Virginia Genta ist die neue „Improviser in residence“

Seit 2008 hat Moers ein*e Stadtmusiker*in. Die/der improviser in residence des mœrs festival bereichert und belebt das kulturelle Leben von Stadt und Region, vernetzt sich mit den Menschen vor Ort, lädt in sein Heim zu intimen Mini-Konzerten ein, mischt beim Schlosstheater mit und zeigt sich natürlich mit einem großen Projekt auf der Festivalbühne. In diesem Jahr kann sich die Stadt auf die Musik der Norditalienerin Virginia Genta freuen. Sie ist als Saxofonistin und Multiinstrumentalistin, aber auch als Zeichnerin aktiv. Bevor es zum Highlight mit ihrem diesjährigen Auftritt beim moers festival an Pfingsten vom 17. bis 20. Mai kommen wird, gibt es sicherlich viele weitere Möglichkeiten, die „Improviser In Residence“ 2024 in Moers live zu erleben. Gleich am Anfang ihrer Residenzschaft zeigt Genta z.B. einen echten Hingucker, wenn sie am 19. und 20. Januar mit den Musiker*innen der Gruppe „sinergia elletronica“ zu einer begehbaren Klanginstallation in die Residenzwohnung in der Neustraße 20 einlädt.

10.01.2024

Fem* Jam in Mainz: 20.01.2024

Auch in Mainz gibt es seit kurzem eine Fem*Jam! Mit ihren Jamsessions will das Frauenzentrum Mainz e.V. einen wunderbaren Raum bieten, sich auszuprobieren, Musik gemeinsam zu erleben und sich zu vernetzen. Egal, ob du Profi bist oder noch wenig Erfahrung hast, jede hat die Möglichkeit sich mit ihren Ideen, Instrumenten oder ihrer Stimme einzubringen. In der freien Improvisation soll Neues entstehen können, aber auch bestehende Songs zusammen gespielt werden. Die fem*jam bietet einen saferspace, in dem ihr euch musikalisch begegnen, aufeinander hören und voneinander lernen könnt. Bringt eure Instrumente und Ideen gern mit! Der nächste Termin ist am Samstag, 20.01.2024 von 17-19 Uhr.

Veranstaltungsort: Frauenzentrum Mainz e.V., Kaiserstr. 59-61, 55116 Mainz

04.12.2023

7 Teilnehmerinnen für SOFIA 2023 ausgewählt

Ende Januar wurden die Teilnehmerinnen für „SOFIA 23“ (Support Of Female Improvising Artists) ausgewählt: Ana Cop, Catherine Tang, Ella Zirina, Kirsi-Marja “Kiki” Harju, Louise Knobil, Sonya Sytnik und Sonya Chernysh. Die Musikerinnen bekommen die Möglichkeit, vom 30. Mai bis zum 4. Juni 2023 an Workshops zu Themen wie Booking, PR, Buchhaltung, Altersvorsorge und mehr teilzunehmen. Das von Nicole Johänntgen gegründete Förderprojekt greift eine Idee des amerikanischen Förderprogramms Sisters in Jazz auf, das zur musikalischen Weiterbildung von Jazzmusikerinnen eingerichtet wurde, ergänzt es aber um eine wichtige Komponente: Neben der künstlerischen Profilierung junger Musikerinnen geht es um die Förderung ihrer Vernetzung und Selbstvermarktung. Mit dieser Ausrichtung reagiert SOFIA auf die spezifischen Anforderungen, die gegenwärtig an junge improvisierende Musikerinnen gestellt werden, und versteht sich als Teil eines neu erwachten Trends zur gezielteren Förderung junger Musikerinnen (z.B. Take Five Europe). Aufgrund seiner eigenständigen Ausrichtung positioniert sich SOFIA im internationalen Kontext als Pionierprojekt.

06.02.2023

Jazz und Improvisation mit Kindern und Jugendlichen: Innovative Vermittlungsformate gesucht!

