Förderung für Veranstaltungen mit Flüchtlingen
Bereits seit zwei Jahren führt die „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ das Projekt „Veranstaltungen mit Flüchtlingen“ durch. Durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und von Pro Asyl ist es der Stiftung ab sofort möglich, Veranstaltungen im Rahmen dieses Projekts das ganze Jahr über zu fördern. Das Projekt soll Menschen, die in Deutschland aus welchen Gründen auch immer Schutz suchen, die Möglichkeit bieten, in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen Veranstaltungen zu organisieren, deren Themensetzung und Ablauf sie selbst bestimmen. Für die sog. Mehrheitsgesellschaft besteht dadurch die Gelegenheit, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, indem sie von Menschen mit Fluchterfahrung oder von anderen Experten zur Flüchtlingssituation in Deutschland informiert wird oder schlicht mit Geflüchteten zum Austausch zusammenkommt. Geeignete Veranstaltungsformen können z.B. musikalische Abende, Workshops mit inhaltlichen Themen, Tanz, Theater oder Sprachen oder frauenspezifische Veranstaltungen sein. Anfallende Kosten wie Raummieten, Honorare, Fahrtkosten oder Sachmittel können von der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ gefördert werden. Keine Einreichungsfrist. Hier geht es zur Ausschreibung: www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/wp-content/uploads/16_05_09_BHP_IKR_Fluechtlinge.pdf
Interkulturelle Wochen in Frankfurt 29.10.-12.11.2016
Noch bis zum 12. November bieten die Interkulturellen Wochen in Frankfurt ein spannendes Programm aus Workshops, Begegnungsabenden, Wanderungen, Thementagen, Filmen, Konzerten u.v.m., das neue Perspektiven eröffnen und viele neue Begegnungsmöglichkeiten innerhalb der Stadtgesellschaft ermöglichen soll. Neue Lebensabschnitte und Formen des Zusammelebens gestalten, die Lebensläufe der anderen kennen und verstehen lernen – dafür steht das diesjährige Motto der Kultur-Wochen „Frankfurt – gemeinsam läuft‘s“. Hier geht es zum Programmflyer: http://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/sites/default/files/ikw_programm2016-final-ansicht-03.pdf
Buchtipp: „Geflüchtete und Kulturelle Bildung“
Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen? Was sind geeignete Formate der Kulturellen Bildung, um auf die Realität der Geflüchteten aufmerksam zu machen und um Vernetzung und Solidarisierung herzustellen? Die Beiträge des Bandes „Geflüchtete und Kulturelle Bildung – Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld“ von Maren Ziese und Caroline Gritschke (Hg). gehen diesen Fragen nach und zeigen: Die Kulturelle Bildung ist ein Feld, in dem viele ambitionierte Projekte mit Geflüchteten realisiert werden. Das Phänomen Flucht bietet so Möglichkeiten für eine macht- und differenzsensible Veränderung von Kultur- und Bildungsinstitutionen und eröffnet Chancen für die Revision etablierter Handlungsroutinen. Das Buch ist am 23.09.16 in der Reihe „Kultur und soziale Praxis“ im Transcript Verlag erschienen.
MIZ sucht ProjektmitarbeiterIn zum Aufbau einer neuen Informationsplattform „Musik und Integration“
Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung der Deutscher Musikrat gGmbH, sucht ab sofort in Vollzeit eine/en Projektmitarbeiterin/Projektmitarbeiter zum Aufbau einer neuen Informationsplattform zum Thema „Musik und Integration“, die die gesamte Bandbreite musikbezogener Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete und MigrantInnen in den Blick nehmen und die Kommunikation und den Austausch zwischen den in der Flüchtlingshilfe und in der Integrationsarbeit Engagierten fördern soll. Darüber hinaus wird die/der Betreffende für originäre Arbeiten in der Redaktion des MIZ (Projektsachbearbeitung und Mitarbeit an der inhaltlichen Erweiterung und Aktualisierung der Informationsdatenbanken des MIZ, Planung, Steuerung und Durchführung von Erhebungen und Recherchen, inhaltliche Aufbereitung der Ergebnisse, Fortschreibung und Redaktion von Teilen des Informationsangebots u.a.) eingesetzt. Die Ausschreibung findet Ihr hier: http://miz.org/news_13225.html
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis zum 12. September 2016 an:
Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH, Personalwesen, Weberstraße 59, 53113 Bonn oder per Mail an gro.z1775406321im@of1775406321ni1775406321.
