Neues Album erinnert an jüdisch-polnische Sängerin Belina

Mit „BELINA – Music For Peace“ erscheint dank Marc Boettchers gleichnamiger Filmbiografie nach mehr als 50 Jahren erstmals eine CD der jüdisch-polnischen Sängerin Belina. Zum 15. Todestag Belinas im Dezember 2021 sowie zum 70. Geburtstag des Goethe-Instituts und zum Jubiläum „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ vereint der Soundtrack 22 ihrer schönsten Lieder in 13 Sprachen. Die internationalen Traditionals und Evergreens aus den 1960er-Jahren, darunter auch drei Erstveröffentlichungen, bilden einen beeindruckenden Querschnitt aus dem umfangreichen wie auch vielsprachigen Repertoire der Ausnahmekünstlerin. Gemeinsam mit dem Berliner Gitarristen Siegfried Behrend reiste die Wahlhamburgerin im Auftrag des Goethe-Instituts in über 120 Länder und setzte sich trotz ihrer eigenen traumatischen Erlebnisse in der NS-Zeit für Toleranz und Gleichberechtigung zwischen Deutschen, Juden und den anderen Völkern ein. Unisono Records veröffentlicht jetzt die erste CD der „Folklore-Königin“ und setzt ihr – mitten in einer Zeit, die von Kriegen, Rassismus und Flüchtlingsströmen geprägt ist – ein würdiges Denkmal.
Das Album ist ab 26.02.2021 u.a. bei Unisono Records erhältlich, als Doppel-LP in einer Limited Edition erscheint sie im März.

27.01.2021

Leuphana Universität Lüneburg schreibt Hosenfeld/Szpilman Gedenkpreis aus

Unter der Schirmherrschaft des polnischen Staatspräsidenten a. D. Bronislaw Komorowski und des Bundespräsidenten a. D. Prof. Dr. Roman Herzog verleiht die Leuphana Universität Lüneburg zum siebten Mal den Hosenfeld/Szpilman Gedenkpreis, gestiftet von der Stiftung evz: Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. In den letzten Monaten des Jahres 1944 trifft der Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld in den Ruinen von Warschau auf den polnischen Musiker und Komponisten Wladyslaw Szpilman, versteckt ihn, versorgt ihn mit Lebensmitteln und kann so sein Leben retten. Mit der Verleihung des Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreises möchte die Leuphana die Wichtigkeit ethischen Widerstandshandelns öffentlich sichtbar hervorheben und der Freundschaft zwischen Wilm Hosenfeld und Wladyslaw Szpilman gedenken, die sie nach Kriegsende verband. Das thematische Spektrum der auszuzeichnenden Arbeiten erstreckt sich sowohl auf das ethische Widerstandshandeln zur Zeit des Nationalsozialismus als auch auf das Werk des Komponisten Wladyslaw Szpilman. Eingereicht werden können außerdem wissenschaftliche Arbeiten oder künstlerische Projekte, die sich dem Schaffen von Musikerinnen und Musikern widmen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurden, u.a.
Projekte und Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses sind ausdrücklich willkommen. Die Bewerbung sollte die eingereichte Arbeit bzw. die Dokumentation der künstlerischen Arbeit in zweifacher Ausfertigung enthalten, eine Kurzzusammenfassung, aus der die Bedeutung der Arbeit mit Blick auf die Ausschreibung hervorgeht (max. 2 DIN A4 Seiten) sowie einen kurzen Lebenslauf der einreichenden Person(en). Bewerbung bis zum 15. Oktober 2016 bitte an den Persönlichen Referenten des Präsidenten der Leuphana Universität Lüneburg, Scharnhorststraße 1, 21335 Lüneburg.

Die Bewerbungen werden durch eine Fachjury begutachtet, der Festakt der Preisverleihung findet am 27. Januar 2017 statt. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

(Quelle: www.miz.org)

25.07.2016

Veranstaltung zur NS-Forschung in der österreichischen und deutschen Musikwissenschaft

Das Institut 14 – Musikästhetik der Kunstuniversität Graz lädt am Montag, 10. Oktober 2014 ab 16:30 Uhr zur Veranstaltung „NS-Forschung in der österreichischen und deutschen Musikwissenschaft. Zum Agieren von Personen und Institutionen 1933/1938 bis 1945 sowie dessen Nachwirkungen“ . Zum Thema: Historische Forschung über den Nationalsozialismus in der Musikwissenschaft begann erst in den 1980er Jahren. Frühe Arbeiten wie Joseph Wulfs Quellensammlung über die Künste und Kunstwissenschaften im Nationalsozialismus oder die Publikationen von Fred K. Prieberg blieben lange Zeit weitgehend unbeachtet. In den letzten Jahren gab es durch verstärkte historische Forschungsprojekte, durch die Erschließung weiterer Archive und durch den Einsatz engagierter Forscher und Forscherinnen in Österreich und Deutschland neue Erkenntnisse, die in der Musikwissenschaft zur Diskussion herausforderten. Clemens Zoidl und Boris von Haken werden in Vorträgen ihre Forschungsprojekte präsentieren. Anschließend findet eine Diskussion mit Barbara Boisits, Christa Brüstle, Andreas Dorschel, Boris von Haken und Clemens Zoidl statt.
Veranstaltungsort: Palais Meran, Florentinersaal, Leonhardstr. 15, A-8010 Graz

Weitere Infos: Christa Brüstle, Andreas Dorschel, Tel. 0316/389-3140, ta.ca1675243803.guk@1675243803eltse1675243803urb.a1675243803tsirh1675243803c1675243803,
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09.09.2014