Nach einer zweijährigen Recherche- und Konzeptionsphase läuten die Deutsche Jazzunion und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb die Praxiserprobungsphase der Kooperation „Jazzpilot*innen“ ein. Gesucht werden Modellprojekte, in denen Kindern und Jugendlichen spielerisch und konzeptionell gerahmt Grundlagen der Jazzimprovisation sowie politischer Bildung vermittelt werden. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2023 online möglich. Innovative Projektideen können von Musiker*innen, Musikpädagog*innen oder politischen Bildner*innen eingereicht werden, die regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und diese für Jazz und Improvisierte Musik sowie politische und kulturelle Teilhabe begeistern wollen. Alle Projekte werden von den Projektträgern der Deutschen Jazzunion kofinanziert und von Expert*innen aus der Jazzvermittlung sowie der politischen Bildung fachlich begleitet. Die ausgewählten Projekte werden zudem in einem Podcast sowie einer Printpublikation präsentiert. Ob mit Schulklassen, in freien Projekten, im Projekttandem aus politische*r Bildner*in und Jazzmusiker*in, in der musikalischen Früherziehung oder im Einzelunterricht: Verschiedenste Formate sind möglich. In den Zielen der eingereichten Projekte sollten sich Aspekte der politischen Bildungsarbeit und der Jazzpädagogik wiederfinden. Mit der Bewerbung sind eine Projektskizze, ein Finanzierungsplan und Angaben zu den Antragstellenden einzureichen.

19.12.2022

#MelodivaSpotlight: „Funkenflüge“ mit Stimme und Tasten

Musik wird heute heute zunehmend virtuell gereicht. Sie wird heruntergeladen, ist quasi unsichtbar, braucht keine Verpackung. Andererseits erfährt das gute alte Vinyl wieder einen Aufschwung. Für Menschen, die sich an haptischen Dingen erfreuen, ist die CD „Funkenflug“ von Brigitte Angerhausen und Klaus Fehling zu empfehlen. Liebevoll mit einem Schächtelchen und knisterndem Seidenpapier verpackt, macht schon das Auspacken Freude. Darin: 10 Klavierimprovisation zu Texten und Textimprovisationen zu Klavierklängen – von zwei Menschen, die eine intensive und inspirierende Freundschaft verbindet. Seit der ersten Begegnung in den 90ern haben sich die Wege der Pianistin, Komponistin und Tontechnikerin und des Theaterautors und Regisseurs immer wieder gekreuzt, jetzt ist ein gemeinsames Album entstanden. Es ist das Ergebnis eines Experiments: im Winter 2020/2021 begannen die beiden mitten im Corona-Lockdown gemeinsam zu improvisieren – ohne Partitur, ohne vorbereitete Texte und ohne zu wissen, was am Ende dabei herauskommen würde. In vier Improsessions sind so 10 schöne Stücke entstanden, die nachdenklich stimmen und berühren. „Das Rezept ist ganz einfach: Einen Kopf voller Bilder und Worte, ein Herz voller Klänge und Melodien, ein Instrument, ein Mikrofon, eine Freundschaft und… die Zeit, die es braucht, um zu reifen“, schreiben die beiden in ihrem Booklet.
14.06.2022

SOFIA lädt zu Workshops, Jams & Konzerten vom 18.-22.05.22 ein

2013 hat die Saxophonistin und Komponistin Nicole Johänntgen den Music- und Business Workshop SOFIA Support Of Female Improvising Artists ins Leben gerufen. Damit unterstützt sie Nachwuchs-Jazzmusikerinnen international. Ab 18. Mai findet die diesjährige Ausgabe in Zürich in der Villa Schneckenmann statt und bietet Business-Workshops (Booking, PR, Achtsamkeitstraining, Musikphysiologie, Buchhaltung etc.), Konzerte und Jam Sessions. Die SOFIA-Workshops für die ausgewählten Teilnehmerinnen aus Argentinien, Schweden, Estland, Frankreich, Schottland und aus der Schweiz finden vom 18. bis 22. Mai 2022 statt, für alle Workshops sind Zuhörer*innen herzlich willkommen mit vorheriger Anmeldung und Zusendung einer kurzen biografischen Info per Mail.

