HELVETIAROCKT startet Umfrage: Wer macht eigentlich die Musik in der Schweiz?

Helvetiarockt ist ein schweizweit aktiver Verein, der sich seit 2009 für die Gleichstellung aller Geschlechter in der aktuellen Musik einsetzt. Im Rahmen einer Branchenanalyse sammeln die Macher*innen jetzt Perspektiven aus der aktuellen Musikszene (alle Genres außer Klassik & Neue Musik) und fragen: Wer macht eigentlich die Musik in der Schweiz? Nicht nur auf der Bühne, sondern in den Entscheidungsgremien, in den Produktionsstudios, in den Festivalbüros. Was tun Organisationen bereits für Gleichstellung und Sicherheit? Wo liegen die Hürden? Und wie kann Helvetiarockt künftig wirksamer unterstützen? Dafür brauchen sie deine Stimme oder die deiner Kolleg*innen, auch wenn du noch nicht mit ihnen in Kontakt warst. Ob du in einem Club arbeitest, ein Festival leitest, ein Label führst oder eine Musikschule betreibst: Breite Erfahrungen sind entscheidend. Zur Umfrage geht es hier entlang. Die Ergebnisse werden in einem Bericht ausgewertet, der aufzeigt, wo die Branche in Bezug auf Gleichstellung steht und welche Herausforderungen und Chancen bestehen.

03.07.2026

Erste umfassende Studie zu Sexismus in der deutschen Arbeitswelt

63 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben bereits Sexismus im Job erlebt. Das ist eins der zentralen Ergebnisse der ersten repräsentativen Befragung zu Sexismus am Arbeitsplatz in Deutschland, die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der EAF Berlin im Rahmen des Projekts Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ veröffentlicht wurden. Die erste branchenübergreifende Studie zeigt: Betroffen sind vor allem Frauen und genderqueere Personen, während Sexismus mehrheitlich von Männern ausgeht. Die Erfahrungen führen häufig zu emotionalen und psychischen Belastungen und können Karriere und finanzielle Situation beeinträchtigen. Formelle Beschwerdewege werden von Betroffenen kaum genutzt und die Folgen meist allein bewältigt. Genau da setzt das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ an: Es unterstützt Organisationen dabei, wirksame Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen und bietet u.a. Handreichungen und weiteres Infomaterial. Desweiteren informiert es über Hilfsangebote und Anlaufstellen.

22.06.2026

Neue Umfrage: fast 70% halten Musikunterricht in der Schule für wichtig

Musikunterricht genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert: 69 Prozent der Bevölkerung halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule Musikunterricht erhalten. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde und die den Auftakt der neuen Umfragereihe „Musikmonitor Deutschland“ bildet. Die Untersuchung beleuchtet, wie Menschen in Deutschland ihren Musikunterricht rückblickend erlebt haben – und welche Bedeutung sie ihm heute beimessen. Die Ergebnisse zeigen: Wer regelmäßig Musikunterricht in der Schule hatte, ist heute häufiger musikalisch aktiv und Musikunterricht ist für eine absolute Mehrheit ein wichtiges Schulfach. Ein Zahlenauszug:

52% hat der Musikunterricht in der Schule Spaß gemacht (Frauen: 64%/Männer: 40%), 64% erinnern sich gern an gemeinsames Singen und Musizieren, 56% profitieren bis heute von im Unterricht erworbenen Fähigkeiten (Notenlesen, Rhythmusgefühl oder Allgemeinwissen). 17% aller Befragten hat der Unterricht sogar darin bestärkt, auch außerhalb der Schule Musik zu machen, 42% der Menschen, die während ihrer gesamten Schulzeit Musikunterricht hatten, musizieren heute noch selbst (im Gegensatz zu Personen ohne Musikunterricht: 14 Prozent); der Unterschied ist bei Instrumentalist*innen am Größten. 39% der ostdeutschen/20% der westdeutschen Bevölkerung hatten während der gesamten Schulzeit Musikunterricht.

