Kampagne „Nachtsam“ für mehr Sicherheit im Nachtleben
Belästigungen, Übergriffe und Gewalt sind sehr präsent im Nachtleben. Wenn Grenzen nicht respektiert, sondern überschritten und Menschen sogar belästigt werden, kann das dazu führen, dass die Unbeschwertheit verschwindet und manche Menschen einfach seltener oder auch gar nicht mehr ausgehen, obwohl sie es gerne tun würden. Hier setzt die landesweite Kampagne „Nachtsam“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg an. Das Ziel: Beim Feiern sollen sich alle Besucher*innen sicher und wohl fühlen. Plakate in 17 Städten in Baden-Württemberg und an 330 Litfasssäulen rufen zur „Nachtsamkeit“ auf. Schulungen und Beratungsangebote sollen Mitarbeitenden des Nachtlebens mehr Handlungssicherheit geben und Wissen über die kommunalen und landesweiten Beratungs- und Hilfsangebote vermitteln. Jede*r Veranstalter*in / Clubbetreiber*in kann kostenlos mitmachen. Wer sich anmeldet, wird geschult und auf der Übersichtslandkarte Baden-Württembergs gelistet. Registier dich hier für die kostenlose Schulung.
Clubkultur Baden-Württemberg sucht neue Leute für Back Office
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht Clubkultur Baden-Württemberg e.V. eine Superkraft für sein Back Office & Assistenz Vereinsmanagement (M/W/D) in Teilzeit (8 Stunden/Woche) als Minijob, befristet auf ein Jahr mit Option auf Verlängerung. Der frisch gegründete Verein für die Belange der Clubkultur und Spielstätten in Baden-Württemberg will in der Landespolitik die Interessen und Belange dieser platzieren und für diese werben. Clubkultur Baden-Württemberg e.V. ist als Landesverband im bundesweiten Dachverband LiveMusikKommission e.V. organisiert. Zur vollständigen Stellenausschreibung geht es hier.
Parlamentarisches Forum Clubkultur übergibt Forderungen
Am 1. Juli hat das Parlamentarische Forum Nachtleben und Clubkultur des Deutschen Bundestages einen fraktionsübergreifenden offenen Brief von Vertretern der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen an Bundesminister Horst Seehofer übergeben. Darin fordern die Parlamentarier, Musikclubs und Livespielstätten baurechtlich als Anlagen für kulturelle Zwecke anzuerkennen, sowie den Einsatz für flexible und innovative Lösungen im Lärmschutz. Die gelebte Clubkultur rund um die live gespielte Musik in Musikclubs und Livemusikspielstätten sei ein großer kultureller und wirtschaftlicher Wert dieses Landes. Elf Bundestagsabgeordnete des Forums haben Bundesminister Seehofer in dem offenen Brief aufgefordert, im Rahmen des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens zur Baugesetzbuchnovelle, die Clubszene als „Kultur“ anzuerkennen. Konkret sollen Musikclubs und Livemusikspielstätten als „Anlagen für kulturelle Zwecke“ in der Baunutzungsverordnung eingestuft werden, damit Clubs sich leichter in Innenstädten, aber auch in ländlichen Regionen ansiedeln können, und die kulturelle Vielfalt erhalten bleibe. Das Parlamentarische Forum wurde im Februar 2020 von den Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Die Linke), Hagen Reinhold (FDP), Erhard Grundl (Grüne), Klaus Mindrup (SPD) und Kai Wegner (CDU) ins Leben gerufen. Ziel sei es, den Fortbestand der Clubkultur zu sichern und sie politisch zu unterstützen. Am 12. Februar 2020 stand die schon vor Corona bedrohte Clubszene bereits auf der Agenda des Bundestags. Bei einem Fachgespräch im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen ging es dabei um die mögliche Anerkennung von Musikclubs als Kultureinrichtungen statt wie bisher als Vegnügungsstätten.

