Pop To Go sucht popkulturelle Bildungsprojekte
Good News: Du hast eine Projektidee in der Schublade? Perfekt! Denn bis zum 1.5.26 könnt ihr eure Anträge für popkulturelle Bildungsprojekte ab dem 1.8.26 für Kinder und Jugendliche im Rahmen von „Pop To Go“ stellen. Sprechstunde vorab? Gibt es natürlich auch! Am 23.3.26 und 13.04.26, jeweils um 14 Uhr (Zoom-Link).
Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ – 25. & 26. März 2026 in Berlin
Musik ist in nahezu allen Lebensbereichen präsent – als gemeinsames Erlebnis, Ausdrucksform und verbindende Kraft. Über ein Fünftel der Menschen in Deutschland musiziert aktiv und zeigt damit, dass Musik ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist und zusammen mit allen beiteiligten Institutionen und der Musikwirtschaft ein eigenes Ökosystem bildet. Grundlage dafür bildet die Musikalische Bildung. Sie vermittelt weit mehr als künstlerische Fähigkeiten: Musikalische Bildung stärkt Demokratiebewusstsein, Diversität, transkulturelles Verständnis und soziale Bindungen. Sie fördert Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeit, Kreativität und Teilhabe – auch im digitalen Raum. Mit einem Kongress vom 25.-26.03.2026 setzt sich der Deutsche Musikrat dafür ein, das Bewusstsein für die Musikalische Bildung im Ökosystem Musik zu stärken und dessen Potenziale für Zusammenhalt, Inklusion, Integration, Demokratie, Transformation und persönliche Entfaltung zu würdigen. Interessante Panels beschäftigen sich mit Musikalischer Bildung in Wirtschaftsunternehmen, Inklusion an Musikhochschulen, Public Health, Transkulturellen und diversitätsorientierten Entwicklungen und mehr. Am Samstag gibt es zahlreiche inspirierende Mini-Workshops/Präsentationen.
Neuer Masterstudiengang „Musikpädagogik kompakt“ in Essen (Bewerbungsschluss: 15.03.)
Die Folkwang Universität der Künste Essen startet zum Wintersemester 2026/27 den Masterstudiengang „Musikpädagogik kompakt“. Er richtet sich unter anderem an Absolvent*innen instrumentaler und vokaler Studiengänge, die eine künstlerische Ausbildung abgeschlossen haben und nun eine pädagogische Zusatzqualifikation erwerben möchten. Der Studiengang vermittelt pädagogisch-didaktische Grundlagen, Unterrichtspraxis und musikalische Projektarbeit und soll in zwei Semestern eine fundierte Qualifikation für ein breites Berufsfeld ermöglichen. Er wird jährlich zum Wintersemester angeboten. Bewerbungsschluss: 15.03.2026
Deutscher Musikrat legt aktualisierte Empfehlung für Honoraruntergrenzen in der musikalischen Bildung vor
Ab 1. März 2026 empfiehlt der Deutsche Musikrat Mindesthonorare von 56,- Euro für 45 Minuten und 74,- Euro für 60 Minuten Unterricht. Untergrenzen sollten möglichst nicht unterschritten werden. Als angemessen werden Honorare in Höhe von 67,- Euro für 45 Minuten und 89,- Euro für 60 Minuten betrachtet.
Mit einer Untergrenze sollen bei Tätigkeiten auf Honorargrundlage kritische Arbeitsverhältnisse vermieden werden. Zudem sollen so die Qualität und der Nachwuchs in musikpädagogischen Berufsfeldern gesichert werden. Die neuen Empfehlungen sollen die Honorare an Tarifentwicklungen anpassen und zeigen, dass musikpädagogische Arbeit wertgeschätzt wird. Sie richten sich vor allem an Städte, Länder, private Auftraggeber*innen, Musikschulen und Hochschulen.
