2. WebTalk „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen – vor Ort und mobil“ 10.02.26
Die Webtalk-Reihe „Regionale Kulturentwicklung – kulturelle Regionalentwicklung“ der Kulturpolitischen Gesellschaft umfasst drei Online-Sessions und ist der Abschluss des dreijährigen Forschungsprojekts „Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen“ (NetKulaeR), das die Potenziale regionaler Förder-, Beratungs- und Vernetzungsstellen für Kultur in ländlichen Räumen untersucht. Der nächste Webtalk am 10.02.2026 rückt eine zentrale Herausforderung kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen in den Blick: die Mobilität als Voraussetzung für den Zugang zu Kultur. Vorgestellt werden unterschiedliche Ansätze regionaler Kulturförderung: Florian Schwemin (Bayerischer Bezirk Oberpfalz) präsentiert das Heimatmobil, mit dem Kulturvermittler*innen Dörfer und Kleinstädte erreichen. Lisa Zimmermann (Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien) stellt das Mobilitätsprogramm KulturPfadfinder vor, das Schulen und Kultureinrichtungen vernetzt und Kosten übernimmt. Markus Daum (LandKulturPerlen Hessen) erläutert einen aufsuchenden Ansatz, mit dem Projekte der Kulturellen Bildung direkt vor Ort initiiert und gefördert werden. In der anschließenden Diskussion werden zentrale Stellschrauben Kultureller Bildung für eine gelingende kulturelle Regionalentwicklung reflektiert. Die Moderation übernimmt Anke von Heyl.
10. Febrar 2026 | 16:30–18:00 Uhr | digital
Die Teilnahme am WebTalk ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Online-Formular wird erbeten.
Förderung für soziokulturelle Zentren: Up Grants 2026
Das European Network of Cultural Centres (ENCC) hat seine diesjährige Ausschreibung ihrer Up Grants veröffentlicht, eine aktuelle Förderalternative für soziokulturelle Zentren: Der Call „Up Grants 2026: Culture for Democracy“ fördert innovative Projekte, die sich mit den Themenfeldern „Digital ethics and democracy“, „Dialogue in times of polarisation“ und „Participation and cultural resistance“ befassen. Alle eingereichten Projekte, die den Förderkritieren entsprechen, werden auf der Website des ENCC vorgestellt. Drei ausgewählte Projekte erhalten eine Förderung von 4.000 €. Bewerbungsfrist: 15. März 2026
Culture & Climate | Community of Practice Launch 20.11.2025
Im Rahmen des Projekts EMCCINNO (Empowering Community-based Cultural and Creative Industries for Innovation) lädt Culture Action Europe zu einem Online-Treffen am 20.11.2025 von 13:00 – 14:30 Uhr ein. Geplant ist eine offene, partizipative Sitzung, bei der die Community of Practice for Culture & Climate ins Leben gerufen wird: ein europaweites Netzwerk, das Künstler*innen, Kulturschaffende, Forscher*innen und politische Entscheidungsträger*innen zusammenbringt, die durch Kultur eine gerechte und grüne Zukunft gestalten wollen. Diese Zusammenkunft lädt alle Akteur*innen aus dem Kultur- und Kreativbereich ein, gemeinsam zu erörtern, wie wir unsere Rolle im nachhaltigen Wandel Europas stärken können. Die Sitzung umfasst einen Share Space zu Kultur & Klima, in dem Praktiker*innen aus ganz Europa, die verschiedene Ansätze für einen nachhaltigen Wandel in der Kultur- und Kreativwirtschaft vorstellen, sowie eine offene und partizipative Unterhaltung darüber, was eine Praxisgemeinschaft in diesem Zusammenhang bedeutet: Wie können wir voneinander lernen, welche Instrumente und Formate benötigen wir und wie können wir ein aktives, kollaboratives Netzwerk aufbauen?
Ergebnisse des Dialogformats zur Popkultur im ländlichen Raum veröffentlicht
Wie könnte Popförderung im ländlichen Raum aussehen, wenn sie ehrenamtliche Strukturen ins Zentrum stellt? Wenn zivilgesellschaftliche Akteur*innen nicht nur gehört, sondern aktiv in kulturpolitische Prozesse eingebunden wären? Wenn die Förderpraxis tatsächlich vereinfacht und Regularien an reale Bedarfe angepasst würden? Wenn tragfähige lokale Netzwerke langfristig gefördert würden – über Projektlaufzeiten hinaus? Die Wirkung wäre unmittelbar: Die Motivation vor Ort würde steigen – eine zentrale Voraussetzung für kulturelle Teilhabe, lebendige Kommunen und demokratisches Miteinander. Denn gerade im ländlichen Raum hängt kulturelles Leben maßgeblich vom Engagement und den Perspektiven Einzelner ab. Mit dem Projekt dialogFORM hat die Initiative Musik erste Schritte in diese Richtung unternommen: In strukturschwachen Regionen Nord- und Ostdeutschlands wurde ein partizipativer Prozess angestoßen, der lokale Stimmen ernst nimmt. In drei Veranstaltungen über sechs Monate diskutierten Festivalveranstalter*innen aus dem Bereich Popularmusik und Jazz in der Lausitz (Brandenburg/Sachsen), Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ihre Bedarfe, Potenziale und Herausforderungen. Gemeinsam erarbeiteten sie acht konkrete Empfehlungen mit praxisnahen Lösungsansätzen. Die Ergebnisse sind jetzt gebündelt und veröffentlicht – und laden dazu ein, die Zukunft der Popkultur im ländlichen Raum mitzugestalten. Die Beispiele zeigen: Wirkung ist nicht nur am Ende messbar, sondern bereits im Prozess sichtbar. dialogFORM soll auch künftig als Dialogplattform für regionale Kulturkonferenzen dienen. Das Format versteht sich dabei als Grundlage für den Dialog zwischen Kultur, Verwaltung, Wirtschaft und Politik – mit dem Ziel, Kulturentwicklung stärker mit Regionalentwicklung zu verzahnen.
