Musikvermittlungsprojekt „Gesund mit Musik“

Das Musikvermittlungsprojekt „Gesund mit Musik“ des Kissinger Sommers geht in seine fünfte Runde und bringt das analoge Konzerterlebnis auf digitale Weise zu den Menschen, die selbst nicht oder nicht mehr Konzerte besuchen können. Das können z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen sein, die aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen nicht an kulturellen Angeboten vor Ort teilnehmen können. Das Festival bringt ausgewählte Konzerte seit 2022 per Livestream in zahlreiche Partnereinrichtungen aus dem Gesundheitssektor und begleitet sie vor Ort mit individuellen Rahmenprogrammen, z.B. Lesungen, Vorträgen, Tanzvorführungen, kulinarischen Entdeckungsreisen oder gemeinsamem Musizieren. Am 09.07. wird ein Konzert der Bamberger Symphoniker (Livestream), am 10.07. des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (Livestream) übertragen. Mehr zum Programm hier.

Eine super Idee! Wäre das nicht auch was für Festivals der Popularmusik? 

15.06.2026

Dritte Runde im Festivalförderfonds entschieden

In der dritten Runde des Festivalförderfonds erhalten 134 Festivals aus allen sechzehn Bundesländern eine Förderzusage. Für die aktuelle Förderrunde standen vier Millionen Euro aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. 

Besonders überzeugt war die Jury durch ihr starkes Engagement und ihre gesellschaftspolitische Relevanz, von folgenden Festivals: TIBA Festival (Köln), La Figue-Festival (Karlsruhe), Akzeptanzfestival (Potsdam) und KM28 Forstfest (Grünow). 

Infos 

01.04.2026

Gemeinsam für einfachere ÖPNV-Kombitickets: Umfrage für Veranstalter*innen

Nachhaltiger Publikumsverkehr – aber wie? Um dem Publikum ÖPNV-Kombitickets für Live-Veranstaltungen bieten zu können, müssen Veranstaltende aktuell je nach Region und Verkehrsverbund eigene Lösungen entwickeln. Oft mit hohem Kosten- und Abstimmungsaufwand, individuellen Verhandlungen und bürokratischen Hürden. The Changency, die Agentur für nachhaltigen Wandel, möchte das jetzt ändern. Gemeinsam mit dem BDKV will sie mit der Machbarkeitsstudie „Kombiticket ohne Limit“untersuchen, wie die nachhaltige Publikumsanreise durch ein Deutschland-Kombiticket kostengünstig und niedrigschwellig ermöglicht werden kann. Mit der Studie wird erstmals öffentlich zugängliches Wissen rund um das ÖPNV-Kombiticket geschaffen und auf dieser Basis konkrete Lösungsvorschläge entwickelt. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen, ruft The Changency Veranstaltende auf, bis 11.03.2026 an einer anonymen Umfrage teilzunehmen (Dauer: 10-15 Minuten). Die Ergebnisse werden kostenlos veröffentlicht und stehen der gesamten Branche zur Verfügung.

Für die ersten 500 Teilnehmer*innen spendet The Changency jeweils 1 € an BIKEYGEES: Eine Organisation, die Frauen und Mädchen mit Flucht- und Migrationserfahrung das Fahrradfahren ermöglicht und damit Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe stärkt.

19.02.2026

Online-Lernplattform von Better Live

Das von einem europaweiten Konsortium aus elf Partnern der Jazz- und Improvisationsmusikszene geleitete Projekt Better Live unterstützt aktiv die ökologische Transformation des europäischen Live-Musiksektors. Seit neustem ist jetzt eine kostenlose Lernplattform zugänglich. Sie vermittelt Musiker*innen und Musikfachleuten das nötige Rüstzeug, um den ökologischen Wandel in der Live-Musik voranzutreiben. Diese können in ihrem eigenen Tempo mit Fachinhalten von 18 europäischen Spezialist*innen lernen: es gibt 12 thematische Pfade (Mobilität, Energie, Ernährung, Abfall, CO2-Fußabdruck, Politik…), praktische Fälle aus aktuellen Studien und Erfahrungen aus der Praxis sowie Ressourcen und Umsetzungsleitfäden für konkrete Maßnahmen. Die Inhalte sind in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch verfügbar.

16.02.2026

Festivalstudie erschienen

Lang ersehnt: die Festivalstudie! Die neue bundesweite Studie liefert erstmals repräsentative Daten zu Struktur, Finanzierung und gesellschaftlicher Bedeutung von rund 1.800 Musikfestivals in Deutschland – von Klassik über Rock, Pop und Jazz bis hin zu Elektronik, Folk und Neuer Musik. Die von der Initiative Musik, der Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum beauftragte Studie stellt die kulturelle Vielfalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft umfassend dar und zeigt die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung der Festivals ebenso auf wie ihre wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Hier ein paar Schlaglichter:

