Vortragsvideos zur Online Lecture Serie „Music, Sexual Harassment, Racism“ veröffentlicht

Die Vortragsvideos zur Online Lecture Series „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“ sind seit kurzem auf dem YouTube-Kanal der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien verfügbar. Dort könnt ihr folgende Vorträge nachschauen:

Rosemary L. Hill: Sexual Violence and Gender Equality in Grassroots Music Venues
Anna Bull: Higher Music Education after #MeToo
Antonio C. Cuyler: Blacktivism, Anti-racism, and Creative Justice in Oper

18.07.2022

Online-Vortragsreihe „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“

Kritische Studien zu sexualisierter und rassistischer Gewalt haben in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen, insbesondere aber seit #MeToo und Black Lives Matter auch immer wieder Machtverhältnisse in der Musik thematisiert. Die Online-Vortragsreihe „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“ von QUART – Quality of Arts möchte einen Beitrag zu dieser Wissenschaft und diesem Aktivismus leisten: Sie bietet aktuelle Ansätze zur Analyse von sexueller Belästigung und Rassismus in der Musikindustrie und beleuchtet Initiativen, die Partizipation, Inklusion, Vielfalt, Wohlbefinden und faire Entlohnung von Musiker*innenn und anderen Kulturschaffenden fördern. Noch zwei ausstehende Termine gibt es in den nächsten Wochen. Die Organisator*innen Katharina Alexi, Rainer Prokop und Rosa Reitsamer am Institut für Musiksoziologie der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien laden am 24.05. um 17 Uhr zum Vortrag“Blacktivism, Anti-racism, and Creative Justice in Opera“ mit Antonio C. Cuyler ein; am 14.06. geht es ab 18 Uhr weiter mit einem Round Table mit/über Diversity Roadmap, female:pressure, Harfenduo.

23.05.2022

#artistathome: Weitsicht veröffentlichen #meToo-Video

Eine Abrechnung mit allen Stalkern und Blödmännern dieser Welt liefert die Band Weitsicht mit ihrem im März veröffentlichten Video „A.“ – denn das „Nein“ einer Frau* heißt „Nein“ und Punkt.
 
22.03.2021

„Code Of Conduct“ für Safer Spaces

We Have Voice ist ein Kollektiv von 14 Musikerinnen, Performerinnen, Lehrerinnen und Denkerinnen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft, das sich 2018 zusammengeschlossen hat, um sich für Vielfalt, Awareness und Inklusion einzusetzen und gegen Ungleichheit, sexuelle Belästigung und Mobbing, vor allem im pädagogischen Bereich vorzugehen. Um mehr Menschen das Arbeiten in sicheren und supportiven Unterrichtszusammenhängen zu ermöglichen, haben sie einen „Code Of Conduct“ herausgegeben, der (Musik-)Lehrer*innen und Institutionen eine Anleitung für eine gender- und diversity-sensible Arbeitsumgebung an die Hand geben soll. Das Kollektiv besteht aus Fay Victor, Ganavya Doraiswamy, Imani Uzuri, Jen Shyu, Kavita Shah, Linda May Han Oh, María Grand, Nicole Mitchell, Okkyung Lee, Rajna Swaminathan, Sara Serpa, Tamar Sella, Terri Lyne Carrington und Tia Fuller. Das Plakat findet ihr hier.

31.03.2020

Bühnenverein verabschiedet Verhaltenskodex zur Prävention von sexueller Belästigung

Der Bühnenverein hat auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung in Lübeck einen „Wertebasierten Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch“ verabschiedet, den die Mitgliedstheater und -orchester in ihren Häusern kommunizieren und individuell weiterentwickeln werden. „Dies ist kein Katalog, der menschliches Verhalten bis in den letzten Winkel hinein diktiert und ausleuchtet. Aber er soll die Theater und Orchester bestärken, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder auszuhandeln, wie man miteinander umgeht und arbeitet“, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon in Lübeck. Der Verhaltenskodex steht auf der Website des Bühnenvereins als Download zur Verfügung.

Auch Schleswig-Holsteins Kunstministerin Karin Prien steht hinter der Initiative des Bühnenvereins: „Das ist ein wichtiges Signal“, so Ministerin Prien. „Ebenso richtig ist es, mit einer Beratungsstelle auch ein konkretes Angebot zu schaffen.“ Letzte Woche wurde ein Trägerverein gegründet, der die THEMIS-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der nächsten Zeit in Berlin einrichten wird. Als weiteren wesentlichen Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit beschloss der Bühnenverein, eine paritätische Besetzung aller Gruppenvorstände und Gremienpositionen in absehbarer Zeit umzusetzen. Die Modernisierung des Verbands und seiner Strukturen wird weiter vorangetrieben. Der Bühnenverein wird seine Fortbildungsaktivitäten in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Führung sowie Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG) verstärken. Die im Bühnenverein organisierten Kulturpolitiker*innen aus Ländern und Kommunen wollen sich in Zukunft noch stärker vernetzen.

26.06.2018