OPERATION TON Satellit 3 & 4 (9.11. & 19.11.2026)

Was bringt Menschen heute und morgen dazu, ihre Wohnung zu verlassen, um Konzerte und Festivals zu besuchen? Wie entstehen Gemeinschaft und Zugehörigkeit jenseits von Algorithmen und Reichweite? Und wie schaffen wir Live-Erlebnisse, die Menschen nicht nur anziehen, sondern auch wiederkommen lassen? Damit beschäftigt sich das nächste „Satelliten“-Event von RockCity: Am 9.11. geht es beim Satellit 03 um das Thema „Warum noch ausgehen? Wie gelingt Clubbing in einer Branche, die sich ständig verändert?“ im BETTY Hamburg (16-20 Uhr). Gemeinsam werfen die Anwesenden einen Blick auf die Zukunft der Livekultur – mit neuen Perspektiven auf Clubbing, Community Building und Touring. Du willst dabei sein und die Zukunft der Livekultur mitgestalten? Dann sichere dir dein Ticket! 

Am 19.11. geht es im OHG in Hamburg weiter mit Satellit 04. Die Veranstaltung „Wovon lebst du eigentlich? Wichtige Einnahmequellen, die jede*r Musiker*in kennen sollte“ schaut auf die Einnahmequellen von Musiker*innen, auf Altersvorsorge und tragfähige Strukturen. Es geht um ehrliche Zahlen, gute Ideen und die Frage, wie beides zusammengeht. Wie können Modelle wie Memberships, Crowdfunding, Genossenschaften oder Verantwortungsgemeinschaften die eigene Praxis stärken? Neben praxisnahem Input gibt es Raum, die eigene Situation zu sortieren, Fragen zu stellen und gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln. Die beste Idee des Abends erhält auf dem Convention-Tag einen Umsetzungspreis in Form eines Geldbetrags zu deren Umsetzung. Für selbstständige Musiker*innen, Bands, DJs, Producer*innen und Musikschaffende in allen Karrierephasen. Tickets

26.10.2026

STADT NACH ACHT: Nachtleben-Konferenz 12.-14.11.2026

Unter dem Motto „Safe.Night.Live.“ findet vom 12. – 14.11.2026 erstmals in Leipzig die neunte Ausgabe der Nachtleben-Konferenz STADT NACH ACHT statt. Rund 600 Teilnehmende und 150 Speaker*innen aus über zehn Ländern diskutieren in mehr als 40 Programmpunkten über die Zukunft von Clubkultur, Nachtökonomie und Livekultur. Die Konferenz widmet sich vor allem den schwierigen Bedingungen, mit denen das Nachtleben, die Clubszene und nicht zuletzt die Live-Spielstätten konfrontiert sind. Das gilt für Leipzig und andere Städte genauso wie im ländlichen Raum, wo den Musik- und Kulturstätten eine besondere Bedeutung auch zum Schutz und zur Akzeptanz demokratischer Strukturen zukommt. Das Programm umfasst relevante Themen wie das Bundesschallschutzprogramm (BSP), die wirtschaftliche Zukunft der Clubkultur, neue Club- und Partyformate, Kultur- und Demokratieförderung und vieles mehr. 

26.10.2026

ARD-Aktion MEHR ALS FEIERN: Liebeserklärungen an Clubs gesucht

Clubs stehen für kulturelle Vielfalt, Gemeinschaft und bieten Freiräume – auch für musikalische Karrieren. Für viele sind sie Safe Spaces – für alle Orte des Erlebens. Doch sie stehen zunehmend unter Druck. Mit der Aktion MEHR ALS FEIERN möchte ARD Kultur auf die Relevanz von Clubs und Clubkultur aufmerksam und sie sichtbar machen. Dafür werden jetzt Geschichten aus den Clubs der Republik gesucht. Gibt es eine Story, die du immer wieder gern erzählst? Zeigt dein Club Haltung oder füllt er eine kulturelle Lücke? Von einer Anekdote aus einer Nacht über einen Shoutout an einen DJ bis zum Riesendank an deinen Lieblingsclub ist alles willkommen. Hier kannst du deine Story eintragen. Einsendeschluss: 31.12.2026. Die Redaktion wählt bis spätestens 28.02.2027 unter allen Einsendungen eine zu ARD Kultur passende inhaltliche Mischung aus verschiedenen Inhalten aus und veröffentlicht sie auf ardkultur.de. Teilnehmende werden nicht gesondert über die Veröffentlichung Ihrer Liebeserklärung informiert.

