female:pressure bekommen Keychange Inspiration Award

Die Initiative für mehr Geschlechtergerechtigkeit Keychange nutzte die diesjährige Tallinn Music Week, um ein Resümee ihrer Aktivitäten der ersten fünf Jahre für Geschlechtergleichheit in der Musik in verschiedenen Formaten der Konferenz zu ziehen. Außerdem verliehen die Keychange-Initiator*innen im Rahmen des feierlichen Openings der Veranstaltung am 4. April den Keychange Inspiration Award an das internationale feministische Netzwerk female:pressure, das sich für weibliche, trans und non-binäre Künstler*innen in der elektronischen Musik und digitalen Kunst einsetzt. In Anwesenheit des estnischen Präsidenten Alar Karis und führenden internationalen Vertreter*innen der Branche überreichte das Keychange-Team den Award an das 1998 von Electric Indigo in Wien gegründete Netzwerk, das mittlerweile über 3.100 DJs, Künstler*innen, Produzent*innen, Journalist*innen und Forscher*innen aus 86 Ländern umfasst. Mit der Auszeichnung werden Personen oder Initiativen geehrt, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Geschlechtergleichheit in der Musikbranche leisten und Vorbilder für nächste Generationen sind.

22.05.2024

re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten 

Das bundeweite Mentoring-Programm re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten der Rudolf Augstein Stiftung richtet sich spartenübergreifend sowohl an ambitionierte Nachwuchstalente als auch an erfahrene Künstler*innen mit hohem Potenzial, die an Wendepunkten ihrer Karriere stehen (alle Frauen sowie trans, inter und nichtbinäre Menschen). Ab September 2024 bis April 2025 arbeiten sie mit renommierten Mentor*innen an ihren nächsten Karriereschritten. Ein flankierendes Workshop-Programm ergänzt das 1:1-Mentoring und vermittelt praktische Skills für die Professionalisierung als Künstler*in. Bewerbungsschluss: 14. April 2024

05.04.2024

Neue Online-Datenbank: GENIE

Es gibt bereits viele Initiativen, die sich in ganz Europa für Gender Equality einsetzen. Aber wie finde ich sie? Da könnte eine neue Online-Datenbank Abhilfe schaffen: GENIE (Gender Equality Networks In Europe) ist eine neue Plattform, die Projekte zur Förderung der Geschlechtergleichstellung in der Musik aufführt. Die am 2. April 2024 gelaunchte Datenbank umfasst bereits über 300 Projekte aus 26 Ländern und so unterschiedliche Projekte wie Producing-Kurse, Radiosendungen, Festivals und vieles mehr. Gegründet wurde die Plattform von Grace Goodwin, die auch zur regionalen Geschlechterungleichheit forscht und selbst Projekte durchführt und Vorträge hält. „Wir möchten, dass GENIE ein Sprungbrett für die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist oder Gleichgesinnte im eigenen Land findet und gleichzeitig auf das gemeinsame Ziel der Geschlechtergleichstellung in der Musik hinarbeitet“, schreiben die Macher*innen auf der Homepage. Interessierte können in der Datenbank eine Suche nach Land und Kategorien wie DJ, Event, Festival, Kollektiv, Workshop, Forschung u.ä. durchführen. Wenn euer Projekt noch nicht aufgeführt ist, findet ihr auf der Website ein Formular, wo ihr euch eintragen könnt. Super Sache!

05.04.2024

Initiative Musik tritt Keychange bei und will geschlechtergerechte Musikbranche fördern

