Janice Andrade

“Janice“

Janice Andrades Sound of Brazil in Form des Zusammenwirkens von Jazz, elektronischer Elemente und Bossa, das sind brasilianische Rhythmen und Clubsound. Entstanden ist das Album „Janice“ durch die Zusammenarbeit der Brasilianerin und Wahleuropäerin Janice Andrade mit dem deutschen Produzenten Christoph Isermann, die beide fast alle Songs geschrieben haben. Janice Andrade ist eigentlich Tänzerin und Choreographin und Bewegung und Rhythmus sind ihr mehr als vertraut. Also natürlich auch das Percussionslastige der typischen brasilianischen Musik, die Wurzeln hat in Portugal, Afrika und dem Indigenen. Andrade und Isermann kreieren aus diesen Elementen einen rhythmisch-verspielten aber coolen, hübsch schwebenden, allerdings vielleicht etwas glatten, Brazilian Sound, der sehr geeignet ist zum Relaxen im heißen Sommer. Und vielleicht doch nicht nur oberflächlich gestylt ist. Das unterkühlte, das Andrade ihrem Album „Janice“ als Ergänzung hinzufügt, wirkt wie Eiswürfel im Cocktailglas. Janice Andrades Gesang ist wie für den Bossa Nova spezifisch eher zurückhaltend und fügt sich nahtlos in den Brazil-Clubbing Rhythmus dieser Adaption des Bossa, bei der das Jazzige und Elektronische Gewicht erhält. Keyboards, Bass und Programming stammen von Christoph Isermann und einige weitere Musiker haben sich eingeklinkt. Musik ist das für Momente des Chillens und der Leichtigkeit mit einer Idee zurückgelehnter Melancholie des Bossa-Lebensgefühls. Das haben insbesondere auch Männer geprägt wie João Gilberto oder Gaetano Veloso und in Musik umgesetzt. Janice Andrade gelingt sich selbstbewußt im Kontext neuer brasilianischer Musik zu zeigen.

CD, 2014, 13 Tracks, Label: Girafe Music

Tina Karolina Stauner

23.06.2014