Töchterkollektiv ruft zum FLINTA*streik in Frankfurt auf (09.03.)
Am Montag, den 9. März 2026, wird es auf dem Frankfurter Römerberg (Ort angefragt) zunächst ganz still – und dann laut. Das Töchterkollektiv ruft von 12 bis 18 Uhr zu einer ganztägigen Demonstration auf, die vor allem Frauen und FLINTA*-Personen in den Mittelpunkt stellt. Nach isländischem Vorbild sollen Beteiligte für einen Tag ihre gesellschaftlich oft unsichtbare Arbeit ruhen lassen – ohne formellen Streikaufruf, aber mit deutlicher politischer Botschaft. Denn Frauen und marginalisierte Geschlechter leisten tagtäglich unbezahlte und oft unsichtbare Arbeit. Ihre Bedürfnisse werden häufig abgetan oder instrumentalisiert – etwa für rassistische und politische Narrative. Der Aktionstag will genau das sichtbar machen: Was passiert, wenn Frauen und FLINTA*-Personen ihre Arbeit niederlegen?
Der Frauenstreik richtet sich nicht nur an Frauen oder FLINTA*-Personen, sondern an alle Menschen, die Ungleichheit erfahren oder solidarisch unterstützen möchten. Weltweit gilt der Frauenstreik als demokratische Form kollektiven politischen Drucks – nicht als symbolische Geste, sondern als Mittel, strukturelle Blockaden sichtbar zu machen und gesellschaftliche Veränderung anzustoßen.
Das Töchterkollektiv lädt dazu ein, sich zu beteiligen, vor Ort zu sein, zu berichten und mitzumachen.
Schweizer Netzwerk art+care bietet empowernde Kompliz*innenschaften
art+care ist ein wachsendes Netzwerk von care-gebenden Künstler*innen. Die Teilnehmenden arbeiten an einem Künstler*innenverständnis, das sich über Verbundenheit definiert und das Schaffen von künstlerischen Projekten und das Mitgestalten von Leben zusammen denkt. Das Ziel ist es, empowernde „Kompliz*innenschaften“ zu schaffen, damit Kunstschaffen mit Carearbeit zu einer gesellschaftlichen Vision wachsen kann. Das Netzwerk bietet mit seinen Veranstaltungsformaten, Leseempfehlungen und mehr Räume, um Bedürfnisse auszusprechen, Verletztlichkeit wahrzunehmen, Pausen zu machen und Achtsamkeit zu üben, will aber auch Rollenbilder und Machtstrukturen verändern und die Definition von Arbeit neu verhandeln. Ein OPEN ART+CARE ZOOM (DE/EN) findet jeden ersten Montag im Monat um 9 Uhr statt. Ebenfalls findet an jeden ersten Dienstag im Monat um 9 Uhr ein OPEN ART+CARE ZOOM in französicher Sprache statt. SPARK THE FLAME! 2025 ist das neue art+care Format, das auf einfache Art an unterschiedlichen Orten Partizipation, Sichtbarkeit und Austausch fördern möchte. Sei beim nächsten Feuer dabei oder initiere eines als Host.
Netzwerktreffen des Bühnenmütter* e.V. „Performing Care“ 17.-18.02.2025
Am 17. und 18. Februar 2025 laden die Bühnenmütter e.V. zu einem Netzwerktreffen in die M*halle des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin ein. Bei diesem Event sollen neue Wege für die Vereinbarkeit von Carearbeit und der Arbeit als Künstler*in erprobt werden und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, sich austauschen und zu reflektieren, einander zu bestärken und mit Initiativen und Vereinen gemeinsam weiterzudenken. „Die Ressource, um zusammenzukommen und unsere versteckten Potenziale zu leben, ist: ZEIT. In der Kunstproduktion ist die Ressource Zeit noch immer ein zentrales, aber viel zu häufig mit einem (vermeintlichen) Mangel besetztes Thema. Und Elternschaft, egal ob im Wechselmodell, als Kernfamilie, alleinerziehend oder als queere Familie verknappt diese Ressource noch“, heißt es im Programm. Frühbucher-Rabatt: Wer sich bis heute, 13.1. hier anmeldet, bekommt die Übernachtung geschenkt (solange Vorrat reicht).
Equal Pay Zukunftskongress 04.03.2023
Equal Pay soll nicht länger Zukunftsmusik bleiben. Doch an welchen Stellschrauben müssen wir für eine Zukunft mit Lohngleichheit drehen? Und welche Erkenntnisse können wir dafür aus dem Bereich Kunst und Kultur gewinnen, in dem der Gender Pay Gap mit 30 Prozent besonders hoch ist? Darüber möchte der Deutsche Kulturrat beim Equal Pay Zukunftskongress am 4. März in Berlin mit den Gästen und dem Publikum diskutieren. Ab 13:30 Uhr erwarten euch spannende Impulse zu feministischen Zukunftsvisionen, die an den Ursachen der Lohnungleichheit ansetzen: Sei es eine Neubewertung von Care-Arbeit, mehr Gehaltstransparenz oder veränderte Zeitpolitik. Eingeladen sind die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus und Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth. Unter dem diesjährigen Kampagnenmotto „Die Kunst der gleichen Bezahlung“ blicken die Teilnehmer*innen außerdem auf die Ergebnisse der neuen Studie zu Gender Pay Gap in Kultur und Medien (erscheint im März 2023) und wagen mit Vertreter*innen aus Kunst und Kultur den Blick hinter die Kulissen beim Thema Geschlechtergerechtigkeit. Für Kinderbetreuung und bei Bedarf Übersetzung in Gebärdendeutsch ist gesorgt, die Räumlichkeiten sind behindertengerecht.
Veranstaltungsort: bUm Berlin, Paul-Linke Ufer 21, 10999 Berlin