Die Initiative Musik ist der Keychange-Kampagne beigetreten und setzt sich zum Ziel, bis 2029 mindestens 50 Prozent FLINTA* Künstler*innen zu unterstützen und FLINTA* Personen in all ihre Aktivitäten einzubinden. Die Absichtserklärung der Initiative Musik ist ein deutliches Bekenntnis zur Förderung von Diversität und Inklusion in der Musiklandschaft: „Wir, die Initiative Musik, sind fest davon überzeugt, dass unser Beitritt zur Keychange-Bewegung einen bedeutenden Beitrag zur positiven Veränderung der Musiklandschaft leisten kann. Als bundesweite Fördereinrichtung für Popularmusik und Jazz betrachten wir es als unsere Verantwortung, uns aktiv für gerechtere Bedingungen für Musikschaffende und die Kreativbranche einzusetzen. In diesem Sinne haben wir uns verpflichtet, in unseren Projekten und Programmen – von der Förderung von Künstler*innen und Livemusik bis hin zum Aufbau von Netzwerkstrukturen, dem Bereich Export und inklusive Deutscher Jazzpreis und APPLAUS – FLINTA* Personen zu fördern, zu unterstützen und sichtbar zu machen.“ Künstlerin Ariana Zustra begrüßt diesen Schritt, denn die stärkere Förderung von FLINTA*s sei „mitnichten eine Bevorzugung, sondern vielmehr der überfällige Versuch des Ausgleichs einer lange bestehenden systematischen Ungleichheit“. Zu den Aktivitäten der Initiative Musik für mehr Geschlechtergerechtigkeit gehört auch die engere Zusammenarbeit mit dem bundesweit aktiven Female* Producer Collective aus dem Saarland im Rahmen der Infrastrukturförderung. Einen weiteren Schritt in diese Richtung geht sie mit der Implementierung einer Diversitätsquote in das Förderprogramm „Live 500“. Die Quote legt fest, dass 30 Prozent der Künstler*innen, die bei geförderten Livemusikveranstaltungen auftreten, sich mit einer oder mehreren unterrepräsentierten Personengruppen identifizieren. Die Gruppen sind Frauen, LGBTQIA* Personen, rassifizierte Personen und Personen mit Behinderung. Außerdem will sie bei der Empfehlung von Acts für Showcasefestivals, der Besetzung von Gesprächsrunden bei Konferenzen und Informationsveranstaltungen oder bei der Berufung ihrer Jurys mehr FLINTA* fördern.

Anlässlich des 8. März 2024 ruft die Initiative Musik auf ihren Social-Media-Kanälen eine „FLINTA* Woche“ aus, um die Sichtbarkeit und Wertschätzung von Frauen, Lesben, inter*, nicht-binären, trans*- und agender Personen in der Musikbranche zu erhöhen.

20.02.2024

Mitschriften der ersten europäischen Fachseminare für Geschlechtergerechtigkeit veröffentlicht

Die ersten europäischen Fachseminare für Geschlechtergerechtigkeit im Musiksektor fanden vom 13. bis 15.07.2023 in Straßburg (Frankreich) im Maison des Associations während der dritten Ausgabe des Festivals Jazz à la Petite France statt. Hundert Teilnehmende aus 28 verschiedenen Ländern diskutierten und arbeiteten gemeinsam an einem besseren Verständnis der Gleichstellungsproblematik in der Musikindustrie auf europäischer Ebene innerhalb der Musikindustrie. Fachpersonal aus der Musikbranche, Beschäftigte von Institutionen, gewählte Amtsträger*innen und politische Entscheidungsträger*innen, die in der gesamten Branche tätig sind, stellten ihre Projekte und Ansätze vor und vernetzten sich untereinander.

22.11.2023

FREE:POP WORKS 03.-04.11.2023 Düsseldorf

Noch immer sind es vor allem Männer, die für die großen Bühnen gebucht werden und mediale Aufmerksamkeit bekommen. Mit free:pop setzen die Macher*innen des New Fall Festivals gemeinsam mit ihren Partnern PopBoard NRW, musicNRWwomen*, Cosmo Radio und Ladies&Ladys Label ein Statement für mehr Vielfalt in der Musikbranche. Das Programm für mehr Gleichberechtigung: die Konzertreihe free:pop CONCERTS sowie das Interaktiv-Format free:pop WORKS mit Vertreter*innen aus Musik, Medien, Presse und Politik für Lösungsansätze, die funktionieren. Letzteres beginnt am 3. November 2023 zum Thema „Vielfalt im Kultur-Management“ mit einem Impuls-Vortrag und einem Panel-Talk im NRW-Forum Düsseldorf. Der Tag endet mit einem Awareness-Vernetzungs-Treffen. Am 4.  November geht es bei der Veranstaltung „Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche“ darum, sich Best Practice-Beispiele anzuschauen und konkrete Konzepten zu entwickeln. Im besten Fall werden die Ergebnisse aus den Work-Formaten und Workshops beim Final Countdown die zentralen Fragen beantworten: Welche Hebel können schon heute bewegt werden, damit Gleichberechtigung in der Musikbranche noch mehr Dringlichkeit bekommt? Wie können Veränderungen nachhaltig und ganzheitlich angestoßen werden? Hier könnt ihr euch für die beiden Tage anmelden.

