Psychologische Einzelfallhilfe für Musikschaffende 24.02.2026 (jetzt anmelden)

Am 24. Februar startet die neue Kooperation von PROMUSIK mit dem Verband MiM – Mental Health in Music. Ab sofort bietet diese in regelmäßigen Abständen (ca. alle 6 Wochen) psychologische Beratung speziell für Musikschaffende an – professionell, vertraulich und mit Branchenverständnis. Die Einzelberatung ist exklusiv für PRO MUSIK-Mitglieder und kostenfrei im Rahmen der Mitgliedschaft. Für den ersten Termin am 24.02.2026 stehen drei Slots zur Verfügung: 10:00-10:50 Uhr 11:00-11:50 Uhr | 12:00-12:50 Uhr. Interessierte können sich per Mail anmelden und ihren gewünschten Zeitslot und eine mögliche Alternative angeben! Anmeldeschluss: 17.02.2026

16.02.2026

„Culture Helps Solidarity“ hilft ukrainischen Kulturschaffenden und -organisationen

Das Projekt „Culture Helps Solidarity“ wird im Rahmen einer Creative Europe Initiative gefördert und unterstützt Kunst- und Kulturtätige aus der Ukraine dabei, während und nach dem Krieg ihre Kreativität, Widerstandsfähigkeit und Verbundenheit mit ihrer Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Das bis 2028 laufende Projekt kombiniert drei Förderprogramme mit einem reichhaltigen Angebot an Mentoring, Weiterbildungen und Austauschmöglichkeiten. Aktuell sind zwei Aufrufe geöffnet: 

– Die Förderlinie Einzelförderungen zur individuellen Förderung von ukrainischen Kulturtätigen im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden wird 10–14-mal im Zeitraum 2026-2028 ausgeschrieben werden. Einreichungsfrist: 23. Februar 2026

– Die Förderlinie Kooperationsförderung zielt darauf ab, Kooperationsprojekte zwischen mindestens zwei Organisationen in der Ukraine und Ländern des Programms „Kreatives Europa“ zu unterstützen, um den Zugang zu kultureller Teilhabe zu verbessern und die Integration von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen in ihre Aufnahmegemeinschaften zu fördern – mit besonderem Augenmerk auf schutzbedürftige Gruppen wie Veteran*innen und deren psychisches Wohlbefinden. Einreichungsfrist: 31. März 2026

09.02.2026

Die Köln-Krise – Eine psychologische Intervention von Heather O’Donnell

Wenn sich Köln als Patient in der Praxis von Heather O’Donnell, Psychologin, Musikerin & Gründungsdirektorin von TGR The Green Room vorstellen würde, würde sie eine Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung in Betracht ziehen, schreibt sie in einem Beitrag für Culture Action Europe. Mit ihrem TGR bietet O’Donnell einen Ort zum Zuhören, Nachdenken, Neuorientieren und Gestalten und psychologische Unterstützung für Menschen, die im Kunst- und Kulturbereich tätig sind. Was sie dort von Kulturschaffenden hört, hat sie dazu veranlasst, eine „Psychologische Intervention für ein kulturelles System im Zusammenbruch“ zu fordern.

„Über alle Disziplinen hinweg beschreiben Künstler*innen mit ermüdender Präzision dieselbe Landschaft. (…) Förderprogramme erscheinen auf dem Papier umfangreich, lösen sich jedoch in der Praxis in Luft auf. Entscheidungen ziehen sich über Monate oder Jahre hin; wenn sie endlich getroffen werden, lassen sie kaum eine nachvollziehbare Logik erkennen. Prioritäten verschieben sich mitten im Prozess und lassen Projekte auf der Strecke bleiben“. Das sei der Widerspruch, der die aktuelle Krise präge: Kultur würde auf der Ebene der Repräsentation, des Kulturerbes und der institutionellen Sichtbarkeit gefördert, während die unabhängigen Strukturen, die Innovation, internationalen Austausch und künstlerische Erneuerung hervorbringen, abgebaut würden. Die Folge: eine tiefgreifende Erosion des Ökosystems, das das kulturelle Leben anpassungsfähig und lebendig halte. O’Donnell bezieht sich dabei u.a. auf die Entscheidung der Bundesregierung, den Bundeskulturfonds zu halbieren und die Förderung wichtiger nationaler und internationaler Netzwerke zur Unterstützung der unabhängigen darstellenden Künste zu streichen. Strukturelle Unterstützung würde durch symbolisches Engagement ersetzt. Vor allem Migrant*innen und geflüchtete Künstler*innen würden durch unklare Verträge, unbezahlte Arbeit oder symbolische Inklusion ohne strukturelle Unterstützung ausgenutzt. 