Infos: http://miz.org
Initiative zur Unterstützung zugewanderter Musikschaffender „Welcome Board“
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat gemeinsam mit der Musikland Niedersachsen GmbH eine Initiative zur Unterstützung geflüchteter und zugewanderter Musikschaffender gestartet. Mit dem Projekt „Welcome Board“ werden MusikerInnen sowie interessierte Partner der niedersächsischen Musiklandschaft gezielt beraten und vernetzt – bis hin zur ganz praktischen Unterstützung bei der Suche nach Instrumenten, Proberäumen und Auftrittsmöglichkeiten. „Der Zugang zu kulturellen Angeboten ist wichtig für das Gelingen gesellschaftlicher Teilhabe. Mit dieser Initiative schaffen wir neue Begegnungsräume und stärken die kulturelle Öffnung. Sie unterstützt Musikschaffende, die zu uns kommen, auf ganz praktische Art und Weise und bereichert zugleich die niedersächsische Musiklandschaft“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Das Kulturministerium unterstützt mit dem 2016 gestarteten „Sonderprogramm zur kulturellen Integration von Menschen mit Fluchterfahrung“ neue Formate zur gesellschaftlichen Teilhabe in den Bereichen Kunst und Kultur. Für das „Welcome Board“ werden aus dem Programm in diesem Jahr 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Umgesetzt wird das Projekt durch die Musikland Niedersachsen GmbH. In einem ersten Schritt werden interessierte Partner des niedersächsischen Musiklebens sowie geflüchtete oder zugewanderte MusikerInnen gesucht. Ziel ist es, diese miteinander zu vernetzen und Angebote zu vermitteln.
Neue Plattform für Geflüchtete: Radio Good Morning Deutschland
Ein neues spannendes Radioprogramm will Flüchtlingen eine Plattform für ihre Themen und ihre Musik bieten: Good Morning Deutschland. Es ist ein Radio für geflüchtete Menschen, die mit ihrem kulturellem Wissen, Interessen, musikalischen Wünschen und Vorstellungen hier ankommen. Good Morning Deutschland bietet die Möglichkeit sich zu vernetzen, auszutauschen, kennenzulernen und gemeinsam zu musizieren. Gesendet wird auf Arabisch, Farsi, Deutsch und Englisch. Die erste Sendung ist am 1. Mai über die Bühne gegangen und soll regelmäßig jeweils live von 17-20 Uhr ausgestrahlt werden: dienstags aus dem Studio Frankfurt, mittwochs aus dem Studio Donaueschingen und sonntags aus dem Studio Stuttgart. Dazu suchen die MacherInnen vor allem Musikerinnen und Frauen, die Lust haben, Musik zu spielen oder zu moderieren. Das Radioprogramm kann per Livestream auf http://goodmorningdeutschland.org/ oder z.B. auch vor dem Studio Frankfurt (über eigens rausgehängte Boxen) neben dem KoZ auf dem Campus Bockenheim empfangen werden.