18.06.2026

Bundesweite Onlinebefragung zu Machtmissbrauch an Musikhochschulen

Jetzt mitmachen! Musikhochschulen sind Orte künstlerischer Exzellenz und intensiver Zusammenarbeit. Gleichzeitig zeigen Erfahrungsberichte und erste Studien: Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt können auch im Hochschulkontext auftreten. Die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) hat daher 2025 die Durchführung einer hochschulübergreifenden Studie zu Erscheinungsformen von Machtmissbrauch an den deutschen Musikhochschulen beschlossen.

Die Studie wird durch ein externes, unabhängiges Institut durchgeführt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Die Studie umfasst sowohl eine breit angelegte Onlinebefragung (Mai 2026) als auch vier vertiefende qualitative Fallstudien an ausgewählten Hochschulen (2026). Befragt werden Studierende und Lehrende an 22 deutschen Musikhochschulen. Die Ergebnisse der gesamten Studie werden voraussichtlich im Frühjahr 2027 veröffentlicht. Studierende und Lehrende aller Fachbereiche sind aufgerufen, bis zum 31. Mai 2026 an der anonymen Onlinebefragung teilzunehmen. 

Wer sich über das Thema informieren will: REPORT MAINZ hat für den ARD-Beitrag „Macht_Spiel: Missbraucht vom Maestro“ mit Betroffenen gesprochen, die sexuelle, verbale oder diskriminierende Gewalt erfahren haben, und zeigt, warum die Strukturen an Musikhochschulen Machtmissbrauch begünstigen können und Täter fast unantastbar scheinen. Auch im Deutschlandfunk gibt es einen Beitrag zum Thema: „Machtmissbrauch an Musikhochschulen“.

19.05.2026

Ab 2026: 24/7 Tonstudios & Proberäume in Stuttgart (Umfrage)

Ab 2026 vermietet das Team von Comuda in Stuttgart rund um die Uhr (24/7) Tonstudios und Proberäume. Gemeinsam mit Audio Engineers der SAE bieten sie außerdem professionelle Recording-Sessions und technische Unterstützung an. Für die Vorbereitung ist eure Unterstützung durch Teilnahme an einer kurzen Umfrage gefragt.

08.12.2025

Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland gestartet (bis 28.02.2026)

Jetzt mitmachen: Noch bis 28. Februar 2026 führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. In Zeiten, in denen gleiche Rechte für alle in Frage gestellt werden, ist eine große Beteiligung an der Umfrage wichtiger denn je. Teilnehmende helfen, Diskriminierung in Deutschland sichtbarer zu machen. An der Umfrage können alle Menschen ab 14 Jahren teilnehmen, die in Deutschland Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym, barrierearm und in vielen Formaten und Sprachen möglich.

04.12.2025

Festivalstudie erschienen

Lang ersehnt: die Festivalstudie! Die neue bundesweite Studie liefert erstmals repräsentative Daten zu Struktur, Finanzierung und gesellschaftlicher Bedeutung von rund 1.800 Musikfestivals in Deutschland – von Klassik über Rock, Pop und Jazz bis hin zu Elektronik, Folk und Neuer Musik. Die von der Initiative Musik, der Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum beauftragte Studie stellt die kulturelle Vielfalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft umfassend dar und zeigt die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung der Festivals ebenso auf wie ihre wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Hier ein paar Schlaglichter:

– Festivals vereinen im Schnitt fünf verschiedene Genres
– Im Durchschnitt bringt jedes Festival 30 Konzerte bzw. Acts auf die Bühne
– Rund 40 Prozent dieser Auftritte entfallen auf Nachwuchskünstler*innen und -ensembles
– Gewinne erzielen lediglich 15 Prozent der Festivals, während etwa 30 Prozent Verluste verzeichnen
– Mit 38 Prozent der Gesamtausgaben machen Künstler*innenhonorare den größten Kostenfaktor aus
– 85 Prozent setzen Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit um
– 53 Prozent achten auf geschlechtergerechte Line-Ups
– Bei 79 Prozent aller Festivals und vor allem im ländlichen Raum spielt das Ehrenamt eine zentrale Rolle

