Jahrespreise des Preises der Deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht

Einmal jährlich trifft sich der Jahresausschuss des PdSK e.V., um zehn Jahrespreise für die besten Produktionen des zurückliegenden Jahres zu bestimmen. 119 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden und schafften es auf die Longlist, 10 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Ein Jahrespreis geht an die mauretanische Griot, Sängerin und Spielerin der Winkelharfe Ardin Noura Mint Seymali und ihr Album „Yenbett“, das als „psychedelischer Sound-Sturm in urbaner Sahara-Rock-Band-Kulisse“ und Gesamtkunstwerk gelobt wird. Auch Dota verleiht die Jury einen Preis für ihre CD „Im Springbrunnen“ und schreibt: „Für dieses ‚Feuer, das die Nacht erhellt‘ und an dem wir die Seele wärmen, wird der Jahrespreis verliehen“. Eine weitere Preisträgerin ist die „Stimmkünstlerin von großem Format“, die seit 2013 in Berin lebende Ukrainerin Ganna (s. Cover). Auf ihrem Album „Utopia“ mache sie „glaubhaft Hoffnung, dass man viel finden kann, wenn man sich öffnet. Wie wichtig in diesen Zeiten!“. Die CD „Lux“ der katalanischen Sängerin Rosalía, auf der sie erstmals mit dem London Symphony Orchestra zusammenarbeitet und in 13 Sprachen singt, fand ebenfalls Gefallen. „Inhaltlich handelt ‚Lux‘ von weiblicher Mystik: Heilige wie Teresa von Ávila oder Hildegard von Bingen werden zu Projektionsflächen für Liebe und Transzendenz – nicht religiös im engen Sinn, sondern als Gegenentwurf zur algorithmisch durchrationalisierten Gegenwart. Dass dieses Wagnis aufgeht, macht ‚Lux‘ zu einem der bemerkenswertesten Alben des Jahres“, befand die Jury.

23.10.2026

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Longlist erschienen

Mit einem Platz auf der Bestenliste werden vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. In der neuen Longlist sind Elsa Johanna Mohr & Flávio Nunes mit „Em Julho“ (Jazz I) und Punkt.Vrt.Plastik um Kaja Draksler mit „Kompress“ (Jazz II) zu finden. Bei der Weltmusik sind z. B. Hilal Kayas Album „Sümbül“ (s. Foto) und Lido Pimienta mit „Caribenya“ zu finden, die wir bereits als CD-Tipp empfohlen haben. Auch Mines CD „Killer“ und Phoebe Bridgers‘ Album „Lost Weekend“ wurden nominiert (Alternative), die Jury R&B, Soul und Hip-Hop entschied sich u.a. für Erykah Badu & The Alchemist mit „Before The World Blows“ und „New Avatar“ von Kelela. Wer sonst noch draufsteht, seht ihr unter folgendem Link.

06.10.2026

Neue Bestenliste der Schallplattenkritik erschienen 03/2026

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat seine dritte Bestenliste des Jahres 2026 veröffentlicht. 155 Kritiker-Juror*innen aus 32 Fachjurys haben sich die 289 Neuveröffentlichungen der Longlist genauer angehört und daraus die „Besten der Besten“ gekürt. Leider sind diesmal nicht viele FLINTA* Artists dabei. Unter den 32 Siegertiteln ist Hildur Guðnadóttirs Filmmusik für Maggie Gyllenhaals „The Bride!“ dabei, die hörbar mache, „wie sehr die Bloßlegung der Brüchigkeit romantischer Liebe zu faszinieren vermag“ (Zitat Jury). Die Jury Weltmusik hat sich für Souad Massis eindrucksvolles Statement für Menschlichkeit und Hoffnung „Zagate“ entschieden (CD-Tipp März).

Übrigens: Musiker*innen können ihre neuen Alben selbst beim PdSK einreichen. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