Studie „MiKADO-Musik“ prognostiziert dramatischen Fachkräftemangel an Musikschulen
Die Studie „MiKADO-Musik“ hat in einem breit angelegten Crowd-Research-Projekt mit über 50 Forschungsgruppen Ursachen, Herausforderungen und Handlungsansätze untersucht und einen dramatischen Fachkräftemangel an Musikschulen prognostiziert. Demnach gehen bis 2035 rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand, es werden jedoch nur rund 4.000 Absolvent*innen der Instrumental- und Vokalpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik erwartet. Das heißt, in 10 Jahren können etwa drei Viertel der freien Stellen nicht mit entsprechend qualifizierten Musikschullehrkräften besetzt werden. Angesichts konstant steigender Nachfrage bedeutet dies, dass mindestens 500.000 Schüler*innen keinen Musikschulunterricht mehr bekommen können.
Als Gründe für den Nachwuchsmangel werden die strukturellen Bedingungen des Berufs wie eine häufig unzureichende Vergütung und anspruchsvolle Arbeitszeiten festgestellt. Hinzu kämen eine teilweise negative öffentliche Wahrnehmung, die durch tradierte Abwertungen des Berufsbilds begünstigt wird. Auch persönliche Erwägungen spielten eine Rolle, etwa die Frage der beruflichen Identifikation, der Wunsch nach Sichtbarkeit oder das Bedürfnis nach größerer Autonomie. Es brauche daher umgehend Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen des Berufsfelds Musikschullehrkraft, eine Ausweitung der studienvorbereitenden Ausbildungen und praxisorientierter Studienplätze, eine deutlich verbesserte personelle Ausstattung und Rahmenbedingungen an Musikhochschulen, attraktive Arbeitsbedingungen an Musikschulen, Förderprogramme für die Weiterqualifizierung von Musikschullehrenden, die Karrierepfade und Perspektiven eröffnen, u.v.m.
Land Hessen erhöht Unterstützung für (ressourcenschwache) Musikschulen
Viele Musikschulen kämpfen mit den finanziellen Folgen des sogenannten Herrenberg-Urteils: Das Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2022 hat zur Folge, dass Musikschulen bisherige Honorarlehrkräfte fest anstellen müssen, um Scheinselbständigkeit zu vermeiden. Das führt zu erheblichen Mehrkosten. Damit keine Musikschule schließen muss, will die Landesregierung die 62 Musikschulen in Hessen stärker finanziell unterstützen. Wie der Kulturstaatssekretär Christoph Degen bei einem Pressegespräch in Frankfurt erläuterte, will das Land seinen Anteil zur Finanzierung der Musikschulen, die meist in kommunaler Trägerschaft sind, bis 2032 jedes Jahr um jährlich 600.000 Euro erhöhen (von 5,8 Prozent auf 17 Prozent im Jahr 2033). Mit dieser Steigerung sollen besonders ressourcenschwache Musikschulen gefördert werden. Die Zuweisung soll aber an Qualitätsstandards geknüpft werden, die in einer neuen Förderrichtlinie festgelegt werden sollen. Der Leiter der Musikschule Frankfurt Mathias Metzner fürchtet, dass einige Musikschulen die Elternentgelte erhöhen werden, um die Mehrkosten zu stemmen. Damit würde es noch schwerer, Kinder zu erreichen, die von Armut betroffen sind. Daher hält er eine gedrittelte Aufteilung der Kosten zwischen Land, Kommune und Eltern für ideal (momentan beträgt der Länderanteil in Frankfurt unter 3%, den Löwenanteil übernimmt die Stadt). Auch die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt muss handeln: 41 Prozent der Lehre werde bis dato von Lehrbeauftragten erteilt, erläuterte Elmar Fulda, Präsident der Hochschule. „Das Urteil gefährdet das Musikausbildungssystem, wie wir es bisher kennen“, sagte er.