Damit leisten Festivals einen entscheidenden Beitrag zur Förderung kultureller Vielfalt und zur nachhaltigen Entwicklung der Musiklandschaft. Die Mehrheit verfolgt vor allem kulturelle und gemeinnützige Ziele. Vor allem Popularmusikfestivals sind hohen wirtschaftlichen Risiken und Infrastrukturkosten ausgesetzt, deshalb bildet das Ehrenamt das Rückgrat vieler Festivals und leistet einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen Teilhabe und regionalen Verankerung. 

10.09.2025

Umfrage zu digitaler Gewalt gegen Professor*innen

In einer Umfrage wird derzeit untersucht, inwieweit Professor*innen umkämpfter Wissensgebiete von (geschlechtsspezifischer) digitaler Gewalt betroffen sind. Die Befragung ist Teil des Forschungsprojekts „Digital Hate“ an der OTH Regensburg (Projektleitungen Prof. Dr. Clarissa Rudolph und Prof. Dr. Katherine Gürtler) und kann noch bis 20.07.2025 beantwortet werden. In der Umfrage geht es darum, in welchem Ausmaß und in welcher Form diese Gewalt erlebt wurde, wie Betroffene damit umgehen und ob sie an ihrer Hochschule Unterstützung erfahren. Die Umfrage richtet sich an Professorinnen und Wissenschaftlerinnen mit professor*innenäquivalentem Status in der Klima(folgen)-, Gender- und Migrationsforschung sowie Professoren und Wissenschaftler mit professorenäquivalentem Status in der Migrationsforschung. Sie soll dazu beitragen, gezielte Maßnahmen und Gegenstrategien gegen digitale Gewalt gegen Wissenschaftler*innen zu entwickeln. Das Forschungsprojekt „Digital Hate – Digitale Gewalt gegen Professorinnen umkämpfter Wissensgebiete” wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in der Förderlinie „Innovative Frauen im Fokus” und ist an der OTH Regensburg angesiedelt.

08.07.2025

Online-Befragung zu Proberäumen in Stuttgart (bis Anfang Juni)

Das Kulturamt Landeshauptstadt Stuttgart begann im Frühjahr 2024 im Rahmen einer Proberaumstrategie mit der Untersuchung von Musikproberäumen in Stuttgart. In einem ersten Baustein zum Thema „Wo übt die Musik?“ wurde der aktuelle Bestand an Proberäumen für Musiker*innen aller Genres aus der Perspektive von Stuttgarter Betreiber*innen und Akteur*innen ermittelt; daran hatten über 160 Proberaumbetreiber*innen teilgenommen, die in Summe rund 600 Proberäume in Stuttgart zur Verfügung stellen. Erste Ergebnisse sind hier online abrufbar. Seit Jahresanfang läuft nun der zweite Teil der Studie zum Thema „Wie übt die Musik?“, der sich mit der Perspektive der (potenziellen) Nutzer*innen von Stuttgarter Proberäumen auseinandersetzt. Mit dieser soll der Bedarf an Proberäumen für Nachwuchs, Amateure und professionelle Musikschaffende im Zuge der Stuttgarter Proberaumstudie des Kulturamts ermittelt und dem bestehenden Angebot an Räumen gegenübergestellt werden. Hierzu werden alle aktiven Musiker*innen aus Stuttgart unabhängig von ihrer musikalischen Ausrichtung zu einer anonymen Online-Befragung eingeladen, an der bis Anfang Juni über den folgenden Link teilgenommen werden kann (Dauer ca. 10 Minuten). Je mehr mitmachen, desto produktiver kann an der Proberaum-Infrastruktur der Landeshaupstadt gearbeitet werden.

