Wohnzimmer der Gesellschaft: interaktive Karte für Begegnung ohne Konsum
Eine Demokratie braucht analoge Räume der Begegnung, sie braucht Wohnzimmer der Gesellschaft! Mit diesem Projekt möchte die FUTURZWEI Stiftung Zukunftsfähigkeit Orte sichtbar machen, an denen Menschen ohne Konsumzwang zusammenkommen, reden, teilen und aushandeln. Von der Scheune, in der sich das Dorf einmal im Monat trifft, über Menschen, die gemeinsam im Chor singen, bis zu Bibliotheken, in denen man nicht nur Bücher leiht – überall in Deutschland eröffnen solche Wohnzimmer der Gesellschaft, in Privaträumen, in Kommunen, in Institutionen oder in Unternehmen. Auf einer interaktiven Karte werden diese Begegnungsorte – bisher sind es 452 – bundesweit gesammelt. Tragt eure Einrichtung ein, macht sichtbar was ihr leistet und zeigt, wo Begegnung in Stadt und Land möglich ist (Mail).
Robert Bosch Stiftung fördert kreative Projekte zur Demokratiearbeit
„Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“, so heißt das Förderprogramm, das die Robert Bosch Stiftung zusammen mit dem Bundesverband Soziokultur ausgeschrieben hat. Damit unterstützt sie Ansätze für niedrigschwellige Demokratiearbeit in ganz Deutschland, die Menschen die Möglichkeit geben, den Mehrwert von Demokratie und Gemeinschaft wieder selbst zu erfahren. Das Förderprogramm unterstützt Kooperationen aus Ortebetreiber*innen, Soziokultur und politischer Bildung dabei, verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Experimentierfreude ist ebenso gefragt wie genaues Hinhören, was es im Umfeld braucht. So wird der Ort gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Umfeld zu einem kommunikativen Treffpunkt, den man zusammen gestaltet und wo man etwas bewegen kann – zu einem gemeinsamen Allzeitort. Mit einladenden, kreativen und partizipativen Ansätzen sollen unterschiedliche Menschen ab 16 Jahren zusammengebracht werden. Ziel ist es, über den Förderzeitraum hinaus eine dauerhafte Kultur des Dialogs zu etablieren und so das demokratische Miteinander vor Ort nachhaltig zu stärken.
Digitales Webresidency-Projekt „home.frankfurt.telaviv“
Von Dezember 2020 bis März 2021 läuft das digitale Webresidency-Projekt home.frankfurt.telaviv des Frauenreferats Frankfurt und der Tel Aviv-Yafo Municipality. Im Rahmen des Online-Projektes setzen sich jeweils sechs feministische Künstler*innen aus beiden Städten mit dem Thema home auseinander. Die Webresidencies sind als ein öffentlicher Raum gedacht, der künstlerische Begegnungen zwischen Frankfurt und Tel Aviv-Yafo ermöglicht. Ziel ist nicht, ein fertiges Kunstwerk zu präsentieren, sondern die Künstler*innen sind eingeladen, innerhalb des thematischen Rahmens den Prozess ihrer Arbeiten online zu präsentieren. Auf der Website werden alle beteiligten Künstler*innen und ihre Projekte vorgestellt. Mit dabei ist Julia Mihály aus Frankfurt, die sich als Komponistin an den Schnittstellen von Neuer Musik, Performance Kunst und elektroakustischer Musik bewegt. Für das Projekt lädt sie Künstler*innen ein, Audiomaterial zu sammeln, das sie mit ihrem home verbinden, das sie zu einer elektroakustischen Komposition in Form eines „Audiowalks“ zusammenstellt. So entsteht eine Art kollektives home. Ebenfalls als Frankfurterin dabei ist die Aktivistin, Künstlerin und DJ Xinan (Foto: Katharina Dubno). Sie möchte eine emotionale Lebenslandschaft als non-binäre Künstlerin schaffen und konzentriert sich in ihrer Arbeit auf das Konzept home als Ort, in dem wir uns nach Frieden, Zugehörigkeit, Sicherheit und Solidarität in einer selbstgewählten Familie sehnen. Wir sind gespannt!