Neue Studie zum Amateurmusizieren zeigt klaren Aufwärtstrend
21 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 6 Jahre musizieren in ihrer Freizeit – das sind rund 16,3 Millionen Menschen und etwa 2 Millionen mehr als noch vor vier Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die auf einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach beruht. Besonders aktiv sind demnach Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 15 Jahren (fast 50 %) und Erwachsene bis 30 Jahre (26 %). Bei den Erwachsenen ab 30 Jahren ist der Zuwachs seit 2020 besonders deutlich – aktuell musiziert in dieser Altersgruppe jede*r Sechste, 2020 war es noch jede*r Achte. Viele Menschen scheinen also nach oder auch während der Pandemie das Musizieren für sich entdeckt zu haben. Weitere zentrale Ergebnisse:
• Früher Einstieg fördert intensives Musizieren (das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei 12 Jahren)
• Musikinstrumente sind beliebter als Singen (81 % vs. 41%) und werden vor allem von Jungs/Männern und Personen aus höheren sozialen Schichten gespielt
• 31 % singen im Chor, je 13/14 % spielen in Bands/Orchestern/Ensembles, die meisten spielen aber zuhause (67 %)
• Musikunterricht ist besonders bei Kindern (72 %) und Frauen verbreitet
• Verschiedene Zugangsorte: 38 % Schule, 31% Chöre, Orchester und Musikvereine, 31 % Familie/privates Umfeld, 24% öffentliche und 8% private Musikschulen, 23% Privatmusiklehrkräfte, 19% Kirchen (19 %)
• Starke soziale Unterschiede beim Musizieren: mehr Amateurmusiker*innen bei höherem Einkommen
• Hohe Kosten vor allem in Familien (jährlich im Schnitt 536 Euro)
„Eine vielfältige und lebendige Amateurmusikszene ist ein wesentlicher Bestandteil kultureller Teilhabe – sie stiftet Gemeinschaft, fördert Kreativität und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“, sagt Stephan Schulmeistrat, Leiter des miz. „Unsere Studie zeigt auch, welchen persönlichen Wert das Musizieren für viele Menschen hat: Wohlbefinden, soziale Nähe und kreative Entfaltung sind zentrale Motive. Umso wichtiger ist es, den Zugang zu musikalischem Engagement offen, niedrigschwellig und vielfältig zu gestalten. Mit dieser Studie wollen wir die Bedeutung der Amateurmusik sichtbar machen und Impulse für ihre nachhaltige Förderung geben.“
Cream Music School in Frankfurt sucht Gesangslehrer*in
Die Musikschule Cream Music School aus Frankfurt sucht Verstärkung! Seit 2003 bietet die Musikschule Cream Music School modernen Musikunterricht mitten in Frankfurt an. In den zentral direkt am Frankfurter Alleenring gelegenen, sehr gut ausgestatteten Unterrichtsräumen der Musikschule in der Habsburgerallee 9 in Frankfurt-Bornheim erteilen die Lehrkräfte Unterricht für die verschiedensten Instrumente aus klassischen und modernen Musikrichtungen. Ab Frühjahr 2025 sucht die Musikschule eine Lehrkraft für das Fach Gesang. Es kann ein bestehender Schülerkreis übernommen werden, der aus Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen besteht. Bestimmte musikalische Schwerpunkte werden nicht erwartet, sondern vielmehr wäre eine große stilistische Bandbreite wünschenswert. Unterrichtserfahrung vor allem im Einzelunterricht sollte vorhanden sein. Interessierte können sich bei Johannes Becher via Tel: 069-49085522 oder Mail melden.
Jazz Girls Day 03.04.2025 in Frankfurt
Am 3. April 2025 findet wieder ein Jazz Girls Day in Frankfurt statt! Der Musikworkshop „All that Jazz – ein Tag als Musikerin“ lädt Mädchen* im Rahmen des Aktionstages Girls Day von 9-13 Uhr in die Musikschule Frankfurt ein. Gemeinsam mit Frankfurter Musikerinnen steigst Du in die Welt des Jazz ein und erfährst mehr über die Musik und den individuellen Weg zur Musikerin. Die Jazzgeschichte ist ohne kreative und interessante Musikerinnen nicht denkbar. In der Erzählung stehen die Sängerinnen im Mittelpunkt – doch es gibt eine Vielzahl an großartigen Instrumentalistinnen zu entdecken, die den Sound der Jazzmusik geprägt haben. Ihr werdet gemeinsam jammen, improvisieren und Songs erarbeiten, die in einem Werkstatt-Konzert performt werden. Von den Profis erhältst Du jede Menge Tipps zum Spielen, zu Ausbildung und Studium, wo man Jazz hören kann und wie man effektiv übt.