31.10.2023

Gender Pay Gap 2022 in ausgewählten künstlerischen Berufen in Deutschland

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das Büro für Kulturwirtschaftsforschung (KWF) in Köln damit beauftragt, Daten der Künstlersozialkasse (KSK) mit Blick auf konkrete Zahlen zum Gender Pay Gap von selbstständigen Kulturschaffenden auszuwerten. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen, die in der KSK versichert sind, im Schnitt 24 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. In der Sparte Musik beträgt der Geschlechterunterschied 23 Prozent. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt bei selbstständigen Kulturschaffenden (generell und in den Musikberufen) damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 18 Prozent im Jahr 2022. Bei Musiklehrkräften sinkt die Lohnlücke kontinuierlich und liegt derzeit bei 14 Prozent. Allerdings sei das bei der KSK gemeldete Durchschnittseinkommen wie bei vielen anderen Berufen sehr gering. Weibliche Lehrkräfte verdienen laut Einkommensschätzung jährlich im im Schnitt 12.425 Euro, männliche 14.426 Euro. Aufgrund des geringen Einkommens nimmt die ver.di an, dass Musiklehrer*innen noch weiteren Beschäftigungsformen nachgehen müssen. In der bildenden Kunst und im Design ist über alle in der KSK gemeldeten Berufsgruppen die Lohnlücke mit insgesamt 30 Prozent noch höher als in der Sparte Musik. Ebenso gravierend sei die Lage im Bereich Theater und Film mit über 34 Prozent Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern.

26.04.2023

BDKV ist der Kampagne Keychange beigetreten

Fakt ist: Der Anteil von Frauen oder nicht-binären Personen auf und hinter den Bühnen der Konzertbranche liegt aktuell noch bei unter 20%. Damit sich daran etwas ändert, ist der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft der internationalen Kampagne für Gleichstellung in der Musikwirtschaft „Keychange“ beigetreten. So verstärkt der BDKV sein Engagement für eine diverse und sozial nachhaltige Veranstaltungsbranche – und sendet ein Signal darüber hinaus: Jede noch so kleine unternehmerische Maßnahme ist ein wertvoller Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit. Der BDKV hat mit dem Beitritt das Ziel definiert, in seinem Geschäftsbereich Geschlechtergerechtigkeit umzusetzen und zu fördern. „Unsere ersten Maßnahmen haben wir mit der paritätischen Besetzung im neuen Vorstand und der Leitungsebene, in Teams und Gremien oder auf Panels unserer Veranstaltungen bereits verwirklicht. Die wichtigste Maßnahme für uns ist allerdings, dass wir in unsere Branche hineinwirken möchten, um dort zu mehr Diversität anzuregen und – neben den bereits beigetretenen – noch weitere unserer Mitgliedsunternehmen zu inspirieren, sich ebenso Keychange anzuschließen. Im ersten Schritt haben wir dazu Schulungsinhalte zur Verfügung gestellt und informieren über best practices“, so Johannes Everke.

15.03.2023

Keychange Future Leaders 2023 bekannt gegeben

Das Talententwicklungsprogramm „Future Leaders“ der Keychange-Initiative bietet weiblichen* und diversen* Künstler*innen und Innovator*innen die Möglichkeit, sich ein Jahr lang professionell weiterzuentwickeln. Für die nächste Runde wurden aus 830 Bewerber*innen 74 Teilnehmende aus 12 Ländern – in Europa und Kanada – ausgewählt. Das innovative einjährige Talententwicklungsprogramm bietet Frauen* und diversen* Teilnehmer*innen die Fähigkeiten, Ressourcen und Wege, die sie benötigen, um ihr volles Potenzial in ihrem Fachgebiet auszuschöpfen. Aus Deutschland wurden Lucy Kruger & The Lost Boys, Gloria de Oliveira und Ava Vegas sowie Katie Wellenberg, Sarah Jane Nicholson und Amande Dagod ausgewählt.