Open Call: Partizipatives Residenzprogramm sucht Künstler*innen mit Behinderung
Im Rahmen des Partizipativen Residenzprogramms schreibt die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) gemeinsam mit Un-Label von April bis September 2025 eine Residenz aus. Anhand eines selbstgewählten Themas wird ein Artist-in-Residence ein partizipatives Programm für das Netzwerk von Un-Label oder/und andere Communities mit Behinderung entwickeln und in Zusammenarbeit mit dem Team der ADKDW umsetzen. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen, Aktivist*innen und Kulturarbeiter*innen mit Behinderung(en) bzw. behinderte*r Künstler*innen, Aktivist*innen und Kulturarbeiter*innen aller Sparten. Zur Bewerbung aufgefordert werden Künstler*innen und Aktivist*innen, deren künstlerische Praxis partizipative Formate in den Mittelpunkt stellt. Das Programm ist gezielt spartenunabhängig ausgerichtet und versteht Netzwerk- und Community-Arbeit als wichtige Bestandteile des künstlerischen, kulturellen und/oder aktivistischen Arbeitens. Die Residenz richtet sich nicht nur an Einzelpersonen. Wir freuen uns ebenfalls über Bewerbungen von Kollektiven. Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2024
Kulturentwicklungsplanung in Frankfurt: Auswertung der Beteiligungsworkshops
Die Ergebnisse der kep-Workshop sind da! Von Frühjahr bis Sommer 2023 waren alle professionell im Kulturbereich und in angrenzenden Schnittstellen tätigen Frankfurter*innen eingeladen, an Workshops teilzunehmen und entlang von Leitfragen gemeinsam Ideen für die weitere Entwicklung der Frankfurter Kulturlandschaft zu diskutieren. Insgesamt wurden über 1000 Workshop-Plätze an mehr als 500 Teilnehmer*innen vergeben, die in den dreistündigen Veranstaltungen zu Themen wie etwa der Öffnung der Kultureinrichtungen, kultureller Bildung, Inklusion, ökologischer Nachhaltigkeit, Digitalität und Kulturförderung Ideen entwickelt haben. Was dabei diskutiert und welche ideen geschmiedet wurden, wurde jetzt auf kep-ffm.de veröffentlicht; auch die Dokumentation des Kick-offs der Beteiligungsphase im November 2022 im Zoo-Gesellschaftshauses wurde veröffentlicht. Im Mittelpunkt der einzelnen Formate standen unterschiedliche kulturpolitische Themen und Fragestellungen rund um die Schwerpunktthemen der Kulturentwicklungsplanung: Kulturelle Teilhabe, Digitalisierung und Förderung der Kulturszene. Dabei sollten im Rahmen eines strukturierten Verfahrens aktuelle Herausforderungen der Kultur in Frankfurt diskutiert und Lösungsansätze entwickelt werden, um daraus Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Diese sollen voraussichtlich im Sommer 2024 der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung übergeben werden. Nach dem Beschluss der Maßnahmen durch die Stadtverordnetenversammlung kann die Phase der Umsetzung beginnen.
Amateo Award 2021: Kulturprojekte mit Vorbildcharakter gesucht
Amateo, das Europäische Netzwerk für Kulturteilhabe, schreibt den diesjährigen Amateo Award aus. Gesucht werden partizipatorische Kulturprojekte von Amateurgruppen aus ganz Europa, die mit ihren kreativen Projekten auch andere dazu inspirieren, Neues auszuprobieren. Bewerbungsschluss: 31.05.2021.
Baden-Württemberg schreibt Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ aus
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst schreibt bereits zum neunten Mal das Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ aus. Bis zum 12. Juni können sich Kulturschaffende im Land im Rahmen der 2. Fördertranche 2016 mit innovativen Projekten bewerben. Die aktuelle Ausschreibung umfasst die beiden Linien „Interkultur“ und „Kulturprojekte zur Partizipation und Integration von Flüchtlingen“. Damit können Kunst- und Kulturprojekte unterstützt werden, die beispielsweise den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen betonen, Kooperationen und Vernetzungen fördern, Willkommens- und Anerkennungskultur vermitteln und partizipativ arbeiten.
„Im Zentrum der Förderung stehen künstlerische und kulturpädagogische Projekte, die der besonderen Lebenssituation von Flüchtlingen Rechnung tragen. Diese sollen für die Menschen einen Rahmen schaffen, in dem sie ihre eigenen Erfahrungen und biografischen Hintergründe mitteilen und sich mit anderen austauschen können“, so Staatssekretär Walter weiter. Darüber hinaus werden in der Programmlinie „Interkultur“ Projekte gefördert, die die die Teilhabe am kulturellen Leben und am interkulturellen Austausch verbessern sowie die interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen voranbringen.
Antragsberechtigt sind in der Regel gemeinnützige Kultureinrichtungen (z. B. Stiftungen, Vereine, öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Körperschaften). Diese müssen dem Ressortbereich der Kunstabteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zugeordnet sein. Projekte von Einzelpersonen können nicht gefördert werden.
Infos: http://mwk.baden-wuerttemberg.de/ausschreibungen/ und
http://mwk.baden-wuerttemberg.de/innovationsfonds-kunst