Innovationspreis Soziokultur für Projekte mit Flüchtlingen
Im Jahr 2016 fördert der Fonds Soziokultur insbesondere Projekte zur Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft. Künstlerische und kulturelle Arbeit erleichtern Begegnung und Austausch mit den Fremden. Das Ziel: Impulse zur Weiterentwicklung von Flüchtlingsprojekten zu setzen. Es gilt, die Vielfalt der Kulturen neu zu entdecken, die Chancen zur kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe im Miteinander weiter zu eröffnen. Zweimal jährlich ruft der Fonds Soziokultur Träger soziokultureller Projekte dazu auf, sich um Fördermittel zu bewerben. Die zweite Ausschreibung 2016 für Projekte mit Beginn in der zweiten Jahreshälfte widmet sich dem Thema „Flucht und Flüchtlinge“. Vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel des Fonds durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stehen für die Projektförderungen im zweiten Halbjahr 2016 ca. 500.000 Euro zur Verfügung. Entdeckt und gefördert werden vor allem Projekte mit niedrigschwelligen Kulturangeboten, die den Neuankömmlingen die Möglichkeit bieten, sich aktiv am kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Bearbeitung des Leitthemas kann sich doppelt lohnen. Denn dieses Jahr wird zusätzlich zu den Fördermitteln wieder der Innovationspreis Soziokultur vergeben.
Der andere Teil der Fonds-Mittel wird weiterhin an Projekte aus dem vielfältigen Spektrum soziokultureller Arbeit vergeben, die sich zwar nicht ausdrücklich dem Leitthema widmen, aber auch Modellcharakter haben. Sie sollen neue Praxis- und Aktionsformen in der Soziokultur entwickeln und erproben – als Beispiel für andere Akteure und Einrichtungen. Damit regt der Fonds Soziokultur einen bundesweiten Wettbewerb um die besten Projektideen an. Offenheit ist gefragt, Freude am Experimentieren und Gestalten, Neugierde und die Bereitschaft, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben. Kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sind aufgerufen, sich zu beteiligen und Anträge für das zweite Halbjahr 2016 zu stellen. Einsendeschluss ist der 02. Mai 2016. Die Projekte dürfen nicht vor dem 15. Juli 2016 beginnen!
Neues Förderprogramm für Kulturprojekte mit jungen Flüchtlingen
Projekte, die der kulturellen Bildung von jungen Flüchtlingen dienen oder deren Teilnahme am kulturellen Leben unterstützen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration. Nicht zuletzt Einrichtungen der Freien Szene sowie einzelne KünstlerInnen engagieren sich intensiv auf diesem Feld und erleichtern damit den jungen Menschen den Start in Rheinland-Pfalz. Um die Kulturschaffenden bei der Organisation solcher Angebote zu unterstützen, hat das Kulturministerium ein neues Förderprogramm in Höhe von 50.000 Euro aufgelegt. Damit können Initiativen mit Modellcharakter eine Landesförderung von bis zu 5.000 Euro erhalten. Bis zum 31. März können Anträge auf die neue Landesförderung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD), Willy-Brandt-Platz 3, 54290 Trier, eingereicht werden.
Hier findet Ihr die Förderrichtlinien: http://kulturland.rlp.de/uploads/media/Foerderrichtlinie-_Freie_Szene.pdf.
Für inhaltliche Fragen: Yvonne Globert, Kulturministerium, Tel. 06131/16-2722.
Weltmusikprojekt „Bridges“ 19.04.2016: Restkarten an der Abendkasse
Es ist noch gar nicht lang her, dass die Studentinnen Julia Huk und Isabella Kohls mit ihrer Idee an die Öffentlichkeit gegangen waren: im Oktober letzten Jahres starteten sie ihr Projekt „Bridges – Musik verbindet“, in dem sie die Macht der Musik nutzen wollten, um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und hier in Deutschland gestrandet sind, zu integrieren, Differenzen zu überwinden und einander verstehen zu lernen. Mit der „Musik als Brücke“ wollten sie Differenzen überwinden und Unterschiede kreativ nutzen, um gemeinsam ein tolles Konzert zu gestalten. In wenigen Wochen – am 19. April – ist es soweit und das Musikprojekt wird im Sendesaal des Hessischen Rundfunks sein Abschlusskonzert haben. Der Konzertabend ist das Ergebnis wochenlanger, gemeinsamer Probenarbeit von einheimischen, geflüchteten und schon teilweise hier beheimateten MusikerInnen. KomponistInnen haben für diesen Abend und die Zusammenstellung der verschiedenen Instrumente eigens Stücke komponiert. Das Publikum erwartet überaus spannende Begegnungen, Gänsehautmomente, ungewöhnliche Musikinstrumente und: im wahrsten Sinne des Wortes „Weltmusik“.