14.08.2026

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht neue Longlist

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 3/2026 vor. Wieder haben die 155 Kritiker-Juror*innen in 32 Kategorien aus insgesamt 289 Neuerscheinungen des letzten Quartals ihre Favoriten herausgepickt und es sind einige tolle Alben aus unserem Netzwerk dabei wie z.B. „Elektrolyte“ (CD-Tipp April) von Flute’n’Bass (Stephanie Wagner & Norbert Dömling) im Genre Grenzgänge sowie das neue Werk des Fuchsthone Orchestras „Peaks And Plots“, das Gefallen bei einer der Jazz-Jurys fand (Foto: Volker Beushausen). In der Kategorie Weltmusik sind u.a. Fatoumata Diawaras CD „Massa“ und Naïssam Jalals „Landscapes of Eternity“ vertreten. Die Jury Filmmusik wählte u.a. Hildur Guðnadóttirs Arbeit für die rebellische Parodie „The Bride!“ und das eindrucksvolle Filmmusik-Debüt „Rose“ von Tara Nome Doyle aus, die ihr Werk für den gleichnamigen Film vollständig a cappella eingespielt hat. In der Traditionellen ethnischen Musik konnten die Ukrainierin Mariana Sadovska & Vesna überzeugen, die sich auf „You should live! ЖИВИ!“ (CD-Tipp April) collagenartig damit auseinandersetzen, wie aus Krieg und Gewalt Resilienz und Heilung entstehen kann. Im Liedermacher-Genre wurden Katja Werkers CD „An seidenen Fäden“ und „Poesie & Widerstand“ von Sarah Lesch (CD-Tipp April) auserwählt. Auch die neuen Alben von The Burnett Sisters Band (CD-Review), Paula Carolina, Namoli Brennet, Arlo Parks, Tori Amos, Christin Nichols, Courtney Barnett, Johanna Borchert & Miles Perkin (CD-Review), Ikkimel u.v.a. haben die Chance auf eine Aufnahme in die nächste Bestenliste, die am 14.8.2026 erscheint. Wir drücken allen die Daumen!

10.07.2026

Preis der deutschen Schallplattenkritik: Longlist 2/2026 erschienen

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 2/2026 vor. Die zurzeit 157 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 240 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Wir freuen uns besonders, dass auch drei Musikerinnen aus unserem Netzwerk ausgewählt wurden: Isabelle Bodensehs Album „Dignity“, Julia Hülsmann mit ihrem Octetalbum „While I Was Away“ und Angelika Niesciers CD „Chicago Tapes“ konnten die beiden Jazzjuries überzeugen. Julie Campiche mit „Unspoken“ (Grenzgänge/Electronic) und Rosa Hoelgers „Fuer Immer Gummistiefel“ (Liedermacher) hatten wir in unseren CD-Reviews gewürdigt. Außerdem konnten Mitski (Pop/Alternative), Lucinda Williams & Dry Cleaning (Rock), Mariana Ramos & Tuuletar (Weltmusik), Peaches & Moonchild (R’n’B, Soul & HipHop)  und Elise Frank (Blues) überzeugen. In der Kategorie Filmmusik finden sich gleich mehrere Werke von Frauen, Hania Ranis Soundtrack für den Vater-Tochter-Beziehungsfilm „Sentimental Value“ und zwei Beiträge für gruselige Thriller: Hildur Guðnadóttirs Musik für den Zukunftsthriller „28 Years Later: The Bone Temple“ und Isabella Summers „Dust Bunny“. Wer auf die Bestenliste 2/2026 kommt, wird am 15. Mai veröffentlicht.

Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss von deutschsprachigen Kritiker*innen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, er finanziert sich durch Spenden und freut sich über jegliche Unterstützung. Der PdSK wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL). 

08.04.2026

Erste Bestenliste erschienen

Mit einem Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik werden vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die erste Bestenliste diesen Jahres liegt jetzt vor. Bemerkenswert ist, dass bei beiden Alben, die von den Jazz-Jurys ausgewählt wurden, Musikerinnen beteiligt waren, und in beiden kommt eine Trompete vor. Da ist zum einen „Trumpet Tales“ von Klaus Wienerroither und der Barbara Bruckmüller Big Band. Das andere geehrte Jazzalbum heißt „Angel Falls“ und stammt Duo der Pianistin Sylvie Courvoisier und dem Trompeter Wadada Leo Smith. Auch im Blues-Bereich wurde eine Musikerin gewürdigt, nämlich die Kanadierin Miss Emily („The Medicine“), die auf eine mittlerweile 21jährige Karriere zurückblickt. In der Kategorie Weltmusik konnte Yasmine Hamdan mit „I Remember I Forget“ punkten, die auf ihrem Album das paradoxe Leben in der Diaspora auslotet (s. Foto). Im Bereich Traditionelle Ethnische Musik entschied sich die Jury für LINA_ & Marco Mezquida und ihr Album „O Fado“, im Alternative-Genre für FKA Twigs‘ CD „Eusexua Afterglow“.

