
Ami Yerewolo
“Maaya“
Mit „Maaya“ (Menschlichkeit) hat die 35-jährige Rapperin Ami Yerewolo ihren vierten Longplayer und die erste Veröffentlichung in Deutschland herausgebracht. Bis sie zur „wichtigsten weiblichen HipHop-Stimme Malis, ja Westafrikas“ (Trikont) wurde, hat sie einiges in Kauf genommen, um ihre Musik machen zu können. „Ich bin die meist beleidigte und am wenigsten gebuchte Rapperin Malis. Offizielle versuchen, mein Festival für weibliche Rapper zu boykottieren, männliche Kollegen verleumden mich. Aber ich kann mich nicht verstellen. Ich möchte so sein dürfen, wie mich Gott geschaffen hat!“ sagt die Künstlerin. Mit ihrer Musik hat sie sich seit ihrer Jugend stets selbst Mut zugesprochen. 2014 kam ihr Debütalbum „Naissance“ heraus, das die malische HipHop-Szene ordentlich aufmischte, danach folgten zwei weitere Alben, in denen sie sich als feministische Rapperin präsentierte. Inzwischen hat sie sich auch als Produzentin und Veranstalterin eines eigenen Frauen-Rap-Festivals, des „Mali a des Rappeuses“-Festivals (Mali hat Rapperinnen) etabliert. Ihre Texte inspirieren die neue Generation junger Afrikanerinnen, die ihre eigene Stimme finden und sich von kulturellen Normen lösen und unabhängig werden wollen. Auf „Maaya“ gehen treibende Beats, rasante Raps und malische Folk-Instrumente eine starke Verbindung ein. Video
CD, 2026, 10 Tracks, Label: Trikont
Mane Stelzer28.08.2026

