
Berit Jung
“Spuren“
Die Berliner Kontrabassistin veröffentlicht mit „Spuren“ ihr Solo-Debütalbum. Entstanden aus einem Diplomkonzert, als sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin studiert und sehr viel freie Improvisation gemacht hat, ist es eine Art Musiktheaterstück, das sie über einen längeren Zeitraum entwickelt hat – Hörspiel, Improvisation und Komposition in einem. Der rote Faden ist die Kurzgeschichte „Spuren“, die darüber sinniert, wie es wäre, wenn wir keine Spuren hinterlassen. Minimalistisch gestaltet, nur mit Stimme und Kontrabass, gelegentlich durch ein sog. „Innenklavier“ (ein auf das Wesentliche reduziertes, präpariertes und elektronisch verstärktes Klavier) oder Glockenspiel ergänzt, breitet sie weitere fantasievolle Geschichten und Songs aus. Vom Fliegen, dreibeinigen Stühlen und einer durchzechten Nacht, Begegnungen mit der Natur und ihren Beobachtungen der Stimmungen und Lebewesen. Das Album ist auch ein Statement für Achtsamkeit und die Besonderheiten eines Moments, in dem die Gedanken schweifen dürfen. Es braucht ein bisschen, bis ich mich einlassen kann, aber dann werden ihre skurrilen Kurzgeschichten wie „HeutemorgenÜbervorgestern“ in meinem Kopf lebendig. Video
CD, 2026, 13 Tracks, Label: Self Tape Records
Mane Stelzer03.10.2026

