Claussen-Simon-Fonds fördert Kunst & Kultur in Hamburg
Die Claussen-Simon-Stiftung unterstützt mit ihrem Fonds für Kunst & Kultur innovative Vorhaben in der Hansestadt. Der Fokus liegt dabei auf Akteur*innen der Freien Szene, Nachwuchskünstler*innen und Projekten mit hohem künstlerischem Anspruch, die insbesondere jungen Menschen Zugänge zu Kunst und Kultur ermöglichen. Hierbei ist die Einreichung partizipativer Formate sehr willkommen. Die Fördersumme liegt in der Regel von 2.000-10.000 Euro. Der Claussen-Simon-Fonds ist spartenoffen – Anträge aus dem Musikbereich sind ausdrücklich willkommen, sofern sie einen klaren Bezug zu Hamburg aufweisen. Bewerbungsfrist: 15.05.2026
Bundeswettbewerb Rauskommen 2026 (bis 1.6.26 bewerben)
Erstmals in 2010 ausgeschrieben, hat der bundesweite Wettbewerb „Rauskommen!“ zahlreiche bewegende und bewegliche künstlerische Projekte und Angebote sichtbar gemacht, die die besonderen gestalterischen Talente von Kindern und Jugendlichen gezeigt haben. Der Titel des Wettbewerbs ist auch in diesem Jahr Programm: Gesucht werden die spannendsten laufenden oder vor kurzem abgeschlossenen Aktivitäten von Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen, die in besonderer Weise:
- die Grenzen einer Einrichtung überschreiten, indem sie mobil, vielfältig vernetzt oder dezentral neuen Zielgruppen künstlerische Gestaltung ermöglichen | Zugangsbarrieren senken
- Kinder und/oder Jugendliche in die Ideenfindung, Organisation und Umsetzung einbinden und ihre Gestaltungskompetenz sichtbar machen | Partizipation und Sichtbarkeit
- eine Anknüpfung an Kinder- und Jugendkulturen und damit an das informelle Lernen schaffen | Jugendkultur und digitale Kommunikation
- übertragbare Elemente für andere Einrichtungen enthalten, die es dauerhaft ermöglichen, professionelle kulturelle Bildung offen und tatsächlich zugänglich zu gestalten | Transferideen
Ob fahrbares Atelier, das Familienkunstprojekt im Viertel, die Tanz- und Soundperformance im verpönten Stadtteil oder die zielgruppentaugliche Vernetzung zwischen Jugendhilfe-, Kultur- oder Bildungseinrichtung in den Künsten: Ziel ist die Zugänglichkeit künstlerisch-kultureller Bildung. Bewerbungsschluss: 01.06.2026
Projektfonds Soziokultur bietet Projektförderung in Brandenburg
Der ImPuls Brandenburg e.V. vergibt – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel aus dem MWFK Brandenburg – Mittel zur Förderung von zeitlich befristeten Projekten aus dem Praxisfeld Soziokultur, die im Land Brandenburg realisiert werden. Mit den Mitteln sollen Akteur*innen und Institutionen der soziokulturellen Szene gefördert werden, die sich mit künstlerischen Mitteln dem gesellschaftlichen Diskurs stellen, und ein sparten- und zielgruppenübergreifendes Programm ermöglichen. Mit den Projektmitteln sollen partizipative Vorhaben umgesetzt und die Professionalisierung der Akteur*innen und Institutionen unterstützt werden. Gefördert werden Projekte, die Menschen vor Ort in Konzeption und Durchführung aktiv einbinden und gesellschaftspolitische oder soziale Themen mit kulturellen Methoden bearbeiten. Förderhöhe: 5.000-10.000 € (Eigeneinnahmen und/oder Drittmittel von mindestens 10%), Durchführungszeitraum bis Ende 2026. Antragsschluss: 18.05.2026
Ihr plant einen Antrag und habt noch Fragen zum Verfahren oder zum Formular? ImPuls Brandenburg e.V. unterstützt euch mit zwei Infocalls: am 30. April 2026 von 17:00 – 18:00 Uhr (Registrierung) & am 7. Mai 2026 von 17:00 – 18:00 Uhr (Registrierung).