– Festivals vereinen im Schnitt fünf verschiedene Genres
– Im Durchschnitt bringt jedes Festival 30 Konzerte bzw. Acts auf die Bühne
– Rund 40 Prozent dieser Auftritte entfallen auf Nachwuchskünstler*innen und -ensembles
– Gewinne erzielen lediglich 15 Prozent der Festivals, während etwa 30 Prozent Verluste verzeichnen
– Mit 38 Prozent der Gesamtausgaben machen Künstler*innenhonorare den größten Kostenfaktor aus
– 85 Prozent setzen Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit um
– 53 Prozent achten auf geschlechtergerechte Line-Ups
– Bei 79 Prozent aller Festivals und vor allem im ländlichen Raum spielt das Ehrenamt eine zentrale Rolle

Damit leisten Festivals einen entscheidenden Beitrag zur Förderung kultureller Vielfalt und zur nachhaltigen Entwicklung der Musiklandschaft. Die Mehrheit verfolgt vor allem kulturelle und gemeinnützige Ziele. Vor allem Popularmusikfestivals sind hohen wirtschaftlichen Risiken und Infrastrukturkosten ausgesetzt, deshalb bildet das Ehrenamt das Rückgrat vieler Festivals und leistet einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen Teilhabe und regionalen Verankerung. 

10.09.2025

musicRLPwomen* stärkt Awareness-Arbeit in Rheinland-Pfalz

Das Netzwerk musicRLPwomen* setzt ein bisher einmaliges Projekt zur nachhaltigen Stärkung von Awareness-Strukturen in der rheinland-pfälzischen Veranstaltungsbranche um. Gefördert von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, entwickelt das Ländernetzwerk von Music Women* Germany gezielte Maßnahmen, um bestehende Awareness-Strukturen sichtbarer zu machen, Akteur*innen besser zu vernetzen und Veranstaltende für das Thema zu sensibilisieren und in den Austausch mit Awareness-Teams zu bringen. Die Arbeit startet im April mit einem ersten Vernetzungstreffen und bietet im Laufe des Jahres regionale Workshops in vier verschiedenen Regionen des Landes. Diese Formate richten sich gezielt an Veranstaltende, die sich mit Awareness auseinandersetzen und tragfähige Konzepte für ihre Events entwickeln möchten. Das Projekt wird von Johanna Bauhus, Mitgründerin der Awareness-Agentur Safe the Dance, begleitet. Sie bringt ihre langjährige Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung von Awareness-Maßnahmen auf Festivals und Veranstaltungen ein. An den Workshops Interessierte können sich per Mail melden.

09.04.2025

Buchtipp: „Billige Plätze“ von Rike van Kleef

„Billige Plätze – Gender, Macht und Diskriminierung in der Musikbranche“ heißt eine Bestandsaufnahme der deutschen Musiklandschaft von Rike van Kleef, die im April 2025 erscheint. Darin ergründet sie, warum die Festivallandschaft nach wie vor von männlich dominierten Line-ups geprägt ist. Dazu hat sie mit zahlreichen Akteur*innen aus der Live- und Festivalindustrie gesprochen. Sie untersucht, welchen Schwierigkeiten FLINTA-Künstler*innen begegnen, wie Machtstrukturen in der Branche greifen, warum Frauen immer noch schlechter verdienen und wie es um die Sicherheit von weiblichen und queeren Musiker*innen in Zeiten von Post-#MeToo gestellt ist. Van Kleef zeigt zudem auf, wie der Weg zu mehr Gendergerechtigkeit aussehen könnte: Wie Booker*innen zu diverseren Line-ups finden, was Festivals zu sicheren Räumen für FLINTAs machen würde und wie männerdominierte Strukturen aufgelöst werden können. Das Buch kann hier bestellt werden.

Rike van Kleef ist eine Kulturarbeiterin und Autorin. Geprägt durch ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen als queere Frau in einer stark männerdominierten Branche, der Musikindustrie, hat sie erst den Verein fæmm mitgegründet und dann eine Vielzahl, teils preisgekrönter, Texte, zu den Themen Kultur, Feminismus und Diskriminierung verfasst. 2022 erschien ihre wissenschaftliche Studie „Wer gibt hier den Ton an. Über die Repräsentanz von Geschlecht auf deutschen Unterhaltungsmusik-Festivalbühnen“.

25.03.2025

Panels zu Paritätischem Booking & Migra FLINTA*s @Newfall Festival 01.11.24

Viele Festivals nehmen es sich vor, aber die wenigsten setzen es wirklich um: Geschlechtergerechtes Booking. Dabei ist es doch gerade heute so wichtig, dass feministischen Worten auch Taten folgen und Festivals das Booking von FLINTA+ Acts in den Fokus rücken. Auch das New Fall Festival selbst würde gerne einen höheren FLINTA+-Anteil im Programm präsentieren und setzt sich mit dem Programm free:pop und kostenlosen Konzerten, Panels und Workshops für mehr Musikvielfalt ein und mit den Themen Mehrfachdiskriminierung, Fremdzuschreibungen und Empowerment auseinander. Gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen musicNRWwomen*, Cologne Music Week, NRW Music Conference sowie Weihnachtsdorf am Büchel (Aachen) laden sie am 01.11. ab 15 Uhr zum Panel „Paritätisches Booking“ mit Johanna Treydte (New Fall Festival), Lilou Halter (musicNRWwomen*/Pop NRW), Annika Hachmeister (Skandaløs Festival) und Philine Elster (Moderation). Das zweite Panel „Migra-FLINTA*s to the front“ mit EBOW, Vavunettha, Pamela Owusu-Brenyah (Moderation: Gîn Bali) beginnt um 16:30 Uhr im Gelben Saal (Rheinterrasse). Danach könnt ihr Konzerte von Vavunettha, Skuff Barby und EBOW genießen. Der Eintritt zu den Panels und Konzerten ist frei, um garantiert einen Platz zu bekommen, solltet ihr euch hier ein kostenloses Ticket buchen.

