Jazzpreis Berlin geht an Cymin Samawatie

rbbKultur und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben den Jazzpreis Berlin 2022 an Cymin Samawatie (Foto: Heike Steinweg). Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen eines Konzertes am 5. Juli ab 20 Uhr im Kleinen Sendesaal des rbb verliehen. Die Sängerin, Komponistin und Dirigentin Cymin Samawatie lebt seit 1995 in Berlin, wo sie an der Universität der Künste Jazzgesang studierte. Die Jury lobt Samawatie als „eine herausragende Akteurin in der Berliner Musikszene, die mit großer Energie und visionären Ideen immer wieder neue Verbindungen schafft. Als Pianistin, Sängerin, Komponistin und Ensemble-Leiterin vereint sie unterschiedlichste Kulturen und Sprachen zu sich gegenseitig inspirierenden Kunstformen. Cymin Samawatie hat mehrere Ensembles gegründet, in denen sie jeweils eine andere Ausdrucksform der kulturellen Verständigung zwischen Jazz, Klassik und Globaler Musik findet. So hat sie für das von ihr und Ketan Bhatti geleitete „Trickster Orchestra“ Konzepte für ein „trans-traditionelles“ Miteinander von Ost und West, von Geschichte und Gegenwart, von Solisten und Gemeinschaft entwickelt. Sie hat damit auch Impulse gegeben für die Dekolonisierung in der Musik und neue Hörperspektiven eröffnet. Cymin Samawatie ist eine unüberhörbare Stimme der künstlerischen Freiheit.“ Das Konzert wird live im Radio auf rbbKultur übertragen.

19.04.2022

Jazzpreis Berlin 2020 geht an Silke Eberhard

rbbKultur und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa vergeben den mit 15.00 Euro dotierten Jazzpreis Berlin 2020 an die Klarinettistin, Saxophonistin und Komponistin Silke Eberhard. Die paritätisch besetzte Jury begründete dies mit Eberhards eindrucksvollen Musikschaffen, mit dem sie seit vielen Jahren die Berliner Jazzszene prägt. und genießt große internationale Wertschätzung. Von Einflüssen und Vorbildern  hat sie sich längst emanzipiert. Es sei ihr auf herausragende Weise gelungen, musikalische Impulse von Vorbildern wie Eric Dolphy, Ornette Coleman und Charles Mingus zu verinnerlichen und daraus eigene kreative Ideen wachsen zu lassen, was auf besondere Art in der Arbeit mit der von ihr geleiteten Band „Potsa Lotsa“ Niederschlag findet. Silke Eberhard wurde 1972 in Heidenheim an der Brenz geboren und lebt seit 1995 in Berlin. Schon während ihres Studiums an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ arbeitete Silke Eberhard als professionelle Jazzmusikerin und fungierte damit als „role model“ für Musikerinnen. Neben der Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen der internationalen Jazzszene, ihren intensiven Gastspielreisen und ihrer Lehrtätigkeit engagiert sich Silke Eberhard seit Jahren auf kulturpolitischer Ebene in der Deutschen Jazzunuion (ehemals Union Deutscher Jazzmusiker).

Der Preis wird im Rahmen eines öffentlichen Konzertes am Donnerstag, 13. August 2020, ab 20.00 Uhr, im Kleinen Sendesaal des rbb verliehen. Dabei präsentiert Silke Eberhard mit ihren langjährigen Trio-Partnern Jan Roder (Bass) und Kay Lübke (Schlagzeug) ein brandneues Programm.

12.12.2019