Allgemeine Projektförderung des Fonds Soziokultur
Bald ist es wieder soweit – ab dem 2. April öffnet das Antragsportal für das größte Förderprogramm des Fonds Soziokultur: die Allgemeine Projektförderung. Bis zum 2. Mai könnt ihr Förderanträge für partizipative Projekte einreichen. Die finanzielle Förderung von zeitlich begrenzten Vorhaben und Projekten ist der Schwerpunkt der Arbeit des Fonds Soziokultur als einer von sechs Bundeskulturfonds. Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung von Menschen am Kulturmachen.
Wellemachen: Teile deine Geschichte zu Machtmissbrauch und Diskriminierung in der deutschen Musikindustrie
Wellemachen e.V. ist eine unabhängige Organisation und ein nachhaltiges Netzwerk von Akteur*innen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, die sich für die Chancengleichheit und Gleichstellung in der Musikbranche einsetzen. Der Verein verfolgt das Ziel, strukturelle Ungleichheiten abzubauen und eine gerechtere, vielfältige und sicherere Zukunft für alle Akteur*innen in der Musikbranche zu gestalten. Derzeit entwickelt der Verein ein Online-Archiv und eine Ausstellung, in denen anonyme Betroffenenberichte zu verschiedenen Formen von Diskriminierung und Machtmissbrauch gesammelt und veröffentlicht werden. Die Beiträge können Erfahrungen mit Sexismus, Rassismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus, Alters- oder Klassen-Diskriminierung umfassen. Das Projekt will den Mythos entkräften, dass Machtmissbrauch und Diskriminierung „Einzelfälle“ seien – und stattdessen das systemische Ausmaß sichtbar machen, Betroffenen Raum geben, ihre Erfahrungen sicher und anonym zu teilen und so öffentliche Aufmerksamkeit und Handlungsdruck zu erzeugen. So sollen Materialien und Statistiken für Aufklärung, Workshops und Sensibilisierungsarbeit bereitgestellt werden.
Über ein DSGVO-konformes Formular können Betroffene ihre Erfahrungen einreichen und selbst entscheiden, auf welchen Kanälen sie ihre Erfahrung geteilt wissen möchten – online, in Ausstellungen oder auf den Social-Media-Kanälen von Wellemachen.
Robert Bosch Stiftung fördert kreative Projekte zur Demokratiearbeit
„Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“, so heißt das Förderprogramm, das die Robert Bosch Stiftung zusammen mit dem Bundesverband Soziokultur ausgeschrieben hat. Damit unterstützt sie Ansätze für niedrigschwellige Demokratiearbeit in ganz Deutschland, die Menschen die Möglichkeit geben, den Mehrwert von Demokratie und Gemeinschaft wieder selbst zu erfahren. Das Förderprogramm unterstützt Kooperationen aus Ortebetreiber*innen, Soziokultur und politischer Bildung dabei, verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Experimentierfreude ist ebenso gefragt wie genaues Hinhören, was es im Umfeld braucht. So wird der Ort gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Umfeld zu einem kommunikativen Treffpunkt, den man zusammen gestaltet und wo man etwas bewegen kann – zu einem gemeinsamen Allzeitort. Mit einladenden, kreativen und partizipativen Ansätzen sollen unterschiedliche Menschen ab 16 Jahren zusammengebracht werden. Ziel ist es, über den Förderzeitraum hinaus eine dauerhafte Kultur des Dialogs zu etablieren und so das demokratische Miteinander vor Ort nachhaltig zu stärken.
