Fatoumata Diawara

“Massa“

Von einer Zwangsehe zur Grammy- und Victoire-Nominierung – die malische Musikerin und Schauspielerin Fatoumata Diawara blickt auf einen beachtlichen und rebellischen Werdegang zurück. Zu Beginn des Jahres machte sie von sich reden, als sie als erste schwarze Frau einen Vertrag für eine Gibson Epiphone Gitarre unterschrieb: „Mali hat der Welt die DNA des Blues geschenkt, und Fatoumata haucht diesem Erbe mit ihrer rohen, autodidaktisch erworbenen Kraft neues Leben ein“, heißt es dazu auf ihrer Website. Sie, die 2007 selbst von Rokia Traoré bestärkt wurde, das Gitarrespielen zu erlernen und in Bars in Paris aufzutreten, ist nun zum Role Model geworden. Diawara ist sich dieser Verantwortung bewusst, vor allem live vor Publikum: „I’m telling them, you can do it!“. Ihre neue Scheibe „Massa“ (Das Ewige) ist in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Matthieu Chedid aka -M- entstanden und bietet einen unwiderstehlichen, warmen und strahlenden Blend aus Rock, Blues, Pop, Reggae und traditionellen Elementen ihrer westafrikanischen Heimat. Ihre Songs spiegeln ihr Streben nach der richtigen Balance wider, sind kluge Lebensbetrachtungen und Klagen über die Missstände in unserer Gesellschaft, die negativen Emotionen vor allem in polygam lebenden Familien. „Eine intime Reise zwischen den Welten, geleitet vom Glauben und dem Erbe ihres Vaters“, heißt es in der Ankündigung. Die Musik macht gute Laune, Chöre und ihr typisches Summen („Fala“) hüllen tröstlich warm ein. Video

CD, 2026, 12 Tracks, Label: Nø Førmat!

Mane Stelzer

25.07.2026