Notwendige Maßnahmen seien: Stabilisierung und das Schaffen von langfristigen Planungshorizonten, die Wiederherstellung von vertrauensvollen Beziehungen, Identitätsarbeit durch die Stadt, die Wiederherstellung einer Exekutivfunktion und Empathie in der Politik für Künstler*innen als Arbeitnehmer*innen, die emotionale, intellektuelle und soziale Arbeit leisten. 

Seit dem Herbst 2025 hat The Green Room einen neuen Sitz in der Alten Feuerwache im Agnesviertel (Köln). Er bietet Einzelberatung und Coaching, Workshops, Residenzen und eine Ressourcenbibliothek.

02.02.2026

EUCREA lädt Menschen mit oder ohne Behinderungserfahrung zu Online-Artist Talks ein

Artist Talks Reihe – Künstler*in Gespräche sind eine Online-Veranstaltungsreihe von EUCREA. In den Artist Talks berichten etablierte Künstler*innen mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder Gehörlosigkeit über ihren Bildungs- und Berufsweg, teilen persönliche Erfahrungen, geben Einblicke in kreative Prozesse und Herausforderungen und bieten Raum für Austausch, Vernetzung und Empowerment.  Die Veranstaltungen richten sich an Kreative mit Behinderung, Neurodivergenz, chronischer Erkrankung und Gehörlosigkeit sowie an interessierte Personen. Nächste Termine: 19.11.2025/26.11.2025/14.01.2026.

04.11.2025

Elbphilharmonie Jazz Academy mit Talk & Abschlusskonzert (Livestream) 18.-24.08.2025

Die „Elbphilharmonie Jazz Academy“ versammelt vom 18. bis 24. August wieder den internationalen Spitzen-Nachwuchs des Jazz in Hamburg. 16 junge Jazz-Talente arbeiten zusammen mit hochkarätigen Mentor*innen wie Allison Miller (Bass und Schlagzeug) an eigenen Kompositionen und verfeinern ihre musikalische Handschrift. Zum Talentpool gehört z.B. die Posaunistin Carlotta Armbruster, die in der Kölner Szene aktiv ist und Mitglied des Bundejazzorchesters sowie des Euroradio Jazzorchestras war. Die tschechische Gitarristin und Komponistin Kateřina Hošková studiert an der Musikakademie in Prag und bespielt dort die Jazz-Clubs mit einem eigenen Trio. Außerdem werden die persisch-italienische Jazzsängerin, Pianistin und Komponistin Ava Alami und die Pariser Jazz-Sängerin und Komponistin Flora de Geus teilnehmen. Der Höhepunkt der intensiven Woche mit Coachings und Jam-Sessions ist am 24. August ein gemeinsames Abschlusskonzert im Großen Saal, das als Livestream in der Elbphilharmonie Mediathek übertragen wird. Am 19. August diskutieren die sechs Mentor*innen gemeinsam über Karrierewege in Krisenzeiten, eine weitere öffentliche Talk-Veranstaltung thematisiert das gerade für die junge Generation hochaktuelle Thema „Mental Health in Music“ mit der Psychologin Franziska Lauter.

 
08.07.2025

Online-Diskussion zu Kultur & Wohlbefinden 25.6.2025

Culture Action Europe lädt am 25. Juni von 10-11:30 Uhr zur Teilnahme an einer CARE-Online-Diskussionsrunde zum Thema Kultur und arbeitsbezogenes Wohlbefinden ein. Das Ziel des Roundtables ist es, wertvolle künstlerische und kulturelle Praktiken auszutauschen, die zu einem besseren Wohlbefinden der Menschen in ihrem Arbeitsumfeld beitragen. Die Teilnehmenden werden über Burn-out und arbeitsbedingte Ängste diskutieren. Verschiedene Referent*innen werden konkrete Beispiele dafür liefern, wie kulturelle Aktivitäten zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beitragen können und wie Unternehmen mit dem Kultursektor zusammenarbeiten können, um das Wohlbefinden ihrer Teams zu steigern. Im letzten Teil haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Breakout-Räumen von den Erfahrungen der anderen zu lernen.