16.05.2022

Improviser in Residence Tomeka Reid gibt erste Konzerte im März

Seit 2008 gibt es in Moers die/den „Improviser In Residence“, um das kulturelle Leben von Stadt und Region zu beleben. Das Konzept: die/der Improviser*in entwickelt ein eigenes Projekt, vernetzt sich dabei mit den Bürger*innen der Stadt, lädt zu Konzerten ein und zeigt sich an Pfingsten mit einem exklusiven Projekt auf der Bühne des moers festivals. 2022 fiel die Wahl auf die Chicagoerin Tomeka Reid. Als Cellistin ist sie eine Grenzgängerin zwischen den Welten und erschafft so eine vielfältige Musik. Bei all ihrer wilden Experimentierfreude behält sie aber stets die Wurzeln und die Traditionen der afroamerikanischen Kultur im Blick. Im März gibt sie ihre ersten drei „Improviser“-Konzerte in Moers: am 5. März im Trio mit Christian Weber (b) und Michael Griener (dr) im Studio des Schlosstheaters, am 10. März im Duo mit dem Schlagzeuger Tomas Fujiwara im Wohnzimmer ihres Domizils in Moers und am 17. März mit ihren beiden Landsleuten Josh Berman (tr) und Jason Roebke (b) sowie dem Schweden Sven-Åke Johansson (dr) im Peschkenhaus in Moers.

22.02.2022

Monika Herzig als Speakerin zu Improvisation @ TEDx Event 15.04.21

Die Jazzpianistin, Komponistin und Professorin Monika Herzig ist eine der neun Speakerinnen des nächsten TEDxBloomington Events am 15.04.2021 um 0:30 Uhr (14.04. 6:30 pm EDT). In diesem Jahr werfen die TEDx-Events ein Spotlight auf „The BIG Questions“: auf positiven Wandel, Gesellschaft, Gesundheit, Unternehmerschaft & Leadership, Kreativität usw. Herzigs Vortrag zeigt auf, wie Jazzmusiker*innen ihr Gehirn trainieren, wenn sie täglich improvisieren, wie sie während ihrer Improvisation Risiken eingehen. Improvisation bedeute, Probleme zu lösen und sich in unbekanntes Terrain zu begeben – also ein „essential life skill“, das sich jede*r aneignen könne. Das Event wird live aus dem Buskirk-Chumley Theater in Bloomington gestreamt. 

14.04.2021

Offene Stellen in Zürcher Hochschule der Künste zu besetzen

Die ZHdK gehört mit rund 2100 Bachelor- und Masterstudierenden zu den größten Kunsthochschulen Europas. Das vielfältige Studienangebot umfasst Bachelor- und Masterstudiengänge in den Disziplinen Art Education, Design, Film, Fine Arts, Musik, Tanz, Theater und Transdisziplinarität.
Ab Herbstsemester 2021 (1. August 2021) oder nach Vereinbarung ist eine Dozentur für Musikalische Improvisation (10-40%) neu zu besetzen. Die von der neuen Dozentin/dem neuen Dozenten geleiteten Lehrveranstaltungen richten sich zunächst vornehmlich an Bachelorstudierende in den Vertiefungen Instrumental, Creative Music Practices, Schulmusik und Tonmeister. Eine Erweiterung des Angebotes für Master- und Weiterbildungsstudierende ist in Vorbereitung. Gesucht wird eine in der musikalischen Improvisation und in deren Vermittlung erfahrene künstlerische Persönlichkeit mit einem abgeschlossenen Musikstudium. Bewerbungen werden bis zum 1. Februar 2021 unter dem Link „Jetzt online bewerben“ entgegen genommen.
Außerdem wird eine Professur für Hauptfach Vocals Jazz (50%) ab Herbstsemester 2021 vergeben (Bewerbungsschluss: 31.01.2021). Gesucht wird eine international renommierte Künstlerpersönlichkeit, welche die breit gefächerten improvisatorischen Zugänge des Jazz mit der Bandbreite der aktuellen Strömungen zu verbinden weiß. Erwartet wird eine aktive, vielseitige und international vernetzte Konzert- und Produktionsarbeit; Unterrichtserfahrung in vielfältigen Settings / abgeschlossenes Musikhochschuldiplom; Aufbau einer der Diversität verpflichteten Hauptfach-Klasse Vocals Jazz, sowie aktive Mitarbeit in der Fachschaft Vocals und die Bereitschaft zur interdisziplinären Kooperation innerhalb der Hochschule.
Für eine Professur „Contemporary Computer Music Practice“ (100%) am Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) können sich Interessierte bis 31.01.2021 bewerben.
26.01.2021

