Solitude Stipendium (Stuttgart): zeitoffene Bewerbung
Die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart vergibt alle zwei Jahre zwischen 50 und 60 Aufenthaltsstipendien an internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kulturschaffende aller Disziplinen. Das Stipendium schafft Raum für konzentrierte Arbeit, interdisziplinären Austausch und internationale Vernetzung – und leistet damit einen Beitrag zu einer offenen vielfältigen und mit der Welt verbundenen Kulturlandschaft in Baden-Württemberg und Deutschland. Das Stipendium ist ergebnisoffen ausgerichtet und eröffnet zugleich die Möglichkeit für Veranstaltungen vor Ort, auch in Kooperation mit anderen Kultureinrichtungen in Stuttgart und der Region. Das Solitude-Stipendium richtet sich an Personen, die zwei bis zehn Jahre nach ihrer Ausbildung eine eigenständige Praxis entwickelt haben und nun ihre berufliche Entwicklung vertiefen und den nächsten Schritt in Richtung internationaler und interdisziplinärer Vernetzung gehen möchten.
Geboten werden: ein 6- oder 9-monatiger Aufenthalt in Stuttgart, ein monatliches Stipendium von 1300 Euro zur Deckung der Lebenshaltungskosten, ein möbliertes Wohn- und Arbeitsstudio in der Akademie Schloss Solitude inklusive Strom, Heizung und Wasser, eine einmalige Erstattung der Reisekosten für die An- und Abreise, Projektmittel (je nach Haushaltslage), die Übernahme der Krankenversicherungskosten für Nicht-EU-Bürger*innen u.v.m.
Open Call „mein.Block“ für Artists: 6-monatige Residenz in Meck-Pomm
Im Rahmen von Aller.Land wird 2026 die partizipative Künstler*innenresidenz „mein.Block“ in Borrentin (Mecklenburg-Vorpommern) vergeben. Gesucht werden Künstler*innen (auch Tandems) mit Interesse an partizipativer, ortsbezogener Arbeit im ländlichen Raum. Die Laufzeit geht 5-6 Monate ab Juni 2026, 2.000 € brutto/Monat (gesamt, bei Tandem nicht pro Person), kostenfreie 3-Zimmer-Wohnung (3. OG, nicht barrierefrei), organisatorische Begleitung & enge Zusammenarbeit mit Gemeinde und T30 e.V. und Residenzpflicht vor Ort. Interessierte, die gut Deutsch können und Erfahrungen in künstlerischer Praxis / Kulturvermittlung / Regionalentwicklung mit Fokus auf partizipative Prozesse mit der Dorfgemeinschaft haben, können sich bis 31.03.2026 bewerben.
Residenzstipendium der Atelier-Stiftung Kunst und Natur
Die Atelier-Stiftung Kunst und Natur vergibt bis zu zwölf Residenzstipendien pro Jahr für den Aufenthalt auf dem Hof Scharrlberg in Steinbeck bei Bispingen in der Lüneburger Heide. Diese richten sich an Künstler*innen aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur und Musik, die in inspirierender Naturumgebung arbeiten möchten. Die Förderung bietet Zeit, Raum und Ressourcen, um kreative Projekte zu entwickeln, künstlerische Perspektiven zu erweitern und die Verbindung von Kunst und Natur zu stärken. Es stehen ansprechende, voll ausgestattete Wohnbereiche, eindrucksvolle Ateliers und ein riesiges zu jeder Jahreszeit inspirierendes Gelände mit Park, Arboretum und Wald zur Verfügung, wo auch im Freien komponiert, geschrieben oder gemalt werden kann. Bewerbungsfrist: 15.03.2026
Initiative Musik startet ab 2027 Filmmusik-Residency in Los Angeles
Ab 2027 startet die Initiative Musik gemeinsam mit der renommierten Villa Aurora in Los Angeles ein neues Filmmusik-Residenzprogramm, in dem Musiker*innen und Komponist*innen aus Deutschland bei einem dreimonatigen Arbeitsaufenthalt neue Klangwelten für Film und Medien entwickeln können. Die Villa Aurora, ehemaliges Exilhaus von Lion und Marta Feuchtwanger, ist seit 1995 ein kreativer Treffpunkt für Künstler*innen aus aller Welt. Die erste Stipendiatin wird die mehrfach ausgezeichnete Komponistin Freya Arde sein, bekannt für Musik zu Filmen wie Das fliegende Klassenzimmer und Das geheime Leben der Bäume, oder Riefenstahl von Andres Veiel und der Produzentin Sandra Maischberger. Auch für den Coming-of-Age-Film Everyone’s Sorry Nowadays von Frederike Migom komponierte sie die Musik – der Film feierte am 14. Februar 2026 erfolgreich seine Weltpremiere auf der Berlinale.