Wichtig: Du musst keine Vorkenntnisse im Jazz oder Improvisation haben! Es reicht, wenn du Kenntnisse an Deinem Instrument hast oder gern singst und neugierig auf neue musikalische Erfahrungen bist. Aber auch, wenn du schon mehr kannst, kannst du dich hier austoben. Dieses Angebot richtet sich an Mädchen* – genderqueere Kids willkommen.
Veranstaltungsort: Musikschule Frankfurt e.V., Saalgasse 20, 60311 Frankfurt (Main) – barrierefrei!
Der Girls‘ Day ist ein bundesweiter Orientierungstag zur Berufs- und Studienorientierung von Mädchen* (5.-13.Klasse). Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Am Girls‘ Day lernen Mädchen* Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Frauen*anteil unter 40 Prozent liegt, z. B. in den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik, aber auch der Profimusik.
Proberäume im Hamburger Süden: jetzt Bedarf anmelden
Das Netzwerk SuedKultur aus dem Hamburger Süden sucht gemeinsam mit dem Rockbüro Hamburg nach kreativen Köpfen, die dringend benötigte Räume für ihre künstlerische Arbeit suchen. Im Fokus stehen insbesondere Musiker*innen aller Genres, von Bands über Ensembles bis hin zu Chören, sowie bildende Künstler*innen, vor allem Maler*innen. Es geht zunächst um eine Bedarfsermittlung, um dann dem entsprechend und vor allem im Süden Hamburgs entsprechende Räume zu schaffen. Interessierte Musiker*innen und Künstler*innen wenden sich bitte an [email]ed.ru1775205670tluk-1775205670deus@1775205670rehce1775205670rps1775205670[/email] oder [email]ed.gr1775205670ubmah1775205670oreub1775205670kcor@1775205670ofni1775205670[/email]. Dabei sollte vermerkt werden, welche Art von Raum (Proberaum, Atelier) benötigt und wie oft dieser genutzt werden wird.
Petition zur geplanten Umsatzsteuerreform für Musikunterricht gestartet
Eine Petition will das verhindern. Sie fordert: Qualifizierter Musikunterricht und andere kulturelle Bildungsleistungen müssen umsatzsteuerfrei bleiben. Der Zugang zu musikalischer Bildung soll nicht eingeschränkt werden.
Laut EU-Richtlinie ist Bildung umfassend von der Umsatzsteuer zu befreien (Artikel 132 der MwStSystRL). Das schließt die Erziehung von Kindern & Jugendlichen, Schul- und Hochschulunterricht, Aus- und Fortbildung, berufliche Umschulung sowie alle mit den oben genannten eng verbundenen Leistungen mit ein – also jeden Unterricht, der sich auf Inhalte von Schul- und Hochschulunterricht bezieht. Zum Thema gibt es diverse Stellungnahmen von Verbänden wie vom Deutschen Musikrat u.a.
Projektleitung im Bereich Kulturmanagement gesucht
The Young ClassX ist ein gemeinnütziger Verein und ein soziales Musikförderprogramm, das Kinder und Jugendliche aus ganz Hamburg für Musik begeistert. In vier Modulen wird Schüler*innen die Chance geboten, Musik zu erleben und selbst aktiv zu musizieren. Ob Singen im Chor, Erlernen eines Instruments, Spielen im Jugendorchester oder das Erleben von Musikstätten und -veranstaltungen mit dem MusikMobil – jede*r Schüler*in kann bei diesem kostenlosen Angebot mitmachen. Dahinter steht ein junges, agiles Team, das Dich als Verstärkung sucht. Ab sofort kannst Du Dich als Projektleitung für eine Elternzeitvertretung (m/w/d) im Bereich Kulturmanagement bewerben. Die Stelle ist befristet bis 31.07.2025, 40 Std./Woche, 3300,-€ brutto.

