Cobra Killer

“76 / 77“

Genau wie ihre blut- und rotweinbesudelten Live-Shows mit Stagediving und Körperkontakt ist auch das Album von Cobra Killer nichts für zarte Gemüter. Die beiden Westberlinerinnen –(Geburtsjahre siehe Albumtitel)– gründeten 1998 ihre Band Cobra Killer. Das erste Album veröffentlichten sie damals, nicht unpassend, noch beim Label Digital Hardcore. Ihr trashig ungehobelter Elektropunksound mit einer Prise Pop entsteht aus vielerlei verfremdeten Samples, die sie nicht nur aus den 60er Jahren fischen. Dazu kommen ein paar eingängige und oft wiederholte Refrains wie „Mund auf Augen zu“ oder „I like it when it burns a bit“. Einiges wäre direkt radiotauglich – aber mit ihren rotzigen Texten sind sie nichts für den Mainstream. Sie selbst spielten schon als Vorprogramm von Sonic Youth. Die inzwischen weitaus bekanntere Peaches dagegen gab ihr erstes Berliner Konzert als Support von Cobra Killer.

CD, 2004, 13 Tracks, Label: Monika Enterprise / Hausmusik/ Indigo

Irene Hummel

18.11.2004