06.10.2026

Bundesstiftung LiveKultur etabliert den Club-Euro bundesweit

Die Bundesstiftung LiveKultur hat eine Projektförderung der Initiative Musik erhalten, um den Club-Euro – bislang ein regionales Erfolgsmodell aus Köln – bundesweit zu etablieren. Ab dem 1. September 2026 übernimmt Zora Brändle die Projektleitung. Clubs und Spielstätten können sich ab sofort zur Teilnahme melden. Teilnehmende Clubs erheben einen Euro zusätzlich pro verkauftem Ticket und führen ihn in einen gemeinsamen Topf ab. Über einen kapazitätsabhängigen Schlüssel fließt das Geld zurück: Große Häuser tragen kleine mit. Das in Köln erprobte Modell dient als Vorbild. Ziel des Pilotprojekts ist es, in mehreren Metropolregionen zu testen, unter welchen Bedingungen das Modell trägt – u.a. Beteiligungsbereitschaft, Anreizstrukturen, Governance-Akzeptanz. Parallel entsteht ein Kommunikationsansatz, der das Modell verständlich erklärt. Die Bundesstiftung LiveKultur lädt Clubs, Musikspielstätten und Veranstaltende ein, sich am bundesweiten Club-Euro zu beteiligen. Je mehr Häuser mitmachen, desto stärker trägt das solidarische Prinzip. Interessierte Spielstätten können sich ab sofort per Mail melden.

31.08.2026

Neue Studie zur Berliner Clubkultur

Erstmals seit 2019 liegt wieder eine umfassende Erhebung zur Lage der Berliner Clubs vor. Die Studie wurde von der Clubcommission Berlin e. V. im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe herausgegeben und zeigt: Die Nachfrage ist ungebrochen, aber das Geschäftsmodell hat sich gedreht. 2017 stammten über die Hälfte der Einnahmen aus Gastronomie und Getränkeverkauf, während heute der Eintritt die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Dahinter steht ein verändertes Ausgehverhalten. Das Publikum plant den Clubabend bewusster, bleibt kürzer und trinkt weniger. Gleichzeitig steigen jedoch Kosten wie Personalkosten, Betriebskosten oder Mieten und Pacht, was die Clubs unter wirtschaftlichen Druck setzt. 95 Prozent der Befragten sehen ohne strukturelle Verbesserungen die langfristige Existenz vieler Clubs gefährdet. Die Berliner Clubkultur steht somit unter Transformationsdruck. Hierbei geht es besonders um die Öffnung landeseigener Immobilien für Clubkultur, eine verlässliche Förderkultur, die rechtliche Anerkennung von Clubs als Kulturstätten und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Infos

31.08.2026

Broschüre „Haltung zeigen“ gegen rechte Angriffe auf Clubkultur

Musikclubs und Festivals sind Orte der Begegnung, Vielfalt und demokratischen Teilhabe und geraten gleichzeitig zunehmend ins Visier rechtsextremer Akteur*innen. Mit der neuen Handreichung „Haltung zeigen – Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren“ veröffentlichen die LiveKomm und der Bundesverband Mobile Beratung erstmals einen praxisnahen Leitfaden speziell für die Live-Branche. Dieser bietet wertvolle Orientierung und mehr Handlungssicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen, diskriminierenden oder rechtsextremen Vorfällen. Die Broschüre zeigt auf, mit welchen Strategien die extreme Rechte versucht, Kulturveranstaltungen zu beeinflussen oder zu stören und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Themen sind unter anderem Leitbilder und Code of Conducts, Awareness- und Sicherheitskonzepte, Ausschlussklauseln sowie Handlungsmöglichkeiten im Ernstfall. Die Broschüre steht kostenfrei zum Download bereit.

22.06.2026

Clubkultur im Baurecht: Durchbruch greifbar

Musikclubs waren im deutschen Baurecht bislang nur in wenigen Gebietskategorien grundsätzlich zulässig – selbst in Industriegebieten nicht. Der Ende Mai vorgelegte Gesetzesentwurf zur Baurechtsreform könnte dies ändern und die prekäre Lage der Musikspielstätten insgesamt verbessern, schrieb der Bundesverband LiveMusikKommission e.V. (kurz: LiveKomm) kürzlich in einer Pressemitteilung. Neben verbesserten Gebietszulässigkeiten in urbanen, Gewerbe- und Industriegebieten, seien nun zusätzlich auch Ansiedlungen in dörflichen Wohngebieten ausnahmsweise vorgesehen. Außerdem enthalte der Entwurf präzisere und konsistentere Formulierungen, was für die spätere Auslegung durch Kommunen und Gerichte hilfreich sein könne. Der große Wurf ist es nach Ansicht der LiveKomm allerdings nicht. Sie regt entscheidende Nachbesserungen an, allen voran, Clubs und Livespielstätten mit nachweisbarem kulturellen Bezug nicht mehr als Vergnügungsstätten, sondern als Anlagen für kulturelle Zwecke zu definieren. Die Arbeitsgruppe Kulturraumschutz der LiveKomm hat weitere erforderliche Anpassungs- und Ergänzungsbedarfe erarbeitet. Die parlamentarischen Beratungen stehen noch aus. 

22.06.2026

Future Fonds 2.0 des Clubkombinat (Hamburg)

Das Programm fördert die nachhaltige Transformation der Club- und Veranstaltungslandschaft durch monatliche Sprintzuschüsse von 1.000 Euro für Personalkosten über 3 bis maximal 9 Monate, zusätzliche Beratung & Unterstützung, Netzwerkarbeit & Wissenstransfer sowie Workshops & Expert*inneninputs. Förderberechtigt sind Musikclubs mit mindestens 24 kuratierten Veranstaltungen und Veranstaltende mit mindestens drei Veranstaltungen in Hamburg innerhalb der letzten 12 Monate. Bewerbungsschluss: 15.03.2026

26.02.2026

Club Voltaire in Frankfurt vor dem Aus: jetzt Petition unterzeichnen!