Die Residency bietet Raum für die Entwicklung neuer Projekte, kreative Vertiefung und die Vernetzung mit der internationalen Musik- und Filmszene, um die nächste Generation international vernetzter Musiker*innen aus Deutschland zu fördern. Aufbauend auf dieser ersten Edition soll das Programm künftig jährlich stattfinden und über ein Bewerbungsverfahren in der Exportförderung der Initiative Musik zugänglich sein.
Sommer-Residenz im LOT Wien (AT)
Sommer-Residencies im LOT bieten transdisziplinären Kollektiven vom 01.-31.08.2026 eine einzigartige Gelegenheit, in einem freien, gut ausgestatteten Raum zu arbeiten, der der künstlerischen Erforschung und dem Experimentieren gewidmet ist. Diese Residencies sind für Gruppen ohne eigenen Arbeitsraum gedacht und bieten Zeit, Raum, technische Ressourcen und optionale Mentor*innen, um innovative künstlerische Forschung zu unterstützen. Das Programm betont die Bedeutung der Zusammenarbeit und des interdisziplinären Austauschs und gipfelt in einer offenen Präsentation des aktuellen „Stands der Kunst“ der einzelnen Gruppen. Bewerbungsschluss: 22.02.2026
Open Call: guterstoff Festival vergibt Residenzen an experimentelle Künstler*innen
guterstoff ist ein Festival für experimentelle Musik und Performance. Es umfasst Installationen, Konzerte sowie digitale und interaktive Formate und legt einen besonderen Schwerpunkt auf kollektive Arbeitsweisen. Im Mittelpunkt steht die freie Zusammenarbeit über Disziplin- und Genregrenzen hinweg sowie das gemeinsame Erproben und Entwickeln neuer künstlerischer Praktiken. So entstehen neue Arbeiten, die aus offenen Prozessen und dem Experiment heraus entwickelt werden. Zentraler Ausgangspunkt der vierten Edition ist der Ort Bürgewald (Gemeinde Merzenich) – ein sogenannter Geisterort im rheinischen Braunkohlerevier, in dem sich Fragen von Strukturwandel, Energietransformation und demografischem Wandel verdichten. Bürgewald bildet dabei nicht nur den geografischen, sondern auch den inhaltlichen Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung.
In einem Open Call werden jetzt Künstler*innen aller Disziplinen (z. B. Bildende Kunst, Musik, Performance, Theater, Tanz, Text) gesucht. Es gibt keine Altersbegrenzung. Das Festival richtet sich jedoch an Einzelkünstler*innen, die am Anfang oder in der frühen Phase ihrer professionellen Laufbahn stehen. Bereits bestehende Gruppen oder Kollektive sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme umfasst eine zehntägige Residenz vom 17. – 27.9.2026. In diesem Zeitraum entwickelt ihr mit weiteren guterstoff-Künstler*innen eine neue Arbeit, die im September 2027 im Rahmen des guterstoff-Festivals (3. – 4.9.2027 (Probenwoche vom 29.08.-2.09.2027)) in Bürgewald und Köln präsentiert wird. Geboten wird die Zusammenarbeit mit einem jungen, professionellen Team, ein Künstler*innenhonorar sowie die Übernahme von Reise- und Unterbringungskosten während der Arbeits- und Festivalphasen. Einreichfrist: 28.2.2026
Musicboard-Residenzprogramm
Das Residenzprogramm des Musicboards ermöglicht Berliner Popmusiker*innen Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland. Im Rahmen der Co-Creation-Residenzformate empfängt das Musicboard zudem internationale Musiker*innen für Residenzaufenthalte in Berlin. Die Residenzen dienen der Internationalisierung der Berliner Popmusikszene sowie der Etablierung nachhaltiger, transnationaler Ko-Produktionsstrukturen. Sie bieten Raum für interdisziplinären Austausch und künstlerische Experimente. Es gibt Residenzen in Accra, Detroit, Kampala, Salvador de Bahia, Ris-Orangis, Hellerau und Uckermark. Die Residenz in Kooperation mit HELLERAU umfasst z.B. eine Inlandsresidenz von 5.10.-8.11.2026 für eine*n Berliner Solomusiker*in oder ein Duo aus dem popkulturellen, interdisziplinären Bereich in Dresden. Sie bietet Künstler*innen einen Raum für kreatives Forschen und künstlerische Entwicklung, 2026 mit dem Schwerpunkt „Immersive Sounds“ und einem besonderen Fokus auf neue Spatial Audio Techniken. Ziel der Residenz ist es, neue kreative Impulse zu erhalten und an eigenen Projekten zu arbeiten. Bei der Umsetzung der eigenen Projekte unterstützt ein Mentoring vor Ort. Antragsfrist: 2. März 2026, 9:30 Uhr
Evi Filippou wird Improviser in Residence 2026
Seit 2008 hat Moers eine*n Stadtmusiker*in. Der/die* „Improviser in Residence“ des moers festival bereichert und belebt das kulturelle Leben von Stadt und Region, vernetzt sich mit den Menschen vor Ort, lädt in sein Heim zu intimen Mini-Konzerten ein, mischt beim Schlosstheater mit und zeigt sich natürlich mit einem großen Projekt auf der Festivalbühne. Kürzlich gab man im Moerser Rathaus die neue „Improviser in Residence“ bekannt: die 1993 geborene Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Filippou (Foto: Leon Maria Plecity). Sie ist gebürtige Griechin und lebt seit 2011 in Berlin, wo sie klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik Hanns Eisler studiert hat. Sie ist Mitglied im Andromeda Mega Express Orchestra und spielte u.a. mit der NDR Bigband und dem Fuchsthone Orchestra. Zudem ist sie oft im Duo mit dem Bassisten Robert Lucaciu zu hören nd ihre eigene Band inEvitable fusioniert griechische Folklore mit einer zeitgenössischen Improvisationsmusik. Evi Filippou wird mit Gästen bei einigen Konzerten in Moers zu sehen sein, auch ihr Auftritt beim diesjährigen moers festival vom 21. bis 25. Mai ist gesetzt. Zudem plant sie eine Live-Kino-Performance.
