
Sophie Abraham
“The Beauty In Between“
Das Leben ist schrecklich und schön und alles dazwischen. Um die Schönheit dieses „Dazwischen“ und „die Kraft der Zwischenräume“ geht es im neuen, zweiten Album der Cellistin Sophie Abraham, Kulturpreisträgerin des Landes Niederösterreich (2024) und Österreichische Staatsstipendiatin für Komposition (2025). Auf „The Beauty In Between“ verarbeitet sie wie schon beim Vorgänger „Brothers“ leidvolle persönliche Erfahrungen. Vor zwei Jahren starb ihr Vater und hinterließ eine große Lücke. Auf dem Albumcover ist sie denn auch im freien Fall zu sehen und beginnt ihr Werk mit dem einnehmenden Opener „Roadtrip“, den sie ihm gewidmet hat. Das Titelstück ist ein Liebeslied an ihre Schwester, eine Musikerin, die seit vielen Jahren nicht mehr auf der Bühne stehen kann, weil sie an MS erkrankt ist, und dennoch ihr Leben intensiv lebt und eine eigene Lücke gefüllt hat. Es sind diese Leerstellen, aus denen neue, interessante Entwicklungsräume erwachsen, die Abraham mit Cello, Stimme und Effekten erforscht – aber auch das Improvisierte und Fluide, das sich der Einengung und Ausgrenzung entzieht und eine Gesellschaft erst „reich“ werden lässt. Genauso reich ist ihre Musik: Eingängige Melodien, sphärische, schwebende Klänge und groovige Riffs wechseln sich ab und schaffen fantasievoll gestaltete Atmosphären. Im „Stille Remix“ werden ihre Cellomelodien sogar tanzbar. Video
CD, 2026, 9 Tracks, Label: cracked anegg records
Mane Stelzer13.07.2026

