Grammys 2026:

Am 1. Februar 2026 wurden in Los Angeles zum 68. Mal die Grammys verliehen. Im Hauptfeld wurden der Song „Wildflower“ von Billie Eilish (Song of the year), Olivia Dean (Best New Artist) und das Album „Luther“ von Kendrick Lamar & SZA (Record of the year) ausgezeichnet. Als Songwriter of the year, non-classical wurde Amy Allen ausgewählt. Im Pop konnten sich u.a. Lola Young, Cynthia Erivo & Ariana Grande, Lady Gaga und FKA Twigs über die begehrte Trophäe freuen. Im R’n’B/Rap/Spoken Word Bereich wurde u.a. Kehlani geehrt, im Jazz bekam „Portrait“ von Samara Joy den Preis für das beste Gesangsalbum. Die isländische Musikerin Laufey wurde für „A Matter Of Time“ mit dem Grammy Best Traditional Pop Vocal Album geehrt. Im American Roots Bereich gingen gleich zwei Ehrungen an Mavis Staples, und die all female Band I’m With Her (Foto: AlysseGafkjen) konnte mit ihrem Song „Ancient Light“ punkten und den zweiten Grammy Best Folk Album absahnen. Weitere Preise gingen an Natalia Lafourcade, Gloria Estefan, Tyla, Caetano Veloso And Maria Bethânia, Carla Patullo Featuring The Scorchio Quartet & Tonality und Doechii, die mit „Anxiety“ für das beste Musikvideo ausgezeichnet wurde.

09.02.2026

Evi Filippou wird Improviser in Residence 2026

Seit 2008 hat Moers eine*n Stadtmusiker*in. Der/die* „Improviser in Residence“ des moers festival bereichert und belebt das kulturelle Leben von Stadt und Region, vernetzt sich mit den Menschen vor Ort, lädt in sein Heim zu intimen Mini-Konzerten ein, mischt beim Schlosstheater mit und zeigt sich natürlich mit einem großen Projekt auf der Festivalbühne. Kürzlich gab man im Moerser Rathaus die neue „Improviser in Residence“ bekannt: die 1993 geborene Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Filippou (Foto: Leon Maria Plecity). Sie ist gebürtige Griechin und lebt seit 2011 in Berlin, wo sie klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik Hanns Eisler studiert hat. Sie ist Mitglied im Andromeda Mega Express Orchestra und spielte u.a. mit der NDR Bigband und dem Fuchsthone Orchestra. Zudem ist sie oft im Duo mit dem Bassisten Robert Lucaciu zu hören nd ihre eigene Band inEvitable fusioniert griechische Folklore mit einer zeitgenössischen Improvisationsmusik. Evi Filippou wird mit Gästen bei einigen Konzerten in Moers zu sehen sein, auch ihr Auftritt beim diesjährigen moers festival vom 21. bis 25. Mai ist gesetzt. Zudem plant sie eine Live-Kino-Performance.

26.01.2026

Neue Longlist erschienen

Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnet der Preis der Deutschen Schallplattenkritik vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die zurzeit 154 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 273 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Wir freuen uns, dass Fjarill mit ihrem Album „Strålande Juletid“ in der Kategorie Folk nominiert wurden! Rosalía wurde sowohl von der Weltmusik- als auch der Popjury ausgewählt, auch Florence + The Machine wurden zweimal aufgestellt. Außerdem haben die britische, all female Rockband The Last Dinner Party, FKA Twigs, Stefanie Schrank, Josi Miller, Nastia Reige, HAAi, Kara-Lis Coverdale, Leona Berlin u.a. eine Chance, am 16.2. als Beste ausgewählt zu werden.