F.I.M. bespielt am 19.08.2020 die „Unorte“ Frankfurts

Das Forum Improvisierter Musik (F.I.M.) Frankfurt veranstaltete 2019 bereits eine erste improvisatorische Raumbespielung im Bereich Altstadt-Römer-Main. In diesem Jahr möchte das F.I.M. dieses erfolgreiche Format weiterführen und veranstaltet am 19.08.2020 von 18.30-21 Uhr seine Raumbespielung # 2 an „Unorten“ in der Innenstadt Frankfurt. Mit dem vom F.I.M. entwickelten Format „Raumbespielung“ wird die Improvisation in Interaktion mit Ort – Raum – Architektur gesetzt. 11 Musiker*innen und 2 Tänzer*innen widmen sich improvisatorisch 11 sog. „Unorten“ in der Innenstadt (innerhalb des Anlagenrings), also Orten, die eine schlechte Aufenthaltsqualität haben und einer Aufwertung bedürfen. Den Anfang macht Savas Bayrak (Saxophon) im Theatertunnel, an der Fußgängerbrücke über der Osteinfahrt, der sich nach einem Kurzauftritt improvisierend zum nächsten Unort bewegt, wo schon Ulrike Schwarz (Saxophon) am Kaiserplatz wartet. Nach einer gemeinsamen Kurzimprovisation machen sich beide auf zum nächsten Unort und zum/zur nächsten Künstler*in; Isabell Bodenseh (Flöte) wartet an der Staufenmauer, Uschi Wentzell (Saxophon) in der Töngesgasse u.a. Nach und nach entsteht so eine Karawane durch die Frankfurter Innenstadt (die Strecke könnt ihr hier einsehen).

17.08.2020

#artistathome: Radio-Interview mit Nicole Johänntgen @ Why DIY Music

Noam Vazana ist eine Posaunistin und Sängerin, die weltweit tourt. Den Corona-Lockdown hat sie genutzt, um ihr eigenes #MusicCareerRadio unter dem Titel „Why DIY Music“ zu starten. Es soll aufstrebenden Musiker*innen helfen, in den internationalen Markt vorzudringen und bekannter zu werden. Am 18.06.2020 hatte sie in ihrer Sendung Nicole Johänntgen zu Gast. Die gebürtige Deutsche, die heute in der Schweiz lebt, arbeitet als Saxophonistin und Komponistin und hat das SOFIA-Programm „Support Of Female Improvising Artists“ entwickelt. Mit ihr diskutiert sie darüber, wie sich Impromusiker*innen ein internationales Standing schaffen. Den Talk könnt ihr euch hier ansehen. Und nicht vergessen: hier eine Spende hinterlassen.

22.06.2020

#artistathome: Neues von Nicole Johänntgen

Die neue CD der Saxophonistin und Komponistin Nicole Johänntgen ist frisch aus Amerika eingetrudelt, die sie im Duo mit dem Gitarristen Jack DeSalvo in New York aufgenommen hat. Die acht Stücke auf „Lumens“ sind allesamt Eigenkompositionen, „Has Never Said a Word“ und „Reappearing Sun“ haben sie gemeinsam geschrieben. Ihr könnt die CD direkt bei Nicole bestellen oder hier anhören und kaufen.

Außerdem hat sie ihren Online-Unterricht ausgebaut und hat noch Plätze frei für Saxophon und Improkurse für alle Instrumente.

15.06.2020