Modern Woman

“Johnny’s Dreamworld“

Das Album „Johnny’s Dreamworld“ der Londoner Band Modern Woman ist mir zunächst aufgrund der Mischung aus Titel und Bandnamen ins Auge gestochen. Als ich gelesen habe, dass sie Post-Punk, Avantgarde und Folk miteinander verbinden, konnte ich mir darunter zunächst nicht viel vorstellen. Nach dem ersten Mal Hören war ich jedoch positiv überrascht. Falls man mit dem Genre der sogenannten „weird girl fiction“ vertraut ist, kann man vielleicht nachvollziehen, warum mich das Album daran erinnert. Unvorhersehbare Vocals, die teils so wirken, als würde man einem musikalisch unterlegten Monolog lauschen, treffen auf Instrumentals, die ebenso abwechslungsreich sind und sich nur schwer in ein Genre „quetschen“ lassen. Man kann die Einflüsse von Björk heraushören, die die Sängerin Sophie Harris sehr geprägt hat. Zudem erinnert mich der Stil stellenweise etwas an die Band Wet Leg. Zusammenfassend würde ich die Platte als ein gelungenes Werk bezeichnen, das vielleicht keine Easy-Listening-Hintergrundmusik ist oder zum ausgelassenen Tanzen einlädt, aber bei dem es sich sicherlich lohnt, wirklich genauer zuzuhören. Meine persönlichen Favoriten sind der Titeltrack und „Neptune Girl“. Video

CD, 2026, 9 Tracks, Label: One Little Independent

Clara Hofmann

08.07.2026