Open Call „mein.Block“ für Artists: 6-monatige Residenz in Meck-Pomm
Im Rahmen von Aller.Land wird 2026 die partizipative Künstler*innenresidenz „mein.Block“ in Borrentin (Mecklenburg-Vorpommern) vergeben. Gesucht werden Künstler*innen (auch Tandems) mit Interesse an partizipativer, ortsbezogener Arbeit im ländlichen Raum. Die Laufzeit geht 5-6 Monate ab Juni 2026, 2.000 € brutto/Monat (gesamt, bei Tandem nicht pro Person), kostenfreie 3-Zimmer-Wohnung (3. OG, nicht barrierefrei), organisatorische Begleitung & enge Zusammenarbeit mit Gemeinde und T30 e.V. und Residenzpflicht vor Ort. Interessierte, die gut Deutsch können und Erfahrungen in künstlerischer Praxis / Kulturvermittlung / Regionalentwicklung mit Fokus auf partizipative Prozesse mit der Dorfgemeinschaft haben, können sich bis 31.03.2026 bewerben.
Musikfonds: Förderprogramm Outer Ear
Outer Ear nimmt Projekte in den Fokus, die neue Wege bei der Ansprache und Beteiligung des Publikums gehen. Es sollen gezielt partizipative Projekte gefördert werden, die nicht das fertige Werk, sondern den Entstehungsprozess eines Werkes in den Mittelpunkt stellen. Experiment, Offenheit, Unfertiges und gemeinsames Erleben werden bewusst sichtbar und hörbar gemacht, um neue Zugänge zu aktueller Musik zu schaffen und Teilhabe sowie temporäre Gemeinschaften zu ermöglichen. Im Rahmen der Projekte sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die bisher wenig Berührung mit experimentellen Musikformaten hatten. Ziel ist es, Offenheit für Neues und Anderes zu wecken und gemeinsame ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen, die sowohl herausfordern als auch verbinden. Die Antragstellung erfolgt vom 01.-30.04.2026.
2. WebTalk „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen – vor Ort und mobil“ 10.02.26
Die Webtalk-Reihe „Regionale Kulturentwicklung – kulturelle Regionalentwicklung“ der Kulturpolitischen Gesellschaft umfasst drei Online-Sessions und ist der Abschluss des dreijährigen Forschungsprojekts „Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen“ (NetKulaeR), das die Potenziale regionaler Förder-, Beratungs- und Vernetzungsstellen für Kultur in ländlichen Räumen untersucht. Der nächste Webtalk am 10.02.2026 rückt eine zentrale Herausforderung kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen in den Blick: die Mobilität als Voraussetzung für den Zugang zu Kultur. Vorgestellt werden unterschiedliche Ansätze regionaler Kulturförderung: Florian Schwemin (Bayerischer Bezirk Oberpfalz) präsentiert das Heimatmobil, mit dem Kulturvermittler*innen Dörfer und Kleinstädte erreichen. Lisa Zimmermann (Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien) stellt das Mobilitätsprogramm KulturPfadfinder vor, das Schulen und Kultureinrichtungen vernetzt und Kosten übernimmt. Markus Daum (LandKulturPerlen Hessen) erläutert einen aufsuchenden Ansatz, mit dem Projekte der Kulturellen Bildung direkt vor Ort initiiert und gefördert werden. In der anschließenden Diskussion werden zentrale Stellschrauben Kultureller Bildung für eine gelingende kulturelle Regionalentwicklung reflektiert. Die Moderation übernimmt Anke von Heyl.
10. Febrar 2026 | 16:30–18:00 Uhr | digital
Die Teilnahme am WebTalk ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Online-Formular wird erbeten.
