Open Call: guterstoff Festival vergibt Residenzen an experimentelle Künstler*innen
guterstoff ist ein Festival für experimentelle Musik und Performance. Es umfasst Installationen, Konzerte sowie digitale und interaktive Formate und legt einen besonderen Schwerpunkt auf kollektive Arbeitsweisen. Im Mittelpunkt steht die freie Zusammenarbeit über Disziplin- und Genregrenzen hinweg sowie das gemeinsame Erproben und Entwickeln neuer künstlerischer Praktiken. So entstehen neue Arbeiten, die aus offenen Prozessen und dem Experiment heraus entwickelt werden. Zentraler Ausgangspunkt der vierten Edition ist der Ort Bürgewald (Gemeinde Merzenich) – ein sogenannter Geisterort im rheinischen Braunkohlerevier, in dem sich Fragen von Strukturwandel, Energietransformation und demografischem Wandel verdichten. Bürgewald bildet dabei nicht nur den geografischen, sondern auch den inhaltlichen Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung.
In einem Open Call werden jetzt Künstler*innen aller Disziplinen (z. B. Bildende Kunst, Musik, Performance, Theater, Tanz, Text) gesucht. Es gibt keine Altersbegrenzung. Das Festival richtet sich jedoch an Einzelkünstler*innen, die am Anfang oder in der frühen Phase ihrer professionellen Laufbahn stehen. Bereits bestehende Gruppen oder Kollektive sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme umfasst eine zehntägige Residenz vom 17. – 27.9.2026. In diesem Zeitraum entwickelt ihr mit weiteren guterstoff-Künstler*innen eine neue Arbeit, die im September 2027 im Rahmen des guterstoff-Festivals (3. – 4.9.2027 (Probenwoche vom 29.08.-2.09.2027)) in Bürgewald und Köln präsentiert wird. Geboten wird die Zusammenarbeit mit einem jungen, professionellen Team, ein Künstler*innenhonorar sowie die Übernahme von Reise- und Unterbringungskosten während der Arbeits- und Festivalphasen. Einreichfrist: 28.2.2026
Open Call: BROILER Residency 2025
Oracle ist ein von Künstler*innen geführter „Inkubator“ für experimentelle Musik & Performance in Los Angeles/Kalifornien. Die von Melissa Achten und Eli Klausner kuratierte Residency-Reihe BROILER fördert die Entwicklung ehrgeiziger neuer Klang- und Performance-Projekte, die Form und Genre überschreiten. BROILER-Residenzen werden an groß angelegte Projekte vergeben, die von Grund auf neu entwickelt werden oder sich in einem frühen Stadium befinden und weiter entwickelt werden müssen. Ausgewählte Projekte erhalten einen Zeitraum von 3 bis 7 Tagen mit vollem Zugang zu den Räumlichkeiten und einer hochwertigen Dokumentation. Die Dokumentation vergangener BROILER-Projekte findet ihr auf der Website und auf dem YouTube-Kanal. Derzeit ist ein Open Call für die Herbstresidenz ausgeschrieben. Beiträge können hier bis 15.08.2025 (11:59PM PST) eingereicht werden.
Musikfonds fördert hochambitionierte, nichtkommerzielle Musik
Ziel des 2016 gegründeten Musikfonds ist die Förderung der aktuellen Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität. Der Musikfonds nimmt eine hochambitionierte Musik in den Fokus, die Kunst als Selbstzweck, als existenziell-kreative Notwendigkeit oder Folge unabdingbaren Ausdruckswillens begreift und nicht kommerziell orientiert ist. Mit Strahlkraft und Tiefe ist sie unabhängig, zukunftsbezogen und experimentell, ihrer Zeit voraus und visionär, brisant, kontrovers, provokativ und damit prägend auch für etablierte, wirtschaftlich tragfähige Teile des Musikbetriebs. Er umfasst Neue Musik und zeitgenössische Moderne; Jazz und improvisierte Musik; freie Musik und Echtzeitmusik; elektronische und elektroakustische Musik; experimentellen HipHop, Pop und Rock; radikale Strömungen von DJing und Dance Music; Audio-Installationen und Klangkunst. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die in der professionellen zeitgenössischen Musik tätig sind. Dies schließt die Einbeziehung von Laien bzw. Amateur*innen in geförderten Projekten aber nicht aus. Anträge mit einer Antragssumme bis zu max. 2.000 € können ab sofort abhängig vom geplanten Projektbeginn immer ca. einen Monat vor den folgenden Antragsfristen gestellt werden: für geplante Veranstaltungen im Zeitraum 01. Dezember 2022 bis 31. Januar 2023 ist der Bewerbungsschluss: 31.10.2022.
Musikfonds STIP-III vergibt Stipendien für experimentelle Musiker*innen
Mit STIP-III legt der Musikfonds erneut ein zeitlich befristetes Stipendienprogramm auf. In Ergänzung zu den gültigen Fördergrundsätzen für neue künstlerische Vorhaben werden mit zusätzlichen Fördermitteln aus NEUSTART KULTUR ausschließlich Stipendien gefördert. Diese Stipendien werden für einen Zeitraum von sechs Monaten, von Dezember 2022 – Mai 2023 mit einem einmaligen Betrag von 7.500 € vergeben (1.250 €/Monat). Die Stipendien sollen professionellen, freischaffenden Künstler*innen der experimentellen Musikszene die Möglichkeit eröffnen, neue Arbeitsvorhaben umzusetzen. Dazu können beispielsweise Kompositionsvorhaben, die Entwicklung von Konzepten und/oder alternativen bzw. digitalen Formaten oder auch die Weiterentwicklung der individuellen Klangsprache zählen. Die Stipendien honorieren herausragende künstlerische Leistungen, die zum Erhalt der musikalischen Vielfalt beitragen. Sie geben Künstler*innen die Möglichkeit, sich trotz aktuell immer noch stark eingeschränkten beruflichen Möglichkeiten künstlerisch weiterzuentwickeln und im Beruf tätig zu bleiben. Hier geht es zur Ausschreibung, lest auch unbedingt die FAQ, bevor ihr einen Antrag stellt – insbesondere die Anforderungen bezüglich der Nachweise des Wohnsitzes und der KSK-Mitgliedschaft sind genau einzuhalten. Antragsschluss: 01.09.2022
Call for contributions: openwork sucht Beiträge zum Hören
openwork ist eine neue peer-reviewte Fachzeitschrift für die Erforschung experimenteller Musik, Kunst und Wissenschaft. openwork lädt interessierte Autor*innen (Künstler*innen, Kurator*innen, Wissenschaftler*innen) ein, Vorschläge zu machen, mit denen sich die kritischen Theorien des Hörens erweitern lassen. Gesucht werden kreative Texte, Essays, Musikstücke, Alben, DJ Sets, Musikvideos, Kurzfilme, Gedichte, etc. Einreichfrist: 22.04.2021.