15.01.2026

APPLAUS-Award 2025 verliehen

480 Bewerbungen waren eingegangen, jetzt traf sich die deutsche Club- und Livemusikszene in der Münchner Muffathalle, um zum zwölften Mal der Verleihung des APPLAUS-Awards beizuwohnen – eine der wichtigsten Auszeichnungen für Musikspielstätten und Konzertreihen in Deutschland. In sechs Preiskategorien fließen insgesamt rund 1,7 Millionen Euro an 88 Spielstätten und Konzertreihen im ganzen Land. Es gibt Preisgelder von bis zu 50.000 Euro. Neben den Spielstätten- und Livemusikpreisen werden Preise für die Kategorien „Awareness“, „Inklusion“ und „Nachhaltigkeit“ verliehen. Das domicil in Dortmund bekommt den mit 40.000 Euro dotierten Hauptpreis für das beste Livemusikprogramm, das objekt klein a in Dresden den Hauptpreis als beste Livemusikspielstätte. Die villaWuller in Trier kann sich über den Hauptpreis als beste kleine Spielstätte freuen. SO36 in Berlin räumte gleich zwei Preise ab, denn es überzeugte die Jury nicht nur als Livemusikspielstätte, sondern auch in Sachen Inklusion. Das KFZ Marburg glänzte im Bereich Nachhaltigkeit, das Mahagoni Kollektiv in Konstanz konnte in der Kategorie Awareness punkten. Alle Gewinner*innen sind hier zu finden.

18.11.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht Bestenliste

Jetzt ist auch noch die letzte Bestenliste diesen Jahres erschienen, auf der die Juror*innen des Preises der deutschen Schallplattenkritik aus 260 nominierten Alben „die Besten der Besten“ ausgewählt haben. 28 Siegertitel schafften es auf die Bestenliste. In der Kategorie Traditionelle Ethnische Musik gewann Mara Arandas „Sefarad … en el corazón de Bulgaria“, die die nahezu unbekannte Klangwelt des bulgarischen Sephardentums und vor allem die weiblich-sephardische Lebenswelt in den Blick nimmt. Im Pop entschied sich die Jury für das Album „Double Infinity“ von Big Thief, der Indierockband um Sängerin und Gitarristin Adrianne Lenker. Im R’n’B, Soul und HipHop Genre überzeugt die blinde, in Seattle beheimatete Sängerin Brittany Davis mit ihrem Album „Black Thunder“, das sie mit Evan Flory-Barnes und D’Vonne Lewis aufgenommen hat. Auch ein Musikfilm wurde prämiert: Der Film „Momentum“, der die Dirigentin Joana Mallwitz „zwischen privater Alltagsorganisation, beruflichem Druck und musikalischer Leidenschaft“ porträtiert (Trailer).

18.11.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 3/2025 ist erschienen

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat eine neue Bestenliste veröffentlicht und die hält einige tolle Neuentdeckungen bereit. Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnen die rund 160 Musikkritiker*innen vierteljährlich die „besten und interessantesten“ Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Es gibt 32 Jurys, Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die Grenzgänge-Jury hat sich zum Beispiel für das Album „Watersong“ entschieden, das die griechische Sängerin und Komponistin Savina Yannatou und Lamia Bedioui aus Tunesien mit dem Ensemble Primavera en Salonico aufgenommen haben. „Ein Stück Zuversicht durch Einheit in der Verschiedenheit“, lobt die Jury. Eine der beiden Jazz-Jurys wählte „After The Last Sky“ des tunesischen Oud-Spieler und Komponisten Anouar Brahem aus, an dem die Cellistin Anja Lechner mitgewirkt hat und mit dem Brahem an die Tragödie von Gaza verweist. In der Kategorie „Traditionelle ethnische Musik“ konnte das Ensemble Assafir um die Sängerin Clémence Gabrielidis punkten, das auf seinem Album „Travesèes“ Kreuzungen zwischen der Türkei und Griechenland vornimmt. Die Jury Club & Dance entschied sich für die CD „Tết 41“ der Berliner DJ JakoJako aka Sibel Koçer und lobt es paradoxerweise als „dezentes, still berührendes Album“. In der R’n’B, Soul & HipHop-Abteilung gewann „Golden Retrieve Her“ der in Brüssel lebenden Musikerin und Theatermacherin Adja Fassa (Foto), weil sie „mit ihrem Debütalbum einen dieser speziellen Momente, in denen außergewöhnliche Kunst wie aus dem Nichts zu entstehen scheint“ erschaffen habe. 

Übrigens: Künstler*innen können ihre CD, Vinyl, DVD und Blu-ray sowie Digital VÖs selbst einreichen, möglichst direkt nach Erhalt aus dem Presswerk, idealerweise mehrere Wochen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin, damit die Juror*innen ausreichend Zeit zum Anhören haben und der VÖ nicht mit den internen Nominierungsstichtagen kollidiert. Mehr zu den Einreich-Fristen hier.