Die Karten für das Benefizkonzert sind leider bereits ausverkauft, es wird aber ab 19:30 Uhr noch einige wenige Restkarten geben. Wer also dabei sein will, sollte frühzeitig da sein. Eintritt frei, Spenden erbeten.
Artists For Refugees mit Fortezza u.a.: jetzt mitmachen!
Das Akustikpopduo Fortezza macht mit bei Artists For Refugees. Die Idee dahinter: Wer bei der Aktion mitmacht und einen gewissen Geldbetrag spendet, bekommt als Dankeschön z.B. ein Wohnzimmerkonzert von Fortezza oder einen persönlichen Text, einen Clownclip, ein Kindermitmachkonzert oder ähnliches. Das heißt, KünstlerInnen bieten ein Kunstwerk an und wenn sich ein/e Spender/in findet, der/die Interesse an dem Dankeschön hat, stellt die Plattform einen Kontakt her, um gemeinsam zu sehen, ob die jeweiligen Ideen zusammenpassen. Die Spenden gehen derzeit an Terre des Hommes und Children For Tomorrow.
Weitere Infos: http://www.artistsforrefugees.de, http://www.fortezza.de/
Neue Website mit Kulturangeboten für Flüchtlinge in Hamburg online
Die neue Internetplattform Willkommenskultur-hamburg.de ist ab sofort online. Auf der redaktionell betreuten Seite finden Interessierte Wissenswertes zum Thema Kulturarbeit mit Flüchtlingen in Hamburg und Informationen zu Fördermöglichkeiten. Außerdem gibt es allgemeine Informationen zur Situation von Flüchtlingen in der Hansestadt, bundesweite Nachrichten und aktuelle Termine. Die Kulturbehörde unterstützt das von Stadtkultur Hamburg e.V. und LAG Kinder- und Jugendkultur e.V. initiierte Projekt mit 5.000 Euro.
Willkommenskultur-hamburg.de richtet sich an bereits bestehende Projekte und Initiativen, die aktuelle Informationen zum Thema suchen, an Interessierte, die ebenfalls Projekte initiieren wollen und an Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrem Stadtteil für Flüchtlinge engagieren möchten.
(Quelle: www.miz.org)
Musikprojekt „Bridges“ in Frankfurt sucht musizierende Flüchtlinge
Das Benefizkonzert „Bridges“ am 19.04.2016 im hr-Sendesaal soll geflüchteten Menschen die Möglichkeit geben, ihre Erlebnisse für andere hörbar zu machen. Eine erste Probe gab es bereits, doch Bewerbungen sind immer noch möglich. Gesucht werden MusikerInnen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, es müssen aber keine Profis sein. Die Initiatoren wollen, dass die Beteiligten „die Möglichkeit bekommen, wieder Musik zu machen und damit ihren Gedanken und Gefühlen eine Stimme geben“. Die einheimischen und neu zugezogenen MusikerInnen sollen sich in mehreren Probenphasen kennenlernen, gemeinsam Ensembles bilden und Stücke unterschiedlicher Stilrichtungen erarbeiten. Ob Klassik, Jazz oder Worldmusic – alles ist denkbar. Mit Jonathan Granzow, Rainer Michels und Sina Sadeghpour stehen den unterschiedlichen Ensembles drei ArrangeurInnen zur Seite.
Weitere Infos: www.bridges-musikverbindet.de