16.02.2026

Neue Longlist erschienen

Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnet der Preis der Deutschen Schallplattenkritik vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die zurzeit 154 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 273 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Wir freuen uns, dass Fjarill mit ihrem Album „Strålande Juletid“ in der Kategorie Folk nominiert wurden! Rosalía wurde sowohl von der Weltmusik- als auch der Popjury ausgewählt, auch Florence + The Machine wurden zweimal aufgestellt. Außerdem haben die britische, all female Rockband The Last Dinner Party, FKA Twigs, Stefanie Schrank, Josi Miller, Nastia Reige, HAAi, Kara-Lis Coverdale, Leona Berlin u.a. eine Chance, am 16.2. als Beste ausgewählt zu werden.

15.01.2026

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht Bestenliste

Jetzt ist auch noch die letzte Bestenliste diesen Jahres erschienen, auf der die Juror*innen des Preises der deutschen Schallplattenkritik aus 260 nominierten Alben „die Besten der Besten“ ausgewählt haben. 28 Siegertitel schafften es auf die Bestenliste. In der Kategorie Traditionelle Ethnische Musik gewann Mara Arandas „Sefarad … en el corazón de Bulgaria“, die die nahezu unbekannte Klangwelt des bulgarischen Sephardentums und vor allem die weiblich-sephardische Lebenswelt in den Blick nimmt. Im Pop entschied sich die Jury für das Album „Double Infinity“ von Big Thief, der Indierockband um Sängerin und Gitarristin Adrianne Lenker. Im R’n’B, Soul und HipHop Genre überzeugt die blinde, in Seattle beheimatete Sängerin Brittany Davis mit ihrem Album „Black Thunder“, das sie mit Evan Flory-Barnes und D’Vonne Lewis aufgenommen hat. Auch ein Musikfilm wurde prämiert: Der Film „Momentum“, der die Dirigentin Joana Mallwitz „zwischen privater Alltagsorganisation, beruflichem Druck und musikalischer Leidenschaft“ porträtiert (Trailer).

18.11.2025

Jahrespreise des Preises der Deutschen Schallplattenkritik

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat seine Jahrespreise 2025 veröffentlicht. 100 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden und schafften es auf die Longlist, 11 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Die Preise werden den Preisträger*innen in den nächsten Wochen und Monaten individuell überreicht. Termine und Orte der zehn Preisverleihungen werden zeitnahe bekannt gegeben. Ein Jahrespreis geht an Maria Faust und Sacrum Facere „für ihre verstörend-betörenden und zugleich befreienden Marches Rewound And Rewritten“. Ein weiterer Preis geht an die Filmkomponistin Dascha Dauenhauer, die den Soundtrack für „No Beast. So Fierce (Kein Tier. So Wild)“ komponiert hat. Für die Geschichte zweier verfeindeter Clans in Berlin-Neukölln habe sie Musik geschrieben, die das Drama vorantreibe, es sei „Filmmusik, für die man einen Waffenschein bräuchte“, so die 9-köpfige Jury. Jenn Butterworth wird mit ihrem Album „Her By Design“ ebenfalls mit einem Preis bedacht. Ihre Lieder der Folk-Tradition, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen, sei „wie eine wunderbare warme weiche Welle“ und brilliant, schwärmen die Preisrichter*innen. Weitere Preise gingen an „Wo die Mango wächst“ der Hamburgerin Älice, das Reggae, R’n’B, ein wenig Chanson, Electronics und Latin Pop zu einer süßen Mischung vereine sowie Fuffifufzichs „Feel zu spät“, für ihre „Musik für den Heim- oder Hinweg, den großen Moment, davor, danach; für Vercrusht-sein und für Liebeskummer“.

23.10.2025

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Neue Longlist ist da!