02.06.2025

Buchtipp: „Musik, Psyche, Identität und Gesellschaft“

#nichtgesellschaftsfähig: Die Vorgänger-Bände thematisierten den Alltag mit psychischen Belastungen und die Last durch Tod, Verlust und Trauer, mit dem vorliegenden dritten Band „Musik, Psyche, Identität und Gesellschaft“ legen die Herausgeber*innen Schwarwel und Sandra Strauß den Fokus auf die vielfältigen Wirkungen von Musik und ihren Auswirkungen auf die menschliche Existenz. Sie lassen verschiedenste Menschen darüber zu Wort kommen, was Musik mit ihnen macht und was sie mit Musik machen. Die zerstörerischen Facetten werden dabei nicht ausgeblendet, sondern ganz bewusst ausgeleuchtet. Denn die Reihe #nichtgesellschaftsfähig stellt Psyche, Emotionen und psychische Belastungen gezielt ins Zentrum des Interesses. Mehr als 60 Beteiligte eröffnen in Gesprächen und persönlichen Beiträgen ihre Sichtweise auf das Thema. Porträts erinnern an den außergewöhnlichen Werdegang von Musikerinnen wie Sinéad O’Connor, Amanda Palmer, Amy Winehouse und Siouxsie Sioux. Im Interview erzählt Luci van Org über weibliche Selbstbestimmung, andere Beiträge behandeln das Ausgebranntsein in der Musikszene und das Brennen für Musik. Es geht um Rausch beim Tanzen und durch Drogen, des Spiel mit faschistischer Ästhetik, Süchte, Ess- und Körperstörungen, Borderline, Exzesse und Depressionen. Warum ist Rockmusik weiterhin ein männlich besetztes Testostoron-Thema? Was kann gefährlich am Geniekult sein? Wie lebt es sich on the road? Und wie meistert man einen Konzertbesuch mit Behinderung? Das Buch (Glücklicher Montag, 716 S., 34,90€) ist auch als Digital-PDF (17,90€) erhältlich.

11.11.2024

PRO MUSIK bietet Starterkit Selbstständigkeit, Gagenkompass und mehr

Der Verband der freien Musikschaffenden in Deutschland PRO MUSIK wurde 2021 aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass die riesige Berufsgruppe der freischaffenden Musiker*innen in Deutschland keinerlei Interessenvertretung hatte. Er setzt sich für die Interessen freischaffender Musiker*innen ein, möchte die Arbeitsbedingungen, Gagen und Perspektiven für alle freischaffenden Musiker*innen in Deutschland verbessern und eine starke Vertretung zu sein, die Themen anstößt und bei allen wichtigen Entscheidungen zu unserem Beruf gehört wird. Mit dem „Artist Elevator“, der allen Musiker*innen offen steht, bietet der Verband außerdem Beratung, Veranstaltungen & nützliche Werkzeuge an, um Musiker*innen auf ihrem Weg zur Musikkarriere zu unterstützen. Das kostenlose Starterkit in die Selbstständigkeit hält nützliche Infos und Grundlagen zur Buchführung, Versicherungen, KSK, Zeitmanagement, Mental Health, Selbstvermarktung, Verhandlungen und Verträge, Förderungen und Crowdfunding und mehr bereit. Der Gagenkompass soll dir dabei helfen, angemessene Honorare für deine Dienstleistungen im Live-Kontext festzulegen. In einer Welt, in der die Bezahlung für künstlerische und freiberufliche Arbeit oft undurchsichtig ist, bietet der Gagenkompass eine wertvolle Orientierungshilfe.

28.10.2024

Podcast „Kopfsalat“: Mentale Gesundheit & Depressionen bei Musiker*innen mit Franziska Lauter

In der zweiten Folge des Freunde fürs Leben-Podcasts „Kopfsalat“ wirft die Diplom-Psychologin, Speakerin, angehende Autorin und ehemalige Musikerin Franziska Lauter einen wissenschaftlichen Blick auf das Thema „Musik – ich singe, also spinn ich. Nicht.“ ⁠Mit Moderator Sven Haeusler spricht sie über die Musikindustrie als ein Arbeitsumfeld mit zahlreichen Stressoren, die das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen und auch nachweislich höhere Betroffenenzahlen aufweisen: „34 Prozent der touring Professionals […] leiden an einer klinischen Depression, 69 Prozent der Musiker:innen unter Ängsten.“  Trotz dieser Herausforderungen ermutigt Franziska Lauter Künstler*innen, weiterhin Musik zu machen, und betont die heilende Kraft der Musik sowohl für Hörer*innen als auch für die Musiker*innen selbst. Dass immer mehr betroffene Musikschaffende ihre mentale Gesundheit thematisieren, sieht sie als klaren Fortschritt und hofft, dass „das Sprechen darüber“ und das öffentliche Aufzeigen von Missständen Veränderungen mit sich bringt.Am 15.06. gibt sie einen Workshop zum Thema im Zentrum Pop in Potsdam.