27.05.2025

Umfrage: „Quality of Jazz Performance 3“

Die Internationale Gesellschaft für Jazzforschung bittet um Teilnahme an einer Umfrage zur Wahrnehmung von Jazzmusik. Die Antworten sollen helfen, Beziehungen zwischen musikalischen Qualitäten der Jazzmusik und dem Publikum zu verstehen. Damit wollen die Initiator*innen wichtige Daten zum Publikumsverständnis sammeln, um die Aufführungspraxis in der Jazzmusik zu optimieren. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Jazz Research Journal publiziert. Die gesamte Umfrage dauert ca. 10 Minuten, sie erfordert keinerlei musikalische Vorerfahrung oder Ausbildung. Die Teilnahme ist freiwillig und alle Daten bleiben anonym und innerhalb der Studie verschlüsselt und gesichert. Bei Fragen zur Studie könnt ihr euch per Mail melden.

03.12.2024

Festivalstudie geht in Verlängerung (bis 13.12.2024)

Die Festivalstudie geht in Verlängerung! Die Initiative Musik hat noch ein paar Tage draufgepackt, sodass Ihr als Veranstaltende bis zum 13.12. Zeit habt, an der Studie teilzunehmen. Macht also mit und helft der Initiative dabei, eine wissenschaftlich fundierte Datenlage zur Situation der Musikfestivals in Deutschland zu schaffen!
Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD). Die bundesweit angelegte Studie soll einen Überblick zur Lage der Musikfestivals in Deutschland liefern und wirtschaftliche, organisatorische und programmatische Kennzahlen liefern und Aspekte wie Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion berücksichtigen. Die Ergebnisse werden im Sommer 2025 veröffentlicht und frei zugänglich gemacht. Die Festivalstudie ist ein Kooperationsprojekt der Initiative Musik, der Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrums (miz). Ermöglicht wird die Festivalstudie durch eine Sonderförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

An der Umfrage kann eine vorab ausgewählte und vom miz kontaktierte Grundgesamtheit an Festivals teilnehmen. Wenn ihr keine Mail erhalten habt und teilnehmen wollt, meldet euch per Mail.

28.11.2024

„Reden wir über Gute Arbeit!“- Umfrage zu Arbeitsbelastungen von Solo-Selbstständigen

In einer bundesweiten und branchenübergreifenden Erhebung fragt das „Haus der Selbstständigen“ Solo-Selbstständige, wie sie ihre Arbeitsbedingungen erleben: Was belastet und stresst? Was gibt Kraft und stiftet Zufriedenheit? Unter dem Motto „Reden wir über Gute Arbeit!“ ist es das Ziel, ein branchenübergreifenes Bild davon zu bekommen, wie die Qualität der Arbeitsbedingungen Solo-Selbstständiger ist. Dabei geht es z.B. um den Kontakt zu Auftraggebenden, Arbeitsalltag und -organisation, Einkommen und Absicherung, die Gestaltungsfreiheiten in der Selbstständigkeit, aber auch mögliche Belastungen wie Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. Die Macher*innen wollen deutlich zu machen, dass gesunde, persönlichkeitsfördernde, existenzsichernde, wenig belastende Arbeitsverhältnisse auch für Solo-Selbstständige gegeben sein sollten und Interessenvertretungen mit Daten zur aktuellen Situation unterstützen. Dafür brauchen sie viele Teilnehmende aus vielen Berufen und Branchen. Du bist solo-selbstständig? Dann nimm hier bis 02.12.2024 online teil; die Umfrage dauert ca. 20 Minuten. Mehr zur Erhebung erfährst du im Wissenspool auf der HDS-Website, im HDS-Podcast oder bei einer Info-Session am 13.11.2024.

Das Haus der Selbstständigen (HDS) ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt mit dem Ziel, die Situation von Solo-Selbstständigen, d.h. von Selbstständigen ohne Angestellte, zu verbessern. Es macht Arbeitsbedingungen öffentlich sichtbar, weist auf Handlungsbedarfe hin und unterstützt Solo-Selbstständige und ihre Interessenvertretungen bei der Vernetzung.

28.10.2024