Nach fast 65 Jahren steht der Club Voltaire in Frankfurt am Main vor dem Aus. Die Verhandlungen über eine Verlängerung des Mietvertrags sind gescheitert. Nun wird händeringend nach Lösungen gesucht, um den legendären Ort zu erhalten. Eine Option wäre, dass die Stadt Frankfurt das Haus als günstige Kapitalanlage erwirbt und den Club Voltaire als Mieter behält. Genau für solche Fälle hält die Stadt einen Liegenschaftsfonds vor, um Immobilien in den öffentlichen Besitz zu überführen. Hier könnt ihr eine Petition unterschreiben, die genau das fordert. Alternativ müsste das Haus gekauft werden. Dazu müssten private Kreditgeber*innen bereit sein, ein Darlehen mit 2,5 Prozent Zinsen zu gewähren. 

Der Club Voltaire war und ist seit fast 65 Jahren Ausgangspunkt für viele sich neu zusammenfindende gesellschaftspolitische Gruppen, die sich hier treffen und austauschen. In den Gruppenräumen und in der Kneipe bietet der Club regelmäßig politische Veranstaltungen und ein attraktives Musikprogramm. Die Eintrittspreise sind niedrig, teilweise frei. Die Kneipe des Clubs ist mit ihren moderaten Preisen und ihrer sehr speziellen Atmosphäre eine willkommene Alternative zu den „gehobenen“ Lokalitäten rund um die Fressgass’. Für die Stadt Frankfurt wäre die Schließung des Clubs Voltaire nicht nur der Verlust eines weiteren historischen Orts, sie würde eine Verarmung des städtischen Lebens mit sich bringen.

24.02.2026

Open Call: Workshop-Moderation bei der Dialog Pop 24.03.2026

Wie sieht die Zukunft der Club- und Festivalkultur für 16–22-Jährige aus? Das fragt der Workshop „Zwei Wege. Eine Mission“, die die Kreativbehörde Regensburg in Kooperation mit dem Verband für Popkultur in Bayern anlässlich der Dialog Pop veranstaltet. Gesucht werden zwei Moderator*innen, die am 24.03.2026 parallel jeweils einen zweistündigen Ideen-Workshop leiten und eine der brennendsten Fragen der aktuellen Musiklandschaft bearbeiten. Gearbeitet wird mit Kreativmethoden wie Design Thinking, LEGO® Serious Play®, Service Design, World Café und mehr. Mehr dazu hier. Im Fokus stehen nicht nur Erlebnisse vor der Bühne, sondern auch Marketing, Community Building, Preisgestaltung und die Überwindung von Schwellenängsten. Interessierte schicken ihre Bewerbung per Mail bis 06.02.2026 mit einem kurzen Workshop-Konzept mit Fokus auf eine spezifische Kreativmethode (maximal eine PDF-Seite). Das Honorar beträgt 800 € brutto pro Person.

29.01.2026

Future Fonds 2.0 fördert nachhaltige Transformation in Musikclubs in Hamburg

Die 2. Förderrunde des Clubkombinat Future Fonds 2.0 ist gestartet. Das Programm fördert die nachhaltige Transformation der Club- und Veranstaltungslandschaft durch monatliche Sprintzuschüsse von 1.000 Euro für Personalkosten über 3 bis maximal 9 Monate, zusätzliche Beratung & Unterstützung, Netzwerkarbeit & Wissenstransfer, sowie Workshops & Expert*inneninputs. Förderberechtigt sind Musikclubs mit mind. 24 kuratierten Veranstaltungen oder Veranstaltende mit mind. drei Veranstaltungen in Hamburg innerhalb der letzten 12 Monate. Du willst wissen, ob deine Idee mit hinein zählt, dann informier dich hier. Bewerbungsfrist: 15.09.2025

19.08.2025

Cologne Club Days 22.+23.08.2025

Zwei Tage & eine Nacht voller Clubkultur! Die Cologne Club Days (CCD) bringen Szene, Politik & Publikum zusammen. Der Conference Day (22. August) richtet sich hauptsächlich an ein Fachpublikum und gibt Einblicke in aktuelle Themen der Clubszene wie Kulturpolitik, Clubförderung, Stadtentwicklung und Vielfalt. Der Community Day am 23. August für alle offen, Musikbegeisterte und Clubgänger*innen ebenso wie Familien, Kinder und die gesamte Nachbarschaft. Es gibt Workshops & Musik im ganzen Stadtgebiet, und abends könnt ihr bei der Club Night mit einem Ticket in 10 Kölner Clubs feiern!

Die Teilnahme an Konferenz und Community Day ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber nötig. Für die Club Night gibt es Early Bird Tickets für 12 €. Die Workshops – Lichtsteuerung für FLINTA*, Mentale Gesundheit und Grundlagen des Producings – kosten 5-10 € (bezahl so viel du magst).

08.08.2025