15.08.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht neue Longlist

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 3/2025 vor. Die zurzeit 153 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 283 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Im Bereich Jazz sieht es diesmal recht mau aus: in der Jury I wurden lediglich das Album „On And On“ der Saxofonistin Kristina Brodersen aka Kristina 4 sowie Stefanie Schlesingers & Wolfgang Lackerschmids „Sharing Secrets“ nominiert; die zweite Jazzjury fand überhaupt keine weiblich bzw. FLINTA*-geprägte Musik, die sie für würdig hielt (!). In der Kategorie „Weltmusik“ sieht es schon besser aus: Neben Melanes unwiderstehlichem Album „Mirrors & Windows“ (CD-Tipp) (Foto) wurde die mexanische Musikerin Natalia Lafourcade mit ihrer gefühlvollen CD „Cancionera“ aufgestellt. Die renommierte finnische Musikerin Päivi Hirvonen wurde mit ihrem Album „Maa palaa (Die Erde brennt)“ gleich zweimal nominiert. In der gleichen Kategorie konnten das Kölner Duo toi et moi mit „Mon Armoire“ und das finnische Folkensemble Värttinä punkten. Bei den Liedermacher*innen finden sich Lucy Van Kuhl, Synje Norland u.a. Der „Folk & Singer/Songwriter“-Jury hat Kristina Künzels Trio Silja mit dem Zweitling „Tradtuur“ und auch die Musik des britischen Duos Sound of the Sirens besonders gefallen, das sein Album im Eigenverlag herausgebracht hat. Neben (der zweimal nominierten) Sophia Kennedy, Valerie June, Cari Cari und Die Heiterkeit haben Blond mit ihrem dritten Studioalbum „Ich träum doch nur von Liebe“ eine Chance auf einen Preis. In der Electro-Abteilung wird u.a. Eskas „The Ordinary Life of a Magic Woman“ genannt. Die Jury Blues fand u.a. Ally Venables CD „Money & Power“ und „Paper Doll“ von Samantha Fish herausragend, bei R’n’B, Soul & Co. wurden Alben von Adja, Annie & The Caldwells, Ellen Beth Abdi, Emma-Jean Thackray u.a. nominiert. Die Bestenliste 3/2025 wird am 15. August veröffentlicht. Wir drücken allen die Daumen!

07.07.2025

Deutscher Jazzpreis 2025 an 22 Preisträger*innen vergeben

Am 13.6.2025 wurden bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises im Kölner E-Werk 22 Preisträger*innen geehrt und einmal mehr die Vielfalt und Energie des Jazz eindrucksvoll gezeigt. Aus 76 Nominierten wählte eine international besetzte Hauptjury die diesjährigen Preisträger*innen in insgesamt 22 Kategorien aus – von künstlerischen Leistungen über Albumproduktionen bis hin zu Festivals, journalistischen Leistungen und Projekten der Musikvermittlung. Auf der Liste der Geehrten stehen Sera Kalo (Vokal), Ingrid Laubrock (Holzblasinstrumente), Philo Tsoungui (Schlagzeug/Percussion), Eva Klesse (Künstler*in des Jahres) (Foto: Maxim Francois), Jihye Lee Orchestra (Großes Ensemble des Jahres International), Do you remember? – Sonic Interventions (Newcomer*in des Jahres), ØKSE – ØKSE (Album des Jahres International), Good Intentions – Alden Hellmuth (Newcomer*in des Jahres International), PlanetWoman – Birgitta Flick (Komposition/Arrangement des Jahres) u.a. Das PENG Festival wurde Festival des Jahres und die Jazzpilot*innen der Deutschen Jazzunion bekamen einen Preis in der Kategorie Musikvermittlung & Teilhabe. Uschi Brüning wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Gewinner*innen dürfen sich nicht nur über die renommierte Trophäe freuen, sondern erhalten auch ein Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro. Auch die Nominierten, die keinen Preis mit nach Hause nehmen, werden mit 4.000 Euro gewürdigt.