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat die aktuelle Longlist 4/2025 vorgestellt. 152 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 260 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Besonders freut uns, dass Werke von zwei Netzwerk-Mitgliedern ausgewählt wurden: „The Bright And The Dark“ des Maria Baptist Orchestras (Foto) im Bereich Jazz und „A Slender Thread“ von Sophie Tassignon, das wir im Juli empfohlen haben (Electronic & Experimental). Weitere Alben findet ihr auch in unseren CD-Tipps wie z.B. „In.Sight“ des Fabia Mantwill Orchestras (CD Tipp August), das in den Kategorien Grenzgänge und Jazz nominiert wurde, Tania Salehs „Fragile“ (CD Tipp Juli) und „Vie Kaz“ von Votia (CD Tipp August) im Genre Weltmusik. In letzterem gibt es weitere Künstlerinnen zu entdecken wie Elena Baklava, Kokoroko, Fadosängerin Lina_ & Jules Maxwell, das estnische Duo Ruut, die Flötistin Virginia Nicoli und die Violinistinnen Lucia Micarelli und Phoebe Violet. Bei den Liedermacher*innen wurden Mara Aranda, Dota, Karl die Große u.a. nominiert, in Pop finden sich die Sängerin und Songwriterin Lorde und Big Thief um Adrienne Lenker. Wet Leg und Haim haben in den Genres Rock & Alternative eine Chance. Die Hard’n’Heavy Jury entschied sich u.a. drei female fronted Bands: Halestorm, Wucan und Gaupa. Weitere Nominierte sind CMAT, Saint Etienne, Amina Claudine Myers, Brittany Davis u.v.m. In der Kategorie Filmmusik wird es spannend: Dascha Dauenhauers Soundtrack zum Film „22 Bahnen“, Freya Ardes Musik für „Mädchen, Mädchen“ und Holly Amber Church, die die Musik für den Thriller „The Other“ geschrieben hat, kämpfen gegen Hans Zimmers Musik für den Formel 1 Film „F1“! Die Bestenliste 4/2025 wird am 14. November veröffentlicht. Wir drücken allen ganz fest die Daumen!

07.10.2025

Longlist der Jahrespreise des PdSK e.V. veröffentlicht

Einmal jährlich trifft sich der Jahresausschuss des Preises der Deutschen Schallplattenkritik e.V., um zehn Jahrespreise für die besten Produktionen des zurückliegenden Jahres zu bestimmen. Zehn Juror*innen aus verschiedenen Fachjurys nominieren im Vorfeld insgesamt 100 herausragende neue Tonträger-Produktionen, die in den letzten vier Quartalen auf dem deutschsprachigen Markt herauskamen – Titel vor allem aus der Klassik, aber auch Musikerinnen aus unserem Netzwerk wie das Julia Hülsmann Quartet mit „Under The Surface“ und Maria Baptist mit ihrem neuen Album „Hopes & Fears“. Welche 10 Titel das Rennen machen werden, wird am 9. Oktober 2025 bekannt gegeben. Wir drücken euch beiden die Daumen, liebe Julia & Maria!

05.09.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 3/2025 ist erschienen

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat eine neue Bestenliste veröffentlicht und die hält einige tolle Neuentdeckungen bereit. Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnen die rund 160 Musikkritiker*innen vierteljährlich die „besten und interessantesten“ Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Es gibt 32 Jurys, Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die Grenzgänge-Jury hat sich zum Beispiel für das Album „Watersong“ entschieden, das die griechische Sängerin und Komponistin Savina Yannatou und Lamia Bedioui aus Tunesien mit dem Ensemble Primavera en Salonico aufgenommen haben. „Ein Stück Zuversicht durch Einheit in der Verschiedenheit“, lobt die Jury. Eine der beiden Jazz-Jurys wählte „After The Last Sky“ des tunesischen Oud-Spieler und Komponisten Anouar Brahem aus, an dem die Cellistin Anja Lechner mitgewirkt hat und mit dem Brahem an die Tragödie von Gaza verweist. In der Kategorie „Traditionelle ethnische Musik“ konnte das Ensemble Assafir um die Sängerin Clémence Gabrielidis punkten, das auf seinem Album „Travesèes“ Kreuzungen zwischen der Türkei und Griechenland vornimmt. Die Jury Club & Dance entschied sich für die CD „Tết 41“ der Berliner DJ JakoJako aka Sibel Koçer und lobt es paradoxerweise als „dezentes, still berührendes Album“. In der R’n’B, Soul & HipHop-Abteilung gewann „Golden Retrieve Her“ der in Brüssel lebenden Musikerin und Theatermacherin Adja Fassa (Foto), weil sie „mit ihrem Debütalbum einen dieser speziellen Momente, in denen außergewöhnliche Kunst wie aus dem Nichts zu entstehen scheint“ erschaffen habe. 

Übrigens: Künstler*innen können ihre CD, Vinyl, DVD und Blu-ray sowie Digital VÖs selbst einreichen, möglichst direkt nach Erhalt aus dem Presswerk, idealerweise mehrere Wochen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin, damit die Juror*innen ausreichend Zeit zum Anhören haben und der VÖ nicht mit den internen Nominierungsstichtagen kollidiert. Mehr zu den Einreich-Fristen hier.

15.08.2025