Culture Moves Europe – Vierter Call for Residency Hosts
Auslandsstipendien für Künstler*innen
Künstler*innen verschiedener Sparten können sich um Aufenthaltsstipendien in Italien und Frankreich bewerben. Die Stipendien für die Studienaufenthalte in der Villa Massimo (Rompreis), der Casa Baldi und im Studienzentrum in Venedig werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Die Stipendien in den Bundesateliers der Cité Internationale des Arts in Paris ermöglichen die Länder. Bewerben können sich Künstler*innen, die deutsche Staatsangehörige sind oder zum Zeitpunkt der Bewerbung ihren ersten Wohnsitz und Schaffensmittelpunkt nachweislich in der Bundesrepublik Deutschland haben. Mehr zu den Teilnahmebedingungen hier. Bewerbungsschluss: 15. Januar 2026 (es wird empfohlen, sich frühzeitig zu bewerben!)
Goethe Institut vergibt Auslandsstipendien
Du bist Musiker*in oder Komponist*in und möchtest zusammen mit anderen Künstler*innen oder Institutionen in einem Gastland gemeinsam neue Konzepte für Projekte entwickeln? Die individuellen Stipendien des Goethe Instituts ermöglichen Musiker*innen, Komponist*innen und Musikschaffenden zwei- bis vierwöchige Arbeitsaufenthalte in einem selbst gewählten Gastland und laden dazu ein, über Grenzen hinweg Neues zu erforschen, Neues kennenzulernen, Neues zu schaffen und neue künstlerische Beziehungen einzugehen. Der nächste Bewerbungsschluss ist der 7. Januar 2026 für Projekte, die bis 31.7.2026 abgeschlossen sein werden.
Forschungsresidenz von Almut Schlichting im Jazzinstitut Darmstadt 12.-16.11.2025
Musiker*innen Raum zu schaffen für ihre musikalische Forschung und damit zur Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Persönlichkeit ist dem Jazzinstitut Darmstadt schon in der Vergangenheit ein wichtiges Anliegen gewesen. Mit der Archivresidenz initiiert das Jazzinstitut Darmstadt jetzt ein Pilotprojekt, das eine künstlerische Auseinandersetzung mit seinem Archiv ermöglicht. Unter dem Konzept des „Living Archive“ wird die Sammlung nicht nur als wissenschaftliche Ressource betrachtet, sondern als aktiver Dialograum, in dem historische Materialien in zeitgenössische künstlerische Prozesse einfließen.
Die erste Residenz dieser Art wird von der Berliner Saxophonistin und Komponistin Almut Schlichting im November 2025 durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Musik des Darmstädter Bassisten und Komponisten Jürgen Wuchner (1948–2020), einer prägenden Figur der lokalen Jazzszene. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf der aktiven Einbindung der Eberstädter Stadtgesellschaft (einem südlichen Stadtteil Darmstadts). In Anlehnung an Wuchners Arbeitsweise, sich musikalisch von Orten und Menschen inspirieren zu lassen, diskutiert sie mit Menschen aus verschiedenen Altersgruppen. Ihre Antworten und Assoziationen dienen als Materialgrundlage für neue musikalische Miniaturen. So wird die Musik nicht nur für, sondern mit der Stadtgesellschaft entwickelt. Gemeinsam mit zwei langjährigen Musikerkollegen von Wuchner, dem Pianisten Uli Partheil und dem Schlagzeuger Jörg Fischer, präsentiert sie zum Abschluss das musikalische Ergebnis ihrer Arbeit bei zwei Konzerten: am 14.11. Schlossbastion/Schlosskeller Darmstadt und am 15.11. im Achteckigen Haus in Darmstadt-Eberstadt.