31.01.2023

EJN Green Pilot Tour fördert nachhaltige, faire und geschlechtergerechte Touren

Das Förderprogramm „Green Pilot Tour“ wurde vom Europe Jazz Network (EJN) aufgelegt und wird von der EU gefördert. Für die neue Förderrunde wurde jetzt eine Ausschreibung veröffentlicht, die bis 15.03.2023 geht. Das allgemeine Ziel des Green Pilot Tours Calls ist es, die EJN-Mitglieder finanziell zu unterstützen, um ihnen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Organisation einer Tour zu helfen, die auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit, fairen Vergütung, Inklusion und Ausgewogenheit der Geschlechter basieren. Gefördert werden „grüne“, faire und geschlechtergerechte Konzerttouren, die sich über mindestens 4 verschiedene Venues erstrecken, von denen mindestens zwei EJN Mitglieder sein müssen.

13.12.2022

Music Women* Germany präsentiert die CLUB OF HEROINES* Reihe

Der Club of Heroines* (Club der Heldinnen*) ist eine Networking-Reihe des bundesweiten Netzwerkes Music Women* Germany. Sie findet im April im gesamten Bundesgebiet in insgesamt vier verschiedenen Ländernetzwerken statt und bietet einen Ort für Austausch, aktives Netzwerken sowie für Weiterbildung, Präsentation und Qualifikation.

10.04.2022 musicBYwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Regensburg
Beginn: 15:30 Uhr, Location: Degginger (anmelden)

13.04.2022 musicbwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Bremen 
Einlass 17:30 Uhr, Beginn 18 Uhr, Location: Klub Dialog, Am Deich 86, 28199 Bremen (anmelden)

24.04.2022 musicNRWwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Köln
16 – 20 Uhr / PATTENHALLE  | als Teil der c/o Ehrenfeld (anmelden)

30.04.2022 musicSwomen* präsentiert: Club of Heroines* in Dresden (anmelden)

24.03.2022

Music Women* Germany initiiert politische Tagung zur Stärkung der Musikfrauen* in Deutschland 27.04.2022

Fehlende Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche ist der Anlass für den Dachverband der Musikfrauen* in Deutschland Music Women* Germany, eine erste Tagung am 27. April 2022 von 12-19 Uhr mit anschließendem Get Together in Berlin zu veranstalten. Unter dem Titel: “Gender Equality Now – Wege zur geschlechtergerechten Musikbranche” bietet die Tagung im silent green Kulturquartier ein Grußwort mit Panelteilnahme von Claudia Roth (angefragt), Vertretenden der neuen Bundesregierung, spannende Personen aus der Musikbranche, sowie drei Workshops zu den Themen: Intersektionalität in der Bundeskulturpolitik, Arbeitsbedingungen in der Musik und weibliche* Positionierungen in web3, XR, VR für die Teilnehmenden. Ziel der Tagung ist der Austausch über gendergerechte Richtlinien in der Fördervergabe sowie die Förderung gendersensibler Sprache in Institutionen, Politik und Branche. Die Forderung der MW*G nach gleicher Bezahlung bei gleicher Leistung wird ebenso diskutiert wie familiengerechtes Arbeiten in der Musik-/Kulturbranche. Das spannende und nachhaltige Thema Sichtbarkeit, Teilhabe und Zugang für Frauen* in Internet-3D, Metaverse, VR steht neben der Präsentation und Kenntnisnahme der MW*G als Bundesverband der Musikfrauen* ebenfalls ganz oben auf der Agenda.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich hier für die Teilnahme registrieren. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, daher folgt die Anmeldung dem First Come-First Serve Prinzip. Die Tagung ist für geimpfte und genesene Besucher*innen zugänglich (2G-Regelung). Es besteht die Möglichkeit, einen Teil des Programms durch Gebärdendolmetschende zu begleiten. Bei Bedarf wird bis zum 25.03.2022 um eine Nachricht an ed.ne1719164158mowbc1719164158isum@1719164158tcatn1719164158oc1719164158 gebeten. Der Veranstaltungsort ist für Rollstuhlfahrer*innen gut zugänglich.

22.03.2022