28.10.2024

Helvetiarockt befragt Publikum zum Thema sexualisierte Gewalt @ Gurtenfestival

Der schweizweite Verein Helvetiarockt, der sich für mehr Frauen, inter, non-binäre, trans und agender Menschen im Jazz, Pop und Rock einsetzt, hat am Gurtenfestival Menschen zum Thema sexualisierte Gewalt befragt. Was die Gäst*innen brauchen, um sich während eines Festivals sicherer zu fühlen, was das Gurtenfestival tut, um gegen sexualisierte Gewalt vorzugehen und was sich eine Artist von Organisator*innen wünscht, erfährst du im Video

19.08.2024

Umfrage zu Genderverteilung auf Festivals

Rike van Kleef kommt selbst aus der Live-Branche und hat vor einigen Jahren die Initiative fæmm mitgegründet. Aktuell schreibt sie an einem Sachbuch zum Thema Gendergerechtigkeit in der Musikindustrie, vor allem mit Schwerpunkt auf Festivals. Um ein möglichst realistisches Bild beschreiben zu können und auch auf die tatsächlichen Bemühungen, Herausforderungen und Sorgen der Veranstalter*innen einzugehen, lädt sie Festivalveranstalter*innen ein, bis 20.07.2024 an einer Umfrage teilzunehmen. Die Teilnahme kann anonym erfolgen und dauert ca. 10 Minuten.
28.06.2024

Popakademie Talks zum Thema Musik und Nachhaltigkeit starten am 10.10.2023

Im Wintersemester 2023/2024 veranstaltet die Popakademie wieder die Reihe „Popakademie Talks“. Im Herbst stellen Gäste aus dem Musik- und Kulturbereich das Thema „Musik und Nachhaltigkeit“ vor. Die Popakademie Talks starten am Dienstag, den 17. November um 19 Uhr mit Zora Brändle, die einen Überblick über das Thema Nachhaltigkeit gibt. Zora Brändle studierte an der Popakademie Baden-Württemberg Musikbusiness, wo sie unter anderem am Projekt Green Touring beteiligt war. Brändle war von 2018 bis 2023 Vorsitzende des Clubverband EventKultur Rhein-Neckar, Co-Initiatorin der Delta Frauen und Co-Initiatorin, Gründungsmitglied und aktuell 2. Vorsitzende von Clubkultur Baden- Württemberg. Seit 2020 absolviert sie berufsbegleitend den MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg und beschäftigt sich beruflich, privat und im Ehrenamt mit Nachhaltigkeit in der Kultur. Außerdem ist sie seit 2022 in der Fachjury Nachhaltigkeit des Applaus-Spielstättenpreis der Initiative Musik. Am 14. November 2023 geht es im Talk mit Nicholas Müller um das Thema soziale Nachhaltigkeit als Musiker. Am 05. Dezember 2023 ist Laura Knobloch zu Gast und spricht über Nachhaltigkeit bei Festivalplanungen am Beispiel von Enjoy Jazz. Die Talks finden jeweils in der Popakademie in Raum 001 statt, eine Anmeldung ist nicht nötig.

10.10.2023

Änderungen in der Brandenburger Bauordnung zugunsten von Festivals beschlossen

Die gesetzgebende Bauordnung des Landes Brandenburg wurde kürzlich im Sinne von Veranstaltenden geändert. In enger Zusammenarbeit mit den kulturpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen DIE LINKE, Bündnis 90/ Die Grünen, CDU und SPD sowie fachlicher Beratung durch die Anwaltskanzlei Härting konnte ImPuls Brandenburg e.V. in Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung einen Vorschlag einbringen, dem gefolgt und zugestimmt wurde. Im Ergebnis ist die angespannte Situation für Veranstaltende von Festivals, aber auch von Dorf-, Stadt- und anderen Kulturfesten, hinsichtlich möglicher Baugenehmigungsverfahren deutlich entspannt worden. Konkret bedeutet dies, dass Bauten, die z.B. auf Musik-, Kunst- und Kulturfestivals nur für kurze Zeit aufgestellt oder benutzt werden und die keine Fliegenden Bauten oder keine Sonderbauten sind, nicht mehr baugenehmigungspflichtig sind. Dies zeige, „dass es möglich ist, ergebnisorientiert sowie partei- und ressortübergreifend für die Menschen in Brandenburg zu agieren“, schreibt ImPuls Brandenburg e.V. auf seiner Seite.

10.10.2023