23.06.2025

Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Neue Bestenliste veröffentlicht

Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnet der Preis der Deutschen Schallplattenkritik vierteljährlich die „besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate“ aus. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Gerade hat die 155köpfige Jury aus der letzten Longlist die zweite Bestenliste dieses Jahres zusammengestellt, in der leider nicht viele weibliche bzw. FLINTA* Künstlerinnen* vorkommen. Eine der Jazz-Juries listet das Album „Young And Foolish“ von Florian Raepke Big Band & Charlotte Illinger, einer Bigband mit starker Sängerin, die auch jazzfernere Instrumente wie Streichquartett, Harfe und Oboe vereint. Gleich zwei Preise im Genre Alternative & Pop bekommt FKA Twigs für ihr Album „Eusexua“ und ihren experimentellen Popsound, der souverän die Genre-Grenzen sprengt. In „Electronic & Experimental“ wurde die Berliner Band Das Ende der Liebe x su dance110 (Foto: Peer Kugler) mit „Persist“ für ihren „wilden Trip durch spannungsgeladene Gefühlslandschaften in fragiler Zeit“ mit der Stimme von su dance110 (they/them) geehrt.

16.05.2025

Jutta Hipp Preis 2025 vergeben

Seit 2023 vergibt der Jazzverband Sachsen seinen Jutta Hipp Preis. In den Kategorien Komposition und Improvisation werden alle zwei Jahre herausragende Jazzmusiker*innen ausgezeichnet, die im Leben und Wirken mit dem Freistaat Sachsen verbunden sind und dessen kulturelle Landschaft mit ihrem Wirken bereichern. In diesem Jahr wurde aus mehr als 60 Bewerbungen das Marina Schlagintweit Large Ensemble in der Kategorie Komposition ausgewählt. Jeder Kategoriepreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Ehrenpreis geht an den Saxstall in Pohrsdorf. Preisverleihung und Preisträgerkonzerte finden am 22. Mai im Malzhaus in Plauen.

16.05.2025

Preise für Popkultur 2025 vergeben

Nach einjähriger Pause und dem Umzug aus Berlin hat der Preis für Popkultur am 23. April 2025 sein Comeback gefeiert – erstmals in der Rheinterrasse in Düsseldorf. Der bundesweite Award, der von einem unabhängigen Verein getragen und ehrenamtlich organisiert wird, würdigte damit zum achten Mal herausragende popkulturelle Leistungen. Über 900 Künstler*innen, Branchenakteur*innen und Kulturinteressierte feierten zusammen die Vielfalt, Innovationskraft und gesellschaftliche Relevanz aktueller Popmusik und -kultur. Insgesamt wurden Auszeichnungen in zwölf Kategorien vergeben – vom Lieblingsalbum bis zum Lebenswerk. Letztere ging an die Produzentin, Komponistin und Musikerin Annette Humpe (Foto), während das internationale Netzwerk Keychange den Preis für Herausragendes gesellschaftliches Engagement bekam. Mine wurde für ihr großartiges Video „Ich weiß es nicht“ ausgezeichnet. Paula Hartmanns Album „Kleine Feuer“ und die deutsch-amerikanische Produzentin PHEA wurden ebenfalls gewürdigt. Der Preis soll künftig in wechselnden Städten gefeiert werden.

29.04.2025

Innenstadtpreis Rheinland-Pfalz

Die Zukunft unserer Innenstädte bildet einen ressortübergreifenden Schwerpunkt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz. Die Stadtzentren als wirtschaftliche, kulturelle und kommunikative Zentren des Austauschs und des Miteinanders sollen lebendiger und noch attraktiver werden. Das Ziel sind Ortszentren, in denen die Menschen sich gerne aufhalten, in denen sie wohnen, sich begegnen, einkaufen und entspannen, Kunst und Kultur sowie Handwerk und Gastronomie erleben. Rheinland-Pfalz als Land des Miteinanders und der Gemeinschaft ist prädestiniert, seine ländlichen wie urbanen Zentren mit ihren unterschiedlichen Charakteren wieder stärker zum Strahlen zu bringen. In vielen Innenstädten und Ortsmittelpunkten haben engagierte Akteur*innen schon kreative Ideen umgesetzt. Sie haben dazu beigetragen, Leben in ihre Zentren zu bringen und deren Attraktivität deutlich zu steigern. Erfolgreiche, umgesetzte bzw. laufende Projekte sollen nun erstmals mit dem neuen Innenstadtpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet werden. Der Preis dokumentiert nachahmenswerte Beispiele, motiviert zu eigenen Initiativen und leistet einen weiteren Beitrag zur Belebung der Innenstädte und Ortszentren. Bewerbungsfrist: 30. Mai 2025

24.03.2025