Mehr Infos zum Song, den Lyrics und Noten findet ihr hier, ein Video dazu hier: „World On Our Shoulders“ – Siparantum Choir, weitere Videos von anderen Chören weltweit findet ihr auf dem Youtube-Kanal unter #Resolution 2020.

27.01.2020

Berge veröffentlichen „Kein Grund für Krieg“ Unplugged

Aus aktuellem Anlass hat das Duo Berge seinen Song „Kein Grund für Krieg“ aus ihrem Album „Für die Liebe“ (VÖ: 30.08.2019) unplugged aufgenommen. Mit der Fast-Eskalation zwischen dem Iran und der USA Anfang des neuen Jahres bekommt der Song eine neue Gewichtung und Aktualität. Marianne sagt über „Kein Grund für Krieg“: „Lasst uns gemeinsam ein wichtiges Zeichen setzen, denn jetzt ist die Zeit wieder füreinander und für die Freiheit einzustehen. Die Welt brennt, verändert sich und die Gemüter sind hitzig, aber Krieg ist und bleibt niemals eine Lösung! Lasst uns lieber einander besser verstehen und konstruktive Ideen finden. “

Die Albumversion gibt es hier. Das Duo wird im April und Mai 2020 auf „Das Heiligste der Welt“-Tour in Kirchen deutschlandweit Konzerte geben.

15.01.2020