Freunde fürs Leben e.V. klären über mentale Gesundheit auf und helfen so, Suizide zu verhindern.

24.05.2024

Initiative Pop bietet Musikbusiness-Workshops: jetzt bewerben

Die Bewerbungsphase der Initiative Pop hat begonnen. Das umfassende Musikbusiness-Bildungsprogramm bietet „neuen Künstler*innen bzw. Musiker*innen und jungen Musikbusiness-Einsteiger*innen aus der Großregion: Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg“ die Möglichkeit, tiefe Einblicke in verschiedene Aspekte der Branche zu gewinnen: von Marketing über Finanzen bis hin zur psychischen Gesundheit. Die Teilnehmer*innen erwartet ein vielfältiges Angebot von Online- und Präsenzworkshops, die von renommierten Expert*innen aus der Musikindustrie geleitet werden, sowie individuelle Beratungstermine und mehr. Über die Inhalte informiert auch ein Video. 16 Slots werden vergeben, das Programm startet im Oktober. Kosten: 190 € pro Person (bereits ermäßigt und vom MFFKI gefördert). Bewerbungsschluss: 26.09.2023

16.08.2023

RockCity Hamburg startet Umfrage zu Trends, Digitalität, Diversity und Mental Health

Welche Megatrends werden sich in welcher Weise in zehn oder in zwanzig Jahren auf Musikschaffende auswirken? Wie sehen Veranstaltungen, Angebote und die Kommunikation von RockCity zum jetzigen Zeitpunkt aus und wie sollten sie aussehen, um zukunftssicher, bunter und leichter zu sein? Diese Fragen stellt sich der Verein RockCity Hamburg e.V. und startet dazu eine Umfrage, in der auch Themen wie Digitalität, Diversity und Mental Health angesprochen werden. Alle Akteur*innen der Hamburger Musikszene sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen und RockCity ein Feedback zu geben.

26.08.2022

Kick Off Event der pop rlp masterclass 2022 in Mainz 06.-07.08.2022

Beim Kick Off Event der pop rlp masterclass  – einem Förderprogramm für fünf talentierte Musiker*innen aus der Region – vom 06.-07.08. trifft sich die rheinland-pfälzische Popmusikszene in Mainz! Initiiert von pop rlp, dem Kompetenzzentrum für Popularmusik Rheinland-Pfalz wird Akteur*innen der Musikszene die Möglichkeit weitgehender Vernetzung geboten. Eingeladen sind hierzu Musikgruppen, Branchenexperten, Einzelmusiker*innen sowie Dienstleistende und Menschen aus der Kulturpolitik. Im Fokus stehen zwei Branchennetzwerke: die pop rlp masterclass, die Talentförderung für Popmusiker*innen aus Rheinland-Pfalz und die musicRLPwomen*, das Landesnetzwerk für FLINTA* aus der Musik – und Kreativbranche. Die Veranstaltungen sind zum Teil öffentlich, hier könnt ihr euch für folgende Aktionen anmelden:

musicRLPwomen* Meet Up: Workshop am Samstag Vormittag zum Thema Selfmanagement im Musikbusiness mit der Musikerin und Videografin Mary-Anne Bröllochs und Tim Schoon
pop rlp masterclass Netzwerktreffen am Samstag Nachmittag mit vielen Gästen der Branche
pop rlp masterclass Workshop: Mental Health am Sonntag Vormittag mit dem MiM-Verband (mental health in music) und der Psychologin Franziska Lauter; Interessierte können am Samstag, 06. August ab 13:00 Uhr im schick & schön Mainz teilnehmen

Abends werden dann zwei hochkarätige Bands mit Bezug zu beiden Netzwerken im Innenhof der Landesmuseums (Fenster zum Hof Open Air) auftreten. Neben Nikra aus Trier, welche bei musicRLPwomen* aktiv ist, spielt die Berliner Indie-Rock-Formation Neufundland. Der Frontmann und Produzent der Band Fabian Langer ist Mentor der pop rlp masterclass und gibt seine Expertise an die junge Künstler*innen weiter. Die fünf ausgewählten Acts für die diesjährige Masterclass sind metty, listentojules, Kat Kit, Imaginary Friend und Michelle Leya.

02.08.2022