Förderung für soziokulturelle Zentren: Up Grants 2026
Das European Network of Cultural Centres (ENCC) hat seine diesjährige Ausschreibung ihrer Up Grants veröffentlicht, eine aktuelle Förderalternative für soziokulturelle Zentren: Der Call „Up Grants 2026: Culture for Democracy“ fördert innovative Projekte, die sich mit den Themenfeldern „Digital ethics and democracy“, „Dialogue in times of polarisation“ und „Participation and cultural resistance“ befassen. Alle eingereichten Projekte, die den Förderkritieren entsprechen, werden auf der Website des ENCC vorgestellt. Drei ausgewählte Projekte erhalten eine Förderung von 4.000 €. Bewerbungsfrist: 15. März 2026
Culture & Climate | Community of Practice Launch 20.11.2025
Im Rahmen des Projekts EMCCINNO (Empowering Community-based Cultural and Creative Industries for Innovation) lädt Culture Action Europe zu einem Online-Treffen am 20.11.2025 von 13:00 – 14:30 Uhr ein. Geplant ist eine offene, partizipative Sitzung, bei der die Community of Practice for Culture & Climate ins Leben gerufen wird: ein europaweites Netzwerk, das Künstler*innen, Kulturschaffende, Forscher*innen und politische Entscheidungsträger*innen zusammenbringt, die durch Kultur eine gerechte und grüne Zukunft gestalten wollen. Diese Zusammenkunft lädt alle Akteur*innen aus dem Kultur- und Kreativbereich ein, gemeinsam zu erörtern, wie wir unsere Rolle im nachhaltigen Wandel Europas stärken können. Die Sitzung umfasst einen Share Space zu Kultur & Klima, in dem Praktiker*innen aus ganz Europa, die verschiedene Ansätze für einen nachhaltigen Wandel in der Kultur- und Kreativwirtschaft vorstellen, sowie eine offene und partizipative Unterhaltung darüber, was eine Praxisgemeinschaft in diesem Zusammenhang bedeutet: Wie können wir voneinander lernen, welche Instrumente und Formate benötigen wir und wie können wir ein aktives, kollaboratives Netzwerk aufbauen?
Ergebnisse des Dialogformats zur Popkultur im ländlichen Raum veröffentlicht
Wie könnte Popförderung im ländlichen Raum aussehen, wenn sie ehrenamtliche Strukturen ins Zentrum stellt? Wenn zivilgesellschaftliche Akteur*innen nicht nur gehört, sondern aktiv in kulturpolitische Prozesse eingebunden wären? Wenn die Förderpraxis tatsächlich vereinfacht und Regularien an reale Bedarfe angepasst würden? Wenn tragfähige lokale Netzwerke langfristig gefördert würden – über Projektlaufzeiten hinaus? Die Wirkung wäre unmittelbar: Die Motivation vor Ort würde steigen – eine zentrale Voraussetzung für kulturelle Teilhabe, lebendige Kommunen und demokratisches Miteinander. Denn gerade im ländlichen Raum hängt kulturelles Leben maßgeblich vom Engagement und den Perspektiven Einzelner ab. Mit dem Projekt dialogFORM hat die Initiative Musik erste Schritte in diese Richtung unternommen: In strukturschwachen Regionen Nord- und Ostdeutschlands wurde ein partizipativer Prozess angestoßen, der lokale Stimmen ernst nimmt. In drei Veranstaltungen über sechs Monate diskutierten Festivalveranstalter*innen aus dem Bereich Popularmusik und Jazz in der Lausitz (Brandenburg/Sachsen), Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ihre Bedarfe, Potenziale und Herausforderungen. Gemeinsam erarbeiteten sie acht konkrete Empfehlungen mit praxisnahen Lösungsansätzen. Die Ergebnisse sind jetzt gebündelt und veröffentlicht – und laden dazu ein, die Zukunft der Popkultur im ländlichen Raum mitzugestalten. Die Beispiele zeigen: Wirkung ist nicht nur am Ende messbar, sondern bereits im Prozess sichtbar. dialogFORM soll auch künftig als Dialogplattform für regionale Kulturkonferenzen dienen. Das Format versteht sich dabei als Grundlage für den Dialog zwischen Kultur, Verwaltung, Wirtschaft und Politik – mit dem Ziel, Kulturentwicklung stärker mit Regionalentwicklung zu verzahnen.
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